Markus Vahlefeld

Markus Vahlefeld wurde 1966 in Hong Kong als Brite geboren, ging in Hamburg zur Schule und machte sein Abitur in Washington, D.C. Nach dem Philosophiestudium in Berlin gründete er eine Privatschule, der er 7 Jahre als Geschäftsführer vorstand. Weitere 7 Jahre verbrachte er mit Drehbuchschreiben und Filmemachen, bevor er 2007 seine Leidenschaft für gutes Trinken zum Beruf machte. Seitdem berät er einige der besten Weingüter Deutschlands und schreibt unregelmäßig als Blogger über Wein und Winzer. Reisen zu israelischen Weingütern sensibilisierten ihn für den Umgang der Deutschen mit Israel. „Der ewige Antisemit“ von Henryk M. Broder war dann so etwas wie ein politisches Erweckungserlebnis. Seitdem oszilliert sein Blick auf die Deutschen zwischen Faszination und Unbehagen. Dieses Wechselbad der Gefühle ist das Grundrauschen hinter seinen Texten. Markus Vahlefeld lebt in Köln und hat sein Büro in einem kleinen Weindorf im Rheinhessischen. Er betreibt den Blog Der grüne Wahn.

Archiv:
Markus Vahlefeld / 19.06.2017 / 06:15 / 11

„Die Zukunft gehört allen“: Opel-Werbung als Teil der Welt-Innenpolitik

Von Markus Vahlefeld. Man reibt sich die Augen. Ein Autobauer wählt eine Werbekampagne, die auch „Brot für die Welt“ oder „Misereor“ gut anstehen würde. Oder allen im Bundestag vertretenen Parteien. Oder dem evangelischen Kirchentag: „Die Zukunft gehört Allen“ – „Warum sollte das, was für viele wichtig ist, nur wenigen zugänglich sein?“ Das klingt nach One World und völlig inhaltsfreier guter Gesinnung. Und es passt vortrefflich zur gegenwärtigen Politik. Die ausführende Agentur Scholz & Friends betreut denn auch beide./ mehr

Markus Vahlefeld / 30.05.2017 / 16:52 / 13

Frau Käßmann verschlimmbessert sich

Von Markus Vahlefeld. Reformbotschafterin Margot Käßmann möchte mit den Taliban beten und findet, dass auch Terroristen Gottes Ebenbilder sind. Bei Einheimischen, deren politische Haltung sie missbilligt, geht ihre Nächstenliebe nicht so weit. Und was nicht passt, wird passend gemacht. In Gottes Namen./ mehr

Markus Vahlefeld / 24.05.2017 / 06:26 / 15

Das Stinken des Fisches

Von Markus Vahlefeld. Die Grenzen des Denk- und Aussprechbaren werden täglich enger gezogen. Zumindest in Deutschland. Doch ich verwette meine Stofftiersammlung, dass Cora Stephan sich den Mund und das gesunde Denken nicht verbieten lassen wird. Dafür muss sie wohl in die Schweiz wechseln, denn die Zeitungen dort sind bekanntlich das neue Westfernsehen, das sich in Deutschland schon lange selbst abgeschafft hat./ mehr

Markus Vahlefeld / 03.05.2017 / 13:00 / 11

Stammtischkämpfer*innen bei der Arbeit

Von Markus Vahlefeld. Bebrillte Männer mit Spießbürgerbärten in Funktionsjacken versperren den zu bekämpfenden Bösen mutig den Weg. Der Böse war dabei lange einer der ihren, Mitglied in der SPD, verdienter Gewerkschaftsfunktionär, aktiver Betriebsrat, engagiert in der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und gern gesehener Gast auf Mai-Demonstrationen. Wer je Angst vor den „guten Deutschen“ verspürte, hier wird sie in dieser eigentümlichen Mischung aus autoritärem Duktus, ideologischer Verblendung und ästhetischer Zumutung mit Händen greifbar./ mehr

Markus Vahlefeld / 28.02.2017 / 06:28 / 12

Hier baut die EU eine Mauer für Sie!

Von Markus Vahlefeld. Inzwischen sind 290 Kilometer Grenzmauer auf türkischem Gebiet zu Syrien fertig. 511 Kilometer sollen es werden, wie die Tagesschau zu berichten weiß. Und weiter: „Druck kam vor allem von der EU.“ Der türkische Mauerbau mit europäischem Geld ist das beredte Symbol westlicher Heuchelei. Ganz vorne dabei ist Deutschland./ mehr

Markus Vahlefeld / 26.02.2017 / 10:52 / 22

Angela Merkel: “Das Volk ist jeder, der in diesem Land lebt”

Von Markus Vahlefeld. Nach „denen, die schon länger hier leben“, Wahlrecht für Migranten und der „Aushandlung des Zusammenlebens“ jetzt: „Das Volk ist jeder, der in diesem Land lebt". Sie bekommt auch noch Applaus dafür. Ein Volk, so unkte Bertold Brecht, das das Vertrauen der Regierenden verscherzt habe, solle doch einfach aufgelöst werden, damit sich die Regierung ein anderes wählen könne. Diese Wahl ist hiermit vollzogen./ mehr

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