Gastautor / 30.03.2023 / 16:00 / Foto: Imago / 15 / Seite ausdrucken

Steht Nigeria vor Bürgerkrieg und Völkermord?

Von Sebastian Sigler.

Im Vielvölkerstaat Nigeria tobt einer der härtesten Binnenkriege gegen Christen weltweit. Und nun ist ein Moslem zum Präsidenten gewählt worden. Der aus Nigeria stammende Dr. Franklyne Ogbunwezeh spricht von massivem Wahlbetrug und befürchtet Spaltung, Hass, Bürgerkrieg und Völkermord.

Am 25. Februar wurde in Nigeria ein neuer Präsident gewählt. Eine relative Mehrheit von etwa neun Prozent aller Wahlberechtigten konnte ein streng islamisch gebundener Kandidat erzielen, wobei ihm seine beiden Mitbewerber übereinstimmend massiven Wahlbetrug vorwerfen. Der bisherige Präsident Muhammadu Buhari, der seit 2015 einen Wandel Nigerias zu einem islamischen Scharia-Staat betrieb, durfte nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Die jüngste Wahl ließ rund 100 Millionen Christen in Nigeria hoffen, dass ihre Verfolgung, zum Beispiel durch die Terrormiliz Boko Haram, nun weniger schlimm werden würde. Sie sehen sich getäuscht. 

Das Ergebnis der nigerianischen Präsidentschaftswahl liest sich glatt, obschon von einigen „Problemen“ berichtet wurde. Die aber, so klang es in der offiziellen Berichterstattung an, wären danach eher überschaubar gewesen – dazu später. Es war die APC-Partei, die sich selbst als „sozialdemokratisch“ bezeichnet, die Bola Ahmed Adekunle Tinubu ins Rennen geschickt und die, so die offizielle Zählung, mit 8.794.726 Stimmen das beste Ergebnis erzielt hat. Das Kürzel APC steht für All Progressives Congress. Das hat indes mit „Sozialdemokratie“ nichts zu tun, sondern es bedeutet „Islamisierung“. Denn die APC ist eine Partei, die sich als Vertreterin eines dogmatischen, politischen Islam sieht. Und dort ist der Begriff „Fortschritt“ ein Synonym für „Islamisierung“ – während im Gegensatz dazu eine „Region des Krieges“ nach dieser Terminologie eine ist, in der sich die Menschen anders, also christlich, und vielleicht einfach nur „frei“ orientieren, weil sie nicht den streng islamischen Gesetzen der Scharia folgen wollen. 

Das wird in Europa ignoriert, teils aus Unwissen, teils aufgrund ideologischer Scheuklappen. Insgesamt sind die Auswirkungen der dogmatischen Islamisierung im Lande und des beharrlichen Wegschauens der Weltgemeinschaft höchst fatal. In Nigeria tobt einer der härtesten Binnenkriege gegen Christen weltweit. Nachzulesen ist das bei allen Menschenrechtsorganisationen, am deutlichsten bei Open Doors, wo Nigeria im „Weltverfolgungsindex“ einen schlimmen sechsten Platz besetzt – vor traditionell extrem christenfeindlichen Staaten wie Iran, Afghanistan und Pakistan. 

Wie passt das alles nun zu den Berichten über eine eher weniger spektakuläre Präsidentschaftswahl in Nigeria? Gar nicht! Ein Nigerianer, der im sicheren Deutschland lebt, meldet sich nun warnend zu Wort – es ist nicht irgendwer, sondern der aus dem Süden Nigerias stammende Dr. Franklyne Ogbunwezeh, der bei der in der Schweiz ansässigen Christian Solidarity International (CSI) für die Prävention von Völkermord – vor allem, aber nicht nur – an Christen zuständig ist. Sebastian Sigler befragte ihn zu Nigeria.

Das Interview

Sigler: Wie fair war die Abstimmung über die Präsidentschaft in Nigeria?

Ogbunwezeh: Es war leider Wahlbetrug in großem Ausmaß im Spiel. Und das lief wohl wie folgt: Die Independent National Electoral Commission, kurz INEC, hatte angekündigt, flächendeckend eine elektronische Stimmenzählmaschine zu nutzen. Diese Maschine wurde auch genutzt, aber für die anderen Abstimmungen des Tages, die Parlamentswahl fand gleichzeitig statt. Merkwürdigerweise wurden die Stimmabgaben für die Präsidentenwahl weder dokumentiert noch transparent dargestellt.

