Roger Letsch / 11.06.2022 / 12:00 / Foto: jdxyw / 83 / Seite ausdrucken

Alaska heim ins Reich!

Die Gebietsansprüche Russlands werden nicht mit der Eroberung der Ukraine haltmachen. Dafür wird die Indoktrinierung der Kinder sorgen.

Die Meldungen bleiben widersprüchlich, und ich habe es längst aufgegeben, sie verifizieren oder bewerten zu wollen. Gefeiert wird bei den Unterstützern beider Seiten. Siege, Offensiven, Kessel, Verteidigung, Gegenangriff, nichts ist gewiss, nichts lässt sich verifizieren, nichts lässt vermuten, dass das Gemetzel in der Ukraine bald endet. Am einfachsten haben es derzeit noch all jene, die in der Presse oder am Stammtisch aufstampfen und wütend den sofortigen Frieden fordern. Es ist die bequemste aller Positionen, weil sie nur dem eigenen Gewissen folgen muss und keine Opfer, keine Verwicklungen und keine Demütigung oder Unterwerfung ins Kalkül zu ziehen braucht. Ich wünschte, ich könnte es mir so einfach machen, wirklich! Und wenn mein Aufstampfen hülfe, ich täte den ganzen Tag nichts anderes. Doch so ein verdammter Krieg mit Blut, Rauch und Nebel ist leider kein Ostermarsch. Die Simulation hilft nicht weiter. Von fehlender diplomatischer Offensive ist heute gern die Rede und vom Stellvertreterkrieg, den der Westen „bis zum letzten Ukrainer“ führen werde. Dass Putin ebenso weit gehen würde, darf angenommen werden, wird aber nur selten thematisiert.

Für eine diplomatische Offensive fehlt mir angesichts der erklärten Ziele Putins – also denen, die er den Russen erklärt, nicht denen, die seine Unterstützer hierzulande häufig ins Feld führen – die Fantasie, für einen Stellvertreterkrieg bis zum letzten Ukrainer fehlt mit Sicherheit beiden Seiten Geld und Atem. Zum Glück. Eng ist es längst für Russland und die Ukraine, auch wenn die Propaganda auf beiden Seiten fleißig Nachrichten glättet, sind die Opferzahlen fürchterlich, die Abnutzung von Mannschaft, Material und Moral gewaltig. Ich fürchte mittlerweile, dass nichts, was der Westen oder die NATO getan oder unterlassen hat, diesen Krieg hätte verhindern können. Jede noch so eloquente Behauptung in diese Richtung muss den Beweis mangels Zeitmaschine, Paralleluniversum oder einem Alan Turing, der die Putin’sche Enigma decodieren kann, schuldig bleiben.

Nur ein Kinderlied

Anna Kuvychko von der Partei „Einiges Russland“ und für ihre Heimatstadt Wolgograd (früher Stalingrad) bis 2019 Abgeordnete der Duma, organisierte 2017 einen Kinderchor, der für Onkel Wowa (Putin) ein eigens geschriebenes Lied „Wir wollen unser Land zurück“ sang. Alaska „nach Hause bringen“, heißt es da zum Beispiel – schon 2017 schallte es offen revisionistisch aus indoktrinierten Kinderkehlen. Gebietsansprüche, wo es eigentlich keine gibt, sind also keine neue Erfindung des Kremls. Die territorialen Phantomschmerzen Putins sind auch keineswegs auf die Kiewer Rus oder die Suwalki-Lücke beschränkt, um das „Juwel aus Bernstein“ (das zu Ehren von Stalins Kumpan Michail Kalinin benannte Kaliningrad im Kinderlied) ans Mutterland zu binden. Man hätte also schon vor fünf Jahren aus allen Wolken fallen können, wenn man nur hätte hinsehen wollen und nach der Annexion der Krim nicht zu sehr darauf gehofft hätte, dass die Ukrainer sich recht bald mit dem Verlust der Halbinsel abfinden würden, damit man endlich zu gemütlichen Geschäften zurückkehren könne. Deutschland hatte immerhin eine Energiewende mit russischem Gas abzupuffern. Da kamen solche Konflikte grad sehr ungelegen.

