Peter Grimm / 24.09.2021 / 10:00 / Foto: Achgut.com / 71 / Seite ausdrucken

Wer missbraucht den Mord an Alexander W.?

Alexander W. wurde in einer Tankstelle in Idar-Oberstein erschossen. Berichtet wird, dass er seinen Mörder Stunden vor der Tat des Tankstellenladens verwiesen hatte, in dem er arbeitete. Der 20-jährige Student soll an dieser Tankstelle gearbeitet haben, um sich seinen Führerschein zu finanzieren. Und was er tat, war, Anweisungen zu folgen. Im Laden herrscht Maskenpflicht, und wenn die nicht exekutiert wird, droht dem Betreiber ein Bußgeld. Egal, ob es dem anwesenden Verkäufer oder dem Eigner oder beiden droht, egal, ob Alexander vom Sinn der Maskenregeln überzeugt war oder nicht – an diesem Tag gehörte es zu seinen Aufgaben, selbige durchzusetzen. Folgt man der Medienberichterstattung, so musste er deshalb sterben.

Ein solcher Mord ist selbstverständlich verabscheuungswürdig. Und obwohl es nach aufsehenerregenden Tötungsfällen zu den Standard-Textbausteinen der Politiker gehört, kann man nach angemessenen Worten der Trauer nur den Angehörigen sein Mitgefühl ausdrücken. Doch leider sind diese Textbausteine so abgenutzt, dass sie auch dann noch schal klingen, wenn sie ernst gemeint und aufrichtig sind.

Bei bestimmten anderen unfassbaren Tötungsdelikten halten sich die politisch Verantwortlichen ja manchmal noch etwas länger an diesen Textbausteinen fest, weil sie gern vom Täter und seinem Motiv ablenken möchten. Das haben sie hier nicht nötig, deshalb steht Mario N., der mutmaßliche Mörder, ganz schnell im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Alexander W., das unschuldige Opfer, der junge Mann, der einfach nur das Pech hatte, mit der falschen Aufgabe zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein, spielt in der Betrachtung des Falls seit der Identifikation des Täters nur eine Nebenrolle. Das ist aber bedauerlicherweise bei fast jeder aufsehenerregenden Mordtat so.

Ich weiß nicht, ob es zu zynisch klingt, aber es ist ebenso ermüdend wie erschreckend: Bei unfassbaren Bluttaten kann man bei den gleichen Funktionsträgern immer wieder zwei sich wiederholende Grundmuster der Reaktionen erkennen, je nach Nutzen oder Schaden, die der öffentlichen Wahrnehmung der Tat folgen könnten.

Schnelle Zuschreibungen

Als ein abgelehnter somalischer Asylbewerber vor einem Vierteljahr in Würzburg unter „Allahu-akbar“-Rufen drei Frauen in der Innenstadt tötete, da waren die politischen Verantwortungsträger äußerst zögerlich, über ein islamistisches Mordmotiv zu sprechen. Schließlich könnte der Täter ja auch psychisch erkrankt oder gestört gewesen sein. Solcherlei Zurückhaltung bei der Schuldzuweisung sowie die Warnung vor einem Generalverdacht genießen allerdings meist nur Asylbewerber und Muslime, wenn sie zu Tätern werden.

Bei Mario N. war das anders. Hier zeigten die sonst notorischen Generalverdachtswarner, was sie selbst in Sachen Generalverdacht können. Dass der Mord einer Aufforderung zum Maske-Tragen folgte, verstanden etliche Meinungsbildner aus Politik und Medien als Einladung, möglichst alle Kritiker der Corona-Politik der Bundesregierung mit dem Mord in Verbindung zu bringen. Mario N., so hatten sie schnell recherchiert, folgte im Netz den Querdenkern, aber auch anderen Seiten, die sich kritisch mit der Corona-Politik und deren langanhaltenden Grundrechtseinschränkungen im Dauerausnahmezustand auseinandersetzen.

