Henryk M. Broder / 30.07.2008 / 08:51 / 0 / Seite ausdrucken

Einmal Obama und zurück

Das Blöde am amerikanischen Wahlrecht ist, dass die Deutschen nicht mitwählen dürfen. Wäre es so, könnte Obama den Möbelwagen für den Umzug ins Weiße Haus schon jetzt bestellen. Weil es aber nicht so ist, müssen sich die deutschen Obama-Fans damit zufrieden geben, als Statisten in einer Wahlkampfkundgebung aufzutreten. Das ist nicht viel, aber besser als gar nichts. Nun ist Obama wieder zurück in den USA, und die Meinungen über seinen Berliner Auftritt sind geteilt. Eigentlich hat er nichts gesagt, außer dass er die Welt verändern möchte, aber das Nichts hat sich gut angehört. Und deswegen behauptet Hans-Dietrich Genscher im Tagesspiegel, der Kandidat habe jetzt schon die USA verändert und fordert “Fairness für Obama!” (http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/US-Wahl-Barrack-Obama;art141,2581362), während David Frum findet: “Obama has risen to power by using a soothing cloud of meaningless words to conceal displeasing truths and avoid difficult choices… Maybe Obama’s mind really is as foggy as his language.”  Aber Frum ist befangen, er hat schon Reden für Präsident Bush geschrieben, und die waren wirklich gut.
http://network.nationalpost.com/np/blogs/fullcomment/archive/2008/07/25/david-frum-on-obama-s-berlin-speech-mixed-metaphors-and-soggy-logic.aspx
Und Amir Taheri spricht sogar von “Obamas Tour de Farce”: http://www.nypost.com/seven/07292008/postopinion/opedcolumnists/os_tour_de_farce_122049.htm

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