Titus Gebel / 08.01.2020 / 06:04 / Foto: David Hall / 106 / Seite ausdrucken

Beginnt 2020 die Bürgerliche Revolution?

Aus der Zeit der Präsidentschaft von George Bush dem Älteren ist die folgende Anekdote überliefert. Es begab sich während einer Großdemonstration gegen die Regierungspolitik mit einer beeindruckend hohen Teilnehmerzahl. Ein Journalist fragte den Außenminister James Baker, ob er angesichts der am Fenster vorbeiziehenden Menschenmassen keine Angst um die Macht habe? Bakers kurze Antwort war: „Keineswegs, denn diese Leute zahlen weiterhin alle ihre Steuern.“

Aus dieser treffenden Einsicht können zwei Schlüsse gezogen werden. Die erste Erkenntnis ist, dass das heutige politische Establishment diese Gelassenheit verloren hat. Stattdessen werden ständig neue Ideen und Beiträge produziert, wie man die freie Meinungsäußerung einschränken und unerwünschte Diskussionsbeiträge vom Diskurs ausschließen kann, insbesondere im Internet. Fast jeder nicht mainstreamkonformen Demonstration wird sofort eine Gegendemonstration zur Seite gestellt, deren Hauptaufgabe darin zu bestehen scheint, die Demonstranten an der Wahrnehmung ihrer grundgesetzlich garantierten Rechte zu hindern. Diese Dünnhäutigkeit lässt Rückschlüsse auf eine erhebliche Verunsicherung des politischen Establishments zu.

Die zweite Erkenntnis ist, dass jedes System am wirkungsvollsten getroffen wird, wenn ihm die Mittel entzogen werden. Würde ein Großteil der Bundesbürger und Unternehmen die Steuerzahlungen einfach einstellen, wäre jede Regierung innerhalb kurzer Zeit am Ende. Deshalb werden Steuerhinterzieher im Verhältnis auch viel stärker bestraft als etwa Körperverletzer, welche „nur“ die Rechtsgüter der Bürger verletzen. Und man kann daher sicher sein, dass auch, wenn die staatliche Ordnung erodiert, dieser Bereich bis zuletzt funktionieren wird.

Nun ist der Fall der offenen Nichtzahlung von Steuern natürlich fiktiv. In keinem westlichen Land hat es so etwas wie einen flächendeckenden Steuerstreik je gegeben. Aber es gibt eine Vorstufe davon, welche ausgerechnet die Deutschen nun möglicherweise ausprobieren. Und das sogar, ohne vorher eine Bahnsteigkarte zu lösen! Die Rede ist von der Nichtzahlung der Rundfunkgebühren. Diese sind zwar keine Steuern, aber so etwas ähnliches, nämlich eine öffentlich-rechtliche Zwangsabgabe, die hoheitlich durchgesetzt wird. Und das ist beileibe kein Nebenkriegsschauplatz, wie man im ersten Moment denken könnte. Schon länger sind Bestrebungen im Gange, den “teuersten Rundfunk der Welt” (Frank Schäffler) zu schädigen, denn es kann eigentlich nicht angehen, dass Bürgerliche gegen sie gerichtete Propaganda auch noch bezahlen müssen. So konnte hie und da Sand ins Getriebe gestreut werden, aber in Zahlungsschwierigkeiten sind ARD und ZDF bisher nicht geraten. Jetzt könnte aber ein Kipp-Punkt eingetreten sein.

Aus dem selbstgewählten Polit-Koma erwachen

Möglicherweise war das Umweltsau-Lied des WDR-Mädchenchors der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Dort lassen die Redakteure kleine Mädchen ältere Familienmitglieder beschimpfen (Oma als Umweltsau) und auch noch bedrohen (we don’t let you go away with this). Rein satirisch, versteht sich. Was früher vielleicht als Geschmacklosigkeit durchgegangen wäre, könnte heute weitere Bevölkerungsschichten aus ihrem selbstgewählten Polit-Koma erwachen lassen. Und das ausgerechnet zu einer Zeit, da neue Gebührenerhöhungen anstehen. Schließlich ist sich der WDR auch noch uneins, wie auf die Kritik reagiert werden soll. Gleichzeitig sind interessante Aktionen angelaufen, welche Hinweise geben, wie dem Gebührensystem Schaden zugefügt werden kann, ohne dass die Zwangspfändung droht (hierhierhier, hier und hier.

