Selenskyj erklärt russischen Luftraum für „faktisch gesperrt“
Über eine drastische Warnung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an internationale Fluggesellschaften berichtet Bild: Wer weiter über Russland fliegt oder russische Flughäfen ansteuert, müsse künftig mit einer massiven Gefahr durch Drohnen rechnen. „Der russische Luftraum wird faktisch gesperrt“, habe der ukrainische Präsident am Dienstagabend erklärt. Und weiter: „Die sicheren Tage am russischen Himmel sind vorbei.“
Raketen-Anschlag auf Umspannwerk am Kraftwerk Jänschwalde
Auf das Umspannwerk Turnow/Preilack in der Nähe des Kraftwerks Jänschwalde in Südbrandenburg ist am Dienstag ein Anschlag verübt worden, wie der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ (MAZ) aus Sicherheits- und Unternehmenskreisen bestätigt wurde. Demnach hätten Einsatzkräfte vor Ort mehrere Vorrichtungen für mit Sprengstoff bestückte Raketen gefunden. Innenminister Jan Redmann (CDU) habe am Dienstagabend bei einem Vor-Ort-Besuch von „Sabotagehandlungen“ gesprochen. Das Ziel wäre gewesen, das Stromnetz zu destabilisieren und einen Stromausfall herbeizuführen. Die bislang unbekannten Täter hätten demnach gegen 7.30 Uhr versucht, mit Hilfe selbstgebauter Treibsätze und „Flugkörper“ „leitfähiges Material in die Höchstspannungsleitungen“ einzubringen. „In einigen Fällen ist das geglückt“, habe der Minister gesagt. Dennoch wäre es zu keinem Stromausfall gekommen.
Bundesregierung schließt Russlands Generalkonsulat und Kulturzentrum
Nachdem die Bundesregierung Russland beschuldigt hat, für den versuchten Sprengstoffdrohnenangriff am Leipziger Flughafen verantwortlich zu sein, hat Außenminister Johann Wadephul (CDU) mehrere diplomatische Gegenmaßnahmen angekündigt, heißt es in Medienberichten. Dazu zählten die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn, die Vertragskündigung für das Russische Haus in Berlin sowie verschärfte Einreisekontrollen für russische Staatsbürger. Im Laufe des gestrigen Abends sei zudem der russische Botschafter einbestellt worden.
Iran verweigert Kooperation mit Atominspektoren
Der Iran hat sich in den vergangenen Monaten geweigert, mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zu kooperieren, hat IAEA-Chef Rafael Grossi nach Medienberichten in einem nicht öffentlichen Bericht geschrieben, der der Deutschen Presse-Agentur vorliege. Das Mullah-Regime hätte der IAEA in Wien weiterhin keine Informationen zu den etwa 440 Kilogramm an beinahe waffentauglichem Uran im Land geliefert, habe es geheißen. Nach Angaben von Experten reiche die Menge für mehrere Atomwaffen aus, wenn der Reinheitsgrad des hoch angereicherten Materials noch etwas weiter erhöht würde. Die Inspektoren der IAEA hätten derzeit auch keinen Zugang zu den mehr als 20 Standorten des iranischen Atomprogramms.
US-Armee meldet neue Angriffe auf Ziele im Iran
Die US-Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele im Iran angegriffen, heißt es in Medienberichten. Dies folge auf „versuchte Angriffe“ der iranischen Revolutionsgarden „auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus und auf in der Region stationierte US-Soldaten“, habe das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom am Dienstag mitgeteilt.
Ministerin Reiche wirft Kanzler Merz „heimliche Steuererhöhung“ vor
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche wirft Kanzler Friedrich Merz und Vize-Kanzler Lars Klingbeil eine „heimliche Steuererhöhung“ vor. In einem Brief von Reiches Staatssekretär Dr. Thomas Steffen an das Bundesfinanzministerium, den Robin Alexander öffentlich gemacht hat, werde deutlich, dass es gar keine Entlastung der Bürger gebe: „Progressionsbedingte Belastungen im Zusammenhang mit der allgemeinen Preissteigerung“ seien „zu vermeiden“, heiße es da. Und weiter wörtlich: „Die Bundesregierung wäre die erste Bundesregierung seit 2015, die keinen vollständigen Abbau der kalten Progression gesetzlich veranlasst. Ergebnis ist eine inflationsbedingte heimliche Steuererhöhung.“
Swingerparty in Mannheims Rathaus als „Nonplusultra an Bürgernähe“
„Gruppensex mit dem Stadtrat dürfte das Nonplusultra an Bürgernähe sein“, habe der Mannheimer Stadtrat Julien Ferrat zur Swingerparty, die es am Freitag im örtlichen Rathaus gegeben haben soll, gegenüber t-online gesagt. Zuvor hätte es ein explizites Verbot der Stadtverwaltung gegeben. Die prüfe nun die Verhängung von Ordnungsgeldern oder anderen Sanktionen. Unter dem Motto „Ein FKK-Swinger-Paradies für Mannheim“ sollen sich sieben Männer und zwei Frauen im Alter von 28 bis 55 Jahren in den Räumen des Rathauses getroffen und sexuelle Handlungen vollzogen haben, heiße es weiter. „So viel Spaß“ hätte er im Rathaus noch nie gehabt, sagte Stadtrat Ferrat.
Selenskyj beschwert sich über Urlaub anderer Regierungschefs
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Vertreter der internationalen Partnerstaaten dafür kritisiert, dass sie Sommerurlaub machen, während in der Ukraine gekämpft werde. „Die vergangenen zwei Wochen waren Europa und die ganze Welt, die uns hilft, in den Ferien“, klagte Selenskyj vor Journalisten. Russland habe die Zeit für Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur genutzt, auch um damit den am Dienstag landesweit begangenen Beginn des Schuljahres zu stören.