Achgut.com / 15.09.2018 / 12:00 / Foto: Európa Pont / 49 / Seite ausdrucken

Victor Orbáns Straßburg-Rede im deutschen Wortlaut

Nach Polen muss sich nun auch Ungarn einem Sanktionsverfahren wegen der Gefährdung von EU-Grundwerten stellen. Eine Zwei-Drittel-Mehrheit im EU-Parlament stimmte am vergangenen Mittwoch für das Auslösen eines Rechtsstaatsverfahrens, das im äußersten Fall zum Entzug der Stimmrechte im EU-Ministerrat führen könnte. Achgut.com berichtete unter anderem hier. Damit sich die Leser selbst ein Bild über die ungarische Argumentation in dieser Sache machen können, veröffentlichen wir hier Victor Orbáns Rede im deutschen Wortlaut – und zusätzlich seine Antworten auf die Fragen von EU-Parlamentariern.

Viktor Orbáns Wortmeldung in der Debatte des so genannten „Sargentini-Berichtes” am 11. September 2018, Straßburg (Strasbourg)

Sehr geehrter Herr Vorsitzender! Sehr geehrte Abgeordnete!

Ich weiß, dass Sie Ihren Standpunkt bereits ausgebildet haben. Ich weiß, dass die Mehrheit von Ihnen für die Annahme des Berichtes stimmen wird. Ich weiß auch, dass meine Wortmeldung Ihre Meinung nicht verändern wird. Ich bin trotzdem hierher zu Ihnen gekommen, denn Sie werden jetzt nicht eine Regierung, sondern ein Land und ein Volk verurteilen. Sie werden jenes Ungarn verurteilen, das seit tausend Jahren Mitglied der Familie der christlichen europäischen Völker ist. Jenes Ungarn, das mit seiner Arbeit, und wenn es notwendig war, dann mit seinem Blut zur Geschichte unseres großartigen Europa beigetragen hat. Sie werden jenes Ungarn verurteilen, das aufbegehrt und zu den Waffen gegriffen hat gegen die größte Armee der Welt, gegen die sowjetische, und ein schweres Blutopfer für die Freiheit und die Demokratie gebracht hat, und das, als es notwendig war, seine Grenzen für seine ostdeutschen Schicksalsgenossen öffnete. Ungarn hat für seine Freiheit und seine Demokratie gekämpft. Jetzt stehe ich hier, und ich sehe, dass gerade jene Ungarn anklagen, die die Demokratie als Erbe erhalten haben, die selber für die Freiheit kein persönliches Risiko eingehen mussten, und sie wollen jetzt die ungarischen Freiheitskämpfer des antikommunistischen, demokratischen Widerstandes verurteilen.

Sehr geehrte Abgeordnete!

Ich stehe jetzt aus dem Grunde hier und verteidige meine Heimat, weil für die Ungarn die Freiheit und die Demokratie, die Unabhängigkeit und Europa eine Frage der Ehre darstellen. Deshalb sage ich, dass der vor Ihnen liegende Bericht die Ehre Ungarns, die Ehre des ungarischen Volkes verletzt. Die Entscheidungen Ungarns treffen die Wähler im Rahmen von Parlamentswahlen. Sie behaupten nicht weniger, als dass das ungarische Volk nicht vertrauenswürdig genug sei, um einzuschätzen, was in seinem Interesse steht. Sie glauben, Sie wüssten es besser als die ungarischen Menschen selbst, was das ungarische Volk braucht. Deshalb muss ich sagen, der Bericht zeigt keine Achtung vor den ungarischen Menschen. Dieser Bericht misst mit zweierlei Maß, missbraucht die Macht, überschreitet Zuständigkeitsbereiche, und die Art und Weise seiner Annahme verletzt den Vertrag.

Sehr geehrte Abgeordnete!

Für uns in Ungarn sind die Demokratie und die Freiheit keine politischen, sondern moralische Fragen. Sie wollen jetzt auf Grundlage der quantitativ Mehrheit ein moralisches Urteil aussprechen und ein Land und ein Volk brandmarken. Sie lasten sich eine schwere Verantwortung auf, wenn Sie – das erste Mal in der Geschichte der Europäischen Union – ein Volk von den europäischen Entscheidungen ausschließen wollen. Sie würden Ungarn der Möglichkeit berauben, seine eigenen Interessen in der europäischen Familie, zu der es gehört, vertreten zu können. Zwischen uns gibt es Diskussionen und es wird sie auch noch in Zukunft geben. Wir haben unterschiedliche Ansichten über den christlichen Charakter Europas, die Rolle der Nationen und der Nationalkulturen, wir verstehen das Wesen und die Berufung der Familie anders, und wir vertreten einander diametral entgegengesetzte Ansichten über die Migration. Wenn wir tatsächlich eine Einheit in der Vielfalt wollen, dann dürfen die Unterschiede keinen Grund dafür darstellen, irgendein Land zu geißeln und es von der Möglichkeit der gemeinsamen Entscheidung auszuschließen. Wir würden niemals so weit gehen, und jene mundtot machen, die nicht unserer Meinung sind.

