Mindestens 14 Tote bei islamistischem Anschlag auf Friedensdemo in Pakistan
In Pakistan sind mindestens 14 Menschen bei einem Selbstmordanschlag auf eine Kundgebung getötet worden, meldet die Zeit. Unter den Toten seien mehrere Polizisten, hätten die Behörden mitgeteilt. Mehr als 25 weitere Menschen seien verletzt worden, einige davon lebensgefährlich. In der Stadt Kabal, die im Swat-Tal in der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa liege, hätten sich Menschen zu einer Demonstration nahe einer Polizeistation versammelt, um gegen islamistische Gruppen zu protestieren und Frieden zu fordern. Auf der belebten Kreuzung habe der Angreifer dann einen Sprengstoffgürtel gezündet, wird ein Polizeivertreter zitiert. Zuvor hätte er versucht, in die Polizeistation einzudringen, wäre aber von Beamten gestoppt worden. Bisher habe keine Gruppe in der Region den Anschlag für sich reklamiert. Eine der aktivsten Gruppen vor Ort seien die pakistanischen Taliban.
Mehrere Tote nach mutmaßlichem Anschlag auf General in Moskauer Nobellokal
In einem Nobelrestaurant in Moskau riss eine Explosion mehrere Menschen in den Tod, meldet n-tv. Bei dem mutmaßlichen Anschlag im Zentrum von Moskau habe womöglich der Chef der russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte, Alexander Chaiko, getötet werden sollen. Dessen 55. Geburtstag sollte wahrscheinlich in dem Lokal gefeiert werden. Bei der Explosion in dem Restaurant seien am Samstagabend gegen 20 Uhr mindestens drei Menschen getötet und 21 verletzt worden. Zunächst hätten staatliche Medien über eine mögliche Gasexplosion gesprochen, doch jetzt sprächen die russischen Behörden von einem Anschlag.
Britischer Premierminister Burnham will schriftliche Verfassung
Der britische Premierminister Andy Burnham hat sich für die Einführung einer schriftlichen Verfassung für Großbritannien ausgesprochen, meldet die FAZ. Der seit zwei Wochen amtierende Premier habe am Sonntag für „eine neue Sammlung klarer Grundsätze darüber, wie dieses Land regiert werden sollte“ plädiert und die Notwendigkeit einer schriftlichen Verfassung betont. Großbritannien hat bekanntlich – anders als die meisten Länder – keinen verbindlich geltenden, aufgeschriebenen Verfassungstext.
Argentinien-Präsident Milei: Kein Gehalt mehr für Schulden-Politiker
Argentiniens Präsident Javier Milei will verantwortlichen Politikern das Einkommen streichen, wenn der Staat durch ihre Beschlüsse zu viele Schulden macht. Dies sei das Herzstück seines neuen Reformpakets, berichtet Bild. Rutsche der Staat mehrere Monate ins Minus, müsse der Kongress die Finanzen binnen weniger Wochen wieder ins Lot bringen, ansonsten komme automatisch ein Shutdown. Für Präsident, Vizepräsident, Minister und Abgeordnete heiße das: keine Gehaltszahlung mehr. Renten, Gesundheitsversorgung, Polizei und Verteidigung sollen dagegen weiter bezahlt werden. Milei habe dazu in seiner TV-Ansprache erklärt: „Zum ersten Mal in unserer Geschichte gilt: Wenn die Politik ihre Hausaufgaben nicht macht, zahlt die Politik den Preis dafür – nicht das Volk.“
Insa-Wahlumfrage sieht FDP bei fünf Prozent
Die FDP liegt nun auch in einer Insa-Umfrage wieder bei fünf Prozent, meldet der Spiegel. Im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erhebe, hätte die Partei erstmals seit rund eineinhalb Jahren die Fünfprozenthürde wieder erreicht. Auch bei anderen Meinungsforschungsinstituten wie YouGov habe die FDP zuletzt Werte von fünf Prozent erreicht, bei Allensbach sogar 5,5 Prozent.
Umwelthilfe will neues Heizungsgesetz per Verfassungsbeschwerde kippen
Die Deutsche Umwelthilfe hat angekündigt, gegen das neue Heizungsgesetz vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen, meldet der Deutschlandfunk. Bundesgeschäftsführerin Metz habe der Deutschen Presse-Agentur gesagt, das Ziel der „Klimaneutralität“ bis 2045 könne mit diesem Gesetz nicht erreicht werden. Vor allem habe sie kritisiert, dass kein Verbot des Einbaus von Öl- und Gasheizungen vorgesehen sei. Nach Metz‘ Angaben bereitet die Umwelthilfe eine Verfassungsbeschwerde vor, die im September eingereicht werden solle.
Frauenleiche im Koffer in Griechenland: tatverdächtiger Afghane festgenommen
Nach dem Fund der Leiche einer Britin in einem Koffer in Griechenland hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen, meldet die FAZ. Es handle sich um einen 26-jährigen Afghanen, der geständig sei, habe die griechische Polizei am Sonntag mitgeteilt. Der Mordfall wäre damit gelöst. Der Koffer mit dem Leichnam der 38-jährigen Frau aus Schottland war am 18. Juli in einem leerstehenden Haus im Zentrum von Athen gefunden worden. Die Frau war Ende Juni nach Griechenland gekommen.Die Polizei habe mitgeteilt, der 26-jährige Afghane habe den Leichnam in den Koffer getan und zu dem leerstehenden Haus gebracht. In den anschließenden Tagen hätte er die Bankkarten der Frau benutzt, um Geld abzuheben.
Brasiliens Präsident Lula tritt wieder zur Wahl an
Die linke Arbeiterpartei Brasiliens hat Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva erneut zum Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen ernannt, meldet der Spiegel. Gegen ihn tritt Flávio Bolsonaro, der Sohn des inhaftierten Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro, an. Der 80-jährige Lula würde bei einem Wahlsieg seine vierte Amtszeit insgesamt antreten. „Ich bin unendlich viel besser in Form als damals, als ich 57 Jahre alt war und mein erstes Amt antrat. Ich bin topfit“, habe er bei dem Parteitag vor Anhängern in São Paulo behauptet.