Rüdiger Stobbe / 29.08.2023 / 11:00 / Foto: Doenertier82 / 5 / Seite ausdrucken

Woher kommt der Strom? 33. Analysewoche 2023

Die Durchschnittswerte der regenerativen Stromerzeugung täuschen ein Stromvolumen vor, das gleichmäßig faktisch nicht vorhanden ist. Über Tag trägt der regenerativ erzeugte Strom, vor allem der PV-Strom, stark zur Deckung des Bedarfs bei. In den übrigen Zeiten fehlt tatsächlich viel Strom.

Es war eine Woche mit wenig Wind und viel Sonne. Es herrschte schönes Sommerwetter. Allerdings nicht für die Windmüller Deutschlands. Es gab zwar keine komplette Flaute, doch unter dem Strich ging es schon in diese Richtung. In den Zeiten, in denen die Solarkraft mittels Solarpaneelen keinen Strom lieferte, war die regenerative Stromerzeugung wenig zufriedenstellend. Deshalb ist die Freude unserer Energiewendefreunde über den Durchschnittswert (58,5 Prozent, davon 27,3 Prozent PV-Strom) der regenerativen Stromerzeugung immer ein wenig selbstbetrügerisch. Wenn sie denn um den Sachverhalt, der mit diesem Chart veranschaulicht wird, überhaupt wissen. 

Abgesehen davon, dass aus rein wirtschaftlich-politischen Gründen praktisch die komplette Woche Strom in großer Menge aus dem benachbarten Ausland importiert wird, ist es so, dass zu den Zeiten, an denen die Sonne nicht auf die Paneele scheint, insbesondere des Nachts, eine große Menge Strom zur Deckung des Bedarfs fehlt. Die „Erneuerbaren“ tragen zu dieser Bedarfsdeckung kaum etwas bei. Glücklicherweise ist zu diesen Zeiten der Bedarf geringer als über Tag. Dennoch: Die Durchschnittswerte der regenerativen Stromerzeugung täuschen ein Stromvolumen vor, das gleichmäßig faktisch nicht vorhanden ist. Über Tag trägt der regenerativ erzeugte Strom, vor allem der PV-Strom, stark zur Deckung des Bedarfs bei. In den übrigen Zeiten fehlt tatsächlich viel Strom. 

Nimmt man die Prognose von Agora-Energiewende mit einem Erneuerbaren-Anteil von durchschnittlich 86 Prozent, welche die Erzeugungsdaten und den Bedarf der 33. KW hochrechnet, dann wird über Tag viel zu viel Strom erzeugt. In den übrigen Zeiten fehlt aber immer noch eine erhebliche Menge Strom zur Bedarfsdeckung. Trotz des erheblichen Zubaus regenerativer Stromerzeugungsanlagen ist die Residuallast nicht wesentlich geringer als heute. Es muss viel Strom konventionell hinzuerzeugt und/oder importiert werden. 

Die Preisentwicklung belegt auch in dieser Woche, dass der Strom umso billiger wird, je mehr Strom von Deutschland selbst erzeugt wird. Die Preisfindung an der Strombörse ist komplex. Insbesondere, wenn wegen fehlender Eigenerzeugung fast durchgängig Stromimportbedarf vorliegt. Doch generell lässt sich erkennen, dass die Preise immer dann niedrig sind, wenn die bundesdeutsche Stromerzeugung im Verhältnis insgesamt hoch ist. Am besten ist das zur Mittagsspitze zu beobachten. Da fallen die Preise regelmäßig. Der jeweilige Preis gilt selbstverständlich auch für den Importstrom. Dieser wird allerdings nicht gekauft, weil er nun so günstig ist. Nein, weil der Bedarf an Importstrom über Mittag geringer wird, sinkt der Preis. Das erkennt man am besten an den beiden Wochenendtagen. Es ist über die Mittagsspitze kein Import notwendig. Der Preis geht Richtung 20 €/MWh und weniger.

Würden die deutschen Kraftwerksbetreiber den importierten Strom selbst erzeugen, würde er billiger gehandelt. Es würde kein Importstrom nachgefragt, und es fielen Überschüsse an, die exportiert werden müssten. Das senkt das Preisniveau. Der Stromverbraucher würde profitieren, die konventionellen Stromproduzenten hingegen hätten weniger Ertrag pro erzeugter Megawattstunde. Deshalb machen sie das nicht. Die europäischen Nachbarn stellen den Strom gerne zur Verfügung und machen gute Geschäfte mit Deutschland. Hinzu kommt, dass Deutschlands CO2-Bilanz aufgehübscht wird. Importstrom ist CO2-frei. Natürlich nur rein rechnerisch. Das CO2 bleibt immer im Strom-Erzeugerland. 

Wochenanalyse KW 33/2023

Montag, 14.8.2023 bis Sonntag, 20.8.2023Anteil Wind- und PV-Strom 37,4 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 53,8 Prozent, davon Windstrom 12,7 Prozent, PV-Strom 24,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 16,4 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 33. Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 33. KW 2023: Factsheet KW 33/2023 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040.

Jahresüberblick 2023 bis zum 20. August 2023

Daten, Charts, Tabellen & Prognose zum bisherigen Jahr 2023Chart 1Chart 2ProduktionStromhandelImport/Export/Preise/CO2Agora 2030Stromdateninfo Jahresvergleich ab 2016

Tagesanalysen

Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem bisherigen Jahresverlauf 2023 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Eine große Menge Strom wird im Sommer über Tag mit PV-Anlagen erzeugt. Das führt regelmäßig zu hohen Durchschnittswerten regenerativ erzeugten Stroms. Was allerdings irreführend ist, denn der erzeugte Strom ist ungleichmäßig verteilt.

Montag, 14. August 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 34,6 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 51,2 Prozent, davon Windstrom 8,1 Prozent, PV-Strom 26,5 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 16,6 Prozent.

Kaum Windstrom, reichlich PV-Strom, hoher Stromimport. Der Montag ist ein schöner Sommertag. Die Preisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 14. August ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 14.8.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. ImportabhängigkeitenAgora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Dienstag, 15. August 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 37,5 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 53,2 Prozent, davon Windstrom 15,5 Prozent, PV-Strom 22,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,8 Prozent.

Etwas mehr Windstrom, etwas weniger Solarstrom, wieder eine Menge Stromimport über den ganzen Dienstag. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 15. August ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 15.8.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Mittwoch, 16. August 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 31,5 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 48,0 Prozent, davon Windstrom 7,9 Prozent, PV-Strom 23,6 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 16,4 Prozent.

Über Tag sinkt die Windstromerzeugung Richtung 0 €/MWh. Erst zum Abend frischt der Wind auf. PV-Strom wird auf Sommerniveau erzeugt. Die Preisbildung

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 16. August ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 16.8.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Donnerstag, 17. August 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 35,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 51,9 Prozent, davon Windstrom 16,6 Prozent, PV-Strom 19,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 16,2 Prozent.

Mehr Windstrom, weniger PV-Strom, ganztägiger Importstrom. Die Preisbildung. 

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 17. August ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 17.8.2023: ChartProduktion, HandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Freitag, 18. August 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 39,0 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 54,4 Prozent, davon Windstrom 12,8 Prozent, PV-Strom 26,2 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,3 Prozent.

Sehr starke PV-Stromerzeugung. Erst zum Abend zieht die schwache Windstromerzeugung an. Über Mittag wird kaum Strom importiert. Die Strompreisbildung

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 18. August ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 18.8.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Samstag, 19. August 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 45,4 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 62,1 Prozent, davon Windstrom 20,2 Prozent, PV-Strom 25,2 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 16,7 Prozent.

Zum Wochenendsamstag weniger Bedarf. Die PV-Stromerzeugung gibt nach. Der Windstrom ist etwas höher. 13:00 bis 14:00 Uhr kein Stromimport. Der Preis fällt auf 14,90 €/MWh. Eine Stunde später auf 12,60 €/MWh. Um 21:00 Uhr werden 132,50 €/MWh aufgerufen. Da werden 23,8 Prozent Strom importiert. 

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 19. August ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 19.8.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Sonntag, 20. August 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 38,3 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 56,4 Prozent, davon Windstrom 7,0 Prozent, PV-Strom 31,3 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 18,1 Prozent.

Noch weniger Bedarf. Von 12:00 bis 15:00 Uhr wird überschüssiger Strom exportiert. Das zweite Mal in der 33. Analysewoche. Der Wind weht schwach, die Sonne scheint stark auf die Paneele. Ein herrlicher Sonntag. Die Strompreisbildung. Der Tiefstpreis liegt heute um 13:00 Uhr bei 13,30 €/MWh. Der Strom-Höchstpreis beträgt um 20:00 Uhr genau 140,00 €/MWh. Wer kauft billig ein? Wer verkauft teuer? 

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 20. August ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 20.8.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten, Agora-Chart 2030, Agora-Chart 2040

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

 

Rüdiger Stobbe betreibt den Politikblog Mediagnose.

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Leserpost

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Helmut Driesel / 29.08.2023

  Soweit ich das verfolgt habe, sind die Solarstrommengen in den letzten 14 Tagen höher gewesen als die Erträge aus Wind. Trotz all der Wolken, die am Himmel waren. Trotz des Sturms an manchen Orten. Das kann man doch gar nicht erklären. Ab jetzt können Wetten abgeschlossen werden, ob wir bis zu den Wahlen in Bayern einen Blackout sehen werden.

Thomas Szabó / 29.08.2023

Einfach formuliert: Wenn zu wenig Strom produziert wird, dann zahlt man drauf. Wenn zu viel Strom produziert wird, dann zahlt man drauf. Man zahlt immer drauf. (Die Bilanz sieht nur auf dem Papier ausgeglichen aus: +1 + -1 = 0. Das richtige Ergebnis: -2 Doppelminus.) Wenn die “erneuerbaren” Energien technisch keine ausgewogene Stromproduktion ermöglichen, dann ist die Energiewende eine doppelte Sackgasse & Schuldenfalle. Noch mehr “erneuerbare” Energie löst das Problem nicht, sondern macht das Problem nur noch größer. Wie wenige daraus ihre gewaltigen Profite generieren, sollte uns inzwischen bekannt sein. Die Probleme der Energiewende mit noch mehr Energiewende zu lösen erinnert an die Problemlösung von Ferda Ataman die Probleme mit dem Islam durch noch mehr Islam zu lösen. (Entspricht der genialen Idee den radikalen Faschismus mit moderatem Faschismus zu bekämpfen.)

A.Gerdes / 29.08.2023

Sehr schön “aufgedröselt” - vielen Dank für diesen informativen Beitrag.

Thomas Szabó / 29.08.2023

Milchmädchenfrage: Erneuerbare Stromerzeugung produziert mal zu viel Strom, mal zu wenig Strom. Im ersten Fall muss der Strom teuer verkauft werden, im zweiten Fall muss der Strom teuer eingekauft werden. Verdoppelte Produktion, verdoppelte Unkosten? Statt Win Win Situation eine Lose Lose Situation? Stellen wir uns folgendes vor: Der Bundesregierung gelingt es die erneuerbare Stromerzeugung zu verzehnfachen. Welche Folgen hat das? 1.) Gigantische Investitionskosten & Wartungskosten, welche die Kosten der traditionellen Stromerzeugung wie Kernkraft um die Faktoren 10 bis 100 übertreffen. Gigantische Staatsverschuldung, gigantische Verschuldung der einzelnen Bürger. Schulden von einer Größenordnung, die nicht bezahlt werden können. Die Schuldengeber können königlich von den Zinsen & Zinseszinsen leben. Die Deutschen leisten Sklavenarbeit für die ewig währende Zinstilgung. 2.) Verzehnfachte Überproduktion generiert (mindestens) verzehnfachte Unkosten. Wenn bei optimalen Wind & Sonnen-Bedingungen 10-mal mehr Strom produziert als benötigt wird, muss der Stromüberschuss mit (mindestens) 10-fachen Verlusten verkauft werden. (Man muss beten, dass die Sonne nicht scheint, dass kein Wind weht, dass WENIGER Strom produziert wird.) 3.) Verzehnfachte Unterproduktion bei Flaute: Trotz Unterproduktion müssen die verzehnfachten Anlagen mit verzehnfachten Kosten aufrecht erhalten werden. Strom muss teuer eingekauft werden. Die Unkosten der Überproduktion wirken sich auf die Unkosten der Unterproduktion aus. Bei Unterproduktion muss Strom eingekauft werden. Aber mit welchem Geld? Die Überproduktion erzeugt nur Unkosten. Ergo noch mehr Schulden. Ist die “erneuerbare Stromerzeugung” ein Perpetuum Mobile um Schulden zu erzeugen? Der Super-Strom-Schuldengenerator? “Witzig” dabei ist, dass die Unkosten der Überproduktion & Unterproduktion zusammen eine AUSGEGLICHENE Bilanz vortäuschen! +1 + -1 = 0 Dem Anschein nach entsteht eine gewaltige, produktive Industrie mit beeindruckenden Zahlen.

Thomas Szabó / 29.08.2023

Lieber Herr Stobbe. Verstehe ich richtig? Die Zunahme an “erneuerbarer” Stromerzeugung nützt überhaupt nichts? Wenn die “Erneuerbaren” zur selben Zeit zu viel Strom produzieren, dann muss dieser Strom mit Verlust verkauft werden. Wenn sie zu wenig produzieren, dann muss der Strom teuer importiert werden. Noch mehr “erneuerbare” Stromerzeugung generiert noch größere Verluste. Wenn die “Erneuerbaren” tagsüber bei optimalen Wind & Sonnenschein noch mehr Strom produzieren, dann entsteht noch mehr überschüssiger Strom, der mit noch größerem Verlust verkauft werden MUSS. Erneuerbare Stromerzeugung ist gleich Schuldenfalle? Die “Erneuerbaren” produzieren entweder zu viel oder zu wenig Strom, somit immer ein Verlustgeschäft? Eine Verzehnfachung der “Erneuerbaren” bedingt eine Verzehnfachung der Verluste? (Anschaffungskosten & Kollateralschäden nicht mitgerechnet.) Die Energiewende, das Gegenteil der klassischen WIN-Win-Situation, eine Lose-Lose Situation?

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