Das ZDF berichtete beispielsweise recht schnell – unterstützt von einer „Expertin“ und einer „Faktencheckerin“ – dass der Mörder von Idar-Oberstein allerlei Seiten folgte, die sich alle kritisch gegenüber der Politik der Kanzlerin Merkel in den letzten Jahren äußerten.

Beim Instrumentalisieren wird natürlich nicht differenziert. Man packt am besten alles unter das Label „Querdenker“ und stellt alle diese Kritiker in die rechte Ecke. Wobei allein schon diejenigen, die sich selbst als einer „Querdenker-Bewegung“ zugehörig verstehen, seriöserweise politisch keiner einheitlich klaren, klassischen politischen Richtung zugeschrieben werden können, sondern eher buntschillernd auftreten. Aber das ist ein anderes Thema, und Differenzieren verbietet sich logischerweise beim Aufbau eines Generalverdachts.

„Mitverantwortung für die Radikalisierung“

Dazu passt, dass die meisten Medien bald auch von einer Nähe des Mörders zur AfD berichten konnten. Zumindest sei er offenbar auch deren Seiten gefolgt. Querdenker, AfD und ein Mord, da konnten diejenigen, die sonst nach jeder islamistischen Gewalttat vor deren Instrumentalisierung warnen, genau dieser Versuchung nicht widerstehen. Von entsprechenden Reaktionen berichtete beispielsweise der Deutschlandfunk am Donnerstag:

„Nach dem Mord an einem 20-Jährigen in Idar-Oberstein geben Politiker der AfD eine Mitverantwortung für die Radikalisierung der sogenannten Querdenker-Szene. Der innenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Kuhle, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, schon der Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke habe für die AfD Plakate aufgehängt und der Partei Geld gespendet.

Der Täter aus Idar-Oberstein habe die AfD in Sozialen Medien unterstützt. Indem Rechtsextremisten während der Corona-Pandemie ihre wirren Diktatur-Vorwürfe verbreiteten, trügen sie eine Mitverantwortung für die Radikalisierung bestimmter Bevölkerungsgruppen.

Die innenpolitische Sprecherin der SPD, Vogt, meinte, die AfD habe seit ihrem Einzug in den Bundestag erheblich dazu beigetragen, dass Hass und Hetze auf den Straßen und in Sozialen Medien enorm angestiegen seien. Die Partei habe schnell das Potenzial erkannt und die Querdenker-Szene für sich genutzt. […]

Der stellvertretende Vorsitzende der Union-Bundestagsfraktion, Frei, tritt dafür ein, die Querdenken-Gruppierung zu überwachen und den Kampf gegen illegale Waffen zu verschärfen. Der CDU-Politiker sagte im Deutschlandfunk (audio-link), es reiche nicht, nur die Präventionsarbeit zu stärken. Wichtiger sei eine scharfe strafrechtliche Verfolgung solcher Hass-Taten. Dafür habe die Bundesregierung die Voraussetzungen geschaffen. Frei sagte außerdem, eine Überwachung der Querdenker durch den Verfassungsschutz sei notwendig, da es in diesem Bereich eine starke Radikalisierung gebe. Auch er gab der AfD eine Mitschuld daran. Die Partei setze auf Ressentiments und leiste damit ganz offensichtlich keinen Beitrag zur Befriedung. Allerdings könne man die AfD nicht für alles verantwortlich machen.[…]

Der Präsident des thüringischen Verfassungsschutzes, Kramer, betonte, zwar dürften nicht alle Impfgegner und Querdenker kriminalisiert werden. Allerdings versuchten Vertreter des rechten Spektrums seit Jahren, mit Emotionen auf Stimmenfang zu gehen und die Gesellschaft zu spalten, führte er im Deutschlandfunk aus.“

