Günter Ederer / 18.11.2015 / 16:45 / 9 / Seite ausdrucken

Sind die Klimadaten manipuliert?

Professor Dr. Friedrich Karl Ewert hat in 36 Ländern beim Bau von 83 Talsperren beraten. Auf die Untersuchung der Felsdurchlässigkeit und die Methoden ihrer Abdichtung hat sich der Geologe spezialisiert. Genaue Messungen, präzise statistische Erhebungen waren nötig, um spätere Mängel oder gar eine Katastrophe ausschließen zu können.

Mit dieser methodischen Gründlichkeit hat er nach seiner Pensionierung begonnen, den Klimawandel zu hinterfragen. Er begann, wie im Studium gelernt die Temperaturmessungen der üblichen Warm- und Kaltphasen auszuwerten. Seit 1880 gab es schon ein weltweites Netz. Die so ermittelten Daten werden vom Goddard Institut of Space Studies (GISS) einer Abteilung der NASA verwaltet und im Internet angeboten. Von den mittlerweile 7365 Stationen liegen auswertbare Datenreihen von 1153 Stationen für die Zeit ab 1881 vor.  Diese Zahlen sind auch die Grundlage, mit denen die NASA das IPCC, den sogenannten Weltklimarat beliefert. Und aus diesen öffentlich zugängigen Daten hat Ewert eine eher unglaubliche Entdeckung gemacht: Zwischen den Jahren 2010 und 2012 wurden die seit 1881 gemessenen Temperaturen massiv im Nachhinein verändert, so dass sich vor allem für den Zeitraum ab 1950 eine deutliche Klimaerwärmung ergibt, die es vorher so nicht gab.

Es liest sich wie eine Verschwörungstheorie, was Ewert in der Zusammenfassung seiner jahrelangen Sisyphusarbeit schreibt: Der Vergleich der Daten von 2010 mit denen von 2012 zeigt, die NASA-GISS hat ihre eigenen Datensätze so verändert, dass wir vor allem seit Beginn der Nachkriegszeit eine deutliche Erderwärmung zu verzeichnen haben, die es so nicht gibt.

Ewert war in einem Bericht aufgefallen, dass die Temperaturdaten von Reykjavik und Godthab Nuur rückwirkend geändert worden waren. Für die Daten ab 2012 ergab sich dadurch ein höherer Temperaturanstieg in diesen arktischen Stationen als mit den Zahlen vor 2010. Eine Analyse war möglich, weil die von NASA-GISS angebotenen Daten vor 2010 archiviert worden waren und deshalb mit denen von nach 2012 verglichen werden konnten.
 
Ewert suchte nach dem Zufallsprinzip weitere 120 Stationen in der ganzen Welt aus und machte sich an die Arbeit, die Daten aus den Jahren vor 2010 und nach 2012 zu vergleichen. Und immer kam er zu dem gleichen Ergebnis: Die ab 2012 gelieferten Temperaturen ergaben eine höhere Erwärmung, als die bis 2010 veröffentlichten. Um diese, sagen wir ruhig Fälschungen nicht so einfach entdecken zu können, wurden zehn verschiedene Methoden genutzt, die sich nur dem erschließen, der über beide Datengruppen verfügt und sich vor der Mammutaufgabe nicht scheut, sie miteinander zu vergleichen. Eine der Grundlagen bei dieser Arbeit sind die von dem IPCC (Weltklimarat) sind die veröffentlichten sieben Erwärmungs- und Abkühlungsepochen, die 1881 beginnen und die auf 1097 Messstationen basieren.

Demnach hatten wir 1881 eine mittlere globale Temperatur von 13,8 Grad Celsius, die bis 1895 auf 12,9 Grad abfiel, dann bis 1905 auf 14,3 Grad anstieg, bis 1920 auf unter 12,9 Grad abfiel, 1930 auf 13,9 Grad anstieg, 1975 auf 13 Grad abfiel, bis zum Jahr 2000 auf 14 Grad anstieg und seither sich wieder bis 2010 auf 13,2 Grad abgekühlt hat. Das bisher warme Jahr 2015 hat auf den langjährigen Trend keine entscheidende Bedeutung. Es zeigt nur, dass es 2015 um 1 Grad wärmer ist, als 1880, was für ein Jahr noch keine Trendwende bedeutet.