Die Zahl der GEZ-Saboteure dürfte dadurch weiter steigen und bereits jetzt in die hunderttausende gehen. GEZ-Sabotage ist echter ziviler Ungehorsam! Von bürgerlicher Seite gab es das in großem Stil nach dem zweiten Weltkrieg in Deutschland bisher erst einmal: 1989 in der DDR. Das Ergebnis ist bekannt. Haben die Bürger aber einmal gemerkt, dass sie sich gegen einen übermächtigen Gegner wie den öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit seinem 8-Milliarden-Budget durchsetzen können, wächst der Appetit auf mehr. 

Möglicherweise entwickelt sich hier tatsächlich eine Art Bewegung, zumal es erste Widerständler gibt, die bereit sind, wegen der Nichtzahlung der Gebühren ins Gefängnis zu gehen. Einer davon ist Feroz Khan, ein Dresdner pakistanischer Abstammung, der einen beeindruckenden und vielbeachteten Aufruf sendete. Neben den praktischen Hinweisen zur Gebührensabotage packt er die Deutschen an ihrer Schwachstelle, der fehlenden Selbstachtung. Er schlägt vor (ab Minute 07:22), einmal die Perspektive eines Redakteurs der Öffentlich-Rechtlichen einzunehmen. Dieser spucke dem Bürger regelmäßig in die Suppe, der Bürger wisse es und zahle trotzdem ohne Murren regelmäßig seine Beiträge. Wieviel Respekt habe der Redakteur wohl noch vor solchen Bürgern? 

Immer mehr Bürger scheinen indes mitzubekommen, was hier wirklich gespielt wird. Hinweis: Es geht nicht um Satire. Aber was wird denn gespielt? Der Erfinder der Begriffe Propaganda und Public Relations, Edward Bernays, wusste es schon 1928:

„Die bewusste und zielgerichtete Manipulation der Verhaltensweisen und Einstellungen der Massen ist ein wesentlicher Bestandteil demokratischer Gesellschaften. Diejenigen, die diesen unsichtbaren Mechanismus der Gesellschaft manipulieren, bilden eine unsichtbare Regierung, die die wahre Regierungsmacht des Landes ist.“

Die Antifa demonstriert für Rundfunkgebühren

Aha. Und wer legt fest, worüber diskutiert wird, wer sozial geächtet oder anerkannt ist, worüber ein Empörungssturm losbricht und worüber nicht? Das sind natürlich die Massenmedien. Sie, nicht die Parlamente, stellen daher das wahre Machtzentrum demokratischer Staaten dar. Deshalb lag Donald Trump wieder einmal instinktiv richtig, als er sagte, dass sein eigentlicher politischer Gegner die Medien seien. Wollen die Medien bestimmte Themen nicht besprechen, dann wird über diese einfach nicht berichtet. Was aber nicht in der Zeitung steht oder im Fernsehen kommt, existiert für die meisten Menschen nicht und wird von der Politik, die auf Wählerzustimmung angewiesen ist, auch nicht aufgegriffen.

Die Massenmedien verfügen über enorme Macht, vor allem, wenn sie in dieselbe Richtung marschieren. Nach Helmut Kohl hat kein Kanzler mehr gegen die Medien regiert. Es gibt innerhalb der alten Parteien CDU/CSU/SPD/FDP praktisch niemanden, der einen längeren Beschuss durch Massenmedien aushalten würde, ohne einzuknicken. Bei den Grünen dürfte es praktisch kein Abgeordneter jemals erlebt haben, dass eigene Positionen einer kritischen oder gar feindseligen Berichterstattung etablierter Medien ausgesetzt sind. Daher auch die hysterischen Überreaktionen auf abweichende Meinungen in den sozialen Medien.

Auch Angela Merkel hat irgendwann entschieden, dass es leichter ist, mit den Medien als gegen sie zu regieren. Der Preis dafür ist freilich, linksgrüne Politik zu machen. Denn unter Medienschaffenden hat linksgrün die absolute Lufthoheit. Warum das so ist und immer wieder so kommen wird, habe ich hier näher beschrieben. Kurz gesagt, linke Ideen funktionieren in der Praxis nicht, daher bleibt Linken nichts anderes übrig, als den Marsch in die Institutionen anzutreten (nicht durch die Institutionen, die bleiben nämlich drin). Dort müssen sie, anders als in Wirtschaft und Wissenschaft, keine messbaren Ergebnisse erzielen und können auf Kosten Anderer permanent agitieren, spätestens, nachdem sie genügend andere Linke nachgezogen und Nichtlinke weggebissen haben. Zu solchen Institutionen gehören die Öffentlich-Rechtlichen.

