Vera Lengsfeld / 05.03.2017 / 18:13 / Foto: Christian Koehn / 5 / Seite ausdrucken

Auswärtiges Amt warnt vor Schweden

Hierzulande erfuhr man kürzlich ausführlich, wie lächerlich sich Donald Trump wieder einmal gemacht habe, als er vor den aktuellen Zuständen in Schweden warnte. Bei einer Rede in Florida im Februar hatte Trump seine restriktive Einwanderungspolitik verteidigt und dabei einen Zusammenhang zwischen Einwanderung und Terror hergestellt.  "Schweden - sie haben ganz viele reingelassen, nun haben sie Probleme, wie sie es nie für möglich gehalten hätten.“

Umgehend dementierte die Schwedische Regierung, solche Probleme zu haben, dabei brannte längst die Hütte. Nur im Erdgeschoß, in den oberen Etagen, speziell ganz oben, wo die Regierung sich aufhält, ist noch kein Brandgeruch zu spüren. Das könnte sich ganz schnell ändern. Eine Englische Reporterin, die sich selbst überzeugen wollte, schildert hier was in Schweden los ist.

Wer sich fragt, wie lange das schon so geht, kann sich auf der Homepage unseres Auswärtigen Amtes kundig machen. Dort steht, allerdings ziemlich versteckt unter „Allgemeine Länderinformationen - Schweden“ das Folgende:

"Aktuelle Hinweise

Seit Anfang März 2016 gilt für Schweden eine erhöhte Terrorwarnstufe.

Reisende in Stockholm werden gebeten, sich in der Stadt sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln umsichtig zu bewegen, größere Menschenansammlungen zu meiden und in jedem Fall Weisungen der schwedischen Sicherheitskräfte zu befolgen. Besonders während religiöser Feiertage und auf Großveranstaltungen wie Konzerten oder Festivals sind besondere Aufmerksamkeit und Wachsamkeit geboten.

Aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation hat Schweden vorübergehend wieder Grenzkontrollen eingeführt. Vor Betreten von Fähren nach Schweden sowie Bussen, Zügen und Fähren von Dänemark nach Schweden ist ein gültiges Reisedokument vorzuweisen (siehe auch Abschnitt „Einreisebestimmungen“). Reisende sollten mit kurzfristig auftretenden Behinderungen im Reiseverkehr und damit verbundenen Wartezeiten rechnen.

Das Auswärtige Amt rät dringend von der Mitnahme unbekannter Personen, die möglicherweise nicht über einen gültigen Ausweis oder Einreisevisum verfügen, ab. Dies könnte als Schleusung strafrechtlich verfolgt werden.“

Schweden, das linke Musterland hat also ein gravierendes Problem. Seit einem Jahr gilt dort eine erhöhte Terrorwarnstufe.

Nachtrag: So wie oben lautete der Text auf der Seite des Auswärtigen Amtes bis gestern. Heute 6.3.2017 hat das Auswärtige Amt den Text-Anfang wie folgt modifiziert:

Anfang März 2016 wurde die Terrorwarnstufe für Schweden von „hoch“ auf „erhöht“ herabgestuft und gilt seitdem fort.

Reisende in Stockholm werden weiterhin gebeten.....

Foto: Christian Koehn CC BY-SA 2.0 de via Wikimedia Commons

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Leserpost (5)
Jacek Berger / 06.03.2017

Deutschland warnt vor Terrorgefahr in Schweden. Das ist aber höchst interessant, denn bis jetzt ist in Schweden keine Bombe hoch gegangen, die Menschen wurden dort nicht mit Machete zerstückelt oder mit einem LKW zermahlen. Wie wäre es dabei zuerst die eigene Bevölkerung vor den Gefahren im eigenen Lande zu warnen? Auch nach dem Terroranschlag auf Brüsseler Flughafen im März 2016 haben die Deutschen alles besser gewusst:  Die Belgier können eigene Bevölkerung nicht schützen, das Land ist zerstritten und gespalten, die Geheimdienste taugen gar nichts. Aber der Anis Amri ein höchstgefährlicher Terrorist mit mehrerer Identitäten bewegte sich frei im Lande, lebte hier auf Kosten des Steuerzahlers und konnte in aller Ruhe Berliner LKW-Massaker planen und ausführen. Deutschland ist nicht mehr “über alles in der Welt”, aber besser , als Schweden und Belgien ist es allemal!!

JF Lupus / 06.03.2017

Trump, der schöngefönte Kotzbrocken, wird mir immer sympathischer.

Martin Lederer / 05.03.2017

Wundert mich, dass die überhaupt “warnen”. Vermutlich hat es rechtliche Gründe, damit sie nicht haftbar gemacht werden?

Ulrich Hartmann / 05.03.2017

Diese Trumpologetik ist alles andere als überzeugend: Eine erhöhte Terrorwarnstufe gibt es derzeit in vielen Ländern, z.B. Großbritannien und natürlich den USA. Wieso ein Reisehinweis, der unter “Schweden - Reise- und Sicherheitshinweise” zu finden ist, “versteckt” sein soll, erschließt sich mir nicht. Das Auswärtige Amt warnt auch nicht “vor Schweden”, es gibt nur den Hinweis weiter, daß in bestimmten Situationen zu erhöhter Vorsicht geraten wird. Allerdings hat es in Schweden keine Terrorakte gegeben, wie Trump angedeutet hatte; darauf hat die schwedische Regierung hingewiesen.

Hubert Bauer / 05.03.2017

Der Michel aus Lönneberga dürfte doch jetzt auch schon über 50 sein. Wird der den gar nicht mehr vernünftig?  Wie lange müssen die Menschen in Småland noch unter ihm leiden? Dem hätten Anton und Alfred als Kind mal ordentlich die Leviten lesen sollen.

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