Flughafen Leipzig/Halle: Doch keine Munition in Flugzeug neben Sprengstoff-Drohne?
Das Bundesinnenministerium hat intern Berichte dementiert, wonach die Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle in der Nähe eines mit Munition beladenen ukrainischen Flugzeugs entdeckt worden sei, meldet deutschlandfunk.de. Das hätten mehrere Medien berichtet. In der Obleute-Runde im Bundestag mit den Abgeordneten aus den Ausschüssen Inneres und Verteidigung sei klargestellt worden, dass die Maschine leer gewesen sei. Inzwischen habe sich auch Sachsens Innenminister Schuster in einem Interview entsprechend geäußert. Ein Mitarbeiter des Flughafens hätte die mit Sprengstoff bestückte Drohne in der Nacht zum Mittwoch bemerkt. Sie war entschärft worden. Bei einem weiteren Vorfall in der Nähe stieß bekanntlich eine Frachtmaschine mit einem unbekannten Flugobjekt zusammen und wurde leicht beschädigt. Der Flughafen Leipzig/Halle ist ein Fracht-Drehkreuz auch für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine. Inzwischen habe die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Es bestehe der Verdacht des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr, habe die Karlsruher Behörde mitgeteilt.
Am Berliner Flughafen wurden 2026 bundesweit die meisten Drohnen gesichtet
An keinem anderen deutschen Flughafen sind im ersten Halbjahr so viele Drohnen gesichtet worden wie am Hauptstadtflughafen BER, meldet rbb24.de. 28 solcher Flugobjekte habe der Tower in Schönefeld in den ersten sechs Monaten registriert. Das sei eine Sichtung mehr gewesen als am größten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main. In sieben Fällen habe der Flugverkehr am BER deswegen vorübergehend unterbrochen werden müssen. Auffällig sei vor allem der große Sprung zum Vorjahr: Im Gesamtjahr 2025 seien laut Flugsicherung acht Drohnen am BER sowie im Großraum darum herum festgestellt worden. Ein Grund für den starken Anstieg könnte ein neues Detektionssystem sein, das die Bundespolizei in diesem Jahr installiert habe und das Drohnen besser und schneller erkennen könne.
Regionalpräsident Vivas: Noch 6000 illegale Einwanderer in Ceuta
Am Donnerstag suchte Juan Jesús Vivas, der Regionalpräsident von Ceuta, König Felipe VI. auf, um ihm einen Eindruck von der Lage in der Stadt am südlichen Mittelmeerufer zu vermitteln, die weiter dramatisch sei, meldet faz.de. Von der Rückkehr zum Alltag, die die Zentralregierung in Madrid voreilig verkündet hatte, könne angesichts von 6000 Migranten in den Straßen noch keine Rede sein, habe Vivas gesagt. Für Vivas sei es nicht das erste Mal gewesen, dass seine Stadt, die zugleich den Status einer autonomen Region habe, einem Massenansturm ausgesetzt war. Zuletzt strömten 2021 mehr als 8000 Menschen über die Grenze. Seit Februar 2001 sei der 73 Jahre alte Politiker der konservativen PP schon Regierungschef von Ceuta. Wie schon zuvor fühle sich Vivas von der linken Zentralregierung in Madrid wie von seinen Parteifreunden in der konservativen PP allein gelassen.
Drohende Ölpest vor der Küste des Oman durch Öltanker von Russlands Schattenflotte
Vor der Küste des Oman droht wegen eines auf Grund gelaufenen Öltankers eine Umweltkatastrophe von gewaltigem Ausmaß, meldet rnd.de. Am 270 Meter langen Tanker „Caroline Bezengi“, der Russlands sogenannter Schattenflotte zugerechnet werde, träten Satellitenaufnahmen zufolge immer größere Mengen Öl aus. Der Ölteppich sei demnach inzwischen auf eine Fläche von rund 600 Quadratkilometern gewachsen, habe die Umweltorganisation Greenpeace mitgteilt. Die „Caroline Bezengi“ liege in einer ökologisch sensiblen Region vor der omanischen Küste. Gefährdet seien Greenpeace zufolge unter anderem Korallenriffe, Meeresschildkröten, Zugvögel und Meeressäuger. In den Gewässern um die geschützten Inseln in dem Gebiet, wo Seevögel brüten und Schildkröten ihre Eier ablegen, lebt auch der seltene Arabische Buckelwal.