Bei der Deutschen Welle oder in Internetforen wie der Wikipedia ist auch in deutscher Sprache zu erfahren, dass es zu massiven Unregelmäßigkeiten gekommen sei…

Es ist ganz offensichtlich. Bewaffnete Banden haben in Gebieten, in denen Peter Obi von der Labour Party besonders stark ist, Wahllokale überfallen und die Wahlurnen komplett verbrannt. 

Gab es auch Gewalt gegen Menschen?

Ja, Angriffe gab es im ganzen Land, viele, täglich kommen neue Nachrichten dazu. Eine Frau, Jennifer Efidi, möchte ich als Beispiel nennen. Sie wurde in Lagos mit dem Messer attackiert, als sie zur Wahl gehen wollte. Frau Efidi wurde stark an den Augen verletzt, droht zu erblinden. Aber nach der notärztlichen Behandlung ging sie zum Wahllokal und hat gewählt. Das ist eine meiner persönlichen Heldinnen Nigerias.

Gerade die jungen Nigerianer haben ganz offensichtlich den Sozialdemokraten Peter Obi gewählt. Falls Obi nun der Wahlsieg gestohlen wurde – was sind die Folgen?

Die herrschende Politikerkaste in Nigeria zerstört die Hoffnungen einer ganzen Generation. Die Enttäuschung ist riesig. Das junge Nigeria ist ganz fest davon überzeugt, dass Peter Obi um seinen Wahlsieg betrogen wurde. Die Wut wächst.

Wie könnte sich das auswirken?

Am 18. März fanden in verschiedenen nigerianischen Bundesstaaten Gouverneurswahlen statt. In Orten wie dem Bundesstaat Lagos kam es zu ethnischen Einschränkungen. Einige Kandidaten, wie der Labour-Kandidat für Lagos, Gbadebo Vivor-Rhodes, wurden von der Regierungspartei öffentlich delegitimiert. Vivor-Rhodes wurde als unwürdig dargestellt, als Gouverneur zu kandidieren, weil seine Herkunft „unrein“ sei. Seine Anhänger vom Stamm der Igbo wurden stereotypisiert und aufgrund ihres Stammes an der Stimmabgabe gehindert. Bei den Wahlen wurden einige Menschen getötet und andere verletzt. Und das Schlimmste ist, dass diese Fremdenfeindlichkeit von Spitzenmitgliedern der Regierungspartei wie Bayo Onanuga und Femi Fani Kayode geschürt wird. Bis heute hat es die Regierungspartei nicht für angebracht gehalten, sich von dieser Fremdenfeindlichkeit oder von diesen beiden Männern zu distanzieren, die mit Erzählungen von Völkermord hausieren gehen.

„Unrein?“ – das ist sozusagen hoffähig? Derlei Wortwahl erinnert an finsterste Zeiten in Deutschland…

Es ist auf jeden Fall Anlass zu größter Besorgnis. Vivor-Rhodes ist der Sohn eines Yoruba-Vaters und einer Igbo-Mutter. Einige Yoruba-Politiker in der APC-Partei und ihre Stellvertreter in den sozialen Medien schüren Hass gegen die Igbo, um ihre Basis zu mobilisieren und zu verhindern, dass die Igbo, die in Lagos einen großen Teil der Wählerschaft stellen, für Vivour-Rhodes stimmen.

Aber das ist die Millionen-Metropole, Lagos. Ist das denn nicht doch eher ein Einzelfall?

Leider überhaupt nicht. Die Regierungspartei nutzt wie im Falle Vivor-Rhodes die fremdenfeindlichen Klischees der Xenophobie im ganzen Land als politische Waffe. An diesem Fall wird es aber besonders deutlich: Vivor-Rhodes wird angegriffen, die Moslems in der APC glauben, dass die starke Igbo-Gemeinschaft in Lagos für ihn stimmen würde, also für einen Christen und für die Partei der Sozialdemokraten.

Die APC-Vertreter predigen doch damit de facto eine Spaltung des Landes, oder sehe ich das falsch?

Leider ist es so. Dabei gibt es nur ein Nigeria – Hass zwischen den Ethnien dieses Landes zu säen, ist ein klarer Bruch der Verfassung. Bestimmten Kandidaten das Recht zum Kandidieren abzusprechen, ist ein Rückfall in den Tribalismus. Die Yoruba-Prediger fördern eine Denkweise, die die Grundlage für Hass ist…

Der wozu führt…?

Oh, Menschen, die aus einem anderen Landesteil kommen, von der Wählbarkeit auszuschließen, fördert die Xenophobie, die Fremdenfeindlichkeit. Das ist sehr gefährlich.