Heute ist es hinter vorgehaltener Hand kaum anders, nur der Preis ist etwas höher. Heute Luhansk, morgen der ganze Donbass, übermorgen vielleicht Kiew oder Odessa und der letzte Zugang zum Schwarzen Meer… was darf es als nächstes sein? Doch ist es in der globalisierten Welt von WEF und WHO nicht längst gleichgültig, zu welcher nationalen Entität ein Landstrich zufällig gerade gehört? Ob sich wohl jemand darüber aufgeregt hätte, wenn die Regierungen in Kiew ganz „freiwillig“ und schon aufgrund glaubhafter Drohungen Stück für Stück des Landes an Russland abgetreten hätten? Moskau hätte doch sicher irgendwann mal damit aufhört, oder? Onkel Wowa kann man doch vertrauen… fragt die Kinder im Video!

Hat sich Russland von der Ukraine abgespalten?

Doch gilt die Beliebigkeit nur in eine Richtung? Könnte vielleicht die Region Nowgorod in einer friedlichen und demokratischen Volksabstimmung ihren Beitritt zur Ukraine erklären und die Heimholung Kiewer Ur-Erde in anderer Richtung vorantreiben? Das ist natürlich albern, denn die Ukraine hat ja keine Atomraketen, die auf Berlin und Brüssel gerichtet sind! Denen kann man einen rat- bis geistlosen Nationalismus nicht durchgehen lassen. Macht schafft eben nicht nur Recht, sondern sorgt auch für jede Menge großzügig ausgeschenkte Rechtfertigungen.

Könnte vielleicht eine groß angelegte und konzertierte diplomatische Offensive unter Führung von >hier Lieblingsfriedensaktivist einsetzen< dem russischen Sängerfähnlein und deren Einflüsterern bei der Heimholung Alaskas behilflich sein? Doch auf welcher Basis soll man verhandeln? Vielleicht reicht ja halb Alaska? Für den Anfang zumindest? Aber vielleicht ist Liedgut wie das oben verlinkte ja nur lässliche Folklore, und wir müssen uns keine Sorgen machen, wenn wir alle nur recht brav sind und Lieder für Onkel Wowa singen. Und sowieso – wie könnte es anders sein – hat die NATO in ihrer expansionistisch-imperialistischen Art auch 2017 schon mitgesungen! Warum rücken die bösen Besatzer Alaskas dem Onkel Wowa auf der anderen Seite der Beringstraße auch so dicht auf den Pelz! Oder – aber das ist nur eine unbewiesene Hypothese – wir legen an Putins Parteigänger nicht dieselbe humanitäre und weltbürgerlich aufgeklärte Elle an, mit der wir ohne zu zögern vergleichbare Äußerungen auf einem AfD-Parteitag messen würden.

Jede nationale Idee braucht einen Feind

Dabei bauen deutsche und russische politische Narrative sogar irgendwie aufeinander auf. Dem deutschen „Nie wieder“ steht das russische „Immer wieder“ gegenüber. Beide erhalten ihre Rechtfertigung aus den Erfahrungen mit Faschismus und Krieg. Und beide sind alternativlos und erstarrt, nichts Sinnstiftendes wurde der nationalen Legende hinzugefügt. Eine Idee schwebt aber nie lange unbezogen im Raum, sie sucht sich einen Körper, einen Feind, an dem sie sich abarbeiten und von dem sie zehren kann. Die deutsche Politik schaut nach innen und erblickt überall Faschismus. Die russische schaut nach außen und rückt zur Entnazifizierung aus. Das klappt in beiden Ländern immer wieder, wenn es nur oft genug gehört und gesagt wurde.

Ich sehe diese Kinder im Video singen und mir wird flau im Magen. Der kleine blonde Junge ganz vorn hätte vor vielen Jahren ich sein können. In einer anderen Zeit und anderem Kontext aber in seinem Alter trällerte ich als „Pionier“ sicher auch so kämpferische Lieder im Musikunterricht oder wenn die Paten-Kaserne zum Jahrestag der Oktoberrevolution ein paar sowjetische Offiziere zum Fahnenappell schickte. Vielleicht sangen wir über den Genossen Teddy Thälmann, den kleinen Trompeter oder die ruhmreiche Sowjetarmee, ich kann mich nicht mehr an Texte oder Melodien erinnern, aber sehr wohl an die Stimmung, in die man die Kinder mit solchen heroischen Simulationen zu bringen wusste. Schüsse, die man in Liedern abfeuert, verletzen nicht. Länder, die man mit Worten „befreit“, wehren sich nicht. Die im Reim erschlagenen Feinde bluten nicht. Alles ist sauber und liegt klar und deutlich da, das Gute wie das Böse. Kinder sind leicht zu verführen. Die größeren Jungs im Video sind heute vielleicht schon in dem Alter, selbst in der Ukraine zu verbluten und ihr Leben dem Onkel Wowa zu opfern, wie sie es ihm vor fünf oder sechs Jahren im Lied versprochen haben.

