Achgut.tv / 29.07.2019 / 06:18 / 63 / Seite ausdrucken

Broders Spiegel: Die Sachsen – widerwillig und unerziehbar!

Die Sachsen wählen permanent falsch, was ist mit denen los? Haben die da nicht genug Sozialarbeiter oder sehen die nicht oft genug Kulturzeit auf 3Sat? Dass die Ossis die treibende Kraft des Zweifels geworden sind finde ich toll. Wer hätte das gedacht vor 30 Jahren als die Mauer fiel? Gut dass der Wahlausschuss des Landes, der die AfD-Wahlliste kurz vor der Wahl nicht mehr anerkennen wollte vom sächsischen Verfassungsgericht voll eins auf die Kappe bekommen hat. Ein faires Urteil. Es gibt in der Bundesrepublik offensichtlich immer noch Institutionen des Rechtsstaates, die ordentlich funktionieren.

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Lutz Gütter / 29.07.2019

@ Hans Hasso Stamer, die “Wende” ging nicht von Leipzig aus, sondern von Plauen. Fast 25% der Bevölkerung (d.h. 20.000 von 83.000 Einwohnern) demonstrierten bereits am 07.10.1989, dem 40. Jahrestag der DDR, für demokratische Freiheiten. “Plauen war die erste ostdeutsche Stadt, die einen geeinten Willen zur Wende ausdrückte; sie war die einzige, in der der ostdeutsche Umbruch von Anfang an eine Sache der Massen war.” John Connelly, Historiker - University of California, Berkeley - aus: “Moment of Revolution: Plauen (Vogtland), October 7, 1989

Gert Köppe / 29.07.2019

Herr Broder, ich oute mich freiwillig. Ich bin Sachse, bin nicht wiederwillig aber schon ein bisschen wiederspänstig. Nicht stur, eher meinungsstabil. Grundsätzlich nicht umerziehbar, bin Propaganda-resistent, ziemlich “abgekocht“, nicht beeinflussbar, gerade aus und direkt. Für die Stasi war ich ein ständiges “Überwachungs-Subjekt“ unter den schwer erziehbaren “Problem-Bürgern“. Aber ich bin stolz auf meine sächsischen Landsleute. An denen wird die regierende “Merkel-Einheitparteien-Brigade“ noch schwer zu kauen haben. Die Sachsen sind die politischen “Spielverderber“’.

A. Griessmann / 29.07.2019

Verehrter Herr Broder- Sie adeln uns Sachsen allein damit, dass Sie uns kennen. Das erfreut uns und zeigt Ihre Wertschätzung. Wir werden unseren Wählerwillen am 01.09.2019 zeigen, darauf dürfen Sie vertrauen. Leider wird uns auf Grund unserer freiheitlichen und zutiefst demokratischen Grundeinstellung ab September der Sturm der Entrüstung aus allen Ecken des restlichen “Bundlandes” entgegenwehen. Aber wir werden auch das überstehen, selbst eine Wiederholung der Landtagswahlen wegen vermeintlicher Formfehler wird das Wahlergebnis bestätigen. Auch unsere Nachbarn aus Thüringen und Brandenburg werden sehr ähnlich abstimmen. Hier in der “ostdeutschen abgehängten Provinz” zeigt sich heute bereits sehr deutlich, dass der hausgemachte wirtschaftliche Abschwung “vor der Tür steht”. Im Erzgebirge sind viele kleine Firmen als Zulieferer der deutschen Automobilindustrie bereits mit Kurzarbeit gesegnet. Auch das wird hier wahrgenommen. Das ist ein Ergebnis der Deindustrialisierungspolitik unserer sogenannten Eliten. Kretschmer “wirbt” auf Wahlplakaten u.a. mit “1000 zusätzlichen Polizisten”, hatte die CDU nicht in den letzten Jahren die Chance das zu ändern? War die SPD gegen die Einstellung von Polizisten? Das soll nur ein Beispiel der Situation in Sachsen sein. Fakt ist- der Sachse “macht sein Ding”. In diesem Sinne- bleiben Sie gesund und hellwach! P.S.: Was machen Sie ständig im Ausland? Etwa schon emigriert? Kommen Sie nach Sachsen- hier gehts immer weiter! (Smile)

Chr. Pilz / 29.07.2019

Danke für die Sorge um mein Seelenheil, aber ich erlebe den Osten auch schon über 60 Jahre und da haben sich doch tatsächlich Erfahrungen angesammelt ...

B.Klingemann / 29.07.2019

@W. Cremer: Sie hatten schon immer ein gutes Näschen… Bei der Auszählung gehen die Ungerechtigkeiten dann jedoch weiter. Landes- und Bundeswahlleiter haben mehr Handlungsspielraum als so mancher Libero. In der Wahlurne ist meine Stimme tot.

Klaus Jürgen Bremm / 29.07.2019

Alles schön und gut gemeint. Aber Sachsen ist leider auch kein gallisches Dorf. Knapp 75 Prozent dieses angeblich so widerspenstigen Völkchens wollen offenbar am 1. September immer noch die alten Ausplünderer wählen.

Johannes Schuster / 29.07.2019

Eine Selbstverständlichkeit zu erhalten ist keine Leistung eines Rechtsstaates: Wenn die das SGB II gekippt hätten und die Sozialkassen in eine Krise gestürzt, wäre das ein Paukenschlag, aber so ?! Leicht sind die Siege geworden und sahnefett die Torten der Siegesfeiern….

Sara Gold / 29.07.2019

Auch wenns nicht ganz passt und wahrscheinlich nur die wenigsten Literaturkenner erkennen: Rudyard Kipplungs “the wrath of the awakened saxon” trifft es ganz gut. It was not preached to the crowd. It was not taught by the state. No man spoke it aloud, When the Saxon began to hate. It was not suddenly bred. It will not swiftly abate. Through the chilled years ahead, When time shall count from the date That the Saxon began to hate Die AfD ist in Sachsen noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Da werden noch ganz andere kommen. Und die Leute werden sie wählen, weil die persönlichen Kosten dazu zwingen. Und ich freu mich drauf.

Egon Schieler / 29.07.2019

Ich bin gerne in Sachsen aber genauso gerne auch anderswo in der Ehemaligen. Ist schon ein besonderer Menschenschlag dort drüben, der meiner Sicht der Dinge oft näher ist, als die meiner Kopatrioten hier im Westen. Wer weiß, vielleicht ziehe ich dort mal für länger hin. Ich kuck auch ganz gerne RB Leipzig.

Rex Schneider / 29.07.2019

Tja Herr Broder, wer darf sich denn nun alles Sachse nennen? Gab ja auch Dutschmann oder Ulbricht. Aber eines haben die Sachsen ja gelernt. Traue nie einem der versucht aus Philosophien wissenschaftliche Dogmen zu machen. Von wegen Komunismus oder Klimawandel.

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