News-Redaktion / 18.08.2022 / 08:00 / Foto: cartese / 0 / Seite ausdrucken

Die Morgenlage am Donnerstag

Ein Blick in die Nachrichten der letzten Stunden.

China schickt Soldaten nach Russland ins Manöver

Die chinesische Regierung will für ein gemeinsames Manöver Soldaten nach Russland schicken, meldet haz.de. Das habe das Verteidigungsministerium in Peking am Mittwoch bekanntgegeben. Die Teilnahme erfolge „unabhängig von der aktuellen internationalen und regionalen Situation“, habe es demnach in einer Erklärung geheißen.

Die russische Regierung hatte bekanntlich Ende Juli angekündigt, das Manöver „Wostok“ vom 30. August bis 5. September trotz der Anstrengungen wegen des Kriegs gegen die Ukraine im Osten Russlands abhalten zu wollen. Damals habe der Kreml zwar schon von Partnerländern gesprochen, die teilnehmen würden, aber keine konkreten Staaten genannt.

Das chinesische Verteidigungsministerium habe in der Erklärung geschrieben, auch Indien, Weißrussland, die Mongolei sowie Tadschikistan würden teilnehmen. Peking sehe sein diesjähriges Erscheinen als Teil eines laufenden Kooperationsabkommens mit Russland. Unterdessen wachsen die Spannungen rund um Taiwan. Fachleute hielten einen Angriff Chinas auf die demokratisch regierte Insel inzwischen schon in Kürze für möglich.

Mindestens sechs Tote bei Beschuss von Charkiw

Durch russischen Beschuss auf die ostukrainische Großstadt Charkiw sind am Mittwochabend nach örtlichen Angaben mindestens sechs Menschen getötet und weitere 16 verletzt worden, meldet nau.ch. Ein Hochhaus sei getroffen worden, habe Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram mitgeteilt. Medien hätten berichtet, dass ein Marschflugkörper in dem Haus eingeschlagen sei und es in Brand gesetzt hätte.

Gebietsgouverneur Oleh Sinegubow habe mitgeteilt, dass auch andere Stellen der zweitgrößten Stadt der Ukraine getroffen worden seien. Der Beschuss sei als «ziemlich chaotisch» beschrieben worden. Charkiw sei schon in den Nächten zuvor heftig von russischer Artillerie beschossen worden.

Russland bringt Flugzeuge auf der Krim in Sicherheit

Die russischen Luftstreitkräfte versuchen ukrainischen Geheimdienstangaben zufolge, nach mehreren Explosionen Kampfflugzeuge und Hubschrauber auf der Krim in Sicherheit zu bringen, meldet orf.at. Teils würden die Flugzeuge demnach ins Innere der 2014 annektierten Halbinsel überführt, teils auf russisches Festland abgezogen. Das habe der ukrainische Militärgeheimdienst gestern auf Facebook mitgeteilt. Beobachtet worden wäre die Verlegung von mindestens 24 Flugzeugen und 14 Hubschraubern.

Vergangene Woche hatten bekanntlich Explosionen den russischen Luftwaffenstützpunkt Saki an der Westküste der Krim erschüttert. Satellitenbilder hätten später gezeigt, dass mindestens sieben Kampfjets zerstört worden waren. Am Dienstag seien dann schwere Detonationen in einem Munitionsdepot und eine kleinere Explosion auf einem Fliegerhorst nahe Simferopol beobachtet worden.

Die Ukraine habe offiziell keine Verantwortung übernommen, allerdings hätten die Schäden nach Expertenmeinung auf gezielte Aktionen gegen die Militäranlagen schließen lassen.

Zehn Tote bei Anschlag des IS in Kabul 

Beim Anschlag auf eine Moschee in Kabul während der Abendgebete am Mittwoch sind mindestens 10 Menschen getötet worden, meldet euronews.com. Die Taliban gingen davon aus, dass sich die Zahl der Opfer nach der Explosion in der Siddiquiya Moschee im Stadtteil Kher Khanna noch erhöhen könnte. Taliban-Sprecher Zabihullah Mujahid habe die Explosion verurteilt und erklärt, dass die "Täter solcher Verbrechen bald vor Gericht gestellt und bestraft werden".

