Peter Grimm / 18.08.2017 / 08:58 / Foto: Sergi Larripa / 12 / Seite ausdrucken

Zurück im Anschlags-Alltag

Willkommen zurück in der neuen Wirklichkeit! Verfolgte man die Debatten, die den deutschen Wahlkampf und die deutschen Medien bestimmten, dann kam die Bedrohung durch islamistischen Terror nicht vor. Ohnehin wird ja Kritik an der mohammedanischen Ideologie nicht gern gesehen, denn die Ideologen des Propheten sind leicht reizbar und schnell empörungsbereit. Warum sollte man sie ärgern und darüber nachdenken, dass in der Ausbreitung der Islamideologie – nicht eines rein religiösen Glaubens, denn dies wird gern verwischt – eine große Gefahr liegt.

Man sollte schon gar nicht darüber reden, wenn sich damit ein Unwohlsein angesichts des stetigen und weitgehend unkontrollierten Zustroms junger, gewaltgewohnter muslimischer Männer verstärken könnte. Ein paar Wochen ohne einen aufsehenerregenden islamistischen Mord und schon schienen alle Deutschen anzunehmen, die größte Gefahr drohe ihnen von Eiern, Diesel und Tweets des US-Präsidenten.

Jetzt sind wieder mindestens 13 verlorene Menschenleben zu beklagen. Wieder wurden die Wohlmeinenden für einen Moment aus den Träumen gerissen, Anhänger einer gewaltaffinen Islamideologie würden sich schon von allein irgendwie zu friedlichen Gläubigen entwickeln, die ihren persönlichen Weg zu Gott bzw. Allah suchen, ohne andere in diesem Sinne bevormunden zu wollen. Mit jedem dieser Anschläge schwindet allerdings die Hoffnung, der Blutzoll der Opfer hätte wenigstens dem Erkenntnisgewinn gedient, welchen Gefahren man entschlossen entgegentreten muss.

Der Morgen der Sprechblasen

Im Moment liest und hört man von Erregung über unpassende Tweets von US-Präsident Donald Trump, ohne Zweifel keine Reaktion, die eines US-Präsidenten angemessen ist. Doch kann man sich nicht ebenso darüber aufregen, was unsere Regierenden und solche, die es werden wollen, als Reaktion auf diesen Anschlag äußern? Sigmar Gabriel ist „tief erschüttert“, Martin Schulz „geschockt und wütend“ und worin äußert sich diese Wut? Darin jedweden Hinweis auf die Motivation der Täter möglichst unerwähnt zu lassen? Dieses Beschweigen, diese peinliche Vermeidung des I-Wortes, solange es geht, weil die Floskel, das alles habe nichts mit dem Islam zu tun, nur noch lächerlich wirkt, all diese Mitgefühls- und Beistandssprechblasen sind nicht weniger unerträglich.

Denn eigentlich weiß doch jeder, dass die islamistische Gefahr, die durch unkontrollierte Massenzuwanderung nun einmal nicht kleiner wird, möglichst kleingeredet werden soll, weil ja die Falschen bei der Bundestagswahl davon profitieren könnten. Die Regierenden treffen sich offenbar lieber mit Islam-Ideologen zur Deutschen Islamkonferenz, während liberale Muslime keine solche Anerkennung erfahren, sondern dem Polizeischutz vor Islamisten, die unverhohlene Mordaufrufe umsetzen wollen, überlassen bleiben.

Dass es islamische Extremisten ernst meinen, wenn sie „Tod den Ungläubigen“ rufen, haben sie nun wieder einmal bewiesen. Für jeden mit gesundem Menschenverstand hätte es des Anschlags von Barcelona nicht bedurft, um zu dieser Erkenntnis zu gelangen. Allerdings scheint der gesunde Menschenverstand derzeit ein rares Gut zu sein. Wir werden deshalb noch etliche Opfer zu beklagen haben. Vielleicht verzichten die politischen Verantwortungsträger aber irgendwann auf die nichtssagenden Sprechblasen, so wie sie auf den Satz, wonach das aktuelle Attentat nichts mit dem Islam zu tun habe, verzichteten. Irgendwann haben sich die Menschen ja vielleicht auch daran gewöhnt, dass ein islamistischer Anschlag bald ein ebenso selbstverständliches Lebensrisiko ist, wie ein Verkehrsunfall. Das Leben verändert sich nun einmal, das hat man uns doch gerade in den letzten zwei Jahren oft genug gesagt.

