Vera Lengsfeld / 10.02.2017 / 16:11 / 0 / Seite ausdrucken

Freiheit für Dr. Eduardo Cardet Concepción

Menschenrechtsaktivisten in Kuba schlagen Alarm. Fast 10.000 Menschen hat der sozialistisch regierte Karibikstaat im Jahr 2016 willkürlich festnehmen lassen. Das ist der höchste Stand seit 2010. Besonders dramatisch ist der Fall von Eduardo Cardet Concepción. Er ist Leiter der Oppositionsgruppe Movimiento Cristiano Liberación (MCL), die sich für Vereinigungsfreiheit, Redefreiheit, freie Wahlen, Religionsfreiheit und eine Amnestie der politischen Häftlinge einsetzt. Cardet hatte sich in Interviews mit ausländischen Medien kritisch zur Regierung von Staatsratspräsident Raúl Castro Ruz geäußert. Er wurde am 30. November 2016 brutal verhaftet. Ihm drohen drei Jahre Haft. Vor seiner Festnahme hatte Eduardo Cardet internationalen Medien Interviews gegeben, in denen er sich kritisch gegenüber der kubanischen Regierung äußerte. In einem Interview mit dem Madrider Radiosender esRadio, das zwei Tage vor seiner Festnahme ausgestrahlt wurde, beschrieb er die Trauer nach Fidel Castros Tod als verordnet und sagte: "Castro war ein sehr kontroverser Mann, beim Volk verhasst und abgelehnt".

Amnestiy International (AI) Kuba hat den Fall ausführlich dokumentiert und eine Eilaktion gestartet.  Bitte untestützen Sie die Aktion von AI fund ordern Sie die bedingungslose und sofortige Freilassung von Dr. Eduardo Cardet Concepción. Schreiben sie Emails, Faxe oder Luftpostbriefe an den Staats-und Regierungschef Raúl Castro Ruz und den Generalstaatsanwalt Dr. Darío Delgado. Mehr Informationen hier.

Hintergrund: Der Druck auf Kuba in der Frage der Menschenrechte hat nachgelassen. Deutschland und die EU sind bestrebt, die Beziehungen zu Kuba normalisieren. Doch die Repressionsmaßnahmen gegen Oppositionelle werden immer weiter verschärft. Das betrifft besonders Hausarreste und sogenannte „präventive Verhaftungen“, die Regimegegner wie die Gruppe „Damas de Blanco“ oder Mitglieder der Oppositionspartei Unpacu an der Teilnahme an Versammlungen hindern sollen. Die Dissidenten werden oft auch körperlich angegriffen. Besonders aggressiv ging die kubanische Staatssicherheit dabei nach dem Tod des langjährigen Revolutionsführers Fidel Castro im November 2016 und vor dem Besuch des US-Präsidenten Barack Obama im März vor. Im Januar 2017 gab es mind. 478 Festnahmen aus politischen Gründen.

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