Sehr geehrter Herr Vorsitzender!

Sie wollen ein Land ausschließen, dass auch im Rahmen der europäischen Wahlen eindeutige Entscheidungen getroffen hat. 2009 hat eine Mehrheit von 56 Prozent, 2014 eine von 52 Prozent für uns gestimmt.

Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete!

Wir sind die erfolgreichste Partei des Europäischen Parlaments. Unsere sozialistischen und liberalen Gegner sind verständlicherweise nicht glücklich über unseren Erfolg, doch an den Ungarn dafür Rache zu nehmen, weil sie nicht Sie gewählt haben, ist weder anständig noch europäisch. Hinzu kommt noch, dass dieser Bericht von Leuten verfasst worden ist, die sich nicht einmal über die grundlegendsten Fakten im Klaren sind. Der Bericht gibt zu, dass man verabsäumt hatte, eine offizielle Delegation nach Ungarn zu schicken, das heißt, Sie werden ohne eine angemessene Sachaufklärung entscheiden. Der Bericht enthält 37 schwerwiegende faktische Irrtümer. Hierüber hat gestern jeder Abgeordnete ein 108 Seiten umfassendes Dokument erhalten.

Sehr geehrte Mitabgeordnete!

Unsere Union wir dadurch zusammengehalten, dass wir die Diskussionen innerhalb geregelter Rahmen ordnen. Im Namen Ungarns habe auch ich selbst mit der Kommission Vereinbarungen abgeschlossen und Kompromisse getroffen hinsichtlich des Mediengesetzes, hinsichtlich des Systems der Rechtsprechung, ja selbst über einzelne Passagen unserer Verfassung. Dieser Bericht hebt die vor Jahren getroffenen Vereinbarungen auf. Aber wenn Sie dies tun können und Sie sie aufheben können, welchen Sinn hat es dann noch, auch nur irgendeine Vereinbarung mit jedweder europäischen Institution zu treffen? Das, was Sie machen, ist ein Schlag für die EU und auch den konstruktiven Dialog.

Sehr geehrte Mitabgeordnete!

Jede Nation und jeder Mitgliedsstaat besitzt das Recht, zu entscheiden, auf welche Weise sie ihr eigenes Leben im eigenen Land einrichten. Wir schützen unsere Grenzen, und nur wir werden entscheiden, mit wem wir zusammenleben. Wir haben einen Zaun errichtet und hunderttausende von illegalen Migranten aufgehalten, wir haben Ungarn verteidigt und wir haben Europa verteidigt. Der heutige Fall ist der erste in der Geschichte der Europäischen Union, in dem eine Gemeinschaft ihre eigenen Grenzwächter verurteilt.

Sehr geehrter Herr Vorsitzender!

Reden wir geradeheraus: Man will Ungarn verurteilen, weil die ungarischen Menschen beschlossen haben, dass unsere Heimat zu keinem Einwanderungsland wird. Mit dem nötigen Respekt, jedoch auf das Entschiedenste weise ich es zurück, dass die auf Seiten der Einwanderung und der Migration stehenden Kräfte des Europäischen Parlaments Ungarn und den ungarischen Menschen drohen, sie erpressen und Ungarn auf Grund falscher Beschuldigungen verleumden. Ich teile Ihnen bei allem Respekt mit, dass, ganz gleich, was für eine Entscheidung Sie treffen werden, Ungarn der Erpressung nicht nachgeben wird. Ungarn wird seine Grenzen schützen, die illegale Migration aufhalten und seine Rechte verteidigen, wenn es sein muss, dann auch Ihnen gegenüber. Wir, Ungarn, stehen für die Wahlen im kommenden Mai bereit, in deren Rahmen endlich die Menschen über die Zukunft Europas werden entscheiden und die Demokratie in die europäische Politik zurückbringen können.

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit!

