Irans Revolutionsgarden bestätigen Tötung von Anführer der Basidsch-Miliz
Die iranischen Revolutionsgarden haben laut Medienmeldungen am Dienstagabend die Tötung des Anführers der für die innere Sicherheit zuständigen Basidsch-Miliz durch einen israelischen Angriff bestätigt. Gholamresa Soleimani sei "einer terroristischen Attacke des amerikanisch-zionistischen Feindes" zum Opfer gefallen, habe es auf der offiziellen Website der Revolutionsgarden geheißen. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte am Morgen bekannt gegeben, dass die Streitkräfte seines Landes Soleimani und den iranischen Sicherheitschef Ali Laridschani getötet hätten. Der Tod Laridschanis sei von iranischer Seite zunächst weiterhin nicht bestätigt worden.
Iran geleitet Schiffe durch die Straße von Hormus
Der Iran lenkt bei der Blockade der Meerenge zum Persischen Golf offenbar teilweise ein, meldet das Handelsblatt. Das belege nach Ansicht von Seefahrtsexperten die freie Passage des pakistanischen Öltankers „Karachi“, der erstmals seit Kriegsbeginn mit nicht iranischer Ladung ungehindert die Straße von Hormus passierte habe und dabei vermutlich sogar von iranischen Behörden geleitet worden sei. Während der gesamten Fahrt wäre demnach das Schiffsidentifizierungssystem (AIS) ununterbrochen aktiv geblieben, habe es bei maritimen Sicherheitsdiensten geheißen. Dazu passe die Annahme eines Verifizierungsprozesses, mit dem Teheran offenbar Frachter befreundeter Staaten erkennen will. Davor hätte die US-Seefahrtsbehörde Marad gewarnt, wie der Branchendienst „Splash247“ berichtet habe. Die Behörde weise darauf hin, dass iranische Streitkräfte während der Passage per UKW-Funk oder E-Mail Kontakt zu Schiffen aufnehmen könnten, um sie anzuweisen, den Kurs zu ändern oder Reisedaten offenzulegen. Diese Kommunikation könne möglicherweise auch dazu dienen, nicht nur Schiffe zu identifizieren, sondern auch die eigene Zielgenauigkeit zu erhöhen, habe es von US-Behörden geheißen.
Chef der US-Terrorabwehr tritt wegen Iran-Kriegs zurück
Aus Protest gegen den US-Angriff auf den Iran ist der Chef des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung, Joseph Kent, zurückgetreten, meldet n-tv. „Ich kann den andauernden Krieg im Iran nicht guten Gewissens unterstützen. Der Iran stellte keine unmittelbare Bedrohung für unser Land dar“, habe er in einem Brief an US-Präsident Donald Trump geschrieben und auf X veröffentlicht. Es sei offensichtlich, dass die Vereinigten Staaten den Krieg „aufgrund des Drucks seitens Israels und seiner einflussreichen amerikanischen Lobby“ begonnen hätten. Trump habe dazu erklärt, Kents Rücktritt sei „eine gute Sache“. „Ich fand immer, dass er in Sicherheitsfragen schwach war, sehr schwach", wurde der US-Präsident weiter zitiert. Trump hatte Kent erst im Februar als Leiter des Terrorabwehr-Zentrums nominiert.
Wadephul glaubt nicht an Fall des iranischen Regimes
Außenminister Johann Wadephul (CDU) glaubt nach eigener Aussage nicht an ein Ende des Irankriegs mit militärischen Mitteln und fordert stattdessen Diplomatie, meldet die Zeit. „Ich gehe nicht davon aus, dass es eine militärische Lösung in diesem Konflikt geben wird“, habe Wadephul auf der Konferenz Europe 2026 erklärt . Eine solche Lösung wäre „nicht realistisch“. Auch einen Regimewechsel im Iran sehe Wadephul nicht kommen. „Ich glaube nicht, dass das passiert“, wird der Außenminister zitiert. Seine Erwartung an die USA und Israel sei, Europa umgehend mitzuteilen, sobald sie ihre militärischen Ziele erreicht hätten, habe Wadephul weiter gesagt.
Ukraine beugt sich Ungarns Druschba-Forderung
Im Streit zwischen Ungarn und der Ukraine um die Druschba-Pipeline und ein blockiertes EU-Darlehen lenkt Kiew ein, wie n-tv meldet. Nach Wochen der Weigerung habe Präsident Selenskyj widerwillig einer Reparatur der Ölleitung zugestimmt. Die Zusage könnte nun die ungarische Blockade eines Milliarden-Darlehens der EU für die Ukraine lösen. Durch die Druschba-Pipeline wurde bekanntlich russisches Öl durch die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei geliefert. Sie war nach ukrainischen Angaben im Januar bei einem russischen Angriff beschädigt und deshalb vorübergehend stillgelegt worden.
LNG-Knappheit gefährdet Gasspeicherbefüllung für nächsten Winter
Der Krieg im Iran könnte zur Gefahr für die Gasversorgung im nächsten Winter werden. Davor warnt die Initiative Energien Speichern (INES), der Zusammenschluss der deutschen Speicherbetreiber, am Dienstag in ihrem jüngsten Gas-Szenario. Zwar sei die Versorgung für diesen Winter gesichert. Für die Versorgung in der Wintersaison 2026/27 bestehe allerdings ein „erhebliches Risiko“, heißt es. Durch die Iran-Krise und die damit einhergehenden Engpässe beim weltweiten Angebot von Flüssigerdgas (LNG) sind die Gaspreise in den letzten Tagen teilweise explodiert. Und das in einer Phase, in der die Speicher für den kommenden Winter allmählich neu befüllt werden müssen. Bei den derzeit hohen Preisen fehlt jedoch der wirtschaftliche Anreiz zur Einspeicherung von Gas, erklärt INES-Geschäftsführer Sebastian Heinermann. Muss die Bundesregierung jetzt eingreifen?
Wieder verbietet ein Gericht mehrere Correctiv-Aussagen zum Potsdamer Treffen
Im Streit über die Berichterstattung der Rechercheplattform Correctiv über das sogenannte Potsdamer Treffen hat die AfD-Bundestagsabgeordnete Gerrit Huy einen Erfolg erzielt, meldet die Berliner Zeitung. Das Landgericht Berlin habe einer Klage der Politikerin stattgegeben und damit insgesamt drei Äußerungen untersagt. Correctiv-Chefredakteur Justus von Daniels habe angekündigt, dagegen Berufung einzulegen. In dem Verfahren ging es im Kern darum, ob einzelne Aussagen von Correctiv als Meinungsäußerungen zu werten seien oder als Tatsachenbehauptung. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig.
Weimer sagt Rundgang auf der Leipziger Buchmesse ab
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat seinen geplanten Rundgang auf der Leipziger Buchmesse abgesagt, meldet die Welt. Wegen einer Debatte im Bundestag könne er nicht wie geplant diesen Termin auf der Messe wahrnehmen, habe eine Sprecherin mitgeteilt. Weimer werde aber am Mittwochabend am Festakt zur Eröffnung der Buchmesse teilnehmen. Die Leipziger Buchmesse ist vom 19. bis 22. März für Besucher geöffnet.