Dirk Maxeiner / 21.02.2017 / 20:38 / Foto: wolfgang-schaeuble.de / 8 / Seite ausdrucken

Und täglich grüßt das Murmeltier

„Griechenland ist auf einem guten Weg", beteuert Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Er geht fest davon aus, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) bei der Griechenland-Rettung an Bord bleibt. Er will den Reformdruck aufrechterhalten, sieht aber auch Fortschritte beim Euro-Krisenland. Zur Erinnerung eine kleine Chronik wie oft Griechenland schon auf diesem „guten Weg“ war:

2010:

Hochgerüstet in die Pleite

http://www.taz.de/!5136061/

Griechenland spart, deutsche Hilfe nicht mehr nötig

https://www.welt.de/wirtschaft/article6657101/Griechenland-spart-deutsche-Hilfe-nicht-mehr-noetig.html

2011:

Juncker nach falschen Dementis in der Kritik

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/nach-geheimtreffen-zu-griechenland-juncker-nach-falschen-dementis-in-der-kritik-1641525.html

Bosbach (CDU): „Schuldenunion wäre Weg in die Krise“

http://www.euractiv.de/section/finanzen-und-wirtschaft/interview/bosbach-cdu-schuldenunion-ware-weg-in-die-krise/

Von Sparpaket zu Sparpaket

http://www.deutschlandfunk.de/von-sparpaket-zu-sparpaket.769.de.html?dram:article_id=114832

2012:

Griechisches Problem wird mit jedem Kredit größer

https://www.welt.de/wirtschaft/article111011620/Griechisches-Problem-wird-mit-jedem-Kredit-groesser.html

Wie es Griechenland wirklich geht

http://www.handelsblatt.com/politik/international/bilanz-der-staatsfinanzen-wie-es-griechenland-wirklich-geht/7178942.html

Warum Deutschland Griechenland helfen muss

http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/a-838729.html

2013:

Erklärung der Europäischen Komission, der EZB und des IWF zum Abschluss der gemeinsamen Prüfung Griechenlands

http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Presse/EZB_Pressemitteilungen/2013/2013_04_15_erklaerung.pdf?__blob=publicationFile

2014:

Arbeitslosigkeit in Griechenland auf Rekordhoch

http://www.handelsblatt.com/politik/international/krisenland-arbeitslosigkeit-in-griechenland-auf-rekordhoch/9477472.html

Griechenland lehnt Reichensteuer ab

http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-02/samaras-reiche-griechenland-steuer

Der hohe Euro-Kurs wird zur Gefahr für Europa

https://www.welt.de/finanzen/article127719964/Der-hohe-Euro-Kurs-wird-zur-Gefahr-fuer-Europa.html

Griechenlands Banken fehlen schon wieder Milliarden

https://www.welt.de/finanzen/article131120088/Griechenlands-Banken-fehlen-schon-wieder-Milliarden.html

2015:

Nicht Berlin und Brüssel haben versagt - sondern die griechischen Eliten

http://www.manager-magazin.de/politik/deutschland/a-1015243.html

2016:

Juncker sieht Griechenland fast am Ziel

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Juncker-sieht-Griechenland-fast-am-Ziel-article17643621.html

Griechenland nähert sich EU-Defizitvorgaben

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/griechenland-naehert-sich-eu-defizitvorgaben-14191152.html

Foto: wolfgang-schaeuble.de
Leserpost (8)
David Sohn / 22.02.2017

Ich schäme mich nicht Deutscher zu sein, aber ich schäme mich, daß Leute wie Schäuble und Merkel Deutsche sind.

Martin Landvoigt / 22.02.2017

Scheitert der Euro, dann scheitert die Merkel ... und der Schulz.

Wolfgang Richter / 22.02.2017

Bloß kein Eingestehen der weiterhin Pleite Griechenlands und damit ein Scheitern der mit Steuermilliarden aus deutschen Kassen gesponserten falschen politischen Entscheidungen der letzten Jahre zugeben müssen, noch dazu in einem Wahljahr, das die Existenz der nahezu am Abgrund stehenden EU, vor allem der €-Zone weiter voran bringen könnte. Da hilft dann nur noch das “Juncker-Prinzip”, zur Not auch den Bürger belügen, wenn’s der Sache dient.

Claus Pengel / 22.02.2017

Das Lügengebäude der Rettung Griechenlands. Eine beeindruckende Chronologie. Das Wort Krise lenkt von dem eigentlichen Problem ab. Es ist keine Krise sondern ein von Politikern verursachtes Missmanagement. Durch Transferzahlungen subventioniert der europäische Norden die Südländer bis der Knoten zerreißt. Den Politikern in der Eurozone fehlt der Mut das zu tun, was Haushaltsvorstand oder Unternehmen tun würden, Insolvenz anmelden. Haftung aus der Konkursmasse oder Entschuldung durch Abschreibung der Forderungen bei den Gläubigern wäre die Folge. Die Gläubiger haben das Risiko des Forderungsverlustes durch Rückstellungen in der Bilanz gedeckt. Das funktioniert in der Wirtschaft aber nicht in der Politik. Hier werden die Rückstellungen ersetzt durch Täuschungen und der Geldpolitik der EZB. Das das möglich ist liegt daran, dass Politiker für die Verschleuderung der Steuergelder nicht zu Verantwortung gezogen werden. Diese organisierte Verantwortungslosigkeit, was auch für das EU Parlament gilt, ist eine fatale Fehlkonstruktion der repräsentativen Demokratie, die in der gelebten Form das Wort Demokratie nicht verdient.

Camilla Werner / 22.02.2017

Danke für diese Zusammenstellung. Erinnern kann ich mich zwar an diese Abläufe, aber ich hätte sie nicht belegen können. Das insolvente GR braucht einen Schuldenschnitt und die Rückkehr zur Drachme. Die fortgesetzte Insolvenzverschleppung ist unverantwortlich.

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