Quelle: miniszterelnok.hu

Die Erwiderung Viktor Orbáns auf die Wortmeldungen der Abgeordneten auf der Plenarsitzung des Europäischen ParlamentsSeptember 12, 2018 8:25 AM

Wer das Fehlen von konkreten Informationen bemängelt – wir haben Sie Ihnen allen in einem 108 Seiten umfassenden Bericht zukommen lassen. Ich bitte Sie, ihn zu lesen. Ich bin, so glaube ich, auch dahinter gekommen, warum Herr Verhofstadt solche Gefühle für uns hegt, schade, dass er nicht hier ist. Ich habe den Eindruck, die Lage ist die, sehr geehrter Herr Verhofstadt, dass Ihr Hass auf uns, konservative Christen, stärker ist als Ihre Liebe zu Europa. Und auch über die gegen ihre eigene Heimat stimmenden Ungarn kann ich nur sagen: „Ihr Problem ist, dass Ihr Hass auf mich stärker ist als Ihre Liebe zur Heimat.“

Was die Korruption angeht, so sage ich meinem Mitabgeordneten Bullmann: In Ungarn ist jede Ausschreibung öffentlich, jedwede europäische Firma kann daran teilnehmen, der Anteil von Ausschreibungen mit nur einem Bewerber beträgt in Ungarn 26 Prozent, der EU-Durchschnitt liegt bei 24, hier haben wir noch nachzubessern. Der Anteil der auf den Hinweis der Kommission hin eingeleiteten Untersuchungen liegt in Ungarn bei 47 Prozent, in der EU bei 42, hierin stehen wir also besser da.

Den von Herrn Timmermans dargelegten Vorschlag der Kommission mit der Nulltoleranz, den wir im Juni erhalten hatten, haben wir übrigens akzeptiert.

Was die CEU angeht, so irrt sich Herr Weber. Wenn Sie sich die bayerischen Vorschriften ansehen, dann werden Sie erkennen, dass jene strenger sind als die ungarischen Regelungen. Sie messen mit zweierlei Maß, obwohl wir zur gleichen Parteienfamilie gehören. Hinzu kommt noch: ich bitte Sie, gehen Sie auf die Homepage der Universität CEU. Ich bin heute, bevor ich hierher gekommen wäre, auf die Seite gegangen, und habe dort folgende Gedanken gelesen. Ich zitiere jetzt von dort, von jener Homepage. Dort können Sie Folgendes lesen: „Die Tätigkeit der CEU ist auch in der Zukunft gesichert”, schreibt die Universität über sich selbst. „Jeder, der sich jetzt einschreibt, wird seine Studien in Budapest beenden”, schreibt die Universität über sich. „Alle Akkreditierungen der Universität sind unangetastet”, schreibt die Universität über sich. Und sie sagt auch: „Budapest ist eine gastfreundliche Stadt, wir erwarten Sie, kommen Sie und schauen Sie sich um.”

Was die extremen Parteien angeht, so ist der Kampf gegen die Migration keine Parteienfrage. Ich bin bereit, mit jeder Regierung zusammenzuarbeiten, die die Grenzen schützen will, und ich lüfte meinen Hut vor den mutigen Italienern.

Was den Antisemitismus angeht, so möchte ich klarstellen, dass dieser in Mitteleuropa abnimmt, und in Westeuropa zunimmt. Ja, das Zentrum des modernen Antisemitismus befindet sich in Brüssel, denn von dort aus werden antiisraelische Organisationen unterstützt. Ich bitte Sie, dem in Zukunft mehr Beachtung zu widmen. Und nicht wir waren es, sondern Sie, die vor dem Denkmal von Marx – der der Vater des modernen, gegen den Markt gerichteten Antisemitismus ist – einen Kranz niedergelegt haben.

Und abschließend, meine sehr geehrten Damen und Herren, ich gehöre der Europäischen Volkspartei an. Ich sehe, dass wir Probleme haben, ich habe den Eindruck, dass wir schwach sind. Wir, die der Europäischen Volkspartei angehören, sind nicht stark genug, um unseren eigenen Weg zu beschreiten. Ich habe den Eindruck, dass wir schwach sind, und wir, von der Volkspartei, tanzen so, wie die Sozialisten und die Liberalen pfeifen. Ich wünsche mir, dass wir in der Zukunft hieran etwas verändern können. Und wer behauptet, dass der Bericht nicht Ungarn verurteilt, soll seinen Titel lesen. Hier will man nicht die ungarische Regierung verurteilen, sondern Ungarn. Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit!