Warnung vor einem zweiten Ruanda

Halt, einen Schritt zurück – Nigeria ist für uns Europäer ein Land – wie soll es da untereinander Fremdenfeindlichkeit geben?

Nigeria ist größer, als viele Europäer denken. Das Land ist fast dreimal so groß wie Deutschland, wir haben über 350 verschiedene Stämme mit jeweils eigenen Sprachen. Das Land ist wie eine kleine EU, und die Menschen werden nun von der APC, der regierenden Partei, gegeneinander ausgespielt. Dass diese Partei versagt hat, ist der Grund dafür, dass junge Nigerianer monatelang durch die Sahara gehen, und zwar häufig zu Fuß, warum sie auf dem Mittelmeer sterben.

Was wird die Folge im Land sein?

Ich kann es nur wiederholen. Wenn die Menschen voneinander entfremdet werden, wird die Xenophobie wachsen, die Angst vor dem Fremden. Und wenn die Xenophobie an die Macht kommt, ist ein Völkermord die logische Folge.

Was könnte diese extreme Form der Gewalt verhindern?

Noch liegen die exakten Wahlergebnisse nicht vor, der Oberste Gerichtshof verhandelt darüber. Noch halten die jungen Nigerianer still. Falls aber der Wahl nicht durch den obersten Gerichtshof korrigiert wird, könnte die Wut explodieren. Denn sie haben mehrheitlich die Labour Party und Peter Obi gewählt, aber sie werden nicht gehört. Die Wut kommt aus diesem neuen Bewusstsein für die Politik bei den jungen Leuten, und sie wird nicht zu stoppen sein. 

Welches Szenario ist zu befürchten?

Wenn die Jugend zur Gewalt greift, werden die Militärs sie zu stoppen versuchen. Es wird ein Blutbad geben. Noch ruhen alle Hoffnungen auf dem Gerichtshof. Noch hoffen die jungen Menschen mehrheitlich, noch glauben sie an die höchste Instanz. Wenn die versagt, ist das der Weg in die Anarchie. Ich kann nur die Warnung vor einem Völkermord, vor einem zweiten Ruanda wiederholen.

Moslemischer Durchmarsch als schlimmes Vorzeichen

Ist die staatliche Integrität des Vielvölkerstaates Nigeria dann auch ernsthaft in Gefahr?

Kein Land dieser Größe kann einen Völkermord und den damit einhergehenden schweren Bürgerkrieg unbeschadet überleben. Gerade Nigeria, dieses große und inhomogene Land, kann das nicht. Es wird zerbrechen, und ungeahntes Leid wird die Folge sein. Der heutige Staat Nigeria kann in einem fürchterlichen Bürgerkrieg gänzlich untergehen.

Und wieder spielt die Religion eine Rolle? 

Leider ja, denn Peter Obi ist christlich. Der Religionsaspekt ist klar zu sehen. Der gewählte Präsident hat ein „Moslem-Ticket“, wie es in Nigeria genannt wird. Niemand im Land glaubt, dass er ehrlich gewonnen hat, aber moslemische Kreise sagen nichts. Viele Menschen in den mittleren Landesteilen kennen aber moslemische Extremisten als Angreifer, die ihnen Hab und Gut rauben und die sie töten wollen. Sie glauben dem neuen Präsidenten nicht, dass er auch ihr Präsident sein möchte. Sie befürchten vielmehr, dass Schlimmes bevorsteht. 

Christen und Moslems haben ungefähr gleich große Bevölkerungsanteile in Nigeria. Wurde das bei den Wahlen berücksichtigt? Gibt es wenigstens eine Art von Proporz? 

Leider nein. Präsident und Vizepräsident – beide sind moslemisch. Das wurde früher anders gehandhabt, die beiden großen Religionen waren in der Staatsführung vertreten. Die Christen sehen diesen moslemischen Durchmarsch als schlimmes Vorzeichen, denn sie glauben ja, dass die Wahl gefälscht wurde, ich sagte das ja schon. Es droht Blutvergießen, es droht ein Völkermord.

Zu wessen Lasten kann das gehen – sieht man da schon etwas?

Ja, wir sehen Tendenzen. Die christlichen Igbo aus dem Südosten des riesigen Landes werden als Sündenböcke genommen. Sie werden regelrecht zu Untermenschen erklärt.

Nur aus Glaubensgründen?

