Manfred Haferburg / 08.01.2018 / 14:28 / Foto: None / 13 / Seite ausdrucken

Terroristen: Hin mit dem Schlauchboot, zurück mit der Caritas

Wer erinnert sich noch an die markige Interview-Feststellung des schicksten Justizministers aller Zeiten? „Es gibt keinerlei Hinweis, dass sich unter die Flüchtlinge Terroristen gemischt haben“. Angela Merkel versicherte es uns noch im August 2016, als die Spatzen das Gegenteil längst von den Dächern pfiffen. Die Bundesregierung beruhigte uns schon immer. Georg Mascolo von der ZEIT berichtete über eine „Mär vom eingeschlichenen Terroristen“, hinter der der böse Trump steckt. Auch Innenminister de Maizière beruhigte die Bürger diesbezüglich. Selbst der BKA-Präsident Holger Münch machte mit.

Georg Restle (Monitor) von der ARD setzte noch einen drauf und bezichtigte diverse Warner, gezielt Panikmache gegen Flüchtlinge zu betreiben. Er führte dazu sogar einen „Experten“ an, Professor Peter Neumann, Terrorismus-Experte:

„Es gibt nicht einen einzigen Hinweis, einen belegten Hinweis darauf, dass sich ein IS-Sympathisant nach Europa eingeschmuggelt hätte. Und es gibt noch weniger Hinweise darauf, dass dies eine aktive Strategie des Islamischen Staates gewesen sei. Und es ist auch wichtig, dass Politiker hier keine Stimmungsmache betreiben und die Ängste der Bevölkerung noch verstärken.

(Die Monitor-Sendung ist noch online. Es lohnt sich, sie anzusehen). Ein Jahr später behauptet derselbe Experte das genaue Gegenteil. Der Vollständigkeit halber wäre noch zu erwähnen, dass er in London wohnt.

Fast zwei Jahre tröteten regierende Politiker und ihnen getreue Medien mit unverantwortlicher Naivität in dasselbe Horn von den ausschließlich friedlichen Fachkräften. Heute möchten sie nur ungern daran erinnert werden. Die Warner hingegen werden bis heute in die rechte Ecke gestellt.

Enthüllende Recherche zweier französischer Journalisten

Eine Recherche von zwei französischen Journalisten, Boris Thiolay und Jérémie Pham-Lê von L'Express, belegt nun, dass sich vom Daesh eingeschleuste Terroristen wie Fische im Wasser in Westeuropa tummeln (Den Artikel in voller Länge gibt es nur auf Papier in “l’express“ Nr. 3468 vom 20-26.12.2017). Denn nicht nur in Deutschland versagt der Schutz der Bevölkerung durch eine wilde Mischung aus Naivität, Verbohrtheit und politisch gewollter Schlamperei.

Hier ein kurzer Abriss der Recherche: „Le fantôme du 13 Novembre“:

Ahmad Alkhald, Bombenbauer und Terrorzellenchef, macht sich im Auftrag des IS im September 2015 von Rakka aus auf den Weg nach Europa. Bei sich hat er drei gefälschte Dokumente. Eine Identitätskarte weist ihn als Yassin Noure, geboren in Brüssel, aus. Mit einem weiteren belgischen Aufenthaltstitel gibt er sich als der Iraker Mohammed Nawar Alquadhi aus.

Die Ermittler folgten seiner Spur anhand seiner Meldungen als Flüchtling in diversen Ländern und seiner DNA auf seiner Reise mehrfach durch ganz Europa. Seine DNA fand sich auf den Bombengürteln des Attentates in Paris am 13. November mit 137 Toten und 413 Verletzten und des Attentates von Brüssel im Flughafen Zaventem mit 32 Toten und 340 Verletzten.

Ahmad Alkhald reist nicht allein, sondern mit zwei Mittätern, Sofien Aiaru alias Monir al Haj, Tunesier, und Osama Krayem, alias Naïm al-Hamed, Syrer. Von Rakka aus fährt das Trio im Bus nach Izmir in die Türkei, von wo aus sie sich am 20. September im Schlauchboot mit 50 weiteren Flüchtlingen nach der griechischen Insel Leros schleusen lassen. Dort melden sie sich als Flüchtlinge, und ihre digitalen Fingerabdrücke werden registriert. Ebenso werden ihre (falschen) Identitäten routinemäßig erfasst. Drei Tage später setzen sie mit der griechischen Fähre „Diagoras“ nach Athen über. Zeugen bestätigen, dass Alkhald mit typisch syrischen Akzent spricht.