Quelle: miniszterelnok.hu

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Karla Kuhn / 15.09.2018

Will die EU von den WIRKLICHEN Problemen ablenken ?  “Nur noch eine Frage der Zeit ? Die nächste Krise könnte im Osten beginnen” heute bei t-online. “Die von den Notenbanken mit viel billigem Geld zugedeckten Probleme könnten bei steigenden Zinsen in verschärfter Form zurückkehren. Diese Sorge treibt nicht nur Kritiker der ultra-lockeren Geldpolitik um, sondern auch die Notenbanken selbst. “Was könnte die nächste Krise verursachen? Ich vermute, es könnte der Immobilienmarkt sein,” warnte die oberste EZB-Bankenwächterin Daniele Nouy jüngst. Aber auch aus den Schwellenländern drohen Erschütterungen. Dort hat die Verschuldung in fremden Währungen allen Warnungen zum Trotz zuletzt gefährliche Höhen erreicht.”  Aber anstatt sofort Gegenmaßnahmen einzuleiten, beschäftigt man sich leber mit den “renitenten ” Ungarn und Polen. Falls es zur Krise kommen sollte, dann hoffe ich doch, daß sich die EU neu aufstellen muß.” Was den Immobilienmarkt angeht,zur Zeit gibt es in München eine Großdemo mit ca. 7000 Teilnehmern gegen den MIETWAHNSINN und die WOHNUNGSNOT !!

Daniel Gildenhorn / 15.09.2018

So klar und deutlich der Herr die Wahrheiten ausspricht, muss man sich wundern, wie beneidenswert die ungarische Demokratie funktioniert, können doch solche Leute an die Macht kommen.

Wolfgang Janßen / 15.09.2018

Hat eigentlich mal jemand nachgerechnet? 448+48+197=693 (mit verschiedenen Taschenrechnern und im Kopf nachgerechnet). Zwei Drittel von 693 sind 462 (693 : 3 = 231 , 231*2=462) und nicht 448. Entweder sind die überall veröffentlichten Zahlen des Abstimmungsergebnisses falsch oder das Europäische Parlament hat gleichzeitig eine Mathematikreform mit beschlossen. Im Bundestag bräuchte man bei 693 Abgeordneten 462 Abgeordnete um eine 2/3-Mehrheit zustande zu bringen. Würden 461 Abgeordnete für ein verfassungsänderndes Gesetz stimmen und alle anderen sich enthalten, das heißt, es gäbe noch nicht einmal eine Gegenstimme, dann wäre das Gesetz durchgefallen. Kann mich mal jemand aufklären???

Werner Arning / 15.09.2018

Die EU ist finanziell abhängig von Deutschland. Da gehen bei vielen Mitgliedern Eigeninteressen wahrscheinlich vor Moral. Der linke Zeitgeist führt seinen Siegeszug fort. Widerstand wird gnadenlos beiseitigt. So mancher Abstimmungsberechtigte denkt sich sicherlich : „Ich brauche deutsche Finanzhilfe dringender als dabei zu helfen, den Ungarn zu ihrem Recht zu verhelfen. Meine Stimme würde ihnen eh nicht mehr helfen, aber wenn ich demnächst etwas brauche, wird man mir meine Stimmabgabe vorhalten. Also, warum unnützen Widerstand leisten? Außerdem wollen doch sowieso alle Flüchtlinge nach Deutschland. Sollen die doch haben, wen und was sie unbedingt möchten. Unser Problem soll es nicht sein. Zu uns will ohnehin keiner“. Schade für die Ungarn. Denn jemanden auszuschließen, weil er in der Migrationsfrage anderer Meinung ist, kennen wir doch von irgendwoher ... Scheint in Mode zu kommen.