In diesem Zeitraum ist die CO2-Konzentration von 3 Anteilen in 10 000 Anteilen Luft auf 4 Anteile angestiegen, ohne die Zyklen des Anstiegs oder des Abfalls der Temperatur zu beeinflussen. Wie gesagt: Das sind alles Daten des IPCC.

Wenn nun die Daten einzelner Jahre in den Erwärmungs- oder Abkühlungszonen geändert werden, ergeben sich völlig andere Klimaszenarien. Ewert hat für die 120 zufällig ausgewählten Stationen die Zehntausende Einzeldaten erfasst, die für jedes Jahr von der NASA vor und nach 2010 angegeben wurden. So wurden auch die Veränderungen in den sieben Klimaphasen deutlich. Die Manipulationen werden in den Diagrammen sichtbar. Seine Daten auszudrucken ergäbe eine 6 Meter lange Liste.

Es zeigt sich, dass zehn verschiedene Methoden angewandt wurden, um die Klimaerwärmung zu erzeugen. Sie werden alle in der Studie mit Beispielen dokumentiert.

6 der 10 Beispiele wurden am häufigsten angewandt.

• Eine Absenkung der Jahresmittelwerte in der Anfangsphase.
• Eine Verringerung einzelner höherer Werte in der ersten Wärmephase.
• Eine Erhöhung einzelner Werte in der zweiten Wärmephase.
• Eine Unterdrückung der um 1995 beginnenden zweiten Abkühlphase.
• Eine Verkürzung der Datenreihe um die früheren Jahrzehnte.
• Bei Langzeitreihen wurden die Datenreihen sogar um die frühen Jahrhunderte gekürzt.

Für die Kürzung der Datenreihe mittels Löschung der Daten aus früheren Jahrzehnten steht das Beispiel Darwin (Australien).

Die Daten mit dem ersten Diagramm mit den NASA-GISS Messungen von 1882 bis zum März 2010 zeigen eine Abkühlung von - 0,0068 Grad Celsius pro Jahr an. Im März 2012 stellte die NASA-GISS nur noch die Temperaturen ab 1964 zur Verfügung, was eine Erwärmung von + 0,0038 Grad pro Jahr ergab.

Im Dezember 2012 offeriert NASA-GISS nochmals eine neue Datenreihe. Sie begann wieder 1897. Aber auf wundersame Weise wurden für die Jahre von 1897 bis 1964 jetzt viel kältere Temperaturen angegeben, als vor 2010. Damit erhöhte sich der jährliche Temperaturanstieg noch einmal, auf + 0,0104 Celsius.

An einem andren Beispiel, der Messstation von Palma de Mallorca, wird deutlich wie durch eine deutliche Absenkung der Daten in der ersten Absenkungsphase von 1881 bis 1895 und dann weiteren geringeren Anpassungen schließlich aus einer Abkühlung in Palma de Mallorca eine Erwärmung entstand.

Zeigen die Daten, die von 1880 bis März 2010 von der NASA-GISS veröffentlicht wurden, eine jährliche Abkühlung von 0,0076 Grad Celsius, so ergeben die Zahlen aus der gleichen Quelle ergeben im März 2012 eine Erwärmung von + 0,0074 Grad pro Jahr. Es fällt auf, das einige Jahresangaben fehlen.

Und als ob das nicht genug wäre, ändern sich die Zahlen noch einmal im August und im Dezember 2012. Jetzt ist wegen der neuen Zahlensätze es noch wärmer geworden. Jetzt zeigt es eine jährliche Erwärmung um + 0,01202 Grad pro Jahr.