Über Ulm nach Molenbek

Von Athen aus reisen sie weiter im Flüchtlingsstrom über Mazedonien und Serbien, von wo aus sie am 28. September in Wien ankommen. Hier postet der sich offensichtlich sehr sicher fühlende Terrorist ein Foto der Gruppe auf seinem Facebook-Account. Nach einer Weiterreise über Linz, Salzburg und München kommt Alkhald am 2. Oktober in Ulm an. Hier meldet er sich erneut bei den Behörden als Flüchtling und verbringt einige Tage im Flüchtlingsheim. Dort ist es ihm und seinen Kumpanen zu unbequem, und sie mieten Zimmer im Ulmer Ibis-Hotel am Bahnhof. Von hier werden sie von Salah Abdeslam, einem der Bataclan-Attentäter, in einem gemieteten grauen BMW abgeholt und nach Molenbek in Brüssel gefahren.

Die drei Terroristen trennen sich und wohnen von nun an in Wohnungen, die sie unter falschen Identitäten anmieten. Sie treffen sich, kochen zusammen und surfen oft im Internet. Ahmed Alkhald repariert sogar die kaputte Waschmaschine. Ende Oktober wird „Ahmed der Syrer“, wie er sich nennen lässt, in einer Wohnung in Scharbeek untergebracht, wo er mit der Hilfe des Marokkaners Najim Naachraoui acht Sprengstoffgürtel baut. Alkhald ist der Terror-Baumeister und gibt die fachlichen Anweisungen in der „Werkstatt“.

Rechtzeitig vor den Attentaten verschwindet Alkhald von der Bildfläche und will mit dem Zug über Deutschland zurück nach Griechenland reisen. An der ungarisch-serbischen Grenze wird er von der ungarischen Polizei am 1. November kontrolliert und verhaftet. Er gibt an, seit eineinhalb Jahren syrischer Kriegsflüchtling in Deutschland zu sein und in die Türkei zu seiner kranken Mutter reisen zu wollen.

Bis zum 9. November wird er festgehalten und dann laufen gelassen. Ein anderer Syrer namens Loiai Aljelda fährt ihn nach Wien, wo er sich am 11. November erneut im Flüchtlingsaufnahmezentrum der Caritas vorstellt. Er macht dort auf das Willkommenspersonal laut eines österreichischen Dokumentes einen „geselligen, sehr gebildeten und guten Eindruck“. Er erzählt den Helfern, dass eine Granate sein Haus in Syrien getroffen habe und mehrere Mitglieder seiner Familie verletzt worden seien. Deshalb müsse er so schnell wie möglich nach Hause.

Die Heimreise finanzierte die Caritas

Und – Bingo – seine bequeme und risikolose Heimreise finanzieren die Caritas und das österreichische Ausländerministerium. Am 16. November 2015, drei Tage nach dem Attentat in Paris, kann der Terrorist einen Flug von Wien nach Istanbul mit einer Verbindung nach Ankara nehmen. Hier verliert sich seine Spur – bis zum 22. März 2016. An diesem Tag trifft der Terror den Flughafen in Brüssel Zaventem. Die belgische Polizei findet in einem Abfalleimer des Flughafens einen Laptop mit Audiokonversationen zwischen den Brüsseler Attentätern und Alkhald. Am 15. Februar und am 15. März 2016 stellen ihm die Terroristen in Belgien Fachfragen zum Bombenbau übers Internet: „Bitte, mein Bruder, ich muss dir eine Frage stellen: Das Nitroglycol, ist es möglich, es anzumischen mit nur 60 prozentiger Salpetersäre?...“ Alkhald rät zu Tests.

Seither ist das Phantom Ahmad Alkhald, alias Mohammed Navar Alquadhi, alias Yassin Noure, verschwunden. Die französische Polizei sucht vergeblich mit einem internationalen Haftbefehl nach ihm. Niemand weiß, unter welchen Identitäten er sich wo aufhält. Niemand weiß, was er gerade baut oder anleitet.

Die Europäische Union, speziell Deutschland, Belgien und auch Frankreich, vernachlässigen in strafwürdiger Naivität mit ihrer Willkommenseuphorie jede Warnung über mit dem Flüchtlingsstrom einsickernde Terroristen. Es wird abgewiegelt und die Warner werden auf‘s Übelste verunglimpft.

