Henryk M. Broder / 10.01.2017 / 09:54 / 2 / Seite ausdrucken

Unter die Räder gekommen und den Verstand verloren

Susanne Knaul in der taz über zweierlei Terror: Während der eine wahllos Zivilisten mordete, um sich dann auf die Flucht zu begeben, zielte der andere auf Soldaten und nahm in Kauf, selbst sterben zu müssen... Während Amri seinen Anschlag plante, handelte Al Kunbar offenbar spontan und unter dem Einfluss eines gesellschaftspolitischen Umfeldes, für das Terror in Teilen nicht nur legitim, sondern ehrenhaft ist – weil es gilt, die Besatzung und damit einhergehende Ungerechtigkeit zu bekämpfen.​ Siehe auch: Die kaltherzige Frau K.



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Leserpost (2)
Uwe Wagner / 10.01.2017

Man muss immerhin anerkennen, das die Mehrzahl der Kommentatoren des TAZ Artikels die Sichtweise von Frau Knaul nicht teilen. Noch nicht alle haben also den Verstand verloren.

Monika Durm / 10.01.2017

Wo ist das Problem? Was haben Soldaten Israels in Ostjerusalem zu tun, außer vielleicht qua Befehl von Netanyahu zu provozieren, zu zündeln und billigend den Tod von Kameraden durch einen durchgeknallten Pallästinenser in Kauf zu nehmen. Insoweit hat Frau K. doch nur des Wurzels Übel angesprochen. Darf sie das nicht? Kann es nicht auch sein, dass Netanyahu das Attentat wie ein Kairos “genoss”, da er auf dem Kriegsfuß mit der Justiz aufgrund persönlicher, mutmaßlicher, strafrechtlich relevanter Vergehen verhört wurde?

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