Wer sich die Mühe macht und sich mit den endlosen Listen von Ewerts beschäftigt, findet so farbig unterlegt, wann und wie die früher gemessenen Daten nach Jahrzehnten der heutigen Lehre vom Menschen gemachten Temperaturanstieg angepasst werden, damit die Erderwärmung plausibel wird. Wenn dann Vergleiche gezogen werden, dass es heute im Vergleich zu den Jahren seit der Industrialisierung viel wärmer geworden ist, wie immer wieder gemeldet wird, so sind das Meldungen, die auf sich ständig wandelnde Temperaturen früherer Jahrzehnte beruhen

Die These vom Menschen gemachten Klimawandel erhält so eine völlig neue Bedeutung: Ja, ist immer dann von Menschen gemacht, wenn die Daten der Theorie angepasst werden. Die Fleißarbeit von Prof. Ewert hat Vorläufer, passt in eine Reihe von Skandalen und Widersprüchlichkeiten, die von den politischen Anhängern des menschengemachten Klimawandels einfach übergangen werden.

Nachdem die Manipulationen der CRU (Climat research unit) der Universität East Anglia, der anderen Klimadatenquelle des IPCC herausgekommen waren und deren Chef Phil Jones abtreten musste, untersuchten auch die beiden amerikanischen renommierten Meteorologen Joseph D`Alemo und Anthony Watts die Daten von 6 000 Messstationen der NASA. Am 26. Januar 2010 veröffentlichten sie eine 110 Seiten lange Studie unter der Überschrift. „Surface Temperature Records: Policy Driven Deception? - Temperaturmessungen an der Oberfläche - politisch betriebene Täuschung?

Sie beschreiben darin hunderte von Unregelmäßigkeiten, wie Verlegungen von Messstationen in Innenstädte, Selektierung von Stationen, die mal berücksichtigt und mal nicht berücksichtigt werden, zyklische Veränderungen der mehrdekadigen Wechsel von Abkühlungs- und Wärmephasen. Zusammengefasst kommen sie zu dem Schluss, dass NOA und NASA, zusammen mit CRU die treibenden Kräfte hinter dem systematischen Hochjubeln der weltweiten Erwärmung im 20. Jahrhundert seien und dass es dringend nötig sei, die terrestrischen Temperaturdaten von unabhängigen Klimawissenschaftlern untersuchen zu lassen, die kein eigenes Interesse am Ergebnis der Auswertungen haben.

Es waren die Widersprüche der täglichen Meldungen in der deutschen Presse über den drohenden Wärmekollaps der Erde und die Berichte über Schnee in Jerusalem, bittere Winter an der Ostküste der USA, unbekannte Kälteeinbrüche in Argentinien usw. , die Prof. Friedrich Karl Ewert, Rainer Link und Prof. Hans-Joachim Lüdecke dazu bewogen, etwa zur gleichen Zeit, die verfügbaren Temperaturdaten der NASA in einer aufwendigen Arbeit auszuwerten.  Sie wurde 2011 in Singapur veröffentlicht und kam zu gleichen Ergebnissen, wie die der Amerikaner. „Eine Analyse von 2246 Oberflächen – Temperaturdaten“ lautete die Beschreibung ihrer Studie.

Die Faktensammlungen wurden von den Klimaerwärmer-Wissenschaftlern weder widerlegt, noch beachtet. Kaum ein Politiker und Journalist machte sich die Mühe, die umfangreichen Zahlenwerke einzusehen. Die Totschlagargumente, dass sich 98 Prozent aller Wissenschaftler der Welt einig sind und das 18 000 der besten Wissenschaftler der Welt das erarbeitet hätten, beherrschen die öffentliche Wahrnehmung und nationale und internationale Politik. Auch die umfangreiche Recherchenarbeit der kanadischen Journalisten Donna Laframboise, die namentlich nachweist, dass über 5 000 der IPCC-Klima-Wissenschaftler, die in der „Bibel des Weltklimarates“ aufgeführt sind, noch nicht einmal ein Studium absolviert hatten. 

