CDU-Wirtschaftsrat spricht sich für Fracking in Deutschland aus
Der Wirtschaftsrat der CDU spricht sich für eine Gasförderung in Deutschland durch die umstrittene Fracking-Methode aus, meldet das Handelsblatt. Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates, habe der Deutschen Presse-Agentur gesagt, heimische Potenziale bei allen Rohstoffen müssten wieder intensiv erschlossen werden. „Dazu zählt auch die Nutzung eigener Gasquellen, einschließlich unkonventioneller Fördermethoden wie Fracking.“ Steiger habe betont, die Einhaltung von Umweltstandards müsse gewährleistet bleiben - zugleich gelte es, pragmatisch zu handeln. „Rohstoffe sind auch eine Voraussetzung für unsere industrielle und verteidigungspolitische Handlungsfähigkeit.“ Ansonsten würden wachsende Abhängigkeiten etwa von China drohen. Die ausreichende Versorgung mit energetischen und mineralischen Rohstoffen sei für Deutschland eine „strategische Überlebensfrage“.
US-israelischer Angriff trifft größtes Gasfeld der Welt im Iran
Israel und die USA haben am Mittwoch nach Angaben iranischer Staatsmedien im Iran Anlagen des größten Erdgasfelds der Welt angegriffen, heißt es in Medienberichten. Wie das staatliche Fernsehen gemeldet habe, hätten mehrere Geschosse Einrichtungen in der Energie-Sonderwirtschaftszone in der Hafenstadt Asalujeh am Persischen Golf getroffen und einen Brand ausgelöst. Die Golfstaaten Katar und Vereinigte Arabische Emirate hätten den Angriff verurteilt. Nach Angaben aus dem Irak seien vom Iran am Mittwoch die Ausfuhren in das Nachbarland gestoppt worden. Die getroffenen Anlagen würden zum Gasfeld South Pars/North Dome gehören, das sich der Iran mit dem auf der gegenüberliegenden Küste gelegenen Golfemirat Katar teile. Aus dem Feld fördere der Iran rund 70 Prozent des heimischen Gasbedarfs.
Schwede im Iran hingerichtet
Im Iran ist ein schwedischer Bürger hingerichtet worden, meldet der Deutschlandfunk. Das habe Außenministerin Malmer Stenergard in Stockholm mitgeteilt und die Vollstreckung des Todesurteils kritisiert. Das Gerichtsverfahren habe nicht den rechtsstaatlichen Standards entsprochen. Zu den Vorwürfen, die zu dem Todesurteil führten, habe es zunächst keine Angaben gegeben. Das Außenministerium hat den iranischen Botschafter zu Gesprächen einbestellt, heißt es weiter.
Zwei Tanker mit russischem Öl und Gas steuern Kuba an
Zwei mit russischem Öl und Gas beladene Tanker befinden sich auf dem Weg nach Kuba, wo sie Anfang kommender Woche ankommen sollen, habe die „Financial Times“ unter Berufung auf den Schiffsverfolgungsdienst Tankertrackers berichtet. Russland ignoriere damit das Embargo von US-Präsident Donald Trump, der Energielieferungen von Venezuela nach Kuba seit drei Monaten blockiere. Das Land stecke in einer tiefen Energiekrise, da es zuvor fast ausschließlich von Venezuela beliefert worden sei. Der Tanker „Sea Horse“, der unter der Flagge Hongkongs fahre, transportiere laut Marineexperten circa 27.000 Tonnen russisches Gas. Er solle am Montag in Kuba ankommen.
US-Regierung lockert Sanktionen gegen Venezuelas Öl-Branche
Die US-Regierung hat ihre Sanktionen gegen die venezolanische Öl- und Gasbranche gelockert, meldet das Handelsblatt. Die staatliche Ölgesellschaft Petróleos de Venezuela S.A. (PDVSA) dürfe künftig venezolanisches Öl direkt an US-Unternehmen und auf den Weltmärkten verkaufen, wie das US-Finanzministerium am Mittwoch mitgeteilt habe. Auf diese Weise sollten Anreize für Investitionen in die venezolanische Energiebranche geschaffen werden, habe ein Ministeriumsvertreter der Nachrichtenagentur AP gesagt. Zahlungen dürften den Angaben zufolge jedoch nicht direkt an sanktionierte venezolanische Unternehmen wie PDVSA gehen, sondern müssten auf ein von den USA kontrolliertes Sonderkonto überwiesen werden. Die USA wollen den Ölhandel wieder zulassen, aber den Geldfluss kontrollieren. Außerdem seien Geschäfte mit Russland, Iran, Nordkorea, Kuba und einigen chinesischen Unternehmen verboten.