Gabriele Klein / 15.09.2018

.... ja so ist das mit dem “verurteilen” von einem “Mainstream” aus der immer mehr an die damalige SED hinterm eisernen Vorhang erinnert und die, nachdem sie ihre Spuren geschreddert hatte,  zuerst nach dem Fall der Mauer in der BRD und nun in Europa den Ton des vorbildlichen Kommunismus angibt.  Die Taktik der SED AGITPROP ist immer die gleiche und erinnert (bis auf das erzieherische Ziel) an die meiner Kindergarten Tante. Wer sich nicht ordentlich benahm wurde in eine lange rote weiß gepunktete Schürze gekleidet und musste ins Eck um sich vor allen zu schämen. Die leichteren Fälle bekamen eine blaue Schürze um. Man erreichte damit mehrere Dinge: A)  die rote Schürze ein ursprünglich ganz lustiges attraktives Kleidungsstück,  war auf einmal nicht mehr so attraktiv.  B) der der sie trug auch nicht….....  C) Ecken bekamen einen negativen Beigeschmack auch wenn man am Ende nicht so richtig wußte warum. D) Rot war schlimmer als Blau (auch hier wußte man am Ende nicht so recht warum. E)  Man schämte sich (ganz besonders bei rot) oder E) Man schämte sich nicht und lachte sich schief, natürlich mit Blickrichtung Eck,  wie meist der Fall….  Mann konnte sehr schön beobachten, wie die rote Schürze für den Verlust jeglichen Schamgefühls sorgte denn es waren am Ende immer die Gleichen die sie trugen und sie waren durchweg männlichen* Geschlechts wie z.B. H. Orban und H. Trump ja auch…. Diese Erziehungsmethoden um kleinsten Kindern das Einmaleins elementaren Benimms beizubringen erinnert mich ganz an jene der deutsch europäischer Regierungskreise. Nur, dass sie halt nicht gutes Benehmen lehren will geschweige denn kann, da sie hinterm eisernen Vorhang nie gelernt hat was das ist sondern Denken nach SED Maß ...... Aber ein Trost bleibt. Noch viel schlimmer wäre wenn diese Tanten nicht nur in unserer Regierung säßen sondern im weißen Haus .....Dank sei dem Schöpfer, im Weißen Haus brennt noch Licht….

Leo Hohensee / 15.09.2018

Alles sehr richtig beschrieben. Man hatte uns versprochen, diese EU würde zu den allerbesten Nachbarschaften der Völker führen, zum Hort der Friedfertigkeit werden. Was haben sie daraus gemacht (?), einen Machtapparat mit Meinungsvorherrschaftsanspruch! Entweder man ist für diesen Laden oder dagegen. Mittlerweile schaue ich gar nicht mehr nach vielleicht möglichen Verbesserungen. Die EU-Leute (zum Großteil auch das Parlament) machen ihren Stiefel und verdummen die Völker - versuchen immer wieder, die Völker zu verdummen. Und gäbe es nicht England, sie würden geradezu baden im Wohlgefühl ihrer Meinungsvorherrschaft. Verstöße gegen die eigenen Verträge interessieren nicht – sie formulieren „das höhere Ziel“ und fertig! Und wehe es gibt eigenständiges Gedankengut. Sie werden in den Analen des Victor Orban graben bis sie finden, dass auch er schon mal einer Fliege einen Flügel ausgerissen hat. –

Udo Kemmerling / 15.09.2018

Die Geschichte wird den Tag, an dem die EU sich anschickte über andere zu richten, als den Tag beschreiben, an dem der unaufhaltsame Niedergang erstmals sichtbar wurde.

Marina Blach / 15.09.2018

Viel Pathos und viel Gerede aber doch sehr unkonkret. Dass in Ungarn und Polen die parlamentarische Demokratie langsam ausgehoelt wird, sollte doch wohl eine Tatsache sein, oder? Was hier kritisiert werden kann ist die Inkonsequent, wie die EU mit EU-Recht umgeht. Hier liegt die Unglaubwuerdigkeit. Daruebr hinaus weiter mit der Tuerkei Beitrittsgespraeche fuehren und jaehrlich Milliarden in die Tuerkei fliessen zu lassen, ist darueber hinaus voellig ,,balla balla,, usw. usw.

Georg B. Mrozek / 15.09.2018

Victor Orbán, ein freiheitsliebender Demokrat auf der Bühne des diktatorischen EU-Europas (ja, es gibt auch ein Europa der Bürgerinnen und Bürger, das aber dort in Straßburg leider nicht vertreten ist), spielt die ihm zugewiesene Rolle des bösen Krokodils im Kasperltheater der EU. Wir wissen alle, wie die Reaktion des Kinderpublikums vor den TV-Geräten ausfällt. Mehr solcher Theaterstücke, dann sind die Kinder als mündige Bürger gut vorbereitet und wissen, wie sie den bösen Freiheitsbestrebungen bereits im Ansatz zu begegnen haben. Deshalb lasst uns endlich Kasper von der Bühne jagen.

Petra Wilhelmi / 15.09.2018

Mir ist das Herz aufgegangen, als ich Orbans Rede las. So stelle ich mir einen Europäer vor, auf der Seite seines Volkes, sein Volk gegen Angriffe verteidigend. So spricht ein demokratisch gewählter Staatschef, der Achtung vor der Wahl seines Volkes hat. Leider hört man von Merkel das Gegenteil. Sie greift Teile ihres eigenen Volkes an und verleumdet es in der Welt. Wer ist nun Demokrat? Das ist eine reine theoretische Frage.

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