Schiffsverkehr in Straße von Hormus ist wieder fast zum Erliegen gekommen
Der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormus ist am Donnerstag nach der jüngsten militärischen Eskalation zwischen den USA und dem Iran nahezu vollständig zum Stillstand gekommen, meldet Handelsblatt.de. Lediglich zwei Tanker hätten in den frühen Morgenstunden nach Schiffsdaten und Branchenkreisen zufolge die Meerenge passiert. Dabei habe es sich um den unter US-Sanktionen stehenden iranischen Rohöl-Supertanker „Berg 1“ sowie den unter der Flagge der Marshallinseln fahrenden Chemikalientanker „Well Sail“ gehandelt.
Volkswagen streicht Hälfte seiner Modelle
Volkswagen will sein Angebot bis 2030 drastisch zusammenstreichen, meldet die Welt. Wie der Konzern am Donnerstag mitgeteilt habe, solle die Modellpalette schrittweise um bis zu 50 Prozent gestrafft und die Angebotskomplexität – etwa die Zahl möglicher Ausstattungsoptionen – um bis zu 75 Prozent reduziert werden. Der Vorstand habe dem Aufsichtsrat dazu ein Maßnahmenpaket mit mehreren Sparinitiativen und ein Zielbild für 2030 vorgestellt. Die Produktionskapazitäten würden auf rund neun Millionen Fahrzeuge pro Jahr angepasst. Zum Vergleich: Vor den Corona-Ausnahmezuständen war der Konzern auf rund zwölf Millionen ausgelegt.
Baden-Württemberg nennt künftig die Nationalität von Tätern
Das grün-schwarz regierte Baden-Württemberg hat eine verpflichtende Nennung der Staatsangehörigkeit von Tatverdächtigen in Polizeimeldungen eingeführt, meldet Apollo News. Damit sei das Bundesland nicht das erste mit einer entsprechenden Regelung, gehe jedoch weiter als andere. Vorangetrieben werde die Reform von Innenminister Manuel Hagel (CDU). Gemeinsam mit dem Justizministerium werde die Verwaltungsvorschrift so geändert, „dass die Staatsangehörigkeit grundsätzlich anzugeben und nur im Ausnahmefall nicht mitzuteilen ist“. Nach Ansicht des Innenministers hätte die Öffentlichkeit ein berechtigtes Interesse daran, diese Information zu erfahren. „Dies führt zu weniger Polarisierung, stärkt das Vertrauen in unseren Staat und schafft Klarheit“, erklärte Hagel. Unterstützung komme von der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG). Deren Bundesvorsitzender Manuel Ostermann habe gegenüber Bild erklärt: „Die Menschen in Deutschland sind nicht auf den Kopf gefallen und wissen sehr genau, wer hier für schwerste Gewalt verantwortlich ist. Es gibt schon deshalb kaum einen plausiblen Grund, der Öffentlichkeit pauschal die Nationalitäten von Straftatverdächtigen vorzuenthalten.“
CSU liebäugelt mit Verbot der AfD in Thüringen
Der CSU-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag, Klaus Holetschek, hat sich für ein Verbot der AfD in Thüringen ausgesprochen, meldet die Junge Freiheit. „Die Bedrohung durch die Radikalen ist so stark wie noch nie“, habe Holetschek in einer Fraktionssitzung am Mittwoch gesagt. Zwar wäre ein Verbot der gesamten AfD nicht effektiv, dafür müsse man aber „Teile der AfD wie den Landesverband Thüringen genau beobachten, die Bedrohungslage im Blick behalten und zumindest ein Teil-Verbot nicht kategorisch ausschließen“. Die linksextreme Organisation „Zentrum für politische Schönheit“ habe die CSU-Landesfraktion für ihre Äußerungen bejubelt. „Es ist ein politisches Beben & es dürfte weniger um Thüringen, als um Sachsen-Anhalt gehen“, habe die selbsternannte „Sturmtruppe zur Errichtung moralischer Schönheit, politischer Poesie und menschlicher Großgesinntheit“ auf X geschrieben.
Zahl der Firmenpleiten so hoch wie seit 21 Jahren nicht mehr
In Deutschland hat es einer Studie zufolge im Frühjahr so viele Firmenpleiten gegeben wie seit 21 Jahren nicht mehr, meldet die Wirtschaftswoche. Von April bis Juni seien insgesamt 4996 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften verzeichnet worden, wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) am Donnerstag mitgeteilt habe. Das sei der höchste Stand seit dem zweiten Quartal 2005. Die Zahl der Firmenpleiten wären gegenüber dem ersten Quartal 2026 um neun Prozent gestiegen. „Der Anstieg erfasst nahezu alle großen Branchen“, hätten die Forscher weiter mitgeteilt. Laut dem IWH-Insolvenztrend habe es allein im Juni 1702 Firmenpleiten gegeben. Das seien zwölf Prozent mehr als im Vormonat und sogar 20 Prozent mehr als im Juni 2025.
40 Prozent mehr Pleiten bei Bäckereien
Die Insolvenzen in der Bäckereibranche haben stark zugenommen, meldet Merkur.de. Laut der Auskunftei Creditreform hätten im ersten Halbjahr bundesweit 63 Betriebe Insolvenz angemeldet, was einem Anstieg von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspreche. Gemeint seien Unternehmen, die Backwaren selbst herstellen und verkaufen, also klassische Bäckereien und auch Konditoreien. Filialen, die die Produkte nur verkaufen, seien nicht berücksichtigt. Doch nicht nur kleine Bäckereien gingen in die Insolvenz. Auch große Bäckereiketten wie die Mecklenburger Backstuben GmbH, die Bäcker Lampe GmbH & Co. KG, die Keim & Brecht OHG sowie die Bäckerei Kayser GmbH seien betroffen, so Creditreform.
Leder-Hersteller aus Hessen muss nach 128 Jahren Insolvenz anmelden
Der Lederwarenhersteller Picard hat für seine operativen Gesellschaften in Deutschland ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beantragt, meldet Chip.de. Wie das Unternehmen laut dem Portal „Shoez“ mitgeteilt habe, hätte das Amtsgericht Offenbach am Main dem Schritt bereits zugestimmt. Picard wolle seine finanzielle und operative Basis an die veränderten Marktbedingungen anpassen, ohne die Kontrolle über das Verfahren abzugeben. Die Sanierung solle nach derzeitiger Planung schon im Herbst 2026 abgeschlossen sein.
Aus für Zalando-Standort Erfurt besiegelt
Die Entscheidung von Zalando, sein Logistikzentrum zu schließen, war für viele Menschen in Erfurt ein Schock, mit den Unterschriften unter einen Sozialplan ist das Aus und der Jobverlust jetzt besiegelt, meldet Handelsblatt.de. Nach monatelangem Tauziehen habe ein Spruch der Einigungsstelle gefällt werden müssen, weil sich Management und Betriebsrat bis zuletzt nicht einigen konnten, hätte der Betriebsrat mitgeteilt. Ein Unternehmenssprecher habe den Abschluss eines Sozialplans bestätigt. 2.100 Menschen werden ihre Arbeit verlieren. Der Sozialplan regele vor allem die Abfindungen für die Arbeitnehmer, die von der Schließung des Logistikzentrums betroffen seien. Es bleibe bei dem Termin Ende September, habe der Unternehmenssprecher gesagt.