Die Ukraine bekommt ihren Gründungs-Mythos

Ist das da im Video noch irgendeine schräge Form von „gesundem Nationalstolz“? Ist es das, was manche auch für Deutschland anstreben, wenn sie jeden Tag begeistert die Erfolge der russischen Armee im Donbass auf Karten einzeichnen und die „Entnazifizierung“ der Ukraine mit verspottenden Selenski-Memes feiern? Was ist so reizvoll daran, der Ukraine den russischen Stiefel im Nacken zu wünschen? Auf der anderen Seite sind mir gerade besonders einige unserer Politiker zuwider, die das ganze Land mit einer paternalistischen Unbekümmertheit am liebsten gänzlich auf Kriegswirtschaft umstellen würden.

Besonders viele Wähler der Grünen können es kaum fassen, dass hier nicht der Pazifismus der frühen 1980er aus dem Personal spricht, sondern das sozialistische, planwirtschaftliche Element. Doch Kriegswirtschaft ist Staatsdomäne, alle Regeln des Marktes sind außer Kraft gesetzt, alles Streben ist auf das ausgegebene Ziel gerichtet, jede Summe wird bewilligt und jeder Blödsinn wird zur Wahrheit aufgeblasen. Heute Ukraine, morgen Klima – die Ziele sind austauschbar und werden auch eines Tages ausgetauscht, wenn man das für opportun hält. Dass solche lauten Trommelstunden stets mit mehr als nur Ohrenschmerzen, nämlich mit ökonomischem Zusammenbruch enden, wird konsequent ausgeblendet.

Die Ukraine, dieser einst korrupte und ausgebeutete Staat, bekommt durch den Angriff Russlands endlich ihren Gründungsmythos geliefert – sofern noch etwas von ihr übrig sein wird, wenn dieser Krieg endlich vorüber ist. Nach Jahrzehnten des Hin-und-her-geworfen-Seins und Zerriebenwerdens ist es ausgerechnet der mühevolle und blutige Abwehrkampf gegen den aggressiven Nachbarn Russland, der das zerstrittene und als Beute vielfach aufgeteilte Land der Widersprüche zusammenschweißt. Doch es wird eine Gründung auf Trümmern sein und das Gründungsnarrativ ein Akt der Gewalt bleiben, von dem unklar ist, ob er langfristig friedliche Früchte trägt.

Immer geht es gegen die Faschisten

An dieser Stelle wiederholt sich nämlich gewissermaßen die Geschichte, denn der Sowjetunion erging es im Zweiten Weltkrieg ähnlich. Auch hier war es die äußere Bedrohung, die die innere Zerrissenheit und die politischen Säuberungen (vorerst) beendeten. Erst der Sieg über den Faschismus taugte als verbindende Klammer im Sowjet-Imperium, und auch der Nachfolgestaat Russland benutzt noch dieselben, nie abgelegten Feind- und Heldenbilder als Kitt, mit dem sich jede Entbehrung und jede politische Volte rechtfertigen lässt. Nichts anderes beobachten wir ja gerade bei der Begründung des Krieges gegen die Ukraine.

So wie Großväterchen im Großen Vaterländischen Krieg gegen eine Welt aus Faschisten kämpfte, so kämpft Urenkel Wanja heute wieder gegen die ganze Welt. Jede denkbare Entbehrung wurde bereits in Liedern besungen und wartet nur darauf, aus den Archiven geholt zu werden, um erneut den Abwehrkampf voller Heldenmut und Heldentod zu umklingeln. Man täusche sich also nicht über die Chancen, durch Mangel an Nachschub und Technologie oder zehntausendfachen Tod russischer Soldaten ein rasches Ende der Kämpfe zu erleben. Die Ukrainer haben andere Optionen, zumindest jeder Einzelne. Viele sind geflohen oder fliehen gerade. Die Russen hingegen stehen mit dem Rücken zur Wand in ihrer eigenen, isolierten Welt. Eine Isolation, die zwar dem Regime im Kreml gilt, aber auch jene Russen trifft, die nichts mit dem Krieg am Hut haben und ihm nun dennoch nicht mehr entkommen können.