Es muss noch einmal betont werden: Alle Daten die Ewert in seiner neuen Studie nutzt, sind frei zugänglich, wenn man weiß nach was und wo man suchen muss und es sind alles Daten die die NASA selbst veröffentlicht hat, also keine „Machwerke“ der „Klimaleugner“.

Entsprechend der NASA-Daten von 2010 ist die Oberflächentemperatur weltweit von 1940 bis heute, um - 1,110 Grad gesunken und seit 2000 um - 0,4223. Dabei sind die Änderungen berücksichtigt, die sich durch „Wärmeinseln“ ergeben. Damit werden die Effekte beschrieben, wenn Messstationen in die Städte verlegt oder ihre Lage von Siedlungen umrahmt werden. Die Abkühlung trifft für alle Kontinente zu, außer Australien, das sich im letzten Zyklus ab dem Jahr 2000 (Phase sieben) um 0,6339 Grad erwärmt hat. Die Zahlen für Europa: Von 1940 bis 2010 ergibt sich nach den Daten von 2010 eine Abkühlung um - 0,5465 und seit dem Jahr 2000 um - 0,3739.

Nach dem Skandal um die manipulierten Daten des CRU der Universität von East Anglia und jetzt durch die Veränderungen der NASA an ihren Temperaturmessungen - eigentlich sollten diese gravierenden Vorgänge genauesten von unabhängigen Wissenschaftlern untersucht und entweder widerlegt werden oder zu politischen Konsequenzen führen.

Nicht auszudenken, wenn all die CO2-Gesetze, die Eingriffe in den Markt zur Rettung der Welt, die deutschen Energiegesetze zur Klimaschonung und so weiter auf manipulierten Temperaturdaten beruhen würden. Eine ganze Industrie von Klimarettern und den daraus resultierenden Billionen Dollar, die damit investiert oder deindustriealisiert werden stehen auf dem Spiel. Diejenigen, die sich bisher um die Klimaerwärmung gekümmert haben, wie das Bundesumweltministerium, das Bundesumweltamt oder gar das Potsdamer Institut für Klimafolgeforschung eignen sich jedenfalls nicht als Gutachter. Sie müssten sich selbst in frage stellen.

Diesen Achse-Beitrag können Sie mit Diagrammen beim Autor abfragen. E-Mail: ederer@weltundwirtschaft.de


Alle Datensätze stehen jederzeit der Öffentlichkeit zur Verfügung. Die Studien von Prof. Ewert werden auf Wunsch per E-Mail zugesandt. (ewert.fk@t-online.de)

 

Leserpost (9)
Uwe Wilken / 20.11.2015

Hallo Herr Friedland, danke für die Präzisierung meines Beitrages. Aber die Grundaussage bleibt bestehen: Das Klima ändert sich! Ich werde das Gefühl nicht los, dass sich hier mal wieder so eine Verschwörungstheorie entwickelt.

