Zwei Sternminuten des Fernsehens, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Beim Talk im Hangar 7 des österreichischen Fernsehsenders servusTV vom 16. Januar 2020, trifft ein bestens gelaunter Prof. em. Norbert Bolz auf den Chefredakteur der liberalen österreichischen Wochenzeitung Falter, Dr. Florian Klenk. In der kurzen Sequenz ist alles drin, was zukünftige universitäre Seminare der Kommunikationswissenschaft untersuchen müssen, um perfide Machtausübung und die Asymmetrie der Debattenkultur zu begreifen. In Kürze:
1. Klenk erkennt an dem Prinzip "Hörensagen" eine denunziatorische Verrohung des Diskurses, an der die Rechten Schuld tragen.
2. Den von ihm als Verrohung definierten Parameter wendet er nun selbst an und führt eine Untersuchung ins Feld, die Norbert Bolz nachgewiesen haben soll, sich radikalisiert zu haben.
2.a) Den üblichen Diskursgesetzen folgend müsste sich Bolz gegen den Vorwurf, sich "rechtsradikalisiert" zu haben, nun verteidigen und wäre damit bereits in Klenks Falle gelaufen. Sie bezweckt nichts anderes, als den Diskurs von der Sache weg hin zur Person Bolz zu verschieben. Rechts/Radikal/Hass/Hetze dienen hier ausschließlich der ad-hominem-Unterstellung, um den Disskussionsgegner in der Sache zu entmündigen.
3. Bolz bleibt stattdessen sachlich und fragt nach, welche Aussage von ihm denn genau radikal sein soll.
4. Klenk hat keine Antwort, weil er ja nur mit dem Prinzip "Hörensagen" argumentiert hat. Er möchte die Diskussion beenden.
5. Bolz bleibt hartnäckig und spießt den Fall nun exemplarisch auf.
6. Klenk leitet einen Strategiewechsel ein, indem er in der Hartnäckigkeit einen Beweis der Radikalisierung von Bolz erkennen will.
7. Bolz geht auch darauf nicht ein, sondern insistiert auf der Bitte, Klenk möge nur einen einzigen radikalen Gedanken von Bolz benennen.
8. Klenk ist nun in der Sach-Falle und kann nicht antworten. Er leitet einen weiteren Strategiewechsel ein: Klenk gibt vor, dass die von ihm getroffenen Aussagen ja auch für ihn selbst und jeden im Raum gelten würden.
9. Bolz, der sicher die Strategien der universitären K-Gruppen aus Selbstanklage und Läuterungswille nur zu gut kennt, kommentiert kühl: "Ach, jetzt kommt die geheuchelte Selbstkritik."
10. Das hilflose Gesicht von Klenk ist recht hübsch anzusehen.
Und das in zwei Minuten. Schöner war Fernsehen selten:
https://twitter.com/i/status/1218112540372340736
Beachten Sie auch Norbert Bolz auf Achgut.Pogo:
Beitragsbild: Kalispera Dell http://www.panoramio.com/photo/120278145 CC BY 3.0 via Wikimedia Commons

Man muss das hilflose Zappeln von Markus Lanz gegen den ehem. Verfassungsschutzpräsidenten Maassen gesehen haben. Und nun den linksgrünen Gutmenschen Florian Klenk gegen Norbert Bolz. So muss man, sofern man denn die Gelegenheit dazu bekommt, den sogenannten Qualitätsmedien und ihren Adepten an den Karren fahren, wie das Herr Bolz getan hat. Ruhig und gelassen die suggestiven Fragen zurückweisen, die Damen und Herren, die ihre angeblichen und fast immer dubiosen Quellen von Gleichgesinnten niemals preisgeben, darauf behaften, das, was sie gerade als Scherbengericht auftischen, zu präzisieren, konkreter zu werden und beim Namen zu nennen, was sie zuvor so nebulös angeklagt haben (ich habe gehört, dass ..., mir wurde gesagt, dass ... usw.). Moraljournalisten fallen immer mit Anklagen und Beschuldigungen über jene her, die sie vorher in die rechte Ecke geschoben haben, wo sie gefälligst vor Scham rot werden sollen. Alle deutschen Parteien und die staatstragenden Medien machen permanent mobil gegen die AfD und vermeintliche Rechtspopulisten, rechts denken sei ein Verbrechen, schwafelte irgendein Nobody in ein Mikrofon. Man unterstellt diesen Menschen jeden Müll, den die besser sich Wähnenden in ihren eigenen Köpfen haben. Sie wähnen bspw. Antisemitimus bei den konservativ denkenden Bürgern, währenddessen der ausufernde Judenhass der Migranten aus dem Morgenland kein Thema ist. Das Parteiprogramm der AfD enthält keinen einzigen antisemitischen Satz, währenddessen das heilige Buch des Islam trieft vor Hass gegen Juden und Christen und Ungläubige. Und das ist die einzige Schrift, die 1,5 Milliarden Moslems wirklich ernst nehmen.
@Volker Seitz. Mit "liberal " ist hier sicher die Bedeutung des Begriffs im angelsächsischen Sprachraum gemeint. Dort bezeichnet man mit "liberal" nämlich das, was wir hier unter LINKS verstehen. Unter diesem Aspekt ist der Falter durchaus liberal, oder?
Was Herr Prof. Bolz da machte ist beste "Hebammenkunst" nach Sokrates. Herrlich, es geht also.
"Panzer über Frosch!" traumhaft!
Der Falter ist nicht liberal sondern eindeutig links bis linksextrem!
Wunderbar, daß Sie diese billige „grün-linke“ Argumentationsmasche für uns zur Verdeutlichung noch einmal vorführen. Genau so läuft der Hase, jedesmal. Man stellt eine Behauptung auf, am besten unverschämt und gefakt und das Gegenüber steigt in Verteidigungshaltung ein, reagiert auf einen fingierten Vorwurf. So werden auch jede Menge Nebenschauplätze kreiert, wenn linke Politik furchtbare Früchte trägt, die an die Öffentlichkeit gelangen. Migrantenverbrechen?? Nein, rechtsradikale Gefahr! Umweltzerstörung durch Windkraftanlagen? Nein, Greta und climat-outrage-porn, Mensch Leute, bloß kein Fleisch, kein Auto, keinen Flug. Morgen geht die Welt unter und heute ist der wärmste Tag, seit heute! So einfach ist das. Norbert Bolz, für jede seiner gut angewendeten Gehirnzellen ein Küßchen! Lernen wir von Herrn Bolz. Wird Zeit, daß wir hier alle kräftig RUM- BOLZEN.
Ich habe es am 16. Jan. 2020 abends live gesehen. Und es waren wirklich zwei Sternminuten (!) des Fernsehens beim Talk im Hangar 7 des österreichischen Fernsehsenders ServusTV. Da konnte man erfahren, wie Kartenhäuser à la " Sie SOLLEN gesagt haben, dass ... " durch konstantes Nachhaken zu Ross und Reiter innerhalb kürzester Zeit in sich zusammenfallen. Der Klenk konnte einem schon fast leid tun, da es -besonders im deutschen Fernsehen- bedeutend schlimmere Haltungsjournalisten gibt. Leider sind solche beispielhaften Diskussionsrunden aber nur auf ServusTV möglich und auf deutschen Kanälen aktuell undenkbar !