Benny Peiser / 06.07.2012 / 10:04 / 0 / Seite ausdrucken

Ein Vorschlag, der nach dem Euro-Austritt Wachstum und Wohlstand prognostiziert

Heute Morgen wurde ein Team von Capital Economics unter der Leitung von Roger Bootle als Gewinner des mit 250.000 Pfund dotierten „Wolfson Economics Prize“ bekannt gegeben. Der Gewinnerbeitrag legt dar, wie der Austritt eines EU-Mitgliedslandes aus der Eurozone so sanft wie möglich vonstatten gehen könnte.

Zum Abschluss des Beitrags heißt es, dass es nach dem Euro-Austritt eines oder mehrerer EUStaaten natürlich Verlierer und Gewinner geben würde, die Netto-Gesamtauswirkungen für das zukünftige Wachstum und den Wohlstand der verbleibenden Euro-Länder – und anderer Länder – jedoch deutlich positiv ausfielen.

In dem Bewerbungsbeitrag mit dem Titel „Praktische Anleitung zum Euro-Austritt“ geht es um den Austritt eines einzelnen schwachen Mitgliedstaates wie zum Beispiel Griechenland. Vorgesehen ist die Einführung einer neuen Währung zum Parikurs gegenüber dem Euro am Tag 1 des Austritts sowie die Umwandlung der Löhne, Preise, Kredite und Einlagen im Wert von 1:1. Eurobanknoten und -münzen würden für einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten für kleinere Transaktionen in Umlauf bleiben. Das Austrittsland würde unverzüglich ein sogenanntes „Inflation Targeting“ (Inflationssteuerung) ankündigen, welches von unabhängigen Experten überwacht würde.

Außerdem müsste es eine Reihe strenger finanzpolitischer Maßnahmen ergreifen, die Lohnindexierung untersagen und die Ausgabe inflationsgebundener Staatsanleihen ankündigen.

Weiterhin wird Folgendes empfohlen:
? Umwandlung der Staatsschulden durch die Regierung in die neue nationale Währung.
? Einführung einer neuen politischen Ordnung, die eine quantitative Lockerung und Inflationssteuerung vorsieht.
? Die Zentralbank des Austrittslandes versorgt das nationale Bankensystem mit Liquidität.

Das Modell sieht vor, dass sich führende Vertreter des Austrittslandes einen Monat vor der öffentlichen Ankündigung des Austrittsdatums („D-Day“) im Geheimen treffen. Die Partner der Eurozone und andere internationale Währungsorganisationen werden drei Tage vor dem „D-Day“ – vorzugsweise an einem Freitag – durch eine öffentliche Ankündigung über die Einführung der neuen Währung zum Beginn der darauf folgenden Woche informiert. Unmittelbar nach dieser Ankündigung müssen die inländischen Banken und Finanzmärkte schließen, um Kapitalflucht zu vermeiden.

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