Udo Koch / 20.11.2015

Der angebliche Klimawandel ist eine riesige Geld-Druckmaschine. Man sollte sich mal das Verhältnis der Gase in der Atmosphäre vor Augen halten. Statt die Umwelt vor den Giften der Konzerne zu bewahren arbeitet man daran den Pflanzen die Nahrungsgrundlage zu entziehen. CO2 ist ein Spurengas das den meisten Pflanzen als Nahrung dient. Richtig deutlich wird der verbreitete Schwachsinn vom Klimakiller CO2, wenn man sich den anthropogenen Anteil ansieht. Worum geht es eigentlich? Die Fakten unserer Atmosphäre sind: ca.: 78% Stickstoff; 21% Sauerstoff; 0,93% Argon und ein paar Spurengase wie Wasserdampf, Ozon und ca. 0.038% CO2. …mal nachrechnen: 0,038% CO2 sind in der Luft. Davon produziert die Natur 96%, den Rest, 4%, der Mensch. Das sind dann vier Prozent von 0,038%, macht 0,00152%. Der Anteil Deutschlands hieran ist 3,1%. Also beeinflusst Deutschland 0,00004712% des CO2 in der Luft. Damit wollen wir die Führungsrolle in der Welt übernehmen, was uns jährlich an Steuern und Belastungen etwa 50 Milliarden Euro kostet.“ Da kann man auch in den Bodensee See pinkeln und erwarten, dass er wärmer wird… Die ganze Klimadebatte entpuppt sich als reine Gelddruckmaschine der Eliten. Als nächstes kommt dann die persönliche CO2 Steuer—basierend auf einer persönlichen CO2-Bilanz, die, wenn man weiter denkt, dann auch einer persönlichen Überwachung bedarf. Die technischen Möglichkeiten sind ja bereits vorhanden (Stichwort RFID). Abkassieren und Versklaven in einem Aufwasch—eine „Win-WiN-Situation“—sozusagen.

Danny Wilde / 19.11.2015

Sehr geehrter Mitforist Wilken, Ihre einleuchtend klingenden Einwände in allen Ehren - aber woher stammt Ihre zwischen den Zeilen hervorschimmernde Kenntnis davon, dass die historischen Temperatur-Messdaten nicht bereits schon VOR dem Jahre 2010 um ihre statistischen Messfehler korrigiert waren? Bzw., dass die NASA die nachträgliche Veränderung der historischen Messdaten als offizielle und nötige, dabei neutrale Fehlerkorrektur publiziert hätten? Nebbich! Jetzt zu Ihrem “Zeug”, welches “wirkt”. Ja: und wie! Es lässt Pflanzen blühen und gedeihen. Das sogenannte “Klimagas” ist in Wirklichkeit das Gas des Lebens. (Im übrigen steuert die CO2-Konzentration in Ihrem Blut Ihr Atmungsverhalten.) Ich bin natürlich kein Klimaforscher, und schon gar nicht mit einem derartigen Job gesegnet. Aber ich habe Meteorologie studiert, in, was die naturwissenschaftlichen Fächer betraf, ideologiefreien Zeiten, Anfang der 80er. Seien Sie versichert, dass dies seltsame Mysterium, dieses Gasgemisch, was unsere Luft ist, simplen Naturgesetzen folgt. Eines davon lautet, leicht vereinfacht gesagt, dass die Apsorptionsfähigkeit dieses Gasgemisches für bestimmte Gase je nach Luftdruck und Temperatur divergiert. Z.B. kann die Luft, je kälter sie ist, umso mehr Sauerstoff “enthalten”, und je wärmer die Luft ist, desto weniger. Woher - technische Umsetzung dieses Effekts - Ladeluftkühler für Motoren erfunden wurden: mehr Sauerstoff, bessere Verbrennung, mehr Leistung, weniger Verbrauch. Umgekehrt kann die Luft, je kälter sie ist, umso weniger CO2 aufnehmen, und je wärmer, desto mehr. Unabhängig von der stattfindenden CO2-Produktion. Würde die Theorie der Klimaerwärmungsparanoiker den natürlichen Gegebenheiten entsprechen, müsste ja der tatsächliche Anstieg der CO2-Konzentration um 33% (von 300ppm auf 400ppm) entsprechend zu einer Klimaerwärmung von 33% führen. Was immer wieder vernachlässigt wird, und insofern interessieren mich Messreihen nicht, olb gefälscht oder authentisch, ist die Kraft der Sonneneinstrahlung, die tatsächlich großen Schwankungen unterliegt, und deren Auswirkungen in abweichenden Temperatur-Mittelwerten auf der Erde sehr gut nachvollzogen werden können. Mit anderen Worten: das läuft tatsächlich parallel. Mit noch anderen Worten: dafür, dass die Paranoiker tatsächlich mit viel Manpower nur noch mehr heiße Luft produzieren, sind sie ziemlich effektiv. Aber Manche, wie z.B. Herr Ederer hier oder Prof. Ewert, durchschauen das. Gut so!

