Frankreichs Haushaltsdefizit schockt selbst die Pessimisten
Nach Angaben des französischen Finanzministeriums betrug das Haushaltsdefizit des französischen Zentralstaates bis Ende Juni rund 107 Milliarden Euro. Das sind unfassbare Zahlen – ein um 14,4 Prozent höheres Defizit, als es die Regierung ursprünglich geplant hatte, berichtet Vichys Einblick. Ziehe die Regierung keinen fiskalischen Wellenbrecher ein und geschieht kein ökonomisches Wunder, könnte das Defizit auf Ebene des Zentralstaates in diesem Jahr auf etwa sechs Prozent steigen. Nicht einkalkuliert sind dabei die Lücken im Sozialetat, in den Kommunen und Regionen, die noch einmal einen erheblichen Anteil am französischen Defizit ausmachen.
Zweiter CSD-Attentäter wahrscheinlich: Doch wo ist er?
Die Polizei verfolgt nach dem Anschlag auf den CSD mit einer Toten und 31 zum Teil schwer Verletzten jetzt doch die These eines zweiten Täters, meldet die Junge Freiheit unter Bezugnahme auf einen Bericht der Welt. Zeugen hätten ausgesagt, ein weiterer Mann wäre an dem Attentat beteiligt gewesen. Neben dem inzwischen von der Polizei erschossenen Deutsch-Libanesen Abdul Ballout sei ein zweiter Täter aus einem Gebüsch gesprungen und habe Menschen angegriffen. Doch um diesen mutmaßlichen Komplizen gehe es dabei wohl nicht. In der Tatnacht wurde bekanntlich ein polizeibekannter, ausreisepflichtiger Iraner festgenommen, der aber mangels Beweisen wieder freigelassen wurde. Doch unklar sei, warum der Mann am Tatort war. Zu den CSD-Teilnehmern gehörte er offenbar nicht. Auch die Machete, mit der Ballout auf sein Opfer einschlug, sei demnach bis heute nicht aufgetaucht. Das Messer, das Ballout beim tödlichen Zugriff der Polizei in einer Kleingartenkolonie in Berlin-Spandau bei sich trug, soll, so die Welt, nicht die Tatwaffe gewesen sein.
Brauerei-Sterben setzt sich fort
Die Zahl der Brauereien in Deutschland ist erneut gesunken, meldet NIUS. Im vergangenen Jahr hätten bundesweit noch 1.415 Betriebe Bier produziert – 53 weniger als ein Jahr zuvor. Das habe das Statistische Bundesamt anlässlich des Internationalen Tages des Bieres am 7. August mitgeteilt. Damit habe sich der Rückgang in der Branche fortgesetzt. Im Jahr 2019 gab es noch 1.552 Brauereien.
Frachtschiff in Straße von Hormus angegriffen
In der Straße von Hormus ist vor der Küste des Oman erneut ein Schiff angegriffen worden, heißt es in Medienberichten. Der Frachter wäre von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden, habe die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) gemeldet. Der Vorfall ereignete sich demnach rund 37 Kilometer nordöstlich des omanischen Ortes Al Khasab, heißt es weiter. Die Behörde habe zunächst keine Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten auf dem Frachter gemacht.
Mehrere Verletzte durch Schießerei in Köln
Vier Menschen sind durch Schüsse in Köln zum Teil schwer verletzt worden, meldet n-tv. Die Schüsse sollen nach Angaben der Polizei auf offener Straße abgefeuert worden sein. Zuvor sei es dort zwischen mehreren Menschen zu einer Auseinandersetzung gekommen sein, wie die Polizei mitgeteilt habe. Die Verletzten seien von Sanitätern in Krankenhäuser gebracht worden. Wer am späten Montagabend die Schüsse abgefeuert habe, sei bislang unklar. Die Polizei habe auch keine Angaben zu möglichen Festnahmen gemacht. Ebenso sei offen, warum es zu der Gewalttat kam. Und - wen wundert’s - zur eventuellen Herkunft der Schützen gab es ebenfalls keine Information
EU-Innenministertreffen: Österreich fordert Asylverfahren in Drittstaaten
Österreich drängt auf Asylverfahren in Staaten außerhalb der Europäischen Union. „Die rechtlichen Möglichkeiten dazu wurden mit dem EU-Asylpakt geschaffen“, habe Innenminister Gerhard Karner der Welt gesagt. Den Worten müssten nun Taten folgen. Ziel wäre es, Bilder wie zuletzt aus Ceuta und Tote im Mittelmeer zu verhindern. Die Vorfälle in der spanischen Exklave müssten dem Vorhaben, Asylverfahren in Drittstaaten abzuhalten, weitere Dynamik verleihen. Die EU-Innenminister kommen heute zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Die Sondersitzung hatten die 22 EU-Mitgliedstaaten in einem gemeinsamen Brief gefordert. Es solle darum gehen, „massenhafte und unkontrollierte Grenzübertritte“ künftig zu verhindern.
