Gastautor / 23.10.2012 / 22:22 / 0 / Seite ausdrucken

Der WWF-Report (Teil 3 der Zusammenfassung)

Rypke Zeilmaker
?(Aus dem Holländischen von Enno Dittmar)

Lesen Sie hier die Vorbemerkung: ?http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/der_wwf_unehrlich_und_ineffektiv/
Teil 1 der Zusammenfassung: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/der_wwf_report_teil_1_der_zusammenfassung/
Teil 2 der Zusammenfassung: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/der_wwf_report_teil_2_der_zusammenfassung/

Die politische Agenda des WWF

Wenn es also in vielen Fällen zweifelhaft ist, dass der WWF Wildtiere rettet, was hat er dann dann in den 50 Jahren seiner Existenz die ganze Zeit gemacht? Er hat ein ein-flussreiches Netzwerk, aufgebaut durch Prinz Bernhard, Prinz Phillip und ihre Kontakte zu Industriellen in den früheren Kolonien Großbritanniens und der Niederlande. Dieses Netzwerk funktionieren immer noch Geldquelle für den WWF durch den „1001 Nature Trust“.

Das große Projekt des WWF und anderer grüner NGOs ist die Transformation der Weltwirtschaft nach Prinzipien, die 1972 durch den Club of Rome formuliert wurden. Dessen Gründer, Aurelio Peccei war ebenfalls im Vorstandsmitglied des WWF. Außer-dem gründete er die einflussreiche Denkfabrik IIASA (International Institute for Applied Systems Analysis) mit Sitz in Österreich.

Diese Prinzipien des Club of Rome werden durch die Rio-Folgekonferenzen weiterver-breitet, wie zuletzt im Juni 2012. RIO (Reshaping the International Order) war auch der Titel des Berichts der Wirtschaftswissenschaftler des Club of Rome, die bereits 1976 „grüne Prinzipien der Ökonomie“ unterstützten. Diese Prinzipien sind in Deutschland derzeit durch steigende Stromrechnungen spürbar. Der deutsche Terminus „Internalisie-rung von Umweltkosten“ wird mehr und mehr nicht nur von Politikern, sondern auch von Wissenschaftlern genutzt. Es ist ein Euphemismus für das Prinzip, allen Konsum gradu-ell immer teurer zu machen.

Benutzt der WWF den Artenschutz als sympathische Fassade, um eine globale Agenda mit weniger noblen Zielen zu verfolgen? Viele Autoren haben kritisiert. „Grüner Kolonia-lismus“ lautet einer der am häufigsten erhobenen Vorwürfe in Entwicklungsländern. Andere Kritiker zeigten auf, dass Naturschutz nur ein Vehikel sei, um westlichen Akademikern einen angenehmen Lebensstil zu ermöglichen.

Wie dem auch sei, ich glaube nicht, dass der WWF eine heimliche Agenda der „globalen Kontrolle“ verfolgt. Es stimmt, dass der internationale Einfluss des WWF bedeutend ist. Es stimmt, dass er von einem finanzstarken Netzwerk aus Industriellen unterstützt wird. Aber der WWF ist mehr, als ein Werkzeug mit dem globalen Elite ihre politischen Ziele durchsetzen.

Der WWF ist keine Verschwörung. Aber, das lässt sich beweisen, er wird von Interes-sengruppen genutzt, die nicht notwendigerweise dem Wohl der Menschheit dienen. Deshalb ist eine Diskussion über die vielfältigen finanziellen Privilegien notwendig, die der WWF auf nationaler, europäischer und globaler Ebene genießt. Und auch über sei-nen Status als gemeinnützige Organisation.

Warum erhält das europäische Lobby-Büro des WWF in Brüssel jährliche 650.000 Euro, um damit bei der EU-Kommission Lobbyarbeit zu leisten, um dann durch dieses Lob-bying weitere Millionen Euro aus den Fördertöpfen von Europe Aid und anderen zu pro-fitieren? Offizielle Vertreter verweigerten mir eine Antwort, was uns zur wichtigsten Fra-ge führt: Worin besteht die demokratische Legitimation für Organisationen, die sich “NGO” nennen? Sie üben erheblichen politischen Einfluss aus und genießen finanzielle Privilegien. Doch ohne Rechenschaftspflicht, weder für ihre Ausgaben, noch für ihre Po-litik, noch die Ziele, die sie verfolgen.

Hier können Sie die beiden Teile des WWF-Reports (englische Fassung) von Rypke Zeilmaker in voller Länge herunterladen:

Teil 1 (Finanzen): ?
http://www.groenerekenkamer.nl/grkfiles/images/The-World-Wide-Government-Fund-_1_.pdf

Teil 2 (Ineffektivität im Naturschutz):
?http://www.groenerekenkamer.nl/grkfiles/images/World-Wide-Government-Fund-_2_.pdf

 

 

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