Pakistan und Afghanistan rufen mehrtägige Feuerpause aus
Zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan wollen Pakistan und Afghanistan die gegenseitigen Angriffe aussetzen, meldet der Spiegel. Zunächst habe die pakistanische Regierung die Feuerpause verkündet, im Anschluss sei die Unterbrechung der Kämpfe auch von den islamistischen Taliban in Afghanistan bestätigt worden. Saudi-Arabien, Katar und die Türkei hätten demnach darauf hingewirkt. Das pakistanische Militär wolle die Angriffe bis zur Nacht zum 24. März einstellen, habe Informationsminister Attaullah Tarar auf X mitgeteilt. Tarar habe erklärt, dass der Militäreinsatz wieder aufgenommen werde, sollte Pakistan angegriffen oder Terroranschläge im Land verübt werden. Auch Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid habe auf X davon gesprochen, gegebenenfalls zurückzuschlagen.
Island und EU besiegeln Verteidigungsabkommen
Wenige Monate vor einem geplanten Referendum über EU-Beitrittsverhandlungen in Island haben der nordische Staat und die Union ein Verteidigungsabkommen besiegelt, meldet der Stern. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und Islands Verteidigungsministerin Thorgerdur Katrin Gunnarsdottir hätten am Mittwoch in Brüssel das Vertragswerk unterzeichnet, mit dem insbesondere die Zusammenarbeit in der Arktis gestärkt werden solle. Island verfüge über keine eigenen Streitkräfte und setze in Verteidigungsfragen auf die USA und die Nato.
Stromknappheit bremst Ausbau von Rechenzentren in Frankfurt
Im Rhein-Main-Gebiet, vor allem in Frankfurt am Main, sind bundesweit die meisten Rechenzentren angesiedelt, doch nun stößt der Ausbau an eine Grenze, weil es Probleme mit der Stromkapazität gibt, meldet der Spiegel. Laut dem Frankfurter Energieversorger Mainova sei davon auszugehen, „dass insbesondere große, leistungsstarke Neuanschlüsse erst ab Mitte der 2030er‑Jahre erneut bereitgestellt werden können“. Die Stromknappheit treffe demnach insbesondere neu geplante Projekte mit hohen Leistungsanforderungen. Zur Begründung habe Mainova unter anderem auf den Bau neuer Leitungen verwiesen, der erst erfolgen müsse, sowie hohen innerstädtischen Ausbaubedarf, anspruchsvolle Genehmigungsprozesse und Fachkräftemangel.
Brandenburg erleichtert Wolfs-Abschuss
Gefährliche Wölfe sollen zum Schutz von Schafen und Ziegen in Brandenburg leichter abgeschossen werden können, meldet die Welt. Mit den Stimmen der Fraktionen von SPD, CDU und BSW habe der Landtag beschlossen, den Wolf ins Landesjagdrecht aufzunehmen. Die Mitglieder der AfD-Fraktion hätten dagegen gestimmt oder sich enthalten. Der Wolf bleibe auch nach geändertem Gesetz weiter eine streng geschützte Art.
US-Notenbank Fed lässt Leitzins unverändert
Die US-Notenbank Fed hat ihre Leitzinsen nicht verändert, heißt es in Medienberichten. Die Zinsspanne verharre bei 3,50 bis 3,75 Prozent, wie die Fed am Mittwoch in Washington bekannt gegeben habe. Bankvolkswirte hätten diese Entscheidung erwartet. Bereits auf ihrer vorherigen Sitzung Ende Januar hatte die Notenbank die Leitzinsen nicht angetastet. Im vergangenen Jahr wurden die Leitzinsen dreimal um jeweils 0,25 Prozentpunkte reduziert. Das aktuelle Umfeld sei aber angesichts des Irankriegs und deutlich gestiegener Rohölpreise durch große Unsicherheit geprägt. Die Notenbank stehe allerdings unter großem Druck durch US-Präsident Donald Trump, der immer wieder Leitzinssenkungen fordere und Notenbankchef Jerome Powell scharf kritisierte. Dessen Amtszeit endet im Mai.