KI-Datenfirma Palantir mit mehr als 90 Prozent Umsatzplus
Die Datenanalyse-Firma Palantir hat ihren Umsatz im vergangenen Quartal um 93 Prozent gesteigert, heißt es in Medienberichten. Mit Erlösen von knapp 1,94 Milliarden Dollar habe Palantir die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen, die im Schnitt eher mit 1,8 Milliarden Dollar gerechnet hätten. Allein binnen drei Monaten sei der Umsatz um rund ein Fünftel gewachsen. Palantir ist bekanntlich auf die Auswertung großer Datenmengen spezialisiert und liefere unter anderem Software, mit der Geheimdienst- und Militär-Informationen analysiert würden.
Rückkehrer aus Ceuta? 12.000 fehlen, wahre Migrantenzahl unklar
Die spanische Exklave Ceuta wurde von 60.000 Migranten überrannt, von denen ein Großteil nach Marokko zurückgekehrt sei. Und was ist mit denen, die noch da sind? FOCUS-Reporter Ulf Lüdeke habe von der Playa del Trampolin, im Norden Ceutas, berichtet: „Auf diesem Strand befinden sich zur Zeit mehrere Hundert Afrikaner aus dem Subsahara-Raum. Die stauen sich hier gerade, weil wenige hundert Meter von hier entfernt das Erstaufnahmezentrum von Ceuta ist. Dieses hat allerdings nur knapp 600 Plätze zur Verfügung, allesamt belegt. Siebenhundert halten sich dort zurzeit nach Angaben örtlicher Medien auf.“
Doch auch nach Tagen ist völlig unklar, wie viele Migranten bei dem Ansturm vergangene Woche gekommen seien und wie viele sich nun in Ceuta noch aufhielten. Es heiße, wegen der 48.000, die schon wieder nach Marokko zurückgekehrt sein sollen, ergebe sich eine Differenz von 12.000. Man könne am Rande von Ceuta aus sehen, wie Leute immer wieder aus den Wäldern kämen und sich Wasser holten.
Spaniens Regierung bestreitet Warnung des Geheimdienstes vor Ceuta-Krise
Nach dem Ansturm Zehntausender Migranten auf die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta habe die Regierung in Madrid Vorwürfe zurückgewiesen, sie hätte Warnungen des Geheimdienstes CNI vor einer Massenankunft ignoriert, meldet die Welt. Man habe keine Geheimdienstberichte erhalten, die vor einer Migrationskrise dieses Ausmaßes gewarnt hätten, hieß es. Gleichzeitig dauerten in Ceuta die Unterbringung verbliebener illegaler Einwanderer sowie die Suche nach weiteren Todesopfern an. Nach Angaben des Innenministeriums in Madrid seien bislang 72 Leichen geborgen worden. Der Sprecher der oppositionellen konservativen Volkspartei (PP), Miguel Tellado, habe gesagt, es sei kaum vorstellbar, dass der CNI von der bevorstehenden "Menschenwelle" nichts gewusst habe. Auch der Radiosender Cadena Ser hätte von "mehrfachen Warnungen" berichtet.
Selenskyj will Umjerow zum Chef des Auslandsgeheimdienstes machen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will den Chefunterhändler bei den von den USA unterstützten Gesprächen mit Russland, Rustem Umjerow, zum Chef des Auslandsgeheimdienstes ernennen, berichtet der ORF unter Berufung auf Meldungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks der Ukraine.
Russischer Ex-Präsidentschaftsbewerber Nadeschdin emigriert nach Paris
Der russische Politiker Boris Nadeschdin hat seine Heimat Richtung Frankreich verlassen, meldet die Zeit. "Es gibt gute Neuigkeiten. Ich bin am Leben und in Freiheit", habe er in einem bei Telegram veröffentlichten Video gesagt, das vor dem Eiffelturm in Paris aufgenommen worden sei. Der Politiker hatte bekanntlich 2024 versucht, bei der Präsidentschaftswahl zu kandidieren, und sich als Gegner des russischen Kriegs gegen die Ukraine positioniert. So habe er ein Ende der Kämpfe und die Freilassung aller politischen Gefangenen gefordert. Wegen angeblicher Formfehler bei den von ihm eingereichten Unterschriften von Unterstützern war Nadeschdin damals nicht zur Wahl zugelassen worden. In diesem Sommer habe Nadeschdin angekündigt, bei der Wahl der Staatsduma im September antreten zu wollen. Anfang Juli sei er jedoch vom Justizministerium als "ausländischer Agent" eingestuft worden, was in Russland einem faktischen Tätigkeitsverbot gleichkommt. Kurz darauf wurde Nadeschdin verhaftet und wenige Tage später wegen angeblicher Zurschaustellung "extremistischer Symbole" zu einer symbolischen Geldstrafe von umgerechnet elf Euro verurteilt, worden. Offenbar eine Warnung die Nadeschdin ernst nahm.