Reden wir jetzt, angesichts des Mordes an Alexander W., nicht davon, wer alles seit vielen Monaten an der Spaltung der Gesellschaft arbeitet und den Einfluss der sich radikalisierenden autoritären Ideen politischer Verantwortungsträger auf das gesellschaftliche Klima. Interessant ist, dass neben AfD und Querdenkern auch gleich noch „Impfgegner“ in die Reihen derjenigen verschoben werden, die sich für den Mord moralisch mitverantwortlich zu fühlen haben. Wobei die Vertreter der Corona-Politik nicht nur Impfgegner meinen, wenn sie Impfgegner sagen, sondern jeden, der sich nur ungern lediglich im Eilverfahren getestete Substanzen injizieren lassen möchte. Das ist bekanntlich ein riesiger Unterschied, denn unter Letzteren gibt es viele, die einen ansonsten gut ausgefüllten Impfpass besitzen.

Todesschuss des Vaters

Aber kommen wir zurück auf den Mord an Alexander N.. Diese Mordtat ist selbstverständlich durch nichts zu rechtfertigen. Doch es gibt Umstände, die an der bislang durch die Medien insinuierten vorrangig politischen Motivation des Täters einige Zweifel aufkommen lassen. So meldete rtl.de:

„Über die Lebenssituation von Mario N. ist fast nichts bekannt – nur, dass er als Selbstständiger in der IT-Branche arbeitet. Im letzten Jahr geriet offenbar das Familienleben von N. aus den Fugen: Nach Informationen der Rhein-Zeitung (Koblenz) hat sein Vater im März 2020 versucht, seine Ehefrau – die Mutter des jetzigen mutmaßlichen Täters – zu erschießen. Die damals 72-Jährige überlebte schwer verletzt, der 70-Jährige erschoss sich anschließend selbst.

Das Geschehen bestätigten gut informierte Kreise der "Rhein-Zeitung". Ob auch die Tatwaffe und weitere Waffen, die im Haus des Verhafteten in Idar-Oberstein gefunden wurden, aus dem Bestand des Vaters stammen, wollte die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach nicht bestätigen. Oberstaatsanwalt Kai Fuhrmann verwies auf die laufenden Ermittlungen. Der 49-jährige Todesschütze sitzt wegen Mordverdacht in Untersuchungshaft.“

Dass diese Vorgeschichte einen größeren Einfluss auf das Verhalten des Täters gehabt haben könnte als AfD, Querdenker oder Impfgegner, liegt zumindest nahe. Dass der Mordversuch und der Selbstmord des Vaters mit dem Beginn des ersten Lockdowns zusammenfiel, dürfte die Verarbeitung dieser Tat durch den Sohn nicht erleichtert haben. Diejenigen, die jetzt so schnell beim Zuschreiben einer Mitschuld sind, hätten sich vielleicht an ihre eigenen Warnungen vor der Instrumentalisierung von Mordtaten erinnern sollen. Manchmal kann es sich auch bei einem aufsehenerregenden Mord tatsächlich um einen ganz individuellen Einzelfall handeln.

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Peter Woller / 24.09.2021

Ich hasse Gewalt gegen Schwache und Wehrlose. Immer schon. Egal wer Täter oder Opfer ist. Hier werden leider immer nur bestimmte Verbrechen thematisiert nach Kriterien, die den jeweils politisch Verantwortlichen in die jeweilige Agenda passen. Als die 19-jährige Andrea Korzen im April 2020 von Zuhältern nackt, gefesselt, und wehrlos in der Weser bei Balge ertränkt wurde, hat dass keinen medialen und politischen Aufschrei verursacht. Wenn aber ein Corona-Maßnahmen-Kritiker ein Verbrechen begeht, dann knallt es politisch und medial sofort. Ihr könnt doch die Verbrechensopfer nicht nach politischer und medialer Verwendung einteilen. Andrea hatte auch gelitten, und sie hatte Todesangst. Sie war ein 19-jähriges Mädchen, sie wurde offensichtlich zur Prostitution gezwungen. Und sie starb qualvoll, als sie bei lebendigen Leib ertränkt wurde. Aber ihre Mörder waren Zuhälter, und keine Corona-Maßnahmen-Kritiker. Ich kann gar nicht mehr so viel Bier trinken, so weh tut mir das alles. Ich muss wohl auf Whiskey umsteigen.

Kerstin Behrens / 24.09.2021

Mein Mitgefühl den Angehörigen und Freunden des jungen Mannes, der als 20jähriger nur einen studentischen Job annahm und sich vermutlich völlig unbedarft an Anweisungen der jeweiligen Tankstelle hielt. Ein 20jähriger Student ist kommunikativ nicht geschult und muss es auch nicht, es war vermutlich nur ein begrenzter geringfügiger Hilfsjob! Ich hätte dem gestörten Amokläufer ohne Maske alles verkauft, zumal in Shops von Tankstellen nicht unbedingt reger Publikumsverkehr bei 30 Grad ohne Lüftung herrscht. Ich persönlich tanke und fahre, mich interessiert weder das moslemische weniger sprach begabte Personal noch das übrige Sortiment der angebotenen Waren auf Tankstellen!

Hans-Peter Dollhopf / 24.09.2021

“So stirbt mir jetzt mein Bruder Ich schlacht’ ihn selber hin Und weiß nicht, daß, wenn er besiegt ist Ich selber verloren bin.” (B. B.) Der Bürgerkrieg ist die finale Unterwerfung durch Selbstzerstörung unter die Zwänge der Herrschenden und ihrem Heer aus zu Funktionären geronnenen Laufburschen. Darum ist auch das DLF-Beispiel mit Lübcke falsch. Ein Dr. Peter Heinz lacht sich einen Ast, dass er inzwischen mehrere Hundert womöglich in den finanziellen Ruin treiben konnte, nachdem er Betroffene durch seine üble Zunge zu weiß glühendem Zorn getrieben hat um ihre Existenz anschließend mit Beleidigungsklagen - darin sind sie ganz groß, diese Schlangen - zu zertreten. Warum erschoss Mario M. seinesgleichen, ein anderes armes Schwein am Ende derer Nahrungskette?

Hans-Peter Dollhopf / 24.09.2021

Herr Grimm, Sie stellen fest, dass Alexander W. nicht das einzige Opfer dieser Mordtat bleiben wird: Die Herrschenden und ihre Medien sorgen dafür! Ich möchte aber auf etwas anderes aufmerksam machen: Frustrierte von links und rechts geben sich inzwischen die Klinke in die Hand. Das herrschende politische System ist der Verursacher eines gesellschaftlichen Scherbenhaufens. WeLT hatte berichtet: “Der mutmaßliche Täter habe die Tat gestanden. Zum Motiv habe er angegeben, dass ihn die Situation der Corona-Pandemie stark belaste. Er habe sich in die Ecke gedrängt gefühlt und „keinen anderen Ausweg gesehen“, als ein Zeichen zu setzen. Das Opfer schien ihm dabei „verantwortlich für die Gesamtsituation, da es die Regeln durchgesetzt habe“, sagte Fuhrmann. Der mutmaßliche Täter sagte aus, dass er die Corona-Maßnahmen ablehne.” (WeLT/dpa/vu, 22.09.2021) Das erinnert an einen anderen Fall, über den die WeLT am 14.09.2021 berichtet hatte: “Berliner Lehrer zündete aus Frust Rohrbomben”. Dieser Täter mit polizeilich bekanntem linken Hintergrund gab zum Motiv an, Zitat aus der WeLT: “Vor Gericht berichtet D. aus Frust über seine Arbeit gehandelt zu haben. Er ist Lehrer für Englisch und Geschichte an einer Berliner Brennpunktschule. „Achtzig Prozent meiner Schülerinnen und Schüler kommen aus ALG-II-Haushalten“, sagt er. Die Corona-Pandemie habe seine Arbeit noch einmal um einiges schwieriger gemacht, viele seiner Schüler hätten kein Mobiltelefon oder Rechner. Außerdem hätten viele seiner Schüler ein „Riesen-Problem“ mit häuslicher Gewalt, die während der Corona-Pandemie noch einmal zugenommen habe. „Mich hat das alles unheimlich belastet“, so D. vor Gericht ... Das Bauen der Rohrbomben sei für ihn eine Art Kompensation gewesen, um dem Alltag zu entkommen, sagte er. Durch den Bau der Bomben und die Detonationen habe er beweisen wollen, dass er Dinge kontrollieren könne.”

A. Ostrovsky / 24.09.2021

@Volker Kleinophorst : Die Nachbarn sind vermutlich erfunden. Es ist eine Fake-Kampagne, die kurz vor der Wahl noch die letzten Unschlüssigen Wähler für die Gute Partei begeistern soll. Nach der Wahl wird die Sache vermutlich im Sande verlaufen. Der Vater des Tankstellenmörders ist auch schon tot.

A. Ostrovsky / 24.09.2021

RTL veröffentlicht das Bild eines Mario N., der Krankenpfleger an der Universitätsklinik Mainz ist, während RND von einem Softwareentwickler schreibt. Weiterhin wird bei RND behauptet, dass Mario N. sein Twitter-Profil seit August 2019 nicht benutzt hat, und Böhmermann veröffentlich stolz, dass der sich darüber radikalisiert hätte. Ein Twitter-Profil unter dem Namen des Mario N. existiert nicht, während das Bild, das u.a. von RTL veröffentlicht wird, zu dem Instagram-Profil des Krankenpflegers gehört. Allerdings muss man da die Wayback-Maschine bemühen, weil dieses Bild heute von dem Instagram-Account entfernt wurde.  DAS STINKT ZUM HIMMEL. Das ist wieder so eine Geheimdienstprovokation, wie es schon genug gab. Da passen die Informationen nicht zusammen. Tut mir leid, ich schalte da ab. Aber dass seit mehr als einer Woche eine massive Kampagne läuft, die “Querdenker”, wer auch immer das ist, als Terroristen zu bezeichnen, die vom Verfassungsschutz beobachtet gehören, ist ja unübersehbar.  Es geht einfach darum, dass Impf-Verweigerer mit dem SEK ausgeschaltet werden sollen. Mehr ist da nicht dahinter. Die Vermutung, dass Impf-Verweigerer in KZs interniert werden sollen, ist damit hinfällig. Die sollen offenbar anders sonderbehandelt werden. Ich glaube denen kein Wort mehr.

Ralf Pöhling / 24.09.2021

Ich bin nicht nur AFDler, ich habe auch jahrelange Erfahrung im Sicherheitsbereich: Man kann problematische Situationen gezielt eskalieren oder deeskalieren. Eine Deeskalation erfolgt auf dem Wege, einer oder mehrerer dauergefrusteten und deswegen instabilen Person(en) Zuspruch und Verständnis entgegenzubringen, sie so in die Gesellschaft zurückzuholen und ihr Anliegen wieder in zivilisierte und geordnete Bahnen zu lenken. Das ist genau das, was die AFD im Zusammenhang mit der Migrationskrise und der Ausplünderung unseres Sozialstaates tut und was die Querdenker im Zusammenhang mit dem Coronanotstand versucht haben und was anfangs auch glückte. Die AFD wehrt sich bis heute sehr erfolgreich gegen Unterwanderung und Sabotage und kann deswegen ihre Funktion als Notnagel für von der amtierenden Politik Gefrustete sehr gut erfüllen. Bei den Querdenkern hat das nicht funktioniert. Die hat man sehr schnell sehr zielstrebig unterwandert und so massiv mit absurden Verschwörungstheorien vernebelt, die Situation also ganz gezielt eskaliert, damit sie ihrem deeskalierenden Anliegen nicht mehr nachkommen können. Und jetzt in eindeutigen Worten: Nicht die AFD oder die Querdenker haben beim Mord an Alexander W. mitgeschossen, sondern die amtierende Politik, die keine Sekunde ausgelassen hat, die politische Opposition gegen ihren wahnsinnigen Kurs mutwillig zersetzen und zerstören zu wollen. Nicht wir sind Grund für die Eskalation, sondern die amtierende Politik. Und in diesem Zusammenhang frage ich jetzt laut und deutlich: Wer hat einer offenkundig instabilen Person, die Mario N. offensichtlich ist, illegal seine Waffen besorgt und auf die Zivilgesellschaft losgelassen? Wer? Wir waren es nicht. Wir haben überhaupt kein Interesse daran, dass die Situation eskaliert. Aber die amtierende Politik schon. Denn so kann sie die Opposition unter Druck setzen oder sogar verbieten. Wenn die gezielte Eskalation denn fruchtet. Aber den Gefallen werden wir denen nicht tun.

A. Ostrovsky / 24.09.2021

RTL veröffentlicht das Bild eines Mario N., der Krankenpfleger ist, während RND von einem Softwareentwickler schreibt. Weiterhin wird bei RND behauptet, dass Mario N. sein Twitter-Profil seit August 2019 nicht benutzt hat, und Böhmermann veröffentlich stolz, dass der sich darüber radikalisiert hätte. DAS STINKT ZUM HIMMEL. Das ist wieder so eine Geheimdienstprovokation, wie es schon genug gab. Da passen die Informationen nicht zusammen. Tut mir leid, ich schalte da ab. Aber dass seit mehr als einer Woche eine massive Kampagne läuft, die “Querdenker”, wer auch immer das ist, als Terroristen zu bezeichnen, die vom Verfassungsschutz beobachtet gehören, ist ja unübersehbar.  Es geht einfach darum, dass Impf-Verweigerer mit dem SEK ausgeschaltet werden sollen. Mehr ist da nicht dahinter. Die Vermutung, dass Impf-Verweigerer in KZs interniert werden sollen, ist damit hinfällig. Die sollen offenbar anders sonderbehandelt werden. Ich glaube denen kein Wort mehr.

Winfried Jäger / 24.09.2021

Es ist immer das gleiche Spiel: Beim Messermann wird erst einmal die Herkunft verschwiegen. Wird diese und seine Gesinnung offen gelegt, heißt es, daß er psychisch krank sei und man nicht verallgemeinern dürfe. Der Hintergrund ist natürlich, daß man auf jeden Fall vermeiden will, daß der politische Gegner bestätigt wird. Daraus folgt, daß der Erhalt der eigenen kognitiven Dissonanz wichtiger ist, als die Realität anzuerkennen. Soche Leute sind gefährlich: Sie weigern sich einfach die Realität und sich selbst die Folgen ihrer Fehler einzugestehen. Das gab es schon zwei mal seit 1945, und zwar in beiden Teilen dieses Landes.  Richtig perfide wird es dann, wenn sie das machen, wofür sie andere im voraus verdächtigen, nämlich zun instrumentalisieren. Wer das nicht erkennt und aus taktischen Gründen wählt, der macht sich auch mitschuldig.

Erwin Engelbogen / 24.09.2021

In der Nähe vom Oberösterreichischen Linz gibt es eine alte Kleinstadt namens Enns. Die Römer nannten sie Ovilava und sie soll angeblich die älterste Stadt Österreichs sein. Berühmt wurde Enns aber leider durch die Judenverfolgung. Na, ja nicht Alle wurden verfolgt, denn einige, wie eine alte Gräfin waren sehr beliebt. Sie versorgte die armen Kinder immer mit Süßem. Nun, wie kam es dazu? Durch die Armut nach dem 1. Wk. kauften sich die Menschen sogar Fahrräder auf Kredit und der Händler war zufällig Jude. Eines Tages verschwanden dann Hostien aus der Kirche. Vermutlich hatte nur ein armer Hund Hunger. Dann starb ein Kind und plötzlich hatten die Juden Schuld. Vermutlich hofften Viele sich dadurch die Raten zu sparen. Jedenfalks war es eine Schuld in der Art, wie es heute die deutsche Politik den Ungeimpften aufbürdet. Eine Schuld die keine Schuld ist, sondern nur den moralischen Zerfall der Eliten deutet.

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