Martin Friedland / 19.11.2015

Zu Herrn Wilken eine kleine Korrektur von einem Ingenieur für Meßtechnik: Diese sogenannte Korrektur von systematischen Fehlern bei uralten, nicht genau wiederholbaren Fehlern ist keineswegs exakt. Bei Vorliegen genauerer Meßmethoden kann man im Nachhinein bessere Angaben zur Meßunsicherheit der alten Messungen machen, nicht jedoch den tatsächlichen Wert aus einer alten Messung nachträglich neu bestimmen. Es bleibt dabei: was vor 50 oder 100 Jahren gemessen wurde, wurde gemessen (übrigens auch damals schon enorm präzise). Lediglich die Meßgenauigkeit der alten Messung stellt sich u.U. anders dar als seinerzeit angenommen.

Uwe Wilken / 19.11.2015

Klimadaten, zB Temperatur von Luft und Wasser, wurden im 19.Jh mit anderen Methoden ermittelt als heute. Damals hat man zB eine Lederpütt an einemTau über Bord geworfen und wieder eingeholt. Dann wurde ein AG-Thermometer reingelalten und auf +- 0,5Grad abgelesen. Jede Menge Möglichkeiten für systematische Fehler. Heute geht das viel genauer und automatisch. Um Datenreihen vergleichbar zu machen, hat man halt die alten Daten um die ermittelten Abweichungen bereinigt. Das ist keine Fälschung, sondern (natur)wissenschaftlich OK. (Im Gegensatz zu diesen Pseudowissenschaften wie Astrologie, Wirtschafts- und Genderwissenschaften). Exkurs: Es gibt viele Leute, die die spez. und allg. Relativitätstheorie (Theorie der Gravitation) für Unsinn halten, weil die sie nicht kapieren. Ich will ja nun nicht angeben, aber ich würde doch auch nicht die Existenz der Schwerkraft anzweifeln (lt. Badezimmerwaage 98kg). Außerdem lassen sich auf Einsteins Grundlagen so praktische Dinge wie Raumsonden, Navis und Atombomben herstellen. Es ist nun auch evident, dass seit Jahrzehnten(-hunderten) die Gletscher der Welt abschmelzen (alte Ansichtkarten vom Rhone- und Aletschgletscher zB). Die Gesamatmassenbilanz ist definitiv negativ. Das gilt auch für das arktische Meereis. Die Nordostpassage ist nun im Sommer befahrbar; das gab es früher nie. Die Expeditionen sind dort regelmäßig eingefroren. Die Anreiner (Russland) freuen sich jetzt auf reiche Bodenschätze, stecken per Uboot Fähnchen in ihre Tiefsee-Claims und stellen spezielle Militäreinheiten für arktische Einsätze zusammen. Da muss doch was dran sein an der Klimaerwärmung, auch wenn einige veröffentlichte Zeitreihen das nicht sofort jedem Laien offenbaren mögen oder es sich um Fehler handelt, die propagandistisch ausgenutzt werden. Man mag sich darüber streiten, ob es etwas mit dem CO2 zu tun hat oder nicht. Die mM seriösen Klimaforscher sagen: Ja. Unfug ist allderdings das politische Herumrechnen mit “Klimazielen” (1.5 oder 1,9 oder 2,3 Grad mehr in 50 Jahren je nach CO2-Austoß). Das Klima ist ein komplexes (kein kompliziertes!) System; man kann nicht jedes ppM CO2 in Grad Celsius umrechnen. Aber das Zeug wirkt! Je weniger davon in der Luft, umso besser. Da kommt etwas auf uns zu. Aber wenn der Dampfer am Sinken fängt (rheinische Mundart), dann sollte die Besatzung nicht darüber streiten, ob der Eisberg ein natürliches Hindernis war, oder ob es sich um einen Navigationsfehler handelte.

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