Paul Nellen / 01.10.2016 / 13:06 / 3 / Seite ausdrucken

Mit der Waffe in der Hand. Was Frau Kaddor unter “liberal” verbucht

Als die 1934 geborene und später als Islamfunktionärin und Koranübersetzerin tätige Fatima Grimm, die ihren Vater, den berüchtigten General der Waffen-SS Karl Wolff, noch auf dem Sterbebett 1984 zum Islam bekehrte, schließlich selber dann im Jahre 2013 verstarb, veröffentlichte Lamya Kaddors "Liberal-Islamischer Bund" (LIB) auf Facebook einen Nachruf auf diese "herausragende Persönlichkeit, der zahllose Muslime und Musliminnen in Deutschland sehr viel zu verdanken haben", verbunden mit dem Wunsch: "Möge Gott sie ins Paradies aufnehmen..., und möge sie immer einen Platz in unserer dankbaren Erinnerung einnehmen." Der Nachruf kam nicht von ungefähr, denn die Verstorbene war ein hochgeachtetes LIB-Mitglied gewesen.

Fatima Grimm hatte auch als Buchautorin Beachtliches geleistet. Ihre wohl einflussreichste, bis heute erhältliche und gern gelesene Schrift "Die Erziehung unserer Kinder" dürfte auch Frau Kaddor bekannt gewesen sein, als der Grimm-Nachruf unter Kaddors Verantwortung auf Facebook erschien. In der Erziehungsfibel, die seit dem 12. Februar 2002 im Internet nachweisbar ist, schreibt Grimm irritierende Sätze, die man noch immer im Wikipedia-Eintrag über sie nachlesen kann und die für eine "Liberale" wie Frau Kaddor offenbar kein Problem darstellten. Zumindest haben sie die Aufnahme von Fatima Grimm in den höchst liberalen und über alle Verdächtigungen erhabenen Kaddor-Bund nicht versperrt: 

"Ich meine, dass wir etwa um das 15. Lebensjahr herum damit rechnen dürfen, unsere Kinder für den Begriff des Dschihad aufgeschlossen zu finden. Wir müssen ihnen dann zeigen, auf welchen Gebieten unser Glaube den Angriffen des Dar-ul-harb ausgesetzt ist und ihnen Wege eröffnen, die es ihnen einmal ermöglichen sollen, die Verteidigung erfolgreich in die eigenen Hände zu nehmen. Dazu gehört, dass wir als Mütter nicht feige und ängstlich darauf bedacht sind, unsere Söhne vor jeder Gefahr zu bewahren. Wir könnten es sowieso nicht, denn wenn Gott ihre Stunden für gekommen hält, kann sie ebenso ein Auto überfahren oder eine Krankheit heimsuchen. Vielmehr sollten wir ihnen immer vor Augen führen, was für eine großartige Auszeichnung es für jeden Muslim ist, für die Sache des Islam mit der Waffe in der Hand kämpfen zu können. Einen größeren Verdienst kann er sich ja durch nichts auf Erden erwerben." - Fatima Grimm: Die Erziehung unserer Kinder.

Man kann von einer Vereinsvorsitzenden nicht verlangen, alles vorher gelesen zu haben, was Leute so schreiben, wenn sie sich für die Aufnahme in ihren Verein bewerben. Aber spätestens dann, wenn man einen Nachruf auf ein so verdienstvolles Mitglied wie Fatima Grimm in die Welt setzt, sollte man ein wenig recherchiert haben, um zu wissen, worauf sich die pauschale Dankbarkeit der Nachwelt tatsächlich beziehen sollte und worauf besser nicht. Dass Frau Grimm eine Propagandistin des blutigen Jihad war und als solche in Kaddors LIB willkommen, gehört vielleicht nicht in einen ihr gewidmeten Nachruf.

Aber es gehört in eine Publikation wie die "Achse des Guten", die deswegen nicht schon "rassistisch" oder "rechtsradikal" ist, nur weil sie ein besseres Gedächtnis hat und besser recherchieren kann als Frau Kaddor. 

Das, so denken wir, wird auf der "Achse" auch weiterhin unsere bescheidene deutschomane "Bringschuld" sein und bleiben.

Leserpost (3)
Jürgen Fritz / 02.10.2016

Ihr macht das klasse! Vielen Dank für all die Recherchen und die Aufklärungsarbeit, hier ganz besonders an Paul Nellen. Eure Arbeit ist enorm wichtig!

Frederik Benzer / 02.10.2016

Ist Lamya Kaddor nicht als Lehrkraft an einer öffentlichen Schule beschäftigt? Tritt Sie nicht regelmäßig im öffentlich-rechtlichen Fernsehen auf? Ob der Aufdeckung dieser radikalen Verbindungen folgt jetzt bestimmt ein öffentlicher Aufschrei, Suspendierung vom Dienst, Untersuchungen… Bin mal gespannt. Dabei könnte man dann gleich unter die Lupe nehmen, ob die Dschihadisten aus Ihrer Klasse sich wirklich selbstständig gemacht haben oder im Unterricht einfach nur gut aufgepasst haben.

Terentius Havergast / 02.10.2016

Well done!

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