Trotz der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan vor einem Jahr gibt es weiterhin islamistische Anschläge, jetzt vor allem ausgeführt vom Islamischen Staat (IS).

Schwere Zusammenstöße im Westjordanland

Berichten zufolge kam es in der von Israel besetzten Stadt Nablus zu schweren Auseinandersetzungen, als israelische Streitkräfte eintrafen, um jüdische Gläubige zu schützen, die das Josefsgrab besuchten – eine Stätte, die immer wieder zum Brennpunkt von Auseinandersetzungen wird, meldet orf.at. Nach Angaben israelischer Medien hätten sich bewaffnete Palästinenser in der Nähe der Stätte einen Schusswechsel mit der israelischen Armee geliefert. 

Bei diesen Zusammenstößen hätten die israelischen Streitkräfte nach Angaben des palästinensischen Roten Halbmonds einen palästinensischen Jugendlichen getötet.

Estland erschwert Einreise für Russen

Estland hat seine Visaregelungen für Menschen aus Russland verschärft und deren Einreise beschränkt, meldet orf.at. Russische Staatsbürger dürfen demnach von heute an nicht mehr mit einem von Estland ausgestellten Schengen-Visum in das baltische EU- und NATO-Land einreisen. Nach Angaben eines Sprechers des Innenministeriums in Tallinn sollten daher an den drei Grenzübergängen zu Russland in Narva, Luhamaa und Koidula zusätzliche Visakontrollen stattfinden.

Estland hatte als Reaktion auf Russlands Angriffskrieg in der Ukraine die Vergabe von Visa und Aufenthaltsgenehmigungen an Russen bereits weitgehend ausgesetzt. Mit einem gültigen Visum sei es aber weiterhin möglich gewesen, per Bus oder Auto über die estnische Grenze in den Schengenraum einzureisen. Dies sei künftig nicht mehr möglich. Bestimmte Ausnahmen würden jedoch für Russen mit Wohnsitz, Aufenthaltsrecht oder Verwandten in Estland gelten.

Weiter einreisen dürften auch russische Bürger mit von anderen EU-Staaten ausgestellten Visa, die für den gesamten Schengen-Raum mit seinen 26 europäischen Ländern gelten. Zusammen mit seinen ebenfalls an Russland grenzenden Nachbarländern Finnland und Lettland mache sich Estland aber für einen grundsätzlichen Stopp von Touristenvisa stark.

Proteste bei Scholz-Auftritt in Neuruppin

Bundeskanzler Olaf Scholz ist bei einer Veranstaltung mit Bürgern im brandenburgischen Neuruppin auf lautstarke Gegendemonstranten gestoßen, meldet welt.de. Der SPD-Politiker habe seinen Auftritt am Mittwochabend auf dem Schulplatz der Stadt trotzdem durchgezogen, obwohl er angesichts des Pfeifkonzerts und der Sprechchöre hunderter Demonstranten kaum zu verstehen gewesen sei. In Neuruppin hätten u.a. sowohl die Linke als auch die AfD zu Gegendemonstrationen aufgerufen. Schätzungsweise seien etwa 300 Demonstranten an den Rand des abgesperrten Veranstaltungsgeländes gekommen.

Giftige Algenart soll Fischsterben in der Oder ausgelöst haben

Auf der Suche nach der Ursache für das massenhafte Fischsterben in der Oder haben die Forscher weiter eine giftige Algenart im Blick, die sich im Fluss rasant entwickelt hat, meldet orf.at. Mittlerweile sei die Mikroalge mit dem Namen Prymnesium parvum identifiziert worden, habe der Gewässerökologe Christian Wolter der dpa gestern mitgeteilt. „Die Art ist bekannt dafür, dass es gelegentlich zu Fischsterben kommt.“

Unklar wäre aber nach wie vor, ob das Toxin der Alge der Grund für das Fischsterben in der Oder sei. Ob sie in diesem Fall Giftstoffe produziert habe, müsse noch nachgewiesen werden, habe der Forscher des Berliner Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei betont. Er habe von einer starken Algenblüte mit 200 Mikrogramm pro Liter und mehr als 100.000 Zellen pro Milliliter Wasser gesprochen. Für den Menschen wäre das Toxin der Alge aber ungefährlich.

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