Leserpost (12)
Anton Gruber / 18.08.2017

“Ach wie gut”, daß hier noch Menschen schreiben, was man selbst denkt. Wenn dem so nicht mehr wäre, würde man sich schon seltsam und grenzpsychotisch vorkommen, angesichts der erschlagenden Mehrheit der Hirngewaschenen.

Klaus Fellechner / 18.08.2017

Wenn ich von Religionsfreiheit lese,die es zu verteidigen gelte,weiss ich nicht ob ich lachen soll oder vor Wut in den Tisch beissen soll.DAS IST EINE IDEOLOGIE DES HASSES,nichts anderes.Sonst hätten doch die ach so friedlichen Muslime schon längst ihre Hetzer und Terroranhänger in die Wüste geschickt.Nein,diese Ideologie ist unfähig sich zur reinen Glaubenslehre zu entwickeln.Wer Allah,also Gott,über das Gesetz stellt hat mit einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung nichts zu tun.Wer die Scharia als alleiniges geltendes Gesetz betrachtet,hat in Europa nichts verloren. Unsere Politiker müssen endlich aufwachen und das Humanitätsgefasel endlich beenden! Kein Millimeter zurück weichen, kein Entgegenkommen,denn das ist nur Schwäche und wird so gesehen. Klare Ansage,hier herrscht Demokratie und das Gesetz des Staates,für alle.

Dr. Christian Rohrbacher / 18.08.2017

Ich glaube nicht an “liberale” Muslime. Entweder ich bin Muslim, gehe zur Mosche, glaube an Allah und an das, was dessen Prophet für mich im Koran festgelegt hat (dann bin ich zwangsweise eine echter Muslim mit ALLEM, was sich daraus ergibt)  oder ich wende mich vom Islam ab, bin dann von mir aus ein säkularer “Muslim” besser gesagt Ex-Muslim, gehe folglich auch nicht in die Mosche, glaube weder an Allah noch an seinen Propheten und schon gar nicht an den Koran mit all seinen gewalttätigen Befehlen. Aber einen Muslim light, sorry, aber DEN kann es nicht geben. Das verbietet kein Geringerer als der Islam selbst.

Zdenek WAGNER / 18.08.2017

Gerade lese ich über eine Messerattacke in Finnland, kaum dass der Schock von Barcelona halbwegs im Verstand angekommen ist. Und ich weiß  jetzt schon, wie es sich in den deutschen Medien niederlassen wird: Psychisch labil, hat nichts mit dem Islam zu tun, wir bleiben mutig und stark und halten unseren Werten weiterhin die Treue (mit einem halben Dutzend Bodyguards lässt es sich natürlich gut und gern mutig und stark bleiben) und wenn sie nicht gestorben dann ... Quo Vadis Europa?

Frank Stricker / 18.08.2017

Gestern hatten sich die öffentlich-rechtlichen mal wieder bis auf die Knochen blamiert .Während alle Nachrichtensender rund um die Uhr von dem grausamen Anschlag live berichtet haben,  zeigte das ZDF lieber den menschelnden “Bergdoktor” und Ausschnitte aus dem “Epos”  Go, Trabi, Go.  Kein Brennpunkt, kein ZDF - Spezial;  Selbst der beliebte Realitätsverweigerer Elmar Theveßen durfte erst zum Heute-Journal mit Claus Kleber aus der Höhle kommen. Hauptsache der Eiffelturm leuchtet mal kurz in den spanischen Farben, man hat ja mittlerweile Routine darin…..........

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