Bombe in Kleinbus nahe Damaskus explodiert
In Syrien ist am Donnerstagabend eine Bombe in einem öffentlichen Kleinbus explodiert, meldet stern.de. Wie das Staatsfernsehen unter Berufung auf Behördenkreise berichtet habe, ereignete sich die Explosion in Dscharamana, einem Vorort der Hauptstadt Damaskus.
Islamistischer Attentäter des Auto-Anschlags in München zu lebenslanger Haft verurteilt
Das Oberlandesgericht München hat einen Mann wegen des Anschlags mit einem Fahrzeug auf eine Verdi-Demonstration zu lebenslanger Haft verurteilt, meldet deutschlandfunk.de. Das Gericht habe den 25-jährigen Afghanen unter anderem des zweifachen Mordes und des versuchten Mordes in 23 Fällen für schuldig befunden.
Es habe zudem die besondere Schwere der Schuld fest, was eine Freilassung auf Bewährung nach 15 Jahren Gefängnis erheblich erschwert. Das Gericht erkannte einen islamistischen Hintergrund. Der Mann war im Februar 2025 bekannrtlich in der bayerischen Landeshauptstadt mit einem Fahrzeug in einen Demonstrationszug der Gewerkschaft Verdi gerast. Dabei wurden eine Frau und ihr Kind getötet sowie zahlreiche Personen verletzt.
Ermittler verhindern offenbar Attentat auf deutschen Rüstungsunternehmer
Nach Recherchen der Wochenzeitung „Die Zeit“ stand der Rüstungsunternehmer Stefan Thumann (39) im Visier von Attentatsplanern aus dem Umfeld russischer Geheimdienste, meldet bild.de. Der Niederbayer gelte als Senkrechtstarter der Branche und liefere mit seinem Start-up Donaustahl Aufklärungs- und Angriffsdrohnen an die Ukraine. In der Gemeinde Straßkirchen in Niederbayern soll der Ukrainer Sergey N. im Dezember 2025 gezielt Thumanns Wohnhaus ausgespäht und Fotos angefertigt haben. Nach einem Hinweis eines ausländischen Nachrichtendienstes hätten die Ermittler zugeschlagen, aber der Mann musste wegen mangelnder Beweise schnell wieder entlassen werden. Erst als die Ermittler schließlich seine Handydaten ausgewertet hätten, seien sie auf Brisantes gestoßen: N. solle nicht nur Thumann, sondern auch dessen Vater überwacht haben. Zudem hätten sich Hinweise auf Kontakte zu einem russischen Geheimdienst gefunden. Doch da war N. offenbar längst aus Deutschland ausgereist.
Finanzinvestor Apollo übernimmt Billigflieger Easyjet
Der britische Billigflieger Easyjet geht an den US-Finanzinvestor Apollo, meldet handelsblatt.com. Dieser habe sich nach einigem Hin und Her die Unterstützung des Managements und der Gründerfamilie Haji-Ioann für seine Offerte über 7,15 britische Pfund je Easyjet-Aktie beziehungsweise 5,7 Milliarden Pfund (6,7 Mrd Euro) gesichert. Ein Gebot in dieser Höhe habe Apollo bereits vor vier Wochen angedeutet.
Offen sei noch gewesen, ob der US-Finanzinvestor Castlelake, der seit Mai um den Billigflieger gebuhlt hätte, noch mal nachlegen würde. Dies hätte er aber nicht getan, sondern sich am Donnerstag endgültig zurückgezogen.