„Gegen die Neigung, sich selbst zu wichtig zu nehmen, kämpfe ich wacker an", sagt Boris Reitschuster, "bisher habe ich deshalb auch verschwiegen, dass ich Ende Oktober den Freiheits-Preis der Atlas-Initiative erhalten habe, der dieses Jahr erstmals vergeben wurde".
"Er hat die Bundespressekonferenz aufgewirbelt, weil er es – im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen – gewagt hat, unbequeme Fragen zu stellen, nachzuhaken oder den Widerspruch aufgeklärt haben wollte“, so sagte Juliane Ried (CSU) in ihrer Laudatio am Samstag, 28. Oktober, bei der feierlichen Verleihung des Freiheitspreises der Atlasinitiative. Diese Initiative ist ein parteiunabhängiger Zusammenschluss, der so die Eigendarstellung, "die Werte unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung aktiv fördert und unterstützt".
Juliane Ried bezog sich bei ihrem Statement auf die Corona-Zeit. Am Ende habe man Boris Reitschuster aus der Bundespressekonferenz ausgeschlossen. Und weiter: „Wir möchten mit der Verleihung des Atlas-Freiheitspreises würdigen, dass er durch unerschrockene, tapfere journalistische Arbeit vielen Medienkonsumenten wieder Hoffnung gegeben hat, dass es eine funktionierende Vierte Gewalt gibt.“
Wir gratulieren Boris Reitschuster ganz herzlich zu diesem Preis. Wenn Sie mehr über die Hintergründe erfahren wollen, gerade was seinen Rauswurf aus der Bundespressekonferenz betrifft, dann lesen Sie Boris Reitschusters neustes Buch "Meine Vertreibung" in dem er zugleich ein Sittenbild des deutschen Medien-und Mitläufertums zeichnet:
Boris Reitschuster:
Meine Vertreibung
Dies ist gewissermaßen das Buch zum Freiheits-Preis: Die autobiografische Aufarbeitung von Erlebnissen des Journalisten Boris Reitschuster, der nichts anderes tat als kritisch zu berichten, um nicht – wie andere – wegzuschauen und deshalb geächtet wurde. Ein Sittenbild Deutschlands, wo Zermürbung, Zersetzung und Vertreibung wieder zu anerkannten Mitteln im Kampf um die Meinungshoheit geworden sind. Zur Bundespressekonferenz schreibt Boris Reitschuster:
Endlich kann ich darin auspacken, was alles hinter den Kulissen der Bundespressekonferenz geschah – was ich für mich behalten musste, solange ich noch Mitglied war und mir noch Hoffnungen machte, juristisch gegen meinen Ausschluss vorzugehen. Es sind Ungeheuerlichkeiten, die in einer funktionierenden Demokratie mit einer freien Medienlandschaft ein großes Thema wären. Die aber im „besten Deutschland aller Zeiten“ totgeschwiegen werden.
Das Buch ist in der Achgut-Edition erschienen und hier in unserem Shop bestellbar:
Herzlichen Glückwunsch, Herr Reitschuster! Bitter, dass es so einen Preis für Journalisten braucht. Was sagt eigentlich Reporter ohne Grenzen dazu?
Mein Glückwunsch!! Endlich mal was Positives. Ich glaube da freuen sich Viele mit Ihnen
„Diese Initiative ist ein parteiunabhängiger Zusammenschluss, der so die Eigendarstellung, “die Werte unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung aktiv fördert und unterstützt„. Laudatorin: Juliane Ried (CSU). Nicht einmal aus parteiunabhängigen Institutionen sind Politiker noch rauszuhalten. Das zeigt, wie sich Politik hierzulande bis in die kleinsten Verästelungen der Gesellschaft hineingegraben hat und von dort aus ihre alleszersetzende Wirkung entfaltet.
Reitschuster hätte mehr verdient, als den Preis eines “parteiunabhängigen Zusammenschlusses„. Aber der von mir angedachte ist durch die standardisierte Verleihung an nichtsnutzige Kostgänger der Politik und dessen Verleihung durch einen Spalter und Hetzer so dermaßen entwürdigt worden, dass er einem Journalisten wie Boris Reitschuster unwürdig wäre.
Vielleicht ist der verliehene Preis aber auch der Anfang einer Umkehr im Umgang mit kritischen Journalisten. Es bleibt zu hoffen. Insofern: Herzlichen Glückwunsch Herr Reitschuster zu diesem Preis. Mögen viele weitere folgen.
Um 21 Uhr erst 9 Glückwünsche/Dankes für Herrn Reitschuster hier auf der Achse?! Das kann doch wohl nicht angehen!
PS: Selbstverständlich habe ich Ihr Buch gelesen. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und kann immer noch nicht wirklich begreifen, was aus diesem Land geworden ist.
Herzlichen Glückwunsch, werter Boris Reitschuster! Sie haben den durchaus attraktiven Preis redlich verdient, und schämen müssen sich die anderen, die aber bekanntlich alle Scham verloren haben. Da ich bei Reitschuster nicht kommentiere, übermittle ich meinen Glückwunsch auf diese Weise. Ich freue mich sehr! Und bitte weiter so!!
Chapeau, Hr. Reitschuster!