Achgut.com / 02.10.2020 / 11:00 / Foto: pixabay / 1 / Seite ausdrucken

Morgen: Indubio zum Tag der Deutschen Einheit

Indubio, unser Podcast für Kopfhörer, wird aus Anlass des Tages der Deutschen Einheit einen Tag früher gesendet, also schon am morgigen Samstag, 3. Oktober, statt wie üblich am Sonntag. Die Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld, die Schriftstellerin Cora Stephan und der Schriftsteller Bernhard Lassahn sprechen mit Burkhard Müller-Ullrich über das Deutschsein, 30 Jahre nach der Wiedervereinigung. Unbedingt anhören, ab morgen 12 Uhr am Mittag!

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Wilfried Düring / 02.10.2020

Ende der achtziger Jahre wurde das Lied ‘Andre, die das Land so sehr nicht liebten’ in der Vertonung von Zupfgeigenhansel (auf youtube vorhanden) gerade in der DDR oft gespielt - natürlich vor allem auf von der Kirche verantworteten Veranstaltungen. Ich hörte es erstmals 1986/1987 in der Katholischen-Studenten-Gemeinde Greifswald. Ab 1988 war es das ‘Lied der Stunde’. Wenn das Lied gespielt wurde, blickte man in feuchte Augen. Der Text ist schon älter. Der Autor, Theodor Kramer, war Lyriker, Jude, Sozialdemokrat und gleichzeitig Katholik. Nachdem Österreich ’ Heim ins Reich’ geholt wurde, mußte er 1938 von Wien nach London flüchten. Seine Mutter starb in Theresienstadt. 1938 schrieb Theodor Kramer die folgende genialen Zeilen - die uns 50 Jahre später in ‘Dunkel-Deutschland’ so sehr berührt haben - und die hiermit dokumentiere:  / Andre, die das Land so sehr nicht liebten War’n von Anfang an gewillt zu geh’n,  Ihnen – manche sind schon fort – ist besser Ich doch müsste mit dem eig’nen Messer Meine Wurzeln aus der Erde dreh’n! / Keine Nacht hab’ ich seither geschlafen Und es ist mir mehr als weh zumut – Viele Wochen sind seither verstrichen Alle Kraft ist längst aus mir gewichen Und ich fühl’, dass ich daran verblut’! / Und doch müsst ich mich von hinnen heben – Sei’s auch nur zu bleiben, was ich war Nimmer kann ich, wo ich bin, gedeihen Draußen braucht ich wahrlich nicht zu schreien Denn mein leises Wort war immer wahr!  / Seiner wär ich wie in alten Tagen Sicher; schluchzend wider mich gewandt Hätt’ ich Tag und Nacht mich nur zu heißen –  Mich samt meinen Wurzeln auszureißen Und zu setzen in ein andres Land!  Andre, die das Land so sehr nicht liebten War’n von Anfang an gewillt zu geh’n Ihnen – manche sind schon fort – ist besser Ich doch müsste mit dem eig’nen Messer Meine Wurzeln aus der Erde dreh’n!

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