Es geht also um weit mehr als um Gebühren oder geschmacklose Lieder. Es geht um die Sicherung der Macht und des Lebensstandards. Das wurde spätestens klar, als im Zuge der Umweltsau-Affäre gegen eine läppische Zahl von vielleicht 50–100 Demonstranten vor dem WDR-Gebäude (viele davon Ü-50), sofort Gegendemonstranten aufgeboten worden. Selbst die Antifa, die sonst alles, was irgendwie mit dem „Schweinesystem“ zu tun hat, strikt ablehnt und bekämpft, demonstrierte für den öffentlich-rechtlichen WDR. Erstaunlich. 

Immer mit allem durchgekommen

Man konnte fast den Eindruck gewinnen, der WDR habe eigene Antifa-Truppen! Und womöglich ist dem wirklich so. Vor Jahren hat mir ein Werkstudent erzählt, dass sein Freund als Praktikant beim WDR in Köln arbeite. Dort käme man erst um zehn zur Arbeit und jede Stelle sei doppelt besetzt. Wenn dem tatsächlich so ist, dann bestünde natürlich ein erhebliches Potenzial, „Aktivisten“ Unterschlupf zu gewähren. Bisher sind es nur Einzelkämpfer wie Hadmut Danisch, welche WDR-Antifa-Überschneidungen thematisieren. Denn die Mainstream-Medien haben sich trotz des jahrzehntealten Rufes des WDR als „Rotfunk“ mit dem Thema genauso wenig beschäftigt wie die sogenannten bürgerlichen Parteien CDU und FDP, die in den Aufsichtsgremien des WDR vertreten sind. 

Die Arroganz der Medienschaffenden hat natürlich auch damit zu tun, dass diese Medien bisher immer mit allem durchgekommen sind und die tonangebenden Massenmedien, dazu zählt der öffentlich-rechtliche Rundfunk, nahezu die absolute Deutungshoheit in praktisch allen politischen Fragen errungen haben. Doch wer zum eigenen Machterhalt ständig Gesellschaftsgruppen gegeneinander aufhetzt, macht sich auch Feinde. Zumal, wenn die Stützen und Leistungsträger der Gesellschaft, nämlich alte weiße Männer, zum Abschuss freigegeben werden. One bridge too far, würde der historisch vorgebildete Engländer sagen.  

Alexander Wendt hat in einer treffenden Analyse des Vorgangs darauf hingewiesen, dass derjenige, der immer neue Fronten eröffnet, den Krieg auch verlieren kann. Das gilt vor allem dann, wenn die bisher gutgläubige Gegenseite einmal begriffen hat, dass tatsächlich ein Krieg gegen sie im Gange ist. Das geschieht gerade. 

Die Schere geht immer weiter auseinander zwischen Lebenswirklichkeit und der Blase der politisch-medialen Klasse, die aber ihrerseits keinerlei Verständnis für die Befindlichkeiten der Opposition hat. Immer größere Bevölkerungsgruppen als Rechtsextreme oder Populisten zu diffamieren, wird auf Dauer nicht gutgehen. Es ist das Establishment, das die Anschlussfähigkeit verloren hat. Aber das Internet, dieser große Lümmel, lässt sich den Mund nicht verbieten. Vorbei sind die Zeiten, da Politiker nur „Bild, BamS und Glotze“ (Gerhard Schröder) brauchten, um die Mehrheitsmeinung zu steuern. 