Dacia und Ford stoppen Produktion wegen Stromkrise in Rumänien
Wegen eines drohenden Stromengpasses haben die Autobauer Dacia und Ford ihre Produktion in Rumänien nach Angaben von Ministerpräsident Ilie Bolojan vorübergehend eingestellt, meldet der ORF. Die Werke stünden vorerst bis zum 19. August still, habe der Regierungschef gestern in Bukarest erklärt. Die Unternehmen wären damit einem Aufruf der Regierung gefolgt, den Energieverbrauch freiwillig zu senken. Bolojan habe hinzugefügt, dass weitere Firmen diesem Beispiel folgten und ihren Verbrauch ebenfalls drosseln würden. Auslöser der Stromkrise in Rumänien sei eine anhaltende Dürre, die zu extrem niedrigen Wasserständen vor allem der Donau geführt hätten. Deshalb habe das Land seine Stromproduktion drastisch drosseln müssen. Unter anderem hätte der Energiekonzern Nuclearelectrica einen der beiden Reaktoren seines Atomkraftwerks abgeschaltet, weil nicht mehr genug Wasser für die Kühlung durch die Donau fließe. Nuclearelectrica produziere sonst rund ein Fünftel des nationalen Stromverbrauchs.
Augsburger Allgemeine verweigert Todesanzeige für verstorbenen AfD-Kreisrat
Der AfD-Politiker und Kreisrat Paul Traxl aus dem bayerischen Landkreis Aichach-Friedberg ist am 28. Juli nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 78 Jahren gestorben. Die Regionalzeitung Augsburger Allgemeine habe offenbar eine Traueranzeige im Regionalteil verweigert, meldet Apollo News. In der Antwort der Zeitung, die auf dem Telegram-Kanal „Bayerische Alternative“ veröffentlicht wurde, heiße es: „Vielen Dank für Ihre Anfrage, wir nehmen jedoch generell keine Anzeigen Ihrer Partei bei uns auf. Dies sind unsere Unternehmensgrundsätze, die auch Nachrufe betreffen.“ Paul Traxl sei bis zuletzt praktizierender Zahnarzt und seit der Gründung des AfD-Kreisverbands im Jahr 2013 dessen Vorsitzender gewesen. Im Mai habe er noch als ältestes Kreistagsmitglied dem neu gewählten Landrat Marc Sturm den Amtseid abgenommen.
Unbekanntes Virus breitet sich bei Rindern in Süddeutschland aus
Ein neues Virus ist nach Europa eingeschleppt worden und breitet sich nun bei Rindern in Süddeutschland aus, meldet n-tv. Die betroffenen Tiere zeigten Fieber und Durchfall, Milchkühe geben weniger Milch, wie das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) erklärte, das sich als Bundesforschungsinstitut der Tiergesundheit widmet. Übertragen werde das Virus durch blutsaugende Gnitzen. Das FLI sei nach der Untersuchung von vier Proben aus Baden-Württemberg zu dem Schluss gekommen, dass es sich um ein bislang nicht näher charakterisiertes Orthobunyavirus aus der Simbu-Serogruppe handele. Viren dieser Gruppe kämen vor allem in Afrika, Asien und Australien vor. Das neue Virus gehöre zu einer Gruppe, zu der auch das Schmallenberg-Virus gehöre. Dieses war 2011 nach Deutschland gelangt und hatte in den darauffolgenden Jahren vor allem bei Schafen für Fehlgeburten und Missbildungen gesorgt. Das Schmallenberg-Virus sei nicht auf den Menschen übertragbar. Das neue Virus stelle laut dem Institut "nach bisherigem Kenntnisstand kein relevantes Infektionsrisiko für den Menschen dar".
Boeing 737 MAX 7 wird dreieinhalb Jahre später zugelassen
Flugzeuge des neuen Typs Boeing 737 MAX 7 dürfen nach langer Verzögerung nun eingesetzt werden, meldet der Deutschlandfunk. Die US-Luftfahrtbehörde FAA habe der Baureihe die Zulassung erteilt. Die Zertifizierung sei mehrere Jahre später als erwartet erfolgt. Der Hersteller Boeing hatte ursprünglich mit einer Zulassung vor dreieinhalb Jahren gerechnet. Die zuständige Behörde habe erklärt, auch der größere Typ MAX 10 könne bald zugelassen werden.