Christian Ortner / 14.01.2016 / 12:18 / 2 / Seite ausdrucken

Die Männerbombe tickt

Wenn in Istanbul ein (mutmaßlich) syrischer IS-Selbstmordattentäter ein Dutzend Europäer in die Luft jagt oder wenn Dschihadisten in Paris ein Massaker anrichten, dann dämmert langsam auch den schlichteren Gemütern am alten Kontinent, dass zwischen der westlichen Politik im Nahen Osten und der Sicherheitslage der Europäer ein Kausalzusammenhang besteht. Europa und der Krisenbogen ums Mittelmeer wachsen enger zusammen, als das vielen bewusst ist.

Dass dies nicht nur unter dem Aspekt des Terrors ein ziemlich heftiges Problem ist und noch werden wird, sondern geeignet ist, Europa auf viel fundamentalere Art und Weise zu destabilisieren, ja im schlimmsten Fall zu „libanonisieren“, hat jüngst die US-Autorin Valerie Hudson in einem Aufsehen erregenden Artikel für das amerikanische Magazin Politico behauptet. Ihre steile, aber durchaus plausible These: Nicht nur durch Bomben und Granaten, sondern durch, im englischen Original: Sex.

Womit jedoch nicht der meist vergnügliche Vorgang gemeint ist, sondern Geschlecht, oder genauer das numerische Verhältnis („Sex-Ratios“) der Geschlechter, also die Frage, wie viele Männer auf wie viele Frauen einer Generation kommen.

Ob dieses Verhältnis etwa 1:1 ist oder davon stark abweicht, ist nachweisbar wesentlich für den Wohlfühlfaktor einer Gesellschaft. Empirisch klar und statistisch signifikant ist, dass eine Überzahl junger Männer in jeder Gesellschaft, unabhängig von Religion oder Hautfarbe, zu mächtigem Ärger führt. Hudson: „Gesellschaften mit äußerst schiefen Sex-Ratios sind sogar ohne jihadistische Ideologen in ihrer Mitte nicht stabil. Zahlreiche empirische Studien haben gezeigt, dass Sex-Ratios bedeutsam für Gewalt- und Eigentumsverbrechen sind – je höher das Ungleichgewicht, desto höher die Verbrechensquote. Unsere Forschung hat auch eine Verbindung zwischen Sex-Ratios und dem Erscheinen sowohl von gewaltsamen kriminellen Banden als auch von Antiregierungsbewegungen ergeben.“

Besonders unangenehm wird das – siehe Köln – für Frauen: „Verbrechen wie Vergewaltigung und sexuelle Belästigung werden in männerlastigen Gesellschaften steigen, und die Fähigkeit von Frauen, sich frei und ohne Angst innerhalb der Gesellschaft zu bewegen, wird beschränkt. Außerdem steigt die Nachfrage nach Prostitution; eine bittere Pointe in Schweden, wo Prostitution vom Staat massiv bekämpft wird.“

Die noch schlechtere Nachricht: Europa, und da ganz besonders die bevorzugten Zielländer Schweden, Deutschland und Österreich, bewegt sich dank der gegenwärtige Völkerwanderung von Tag zu Tag mehr in genau diese Richtung. Zwei Drittel jener mehr als einer Million Migranten, die im vergangenen Jahr nach Europa kamen, waren Männer, die meisten von Ihnen junge Männer.

Das wird naturgemäß die delikate Balance zwischen der Anzahl in Europa lebender junger Frauen und junger Männer zu Gunsten letzterer verändern, mit all den daraus zu erwartenden negativen Folgen; ganz besonders in den präferierten Zielländern Deutschland, Österreich und Schweden.

Im besonders willkommenskulturell orientierten Schweden ist zu besichtigen, was das bedeutet. Dort kamen Ende 2015 in der Altersklasse der 16-17-Jährigen auf 100 Mädchen bereits 123 Buben, und die Schere geht mit jeder neuen Einwanderungswelle immer weiter auf.

Man muss kein Prophet sein um zu begreifen, welche kapitalen Probleme das noch machen wird. Europas Männerbombe tickt laut und deutlich.

Zuerst erschienen auf der Seite http://www.mena-watch.com

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Leserpost (2)
Wolfgang Schmid / 14.01.2016

Es gibt eine ganz einfache Lösung, junge gewaltbereite Männer ohne Sex aus dem Verkehr zu ziehen: Man schickt sie auf Kriegszug. Wenn dabei auch noch Profite für den Staat herausspringen, ist das eine Win-Win-Situation. Wir sollten die Schaffung einer Fremdenlegion ernsthaft ins Auge fassen: Sie gibt jungen heimatlosen Menschen eine schnelle berufliche Perspektive (und nach 25 Jahren Dienst die deutsche Staatsbürgerschaft) und senkt gleichzeitig unsere Hemmungen, Soldaten zur Durchsetzung nationaler Interessen einzusetzen.

Martin Friedland / 14.01.2016

Eine unerträglich rechtspopulistische, biologistische und sonstwas These - und nur allzu berechtigt! Das Problem beschränkt sich jedoch nicht auf die jungen Männer. Es kommt dazu nicht nur auf das reine Zahlenverhältnis an, sondern auch auf kulturelle Gepflogenheiten: Mädchen und Frauen aus dem islamischen Bereich stehen westlichen Jungen und Männern weit weniger offen gegenüber als umgekehrt, und das Kopftuch signalisiert dann nach außen: bleib besser weg! Somit verschiebt sich die Relation zwischen den Geschlechtern nochmals weiter.

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