Felix Perrefort / 08.08.2020 / 12:00 / Foto: achgut.com / 31 / Seite ausdrucken

Die Maske als sozialer Zündstoff

Kritik setzt ein Unbehagen voraus. Wer prinzipiell kein Problem mit seiner ökonomischen Situation hat, der wird sich zu einer Lektüre des Kapitals wohl eher nicht aufraffen können. Wer gerne Leute herumkommandiert, wird sich keine Gedanken darüber machen, wo die bürgerliche Gesellschaft ihren Vorstellungen von Freiheit und Gleichheit nicht gerecht wird. Wem es nichts ausmacht, mit „Mund- und Nasenschutz“ einzukaufen, den drängt es nicht dazu, diese Verordnung auf ihre Folgeschäden hin zu befragen; er begnügt sich etwa mit dem Verweis auf Experten, die ihren epidemiologischen Nutzen belegt haben wollen. Wissenschaftliche Eindeutigkeit ist in Sachen Maskenpflicht jedoch nicht mehr als ein staatstragender Mythos: 

„COVID-19-Patienten husten Viren durch chirurgische Masken und Baumwollmasken hindurch“ (ärzteblatt.de),

„Wir wissen, dass das Tragen einer Maske außerhalb von Gesundheitseinrichtungen, wenn überhaupt, nur wenig Schutz vor Infektionen bietet. Die Gesundheitsbehörden definieren eine signifikante Exposition gegenüber Covid-19 als persönlichen Kontakt innerhalb von sechs Fuß mit einem Patienten mit symptomatischem Covid-19, der mindestens einige Minuten lang (manche sagen, mehr als zehn Minuten oder sogar 20 Minuten) andauert. Die Chance, Covid-19 bei einer vorübergehenden Interaktion in einem öffentlichen Raum aufzufangen, ist daher minimal. In vielen Fällen ist der Wunsch nach einer weit verbreiteten Maskierung eine reflexartige Reaktion auf die Angst vor der Pandemie“ (New England Journal of Medicine, zit. n. hier).

„Am Anfang der Pandemie wurde ja dezidiert gewarnt vor Masken. Die Gründe dafür gelten immer noch, auch wenn sie merkwürdigerweise keine Rolle mehr zu spielen scheinen. Die Leute knüllen die Masken in die Hosentasche, fassen sie ständig an und schnallen sie sich zwei Wochen lang immer wieder vor den Mund, wahrscheinlich ungewaschen. Das ist ein wunderbarer Nährboden für Bakterien und Pilze.“ (Virologe Hendrik Streeck)

Des Weiteren widmet sich diese Studie der Psychologin Daniela Prousa den „psychischen und psychovegetativen Beschwerden mit den aktuellen Mund-Nasenschutz-Verordnungen“. 

Leidensdruck statt Ressentiments

Nicht zuletzt der Umgang mit den Berliner Demonstrationen für die Aufhebung der Corona-Beschränkungen zeigt, dass sich mit der Spaltung der Gesellschaft in der „Corona-Krise“ ganz unterschiedliche Wahrnehmungs- und Reaktionsweisen etabliert haben, welche medial allerdings kaum abgebildet werden. 

Den pauschal dämonisierten Demonstranten in Berlin wurde – bei aller vernünftigen Kritik gegen dort vereinzelt getragene Reichsflaggen und ähnliche ideologische Verirrungen und die diesbezüglich mangelnde Distanzierung seitens der Veranstalter – jede Rationalität abgesprochen. Trotzdem muss man davon ausgehen, dass ein bedeutender Teil der Demonstranten nicht nur über gute Gründe verfügt, die Corona-Politik infrage zu stellen (etwa wegen der fragwürdigen Aussagekraft des PCR-Tests und speziell der Massentestungen sowie des empirisch unbegründeten Fokus auf die allgemeine Bevölkerung). Viele werden auch einen Leidensdruck verspüren, der sie auf die Straße getrieben hat – und nicht irgendwelche Ressentiments.

Was es mit Menschen macht, die sich aus gesundheitlichen oder juristisch-politischen Gründen an die vor nicht allzu langer Zeit von der WHO und der Politik ebenfalls noch abgelehnte Maskenpflicht halten (wollen), wenn sie dauerhaft per Bus-Durchsage als „Maskenmuffel“, verantwortungslose oder gar abschiebungswürdige Gesundheitsgefährder diffamiert werden, denen mittels empfindlicher Bußgelder zu Leibe gerückt werden muss, liegt eigentlich recht nahe.

Es wird vielfach Spuren in der Psyche hinterlassen, wie der Basketball-Bundesliga Spieler Joshiko Sabou als „permanentes Infektionsrisiko“ (!) stigmatisiert zu werden. Auch dezidiert links fragt man sich inzwischen, „wie autoritär die Maßnahmen-Befürworter sind“, und konstatiert, dass man die Bevölkerung nicht dauerhaft zur „Vernunft“ zwingen kann. 

Erwartungsgemäß sind dem RKI „keine Einzelfälle bekannt, in denen Infektionsherde von Demos ausgegangen wären“, was einen Wolfgang Wiedlich nicht daran hindert, dem Basketballprofi für dessen Teilnahme an der Berliner Demonstration fristlos zu kündigen. Diese Menschen haben sich in ihrem Erfahrungsraum inzwischen derart verpanzert, dass ihnen jegliches Einfühlungsvermögen für Abweichler im Umgang mit dem Coronavirus abhandengekommen ist.

Mit solch herrschender Moral etabliert sich der Hygiene-Staat, als wollte er China beeindrucken, etwa durch das Gesundheitsamt in Offenbach: „Ihr Kind muss im Haushalt Kontakte zu anderen Haushaltsmitgliedern vermeiden, indem Sie für zeitliche und räumliche Trennung sorgen (keine gemeinsamen Mahlzeiten, Ihr Kind sollte sich möglichst alleine in einem Raum getrennt von den anderen Haushaltsmitgliedern aufhalten). (…) Weiterhin machen wir Sie darauf aufmerksam, dass nötigenfalls die zwangsweise Absonderung in einem Krankenhaus angeordnet werden kann.“ 

„Familien in der Krise“ schreibt dazu treffend: „Wir sind (…), ebenso wie der Deutsche Kinderschutzbund, der Ansicht, dass diese Anweisungen eine Form psychischer Gewalt darstellen.“ Alltagspraktisch wird solche Inhumanität getragen von einer symbolischen Ordnung, welche von der Maskenpflicht praktisch durchgesetzt wird, indem sie die „Vernünftigen“ von den „Unvernünftigen“, die „Solidarischen“ von den „Verantwortungslosen“ unterscheidet – und darum immensen sozialen Zündstoff birgt. 

Wo das Politische persönlich wird 

Wie gesagt: Wer selbst kein Unbehagen verspürt, wenn der Staat einem die Atemwege und Gesichtszüge verhüllt oder genauso verdachts- und evidenzunabhängig zum ständigen Abstandhalten ermahnt; wer das nicht bereits auf rein symbolischer Ebene für Ungeheuerlichkeiten hält, der wird zu einer grundsätzlichen Kritik der Maskenpflicht oder anderen Unsinns so ohne Weiteres nicht gelangen; der wird auf Geheiß der Durchsage auch bei 35 Grad am Berliner Hauptbahnhof mit Chirurgenmaske rumrennen, ohne sich dabei bescheuert vorzukommen.

Als einer von denen, welche die neuen, ins Alltägliche hineingreifenden Verhältnisse als irrational begründet und daher belastend erfahren, machen mir nicht nur diese selbst zu schaffen, sondern auch die Kritiklosigkeit, mit der sie von Leuten mitgetragen werden, mit denen ich eigentlich nicht brechen will. Wo Freundschaften das Politische, das in Sachen eigener Grundrechte notwendig ins Persönliche hineinkippt, nicht überbrücken können, wird es letztendlich jedoch darauf hinauslaufen. Die „Corona-Politik“ schlägt Risse quer durch alle Milieus, und auch vor diesem Hintergrund verblüfft, wie rigoros und diskursverweigernd sie von den Medien und Politik durchgesetzt und vertreten wird. Der soziale Kollateralschaden ist groß. 

Bis zu einem gewissen Grad kann ich die Angst vor einer Infektion nachvollziehen, gerade dann, wenn man zu einer Risikogruppe gehört; auch wenn ich sagen würde, dass mittlerweile ausreichend Kritik zugänglich ist und die Fakten auf dem Tisch liegen, die Entwarnung nahelegen und eine realistische Risikoeinschätzung ermöglichen. Im Nachhinein muss ich mir jedoch eingestehen, in Diskussionen im politischen Bekanntenkreis mitunter nicht den richtigen Ton getroffen zu haben. Dennoch müsste es einem doch nun kalt den Rücken hinunterlaufen, wenn vor dem Hintergrund der hier nur angerissenen „Masken-Kritik“ eine entsprechende Pflicht an Schulen ernsthaft in Betracht gezogen wird.

Es ist wohl zu optimistisch, dass Regierende wie die nordrhein-westfälische Schul- und Bildungs-Ministerin Yvonne Gebauer noch vor sich selbst erschrecken, wenn Kinderärzte gegen ihresgleichen intervenieren müssen, um vor dem Offenkundigen zu warnen: „Wer stundenlang mit Mund-Nase-Schutz in einem aufgeheizten Raum sitzt, kann sich meist schlechter konzentrieren und sich schlechter am Unterricht beteiligen (…) Schüler, die bereits im letzten Schuljahr länger mit Maske im Unterricht sitzen mussten, hätten von Kopfschmerzen und Kreislaufproblemen berichtet.“ In NRW ist die systematische Kindesmisshandlung schon ausgemachte Sache. 

Der angestrebte Gesundheitsschutz ist längst in sein Gegenteil umgeschlagen. 

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Dr. Christoph Goetze / 08.08.2020

Zwei Beispiele aus dem Krankenhausalltag, die ich bei meiner Arbeit dort in der letzten Woche erlebt habe: 1.) Ein schwerst retardierter Mensch nach frühkindlichem Hirnschaden soll zum Röntgen. Obwohl er sonst komplett teilnahms- und emotionslos sowie letargisch alles über sich ergehen lässt, weigert er sich die Maske aufzusetzen, die für die Untersuchung obligatorisch ist. Er reißt sie sich vom Gesicht und schleudert sie weg. Das Ergebniss: Der Patient wird sediert, dem Risiko einer Narkose ausgesetzt, für ein Röntgenbild. Aber vorschriftsmäßig mit Mundnasenschutz ausgestattet…. 2.) Eine 19 Jährige Medizinstudentin äußert sich zu den Corona Einschränkungen im Krankenhaus und der Maskenproblematik derart, dass sie die massiven Besuchseinschränkungen (2 Besuche pro Woche von nur zwei festzulegenden Besuchern und frühestens nach drei Tagen Krankenhausaufenthalt) ebenso wie die Maskenpflicht für alle im Krankenhaus als auch auf Dauer für sinnvoll ansieht… Da kann man nur sagen, geht’s noch?

Jan-Hendrik Schmidt / 08.08.2020

Zu den Maßnahmen des Gesundheitsamtes in Offenbach: Wie absurd und bescheuert sind Staat und Politik in diesem Land eigentlich noch? Da lässt ein Staat auf der einen Seite Millionen von fremden Einwanderern unkontrolliert und ohne Papiere die Grenze passieren, weil man Grenzen ja angeblich nicht schützen kann (in Wirklichkeit traut man sich nicht, sie zu schützen). Anschließend lässt er sich noch mit gefälschten Angaben zu Person und Alter sowie Mehrfachidentitäten wissentlich belügen und betrügen. Auf der anderen Seite fordert der Staat von seinen Bürgern, dass sie zur Pandemie-Bekämpfung in ihren eigenen vier Wänden (!) ein strenges Grenzregime gegenüber ihren eigenen Familienmitgliedern errichten und fortan kontrollieren sollen, ob die Kinder unerlaubt das Kinderzimmer verlassen, um sich in der Küche einen Saft aus dem Kühlschrank zu holen. Das ist absolut balla balla, anders mag ich diesen hirnverbrannten Unsinn nicht mehr bezeichnen. Wie aus einem dystopischen Hollywood B-Movie. Apropos Offenbach: wie die migrantische Bevölkerungsmehrheit in dieser Stadt diese Maßnahmen handhaben würde, darüber kann RTL2 dann gerne mal eine Reportage drehen. Wird sicherlich lustig. Allein das müsste den Führungsleuten des Gesundheitsamtes Offenbach schon klar sein: Die Mehrheit ihrer Stadtbewohner wird keinen Pfifferling auf ihre Anweisungen geben und die Stadt wird auch keine Maßnahmen zur Durchsetzung ergreifen, ansonsten gibt’s da Bambule. Ich verliere Jahr für Jahr immer mehr Respekt vor diesem Staat, der sich immer lächerlicher macht.

Fritz kolb / 08.08.2020

Das süße Gift der Macht hat mittlerweile die politischen Lager komplett durchdrungen. Ahnungslos in der Sache stolpern Politiker von einer Versuchung des Machtmissbrauchs zur nächsten. Manipulierte Umfragen, die besagen, daß noch kein Volk in Deutschland so zufrieden mit der aktuellen Politik war wie aktuell, sollen das Volk auf Kurs halten. Neue Wendehälse wie der gründeformierte Söder in Bayern, ein kopfloser Laschet, ein Bankkaufmann als Gesundheitsminister, ein in einen Korruptionsskandal verstrickter Finanzminister, die Ehefrau eines korrupten Ministerialbeamten als Gesundheitsministerin;  alle haben irgendeine Botschaft, mit immer restriktiveren Tendenzen. Die Fakten liegen auf dem Tisch, Herr Perrefort, wie Sie richtig schreiben, aber die ehemalige vierte Gewalt im Staat, die Medien sind längst gekauft und fungieren nur noch als Regierungspropaganda-Apparat. Und wäre das nicht genug, versemmelt die letzte verbliebene Oppositionspartei in Person eines selbstverliebten Herrn Professor Meuthen Kraft und Zusammenhalt seiner Partei mit einem Parteiausschlussverfahren zur Unzeit. Jetzt kann es nur noch die Straße richten, der Anfang am letzten Samstag in Berlin war vielversprechend.

Harald Unger / 08.08.2020

Die totalitäre Zurichtung des Maskenviehs á la Chinoise, ist nur willkommener Nebeneffekt. Die beiden strategischen Hauptziele, des von der CCP designten und in globalen Umlauf gebrachten Virus, ist die großflächige Zerstörung der Wirtschaft in den USA und ganz nebenbei auch Europas. Zur Sicherstellung der ungehinderten Verbreitung und der anschließenden Hysterie, hatte Xi zuvor die WHO gekauft. Dies war notwendig geworden, da Trump zur ernsten Gefahr für den absoluten, globalen Herrschaftsanspruch Xi’s und der CCP wurde. Trump muss weg. Weiß ja im Gebiet jedes Kind, das seit vier Jahren 24/7 nichts anders zu hören bekommt. Das zweite Hauptziel, ich hatte ja schon ein oder zweimal darauf hingewiesen, ist die Aufhebung des persönlichen Stimmrechts bei Wahlen. Zunächst der am 3. November und natürlich auch der im Herbst ‘21. Was aber hierzugebiete nicht zu vermitteln ist.

Dr. Klaus Rocholl / 08.08.2020

Sorry - zu irgendeiner Achtung vor den Idioten, die die ganze Zeit mit diesen Dreckslappen vor der Visage oder unter dem Kinn rumlaufen und sich nicht selbst bescheuert vorkommen, kann ich keinerlei Achtung mehr haben. Die perfekten Untertanen, die bei passendem Anlaß auch dem „Führer“ zugejubelt, den „totalen Krieg“ gewollt, an den“Endsieg“ geglaubt… und für ihren „Glauben“ jederzeit mit Begeisterung jeden anderen denunziert hätten - bzw. denunzieren würden. Für das „Gute“ ... natürlich!

Rainer Niersberger / 08.08.2020

Alles, was stigmatisiert und spaltet, hilft. Es gilt, alle Optionen, gleich woher, politisch zu nutzen, d. h. entweder sie narrativ zu schaffen oder, siehe Corona, instrumentell zu verstärken und zu pflegen. Die “Teilung” oder Spaltung einer Gesellschaft, genauer einer Gemeinschaft, ist ein wesentlicher, unverzichtbarer ersterTeil eines radikales Systemwechsels oder Umbaus, einer Neukonstruktion mit denen, die schon immer folgten und denen, die sich unter Opportunitaetsdruck der Masse der Untertanen anschließen. Der geplant separierte Rest, machttaktisch problematisch, weil renitent und der Neukonstruktion oder genauer der vorherigen Dekonstruktion im Wege, stirbt aus oder wird einem Totalauschluss, zunaechst sozial, spaeter gerne auch physisch, zugeführt. HelferInnen dabei gibt es hierzulande genug. Man muss die “Denke” von Merkel und ihrem linkstotalitaeren Gefolge verstehen, was nicht schwer ist, um die Einzeltaten der Dame aus der DDR, ihr gesamtes Verhalten, zu verstehen. Der Maulkorb, ihre Freiheitsaversion, ihr Wunsch nach totaler Folgschaft, ihre Kontrollmechanismen, ihr “mütterliches” Schmollen bei Gehorsamsverweigerung dient ihrer Zielsetzung. Ihre Sichtweise ist ausschließlich auf das sozialistische System und das technische Funktionieren der Figuren in ihrem Sinne ausgerichtet. Soziales Miteinander und Mitgefühl kommen in ihrer sehr speziellen psychischen Verfasstheit wie so vieles andere nicht vor. Ihre Welt besteht aus einer Autokratie, HelferInnen, die sie belohnt, Abtruennige, die sie bestraft und Untertanen, denen sie sagt, was sie zu denken und zu tun haben, mitunter auch drohend. Widerstand oder Demos sind ihr sowohl ideologisch wie psychisch fremd und unangenehm, egal ob es um eine Kujonierungsmaske oder anderen Fueherinnenweisungen geht. Kritische Demonstrationen und Zweifel sind fuer sie persoenlich nichts anderes als Meutereien von “Undankbaren”. Ihre Lakaien haben fuer sie damit entsprechend umzugehen. Sie klaeffen wunschgemaess.

Peter Ackermann / 08.08.2020

Bezüglich „der Leute, mit denen Sie eigentlich nicht brechen wollen“, möchte ich anmerken, dass eine Disposition, in Ausnahmesituationen so zu reagieren, wie sie es tun, bereits vorher in ihnen (den „Leuten“) angelegt war. „Corona“ ist hier nur der Katalysator. Die Enttäuschung (im wörtlichen Sinn, also eine Täuschung beenden), kann hier nur die Auflösung einer Selbsttäuschung sein. Das ist kein Makel, nur eine Anmerkung zu Ihrem sehr lesenswerten Text. Vielen Dank!

Bernd Ackermann / 08.08.2020

“Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg. Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.” - Hermann Göring, 1946 im Nürnberger Gefängnis. Und das funktionierte nicht nur damals sondern auch heute, nicht nur mit Krieg sondern auch mit Corona, Klimawandel, Feinstaub, Waldsterben, Ozonloch, Fleischkonsum, Migrantenkrise, usw. Es sind immer dieselben Methoden, egal zu welcher Zeit und wer gerade regiert. Und der “mündige Bürger” ist ein Volltrottel, weil er sich das alles gefallen lässt, das Spiel nicht durchschaut obwohl es so offensichtlich ist.

Wolfgang Kaufmann / 08.08.2020

Die Maskenpflicht ist eine wunderbare Gelegenheit, sich mit einem Stück Stoff zum eigenen Volk und zur eigenen Regierung zu bekennen; das war uns ja seit 1945 verwehrt. – Intellektueller Gleichschritt ist ja in Ordnung, nur er muss so langsam sein, dass auch der letzte Idiot noch mitkommt. Aber da vertraue ich dem Staatsfunk, der überfordert keinen.

Stefan Riedel / 08.08.2020

Da zahlt sich doch die deutsche Erfahrung aus? (...„Ihr Kind muss im Haushalt Kontakte zu anderen Haushaltsmitgliedern vermeiden, indem Sie für zeitliche und räumliche Trennung sorgen (keine gemeinsamen Mahlzeiten, Ihr Kind sollte sich möglichst alleine in einem Raum getrennt von den anderen Haushaltsmitgliedern aufhalten). (…) Weiterhin machen wir Sie darauf aufmerksam, dass nötigenfalls die zwangsweise Absonderung in einem Krankenhaus angeordnet werden kann.“ ...). Bei Rasse- (ähh Hygiene) Gesetzen und Verordnungen macht uns kein anderes Land etwas vor. Maske auf, aber gefälligst sofort!

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