Das Dorf Lützerath ist von Gegnern der Kohleverstromung besetzt, und dieser Tage steht die Räumung an. Auch Autonome alter Schule wollen offenbar mitkämpfen, aber nicht mit Kleber und Kartoffelbrei. Sie wollen den Jungen mal zeigen, wie es geht – schreiben sie zumindest.
Die ersten Tage des Jahres sind Tage des Kampfes, nicht nur in den bekannten Kriegsgebieten, auch im friedlichen Deutschland wird gerade gekämpft, nämlich gegen die Kohle. Aktueller Kampfplatz ist bekanntlich das Dorf Lützerath, und laut Medienberichterstattung steht in diesen Tagen die Räumung der von allerlei Aktivisten besetzten Ortschaft an, die von den Bewohnern schon verlassen wurde. Viele derjenigen, denen die „Rettung“ des Klimas oder der Welt vor der Klimaerwärmung so wichtig ist, dass sie sich auch ankleben, Kunst mit Essen bewerfen oder Straßen, Startbahnen und Kohleförderbänder für Kraftwerke blockieren, schauen in diesen Tagen bestimmt nach Lützerath.
Auch Autonome Gruppen alter Schule sind auf diesem Kampfplatz aktiv, doch sie grenzen sich durchaus von den Angeklebten ab. So kann man es zumindest in einer Erklärung aus dem Dezember lesen, die in Vorbereitung der jetzigen Januar-Kampftage verfasst und auf indymedia.org veröffentlicht wurde. Der Kampf mit Klebstoff und Kartoffelbrei reicht diesen Autonomen alter Schule offenbar nicht:
„Ergänzend zu unseren eigenen Fähigkeiten suchen wir überall den Schulterschluss zu allen Akteuren, die bei gegenseitiger Akzeptanz auch mit anderen Methoden unser Ziel teilen, den Kampf um Lützerath nicht nur zu führen, sondern zu gewinnen. Gleichermaßen werden wir uns weder in unseren Aktionen noch medial von Akteuren mit anderen Interessen ausbremsen lassen. Ob nun systemtreuer Aktionismus diverser antipolitischer Weltuntergangssekten (XR [extinction rebellion], LG [Letzte Generation]), mehrheitenorientierte Symbolpolitik sozialdemokratischer Kaderorganisationen (IL, EG) oder gar Interventionen olivgrüner Politiker_innen aus deren Reihen (K. Henneberger) - wir wissen um die autoritäre Schlagkraft in der Medienarbeit, die aus diesen Ecken zu erwarten ist. Soweit aber unsere Aktionskonzepte akzeptiert werden, begreifen wir auch diese Player in der Sache als einzelne Bausteine, die zum Erreichen unseres Zieles beitragen können. Sollten jedoch unsere Strukturen, Mittel und Ausdrucksformen in bekannter Manier torpediert werden, finden die entsprechenden Strömungen und wir uns auf verschiedenen Seiten der Barrikaden wieder. No god, no master, no ‚Aktionskonsens‘.“
Es könnte also interessant werden, zu beobachten, wer auf welcher Seite welcher Barrikade steht. Die Autonomen wollen den Jungen erklärtermaßen zeigen, wo es langgeht:
„Wir streben einen historischen Erfolg autonomer Politik in Deutschland an. Diesen werden wir besonders denjenigen jungen Gefährt_innen widmen, die frühere Kämpfe, Erfolge und Teilerfolge bis hinein ins Wendland noch nicht erleben durften. Bewegung kommt von bewegen. Move it!“
So sollen sich die jungen „Gefährt_innen“, die die Zeiten gar nicht kennen, in denen es zwar noch keinen Genderstern, aber offenbar Erfolge und Teilerfolge ausgefochtener Kämpfe gab, also von den Veteranen zeigen lassen, wo es langgeht? Das könnte ja ein interessantes Treffen der Generationen werden.
Beitragsbild: Tim Maxeiner

Wenn Brüder im Geiste von Abbas, Arafat, Mao und Vladi das Land regieren, darf man sich nicht wundern, wenn bald bundesweit Zustände wie im Gazastreifen herrschen.
Paul Ehrlich „Alles was hilft dieses linke korrupte bis ins Mark verfaulte System zu stürzen ist hilfreich. Umso eher umso besser, es ist eh nicht mehr zu retten.“ Oder als franz. Sprichwort: L´excès du mal, en devient le remède.
Vlt. angemessen aufmunitionierte Kaisertreue drüberrauschen lassen?
Danach gäbe es Konflikte mit dem kongenialen Reichstagsmob, der GEZ-Qualitätsmischpoke sowie Nachwuchsprobleme in der V-Mann-Szene, aber die @terroristische Vereinigung„ (was Donald J.Trump schon wusste!) der ANTIdeutschen, stramm merkelnahen FAschisten wäre Geschichte.
Aber an republikschützenden, kognitiv integeren und nachhaltig gesellschaftspolitisch renaturierenden Lösungen ist das prekäre Personal der Berliner Politdarsteller seit rund 15 Jahren nicht mehr interessiert
@Leo Hohensee: „Woran erkennen sich diese Typen eigentlich gegenseitig?“; Die kennen / erkennen sich alle sehr genau. Ob Sticker, bestimmte Rucksäcke, Kleidung, Arten des Grußes wie früher Hitlerarm oder Rotfrontfaust usw. Eine Art die verbotene Uniformierung zu umgehen. Die Polizei, die Sozialarbeiter, Jugendbeauftragte etc. kennen diese Zeichen beider extremen Richtungen und damit dieses Klientel von „Kindesbeinen“ an. Das ist alles bekannt. Es ist politisch gewollt, dass dieses Wissen bei den Rechtsextremen öfter angewendet und publiziert wird, als bei den Linksextremen. Ich meine hier wirklich die Extreme. Wäre ja nicht schön, wenn die ständig die Kinder oder Enkel von den rot grünen Genossen schnappen würden. Dieses umfangreiche Wissen fehlt bei der Sylvesterklientel und macht es für den Polizisten vor Ort problematisch. Darüber hinaus der besondere politische und staatsmediale Schutzschirm, Rassismuskeule, den diese Personen entgegen dem Grundgesetz genießen.
Wieso Räumung?
Reicht doch, wenn der Bagger alles wegräumt. Wer sich festklebt und vor dem Bagger befreit werden will, soll einfach die Hand heben und auf sich aufmerksam machen. Siehe Leben des Brian. Wer woanders gekreuzigt werden will, hebe die Hand.
Ich schätze die „Achse des Guten“ und empfehle diese beständig weiter.
Dennoch empfinde ich als unangemessen, wie es auch in manchen Leserzuschriften zum Ausdruck kommt, daß Sie die AfD niemals als Opposition bezeichnen. Dabei sind deren Parteipolitiker mindestens ebenso der Diskriminierung und Feindschaft ausgesetzt wie die Achse. Die „gewollte“ Spaltung siegt. Muß es in Deutschland immer so sein, daß konservative Denker sich gegenseitig bekämpfen?
So möchte ich vorerst von einer weiteren Patenschaft Abstand nehmen.
Mit freundlichem Gruß
Christa Ludwig, Bonn
Emil.Meins, – Danke, großartig geschrieben ! Auf den Punkt.