News-Redaktion / 13.03.2019 / 14:39 / 0 / Seite ausdrucken

USA bei Ölförderung auf der Überholspur

Die USA könnten bald Saudi-Arabien als weltgrößter Exporteur von Rohöl, Erdgaskondensaten und Erdölprodukten ablösen. Das berichtet der amerikanische Sender CNN mit Bezug auf einen aktuellen Bericht der Unternehmensberatung Rystad Energy. Laut CNN ist dies noch nie vorgekommen, seit Saudi-Arabien in den 1950er Jahren im großen Stil mit dem Export von Erdöl begann.

In den letzten Jahren haben technische Innovationen die Erdgas- und Erdölförderung revolutioniert. Die hydraulische Frakturierung (Fracking) ermöglicht die Erschließung von sogenanntem Schiefergas und Schieferöl, das in undurchlässigem Gestein eingeschlossen ist und daher durch herkömmliche Brunnenbohrungen nicht erreicht werden kann. Die USA konnten besonders von dieser technologischen Entwicklung profitieren, da sich im sogenannten Permianischen Becken von West-Texas sowie im Bundestaat North Dakota riesige Schiefergas- und Schieferöl-Reserven befinden.

Laut CNN hat sich die amerikanische Erdölförderung in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. 2015 hob der US-Kongress das seit 40 Jahren gültige Exportverbot für Erdöl auf. Seitdem sind die Auslandsverkäufe stark angestiegen. Anfang dieses Jahres prognostizierten Statistiker des amerikanischen Energieministeriums, dass die USA im Jahr 2020 mehr Energie exportieren würden, als sie importieren. Eine solche Situation hat es seit 1953 nicht mehr gegeben.

Zur Zeit exportieren die USA laut CNN täglich drei Millionen Barrel Rohöl und fünf Millionen Barrel Erdgaskondensate und Erdölprodukte. Das ist noch etwas weniger als Saudi-Arabien mit sieben Millionen Barrel Rohöl und zwei Millionen Barrel Erdgaskondensate und Erdölprodukte. Die Analysten von Rystad Energy rechnen jedoch damit, dass sich diese Lücke innerhalb des laufenden Jahres schließt. Saudi-Arabien wäre dann nur noch der weltgrößte Exporteur von Rohöl.

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