Unbequeme Fragen entgegenstellen

Daher auch der Versuch, mit der Klimanotstandserzählung wieder in die Offensive zu gehen. Dadurch soll mit einem Streich von allen anderen offenen Baustellen abgelenkt und idealerweise sogar lästige rechtsstaatliche und demokratische Verfahren abgeschüttelt werden. Aber das ist gewagt. Denn die politisch-mediale Klasse geht damit all-in

Der geballten Medienmacht und Klimapropaganda in den Bildungsanstalten können wir Bürgerlichen außer der Gebührensabotage bisher nur unbequeme Fragen entgegenstellen, etwa die Klimafragen. Fragen zu stellen, ist ein Mittel der Machtlosen. Sind sie klug gestellt, dann vermögen sie gleichwohl eine erhebliche Wirkung zu entfalten, denn sie stellen eine ständige Belastung der offiziellen Verlautbarungen dar. Denn echte Eliten können auf sachliche Fragen sachliche Antworten geben. Unterbleiben diese, hat das ganze System ein Legitimationsproblem.   

2020 verspricht daher, auch ohne Wahlen spannend zu werden. Wenn Sie in der Tagesschau die Schlagzeile „Mehrheit für AfD-Verbot“ sehen, wissen Sie, dass die heiße Phase begonnen hat.

 

Titus Gebel ist Unternehmer und promovierter Jurist. Er gründete unter anderem die Deutsche Rohstoff AG und schlägt Freie Privatstädte als Weg in eine positive Zukunft vor. Gebel ist Mitinitiator der Klimafragen.org

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Leserpost

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Dr. M. von Rehmstack / 08.01.2020

“Nach Helmut Kohl hat kein Kanzler mehr gegen die Medien regiert.” Stimmt und an Christian Wulff wurde dann durchexerziert, was dem blüht, der “die Presse” gegen sich hat. Da wird gnadenlos ein Mensch und seine Frau an den Pranger gestellt, ohne eine Chance zu haben, sich zu rechtfertigen. Kai Dittman und Konsorten haben mal vorgeführt, was für eine Macht sie haben, was dann von solchen Sonntags Demokraten wie dem Doppel Eu Bürger Giovanni di L. auch eingeräumt wurde. “Bestrafe einen und erziehe hunderte” sagte Mao und alle habens gelernt. Die Macht im Staat geht nur noch mittelbar von Merkel und Parlament aus, die Macht haben die, die ihre Meinung unter der falschen Flagge der Pressefreiheit verbreiten dürfen. Das Schlimme daran ist, daß neuen Hugenbergs wie Liz Mohn, Friede Springer und wie sie alle heißen längst ihren Einfluß an die ÖR Medien verloren haben. Hier hat sich eine außerparlamentarische Kraft entwickelt, die in ihrer Selbstverstärkung unkontrollierbar geworden und den “Zeitgeist” bestimmend, die Demokratie zutiefst gefährdet. Das System hat eine Autarkie erreicht, so daß es nur noch von außen gestürzt werden kann, Reform ist nicht möglich, wer nicht in Verdacht geraten will, muß voran stürmen, so wird aus der Umweltsau die Nazisau. Diese sich selbstvertstärkende Dynamik kann man sehr gut an allen diktatorischen Regimen, sei es Kommunismus oder Nazionalsozialismus, erkennen.

Regina Lange / 08.01.2020

Ist doch klar dass die Antifa für die Rundfunkgebühren demonstriert! Der ÖRR ist schließlich das hauptsächliche Parteiorgan der Antifa. Da möchte man nicht riskieren, dass dieses für sie kostenlose Werbe-und Agitationsvehikeln durch ungehorsame Bürger lahmgelegt wird! Spätestens seit diese kommunistische Sturm-und Schlägertruppe sich für den ÖRR ins Zeug legt muss doch auch dem Letzten klar sein, dass im Staate etwas faul ist!

Detlef Jung / 08.01.2020

Lieber Herr Gebel, fantastische Analyse mit großem Potenzial. Ick freu mir drauf. Es gibt kein Zurück. Es sind sind inzwischen viele kleine Prozesse in flüssige Bewegung gekommen. Manchmal ist mir es, als nähmen diese durch das sich nicht mehr mit der Alternativlosigkeit abfinden wollen initiierten Prozesse doch noch Gestalt an. Die Gestalt von Widerstand. Grüße nicht nur nach Köln, auch nach Connewitzka, die Katja könnt ihr geschenkt haben - zusammen mit dem kleinen Michi. Nur eure Verbindung in den failed state Berlin, die könnte bald der Vergangenheit angehören. Aber verzichten, liebe Antibrainer, das ist doch eure Kernkompetenz.

Cornelia Gilsbach / 08.01.2020

Ich erinnere immer wieder gerne an die alte Handwerkerregel: Nach “fest” kommt “ab”! ÖR und Politik haben die Schraube überdreht bis zum Gehtnichtmehr. Nur die Gutmütigkeit und Trägheit der Deutschen schützt sie noch. Und gleich noch ein zweites Zitat obendrauf. Das von der langen Leitung… und der kurzen Zündschnur.

K.Rasch / 08.01.2020

Eine bürgerliche Revolution all der Mucksmäuschen in der CDU würde doch gernügen, um dem Spuck ein Ende zu machen. Wie dumm ist das denn, dafür einen Mitgliedsbeitrag zu zahlen? Geht die FDJ-Hexe, dann normalisieren sich die Verhältnisse vielleicht? Ansonsten stimme ich Ihnen völlkommen zu: es genügt eine Kleinigkeit an der falschen Stelle (z.B. die Oma wird vom Kinderchor beschimpft) und den Leuten platzt mittlerweile der Kragen. (Wir werden sie tatsächlich nicht davon kommen lassen.) Im Übrigen: ich boykottiere seit 2013 die Rundfunkgebühren und dreimal kam der Gerichtsvollzieher (ich bin dann natürlich zahlungsbereit und zahlungsfähig). Die Mahn-Gebühren empfinde ich als moderat. Für die GEZ ist das ein extremer Aufwand, diese Zwangs-Zahlungen zu prüfen, per Hand zu buchen und auf dem Laufenden zu bleiben.

Uta Buhr / 08.01.2020

Tolle Kommentare, denen ich zum größten Teil zustimme. Der Deutsche als Revoluzzer - ich schmeiß’ mich weg. Bevor Michel und Micheline auf die Straße gehen und für ihre verbrieften Rechte demonstrieren, machen sie erst einige Zeichnungen und richten unterwürfige Eingaben an die “da oben.” So geschehen bei den fränkischen Mitarbeitern von Zuliefererbetrieben der Autoindustrie, die unseren fetten Wirtschaftsminister Altmaier um Hilfe “bitten”, das größte Unheil (Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit oder gar Schließung der Betriebe) , von ihnen abzuwenden. Wieso diesen durch die Steuergelder fleißiger Bürger gemästeten Nichtskönner bitten? Die Betroffenen sollten fordern. Denn wofür sitzt dieser Typ auf seinem gepolsterten Ministersessel? Von unserer göttlich abgehobenen Kanzlerin ist ohnehin in solchen Situationen nichts anderes zu erwarten als beschwichtigend Nichtssagendes oder totales Wegducken, bis sich die Wogen etwas geglättet haben. Dieses Land ist fertig - keine Besserung in Sicht. Doch einen Funken Hoffnung gibt es noch, wie einer der Mitforisten schreibt: Wenn das Auto nicht mehr vor der Tür steht und der Malle- oder Malediven-Urlaub aus Kostengründen ausfallen muss, könnte sich durchaus Unmut regen. Warten wir’s ab. Es wird noch spannend werden in diesem Land. @Norbert Engelhardt: Wo erkennen Sie denn Schaum vorm Mund bei Herrn Gebel? In meinen Augen ist Ihr Kommentar der reinste Schrott, den Sie besser bei WON, SPON oder WON abladen sollten. Wenn Sie die Empörung über die Beleidigung der älteren Mitbürger für überbewertet halten und keinen Anstoß daran nehmen, dass diese als “Umwelt-” oder gar “Nazisäue” diffamiert werden, tun Sie mir wirklich leid. Ihnen scheint jeglicher Anstand fremd zu sein. Zivilisiertes Benehmen sieht anders aus, Shame on you!!!  

Hans Walter Müller / 08.01.2020

@Manfred Bühring: Auch wenn Sie es noch öfter wiederholen und falsch verstehen wollen. Der Gauland “Fliegenschiess-Vergleich” bezog sich ausschließlich auf die Zeitspanne von 12 Jahren (enthielt keine Wertung über die schrecklichen Taten in dieser Zeit)! Es ging auch nicht um eine Relativierung oder um Leugnen und Vergessen - sondern nur darum, dass die deutsche Geschichte auch noch viele andere Zeiten (und Jahre - 1000!) umfasst. Leider werden Mißdeutungen, die Aussagen von AfDler betreffen, immer und immer wiederholt, bis selbst der letzte uninformierte Leser es glaubt!

michel neland / 08.01.2020

Sehr treffend dargelegt. Und jetzt entsprechend agieren. Und sich vor allem alternativ informieren. Zu fast jedem Komplex gibt es Spezialisten, VSA Ira. Euro, Migración. pit-hinterdenkulissen blogspot. Com. N8W, Danisch, Siencefiles. Org. Peds-ansichten. De. Rubikon, theblogcat. de. Der Exzellenz dieser und anderer Seiten tragen zudem erstklassige Leserkommentare und weiterer Quellenverweise bei.

Ilona Grimm / 08.01.2020

@Georg Dobler: Es gibt doch viele Möglichkeiten, auf kreative Weise der Zahlungsverpflichtung nachzukommen: zu wenig zahlen, nach Erhalt der Mahnung die Differenz überweisen; dann etwas überzahlen; dann erst nach Erhalt einer Mahnung zahlen, dann aber wieder zu wenig usw. usf. Das macht Arbeit! -//- Übrigens hat mir neulich eine Bekannte erzählt, sie zahle “seit Ewigkeiten” immer erst nach Erhalt einer Mahnung; eine Einzugsermächtigung habe sie nie erteilt und auch nie Mahngebühren gezahlt. Dass der “Beitragsservice” den Service der Online-Zahlungsumstellung umgehend einstellen würde, nachdem auffallend viele davon Gebrauch gemacht haben, war vorauszusehen. Aber noch gibt es ja den POST-Weg! Bei mir hat es am 10.12.2019 noch geklappt, und ich habe auch eine entsprechende Bestätigung. Ich bin beim Kampf jedenfalls dabei. Auch kleine Nadelstiche können eine Perforation bewirken, die zum Abbruch führt. Pessimismus ist hier völlig fehl am Platze. Wären die roten SA-Randalierer (Antifa genannt) so erfolgreich, wenn sie ihre “Aktionen” mit vergleichbarem Pessimismus unternähmen, wie er hier von etlichen Kommentatoren verbreitet wird? Wir sollten uns von deren Propaganda ein paar Scheiben abschneiden! Wer kämpft, kann verlieren; wer nicht kämpft, hat schon verloren.

Thomas Taterka / 08.01.2020

“Revolution ” ist natürlich “a bunch of malarkey “. - Aber die Mehrheit der Deutschen ( auch der aufgeklärten Eingebürgerten ! ) sollte langsam fähig sein zu begreifen, daß die Fortsetzung DIESER dummdreist -verlogenen Regierung es unmöglich machen wird , einer berechenbaren Zukunft entgegenzusegeln. Und genau dieses Handicap, das der eine oder andere sich noch nicht eingestehen mag, wider besserer Erfahrung, wäre gar nicht nötig, wenn JEDER sich mal fünf Minuten Zeit nehmen würde und sich aufrichtig und gewissenhaft fragen würde : was wird in 10 Jahren sein,  WENN ES SO WEITERGEHT ??? Eine gute Regierung würde diese Frage überflüssig machen, WEIL SIE IHREN BÜRGERN DIE VORAUSSCHAUENDE PLANBARKEIT DES EIGENEN LEBENS ALS Freiheit LIEßE.  Also die Chance zum individuellen Glück. Davon kann in diesem Land überhaupt keine Rede mehr sein. ” WIR ” werden regiert von Hazardeuren und Zockern, die gar nicht mehr wissen , was MORGEN sein wird oder sein sollte. Ausser Dauergängelung natürlich und Anpassung daran. Wie aber passt man sich an jemand an , der gar nicht mehr weiß, was er tut und sich NUR NOCH DURCHSCHWINDELT? - Und das wird SCHLIMMER werden, mit jedem Jahr. Hört das auf, wenn die jetzige Opposition verboten wird ? - NEIN !!! Es wird neue ” böse Buben ” geben müssen, weil es dem Wesen dieser Regierung entspricht, immer neue Feindbilder zu suchen, um an der Macht zu bleiben. Das ist ihr KRANKER MECHANISMUS ! Das sollte jeder mit Verstand endlich erkennen. Das wäre der erste Schritt in eine bessere Zukunft: die innere Kündigung als Komplize einer fahrlässigen ” Führung ” und die Rückkehr in eine illusionslose, realistische Politik. Alles andere findet sich dann von selbst. Ahoi allerseits !

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