Es wird auch nicht genügend unternommen, um die Menschen vor islamistischem Terror zu schützen. Die Politik und ihre Helfershelfer von der Presse sind nicht unwesentlich daran beteiligt, dass hunderte Menschen – Frauen, Kinder, Alte, Männer – sterben mussten oder verletzt wurden, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Selbst die Trauer um die Opfer wird schäbig vorgetäuscht, Scham ist wohl nicht eine Stärke der Guten. Ideologie ist wichtiger als Menschenleben und Mitgefühl.

Ahmad Alkhald und seine Kumpane sind noch lange nicht fertig mit uns. Wir haben nämlich nicht das Recht, zu fragen, wer zu uns gekommen ist. Wir haben nicht mal das Recht, herauszufinden, wie alt die zu uns Gekommenen sind. Auf jeden Fall den „Generalverdacht“ vermeiden – lieber riskieren wir, dass erwachsene Lügner auf den Schulbänken zwischen 15-jährigen Teenies sitzen.

Und wir haben frag- und ausnahmslos alle Geschichten zu glauben, die uns aufgetischt werden. Egal, ob von Zu-uns-gekommenen oder von den eigenen Etablierten.

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Leserpost (13)
Uwe Reinhardt / 08.01.2018

Den Heuchlern im Politikestablishment, den MSM und der Asylindustrie sind doch schon längst die Masken von ihren hässlichen Fratzen gezogen worden. Dies hindert sie nicht im mindesten daran, weiter zu heucheln ,zu lügen und zu betrügen. Bevor sie ihre Gutmenschenideologie zu Grabe tragen, tragen sie lieber das ganze eigene Volk zu Grabe. Die Parallelen zu 1945 sind unübersehbar.  Es wird keine Rettung mehr aus dem System geben. Hier könnte nur noch das grundgesetzliche Widerstandsrecht der Deutschen helfen. Dazu sind diese aber zu wohlstandsverdorben. Nur leere Bäuche machen Revolutionen. So wird der Untergang seinen Lauf nehmen.

Thomas Rießinger / 08.01.2018

“Es wird auch nicht genügend unternommen, um die Menschen vor islamistischem Terror zu schützen.” Es gibt keinen islamistischen Terror, es gibt nur islamischen Terror.

Elmar Schürscheid / 08.01.2018

Ein einziges Narrenschiff hier. Die Frage stellt sich :“Wem nützt es und wer profitiert davon?”

Wibke Nolte / 08.01.2018

Kein Mensch weiß und wusste, mit welchen Motiven und Absichten sich Menschen z.B. mit dem Schlauchboot auf die Reise über das Mittelmeer gemacht hatten. Es war von Beginn an falsch, für alle den Begriff “Flüchtlinge” oder “Geflüchtete” zu verwenden, weil es eine unzulässige (weil ungeprüfte) Pauschalisierung war. Aber Differenzierung und sprachliche Genauigkeit sind mühsam und werden vor allem dann vermieden, wenn beides nicht zur eigenen Haltung passt. Merkwürdig finde ich allerdings, dass es nicht selten dieselben sind, die auf gendergerechte Sprache pochen, gleichzeitig aber mit dem pauschalisierenden Begriff “Flüchtlinge” oder “Geflüchtete” kein Problem haben. Wer nur von “Bürgern” spricht, schließt die “Bürgerinnen” aus. Zustimmung von mir. Wer aber nur von “Flüchtlingen” oder “Geflüchteten” spricht, die in den Booten sitzen oder auf anderen Wegen zu uns kommen, blendet ebenso die Realität aus. Jährlich wandern rund 100.000 deutsche Staatsbürger aus. Niemand käme auf die Idee hierbei von “Flucht” zu sprechen, obwohl viele dieser Auswanderer die Hoffnung auf eine bessere Perspektive als Motiv für die Auswanderung haben. Wer aber z.B. aus Tunesien mit demselben Motiv zu uns kommt, wird ohne Probleme aus “Flüchtling” oder “Geflüchteter” bezeichnet. Sprachliche Genauigkeit hat bei einer Problemlösung noch nie geschadet.

Sebastian Gumbach / 08.01.2018

Ich glaube der Regierung gar nichts. Warum? Ich bin kein devoter Untertan und kann selbst denken.

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