Der Westen will euch sowieso nicht

Spätestens jetzt, da sich der Krieg hinzieht, rächt sich der anschwellende Russenhass, der in seiner Ohnmacht die Unterscheidung zwischen Putins Soldaten und den Russen nicht klar und konsequent vornahm. Putin kann sagen „Seht, der Westen will euch sowieso nicht. Man hasst euch dort! Ihr könnt also nirgends hin und wer nicht nach China, Nordkorea oder Venezuela will, bleibt hier und kämpft.“ Diesen verbitterten und langlebigen Teil des Krieges zu verhindern, hätte tatsächlich in unserer Macht gelegen. Zumindest darin haben wir bereits versagt.

PS: Ich will nicht schon wieder so negativ enden. Deshalb zum Abschluss ein alter, hier jedoch recht passender Witz aus DDR-Zeiten: Ein Ostdeutscher und ein Russe gehen spazieren und finden einen Klumpen Gold. Der Russe sagt: „Wir teilen brüderlich!“. Der Ossi erwidert: „Nein, besser jeder bekommt die Hälfte.“

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HaJo Wolf / 11.06.2022

@Frank Box: Der erste vernünftige Kommentar , den ich hier lese.

Thomas Taterka / 11.06.2022

Alaska ist natürlich russische Märchenstunde , die des Westens ist die Verdrängung Russlands vom Schwarzen Meer durch die NATO . Werden die niemals zulassen . Egal wer in Moskau ,wie grausam auch immer, herrscht .

Frances Johnson / 11.06.2022

Was sollen sie damit, Frau @ Emma aus Brokulla, das ist die Frage. Wenn es China wäre, würde man sagen, dass jedes Fischfanggebiet willkommen ist. China macht den Philippinen Probleme wegen eines fischreichen Gebiets und fischt in Naturschutzzonen im Pazifik. Trotzdem hat Greta noch nie ihre Beschwerde gegen Trailer in China vorgestellt, das nur nebenbei. China hat zehnmal so viele Menschen zu füttern wie Russland, und Russland hat so viel Fisch, dass er vermutlich (außer Kaviar) manchen Leuten aus beiden Ohren rauskommt. Wenn sie sich dort anlegen würden, wäre es auf lange Sicht schwierig, ihre Boote aus Königsberg rauszubekommen. Ich sehe überhaupt kein Motiv für die Russen, sich mit dem Baltikum, Schweden oder Finnland anzulegen, es sei denn man triebe sie in Königsberg in die Enge. Aber ich bin gespannt, was das Pentagon in einigen Jahren dazu sagt. Oder Hollywood, das kann auch recht aufschlussreich sein in jeder Hinsicht.

Günter Schaumburg / 11.06.2022

Dietmar Herrmann@: Da gab es aber auch andere Staaten, die im Zusammenrauben nicht schlechter als die Russen waren. Und die Ureinwohner des nördlichen Amerika hat auch nie- mand gefragt, ob sie mit dem Landraub der Europäer einverstanden wären. Man hat sie auf barbarischste Weise ausgerottet. Viele haben sich ihren Packen namens Landraub in der Geschichte aufgeladen, aber bei diversen Ländern wurde das vergessen. Der bitterböse Iwan aber ist derzeit große Mode.

Detlef Rogge / 11.06.2022

Ihren miserablen Ruf haben sich die Russen über Jahrhunderte redlich erarbeitet. Im geteilten Polen ließ sich mit preußischer Zucht, Ordnung, Rechtsstaatlichkeit und religiöser Toleranz gut leben („Preußen wären wir noch geworden, Deutsche nie“), die Österreicher imponierten mit bekannter katholischer Schlamperei und erträglicher Diskriminierung, russisch Polen war dagegen die Hölle, wovon insbesondere der Novemberaufstand von 1830 Zeugnis ablegte (in Berlin wurden polnischen Kämpfer als „edle Polen“ bejubelt). Es gab seinerzeit zahlreiche Karikaturen auf Flugblättern, der arglose deutsche Michel beispielsweise auf dem Weihnachtsmarkt, Rußland als furchterregender Knecht Ruprecht mit Knute und Ketten. Dennoch hielt man sich in Preußen an die Maxime Friedrich II., daß man sich die Freundschaft mit den Barbaren kultivieren müsse. Bereits eine Blutspur durch Polen und Jugoslawien hinter sich her ziehend, brach die Rote Armee 1945 in die deutschen Ostprovinzen ein. Die Wirklichkeit übertraf die Goebbelsche Propaganda um ein Vielfaches. Eine derartige Barbarei hat Europa seit Dschingis Khan nicht mehr erlebt. Tito entsandte seinen Berater Dilas nach Moskau, weil er Morde und Vergewaltigungen nicht mehr ertrug. Indoktrination der Mitteleuropäer gegen Rußland bedarf es nicht.

Wilfried Grün / 11.06.2022

“Jede nationale Idee braucht einen Feind” ... und die globalisierte Idee etwa nicht? Und „gesundem Nationalstolz“ bisher nur für Israel erlaubt,  aber ggf. wird die Ukraine das neue Israel,  schräge Texte dazu gibt es schon. Ansonsten bleibt die Frage wieviel Wag the Dog in diesem Theater? Ps: Da Putin beim Corona mitgemacht bleibt er verdächtig zur Truppe des Klaus Schwab zu gehören.

Günter Schaumburg / 11.06.2022

H. Reichmuth@: Fulminanter Kommentar, große Klasse.

Robert Loeffel, Bern / 11.06.2022

@H.Reichmuth meine vollständige Zustimmung zu ihren Ausführungen. Vielleicht noch das, dass der Marsch auf Kiew eine Drohgebärde von Putin war in der Hoffnung der Komiker Selienskyj würde schneller einknicken. Putin hatte es immer auf den Dombas und die ganze Schwarzmeer Küste abgesehen. Das sollte eigentlich jedem heute klar sein aber nein dieser angebliche „Rückzug“ vor Kiew (eher eine taktische Frontverschiebung) feierten die Selenskyj Fans als einen heroischen Sieg der ukrainischen Armee.  Diese Fläche vom Dombas inklusiv der gesamten Schwarzmeerküste (entspricht einem Fünftel der Ukraine) wird Putin inklusiv Odessa annektieren weil ein Landweg von Russland nach der Krim unbezahlbar ist. Es ist eigentlich müssig ständig solche „Expertenmeinungen“ wie hier vom Hunger des Putins nach anderen Ländern entgegen zu schreiben. Diese sogenannten „Experten“ für Angst und Schrecken sehen Putin schon durch ganz Europa marschieren bis nach Lissabon.

Ludwig Luhmann / 11.06.2022

@giesemann gerhard / 11.06.2022 - “Kämpft Putin in Wahrheit für ein neues, junges Russland? Gegen Armee und KGB ff? DAS wäre schlau, gerissen, geradezu genial: Die alten Kader verschwinden, ohne es zu merken. Die Hoffnung bleibt.” - Putin hätte eine “ZEITENWENDE” auch mit friedlichen Mitteln einleiten können. Dann wären wohl sogar viele Ukrainer auf den Zug aufgesprungen. Das für mich sicherste Zeichen, dass es sich in Putin um einen skrupellosen Massenmörder handelt, ist die Tatsache, dass er skrupellos Massenmorde durchführen lässt und mich und meine Freunde und Verwandten persönlich mit dem guten alten Papiertiger “Atomtod” bedroht.

Frances Johnson / 11.06.2022

@ Emma W. in Broakulla, Schweden: Es geht im Prinzip nicht um Schweden, sondern um das Baltikum, das Schweden damals kurzfristig besessen hatte, nachdem Gustav Wasa es entweder Dänemark oder der Hanse oder beiden weggenommen hatte. Aber nichts gegen Gustav Wasa; er hat Schweden befreit von dem doch grausamen Dänen Christian II, der in Stockholm fast die gesamte Nobilität hat hinrichten lassen.

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