Indirekt schon. Bis heute spielt die Biafra-Krise eine Rolle. Viele Menschen in den APC machen die Igbo von heute für die Biafra-Krieg verantwortlich, man nimmt sie in Sippenhaft, dabei ist das über 50 Jahre her. Das verursacht Hass, denn es ist ein Narrativ, das spaltet. Und wenn erst Hass durch Narrative in den Köpfen verankert ist, wird der Völkermord zu realen Möglichkeit. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis zu Beispiel die moslemischen Yoruba anfangen, die Verleumdungen gegenüber den Igbo zu glauben. Und sie zu ermorden beginnen. Ich kann immer nur warnen – diese Möglichkeit ist real. Wir haben es in Ruanda gesehen. Dort hat es genauso angefangen!

Betrifft das auch den sozialdemokratischen Spitzenkandidaten Obi?

Ja, ganz direkt. Peter Obi gehört zum Volk der Igbo.

Und er wird wirklich für die Biafra-Krise in Geiselhaft genommen?

Ja, es ist ganz sicher so. Die Igbo wurden in der Biafra-Krise beschuldigt, Nigeria spalten zu wollen, dabei wollten sie nur als Christen nicht mehr von bestimmten Moslems verfolgt werden. Und das ist bis heute so. Deswegen hat die Kabale aus Militärs und moslemischen Kräften alles daran gesetzt, dass kein Igbo gewinnt. Aber es ist Wahlbetrug. Und es ist eine Diskriminierung.

Die Gefahr eines Völkermordes steigt jeden Tag

Wie sieht es denn jetzt, heute in der Hauptstadt aus, in Lagos?

Die Gewalt liegt förmlich in der Luft, die Gefahr steigt jeden Tag. Ganz besonders in Lagos. Die riesige Stadt mit rund 20 Millionen Menschen, denn die Vororte müssen mitgezählt werden, wenn es um mögliche Gewaltausbrüche geht, diese Riesenstadt ist jetzt ein einziger „battle ground“.

Im Englischen ist das im übertragenen Sinne gemeint…

Es gibt dort viel Gewalt, aber noch keinen Bürgerkrieg. Also ist das so zu verstehen, dass dort jedenfalls eine harte Auseinandersetzung bevorsteht. Wir können nur hoffen und beten, dass es nicht ein wirkliches Schlachtfeld wird.

Spielt auch in Lagos das Narrativ der Xenophobie seine unheilvolle Rolle?

Leider deutlich. Die Wut in Lagos ist besonders groß, denn die APC soll bei den Präsidentschaftswahlen ganz, ganz knapp gewonnen haben – aber jeder sagt, er habe die Labour-Partei gewählt. Die Leute glauben der Wahlkommission nicht. Die Xenophobie wird hier sehr stark genutzt.

Droht in Nigeria an Völkermord an Christen?

Wir haben das in Ruanda gesehen. Nigeria steht momentan an der Schwelle zu Verhältnissen, die noch weit schlimmer sind als das, was dort vor weniger als 30 Jahren geschah. Die jungen Nigerianer haben mehrheitlich Peter Obi gewählt, einen Sozialdemokraten, der zwei Abschlüsse aus Harvard hat, ein wirklich kluger Mann. Für ihn haben die jungen Wähler jetzt erstmals die Zukunft in die Hand – bisher waren sie apathisch, aber jetzt sind sie motiviert. Und nun diese Enttäuschung. Was in Ruanda passiert ist, wird ein Kinderspiel gewesen sein gegenüber einem Völkermord in Nigeria, der mit jedem Tag wahrscheinlicher wird.

Trotz dieser düsteren Aussichten herzlichen Dank, Dr. Ogbunwezeh.

 

Sebastian Sigler ist Journalist und Historiker. Er schrieb Reportagen und Meinungsartikel u.a. für Welt, Cicero und Focus und produzierte Fernsehbeiträge für ARD, ZDF, BR und Sat.1.

Foto: Imago

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Leserpost

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Ralf Ehrhardt / 30.03.2023

Alles nicht so wichtig;  Hauptsache die “Toilettenfrage” ist geklärt !

Thomas Szabó / 30.03.2023

Es wäre die moralische Pflicht unserer Medien vor dem Islam zu warnen. Pakistan erlässt jetzt verschärfte Gesetze gegen “Blasphemie” die mit “lebenslänglich” geahndet werden. Wer den Propheten oder seine Familie “beleidigt” (was das auch heißen mag) bekommt lebenslänglich. Dabei geht es wohl darum, die christlichen Minderheiten zu terrorisieren. In Pakistan herrscht eine besonders widerliche Version der faschistischen Ideologie namens Islam. In Pakistan reicht es schon, wenn ein Muslim einen Christen verleumdet. Siehe: Asia Bibi. Ähnlich widerlich wie der Islam in Nigeria. (Das Christentum in Nigeria ist leider nur wenige Spuren weniger widerwärtig als der Islam.) Die Antifaschisten sollten den Kampf gegen den Islam auf ihre Banner schreiben. Linke Antifaschisten lutschen aber jedem Nazi die Sch… aus dem A…loch, so lange er eine andere Religion und eine andere Hautfarbe hat.

Johannes Schumann / 30.03.2023

Daher sollte man den Islam eindämmen und einen generellen Einwandererstopp von Moslems verhängen. Wo er ist, gibt es nur Konflikte. Ich kenne gegenwärtig kein Land, wo Moslems als arbeitsame Mitbürger einfach so im Volkskörper aufgehen oder wenn die Moslems in der Mehrheit sind, dass die anderen Gläubigen ihre Ruhe hätten. Sollte es zum Bürgerkrieg in Nigeria kommen, sollten wir an die Christen Waffen liefern.

Bernhard Freiling / 30.03.2023

Immer das gleiche Gejammere. Ich jammere, wenn der AfD Stimmen in Bremerhaven geklaut werden. Trump jammert weil Biden bei der Wahl betrogen haben soll. Und Ogbunwehzeh (richtig transkribiert? Oder wäre Ogbun-WC treffender?) vermutet Wahlbetrug des falschen Gewinners. # Apropos Nigeria: ist das nicht das Land, in dem unsere Ministerin des Äußersten eine dörflich-feministische Toilettenindustrie installieren möchte? Hat der Ogbun da etwa Aktien drin? # Und sonst so? Kaum zu verstehen, daß “die Christen” nicht ebenfalls über Kampfverbände verfügen. Christen zeigten sich Moslems gegenüber in der Vergangenheit über lang immer überlegen. Das Christentum fußt zwar auf dem Hinhalten der linken Backe. Schlug ihm aber einer mitten in die Fresse, holte es ganz schnell das A.T. heraus und besann sich auf “Auge um Auge, ...”.  Je nach Quelle sind Moslems und Christen mit +/-5 %-Punkten annähernd gleich stark vertretene Religionen. Auf Anhieb kann ich keinen Grund erkennen, warum sich eine davon permanent von der anderen abschlachten läßt. Zumindest dem nach, was hier in den Medien verbreitet wird. Wer nicht erkennen will, daß “man” bei Moslems mit einem weinerlichen “Du, Du, Du” nicht weit kommt, hat es nicht besser verdient. Und das trifft nicht nur auf Nigeria zu.

Wilfried Cremer / 30.03.2023

Grüß Gott, wer an das “Haus des Krieges” glaubt, kann nicht zugleich den Frieden wollen. Spätestens bei 50 : 50 ist die taktische Zurückhaltung vorbei; nach Adam Demograf bei uns in 20 Jahren.

Günter H. Probst / 30.03.2023

Woher kommt denn die Gewalt? Aus gefälschten Wahlen? Aus Religionsgegeneinander? Sieht man sich die Vermehrungsraten in Schwarzafrika an, so weiß man, daß der Kriegsindex (Heinsohn zu Ehr) ständig steigt. Nigeria hätte in 30 Jahren eine größere Bevölkerung als die USA, auf einer Fläche, die nur ein Zehntel umfaßt. Jeder ahnt, daß das nicht gut gehen kann, sondern genau: zu Mord und Torschlag führt, organisiert in Bürgerkriegen, die weder um Religionen, noch um Parteien, sondern um Dezimierung der Bevölkerungen geführt werden.  Irgendwann rächt es sich, wenn der Mensch die Makro- und Mikrofreßfeinde in Schach hält, aber die Gattungsmenge nicht in die Umwelt einfügt.

Marcel Seiler / 30.03.2023

Europa kann nur eins tun: sich von diesen Problem abschotten: Festung Europa. Interventionen werden ausgehen wie in Afghanistan und im Irak. Zusätzlich wird man gutwilligen europäischen Helfern Rassismus und Kolonialismus vorwerfen. Nigeria hat meine besten Wünsche. – Übrigens hat sich die Bevölkerung zwischen 1961 und 2021 von 46 auf 214 Mio. ver-vierundhalbfacht; die Bevölkerungsdichte ist 231 Menschen pro qkm, ziemlich genau wie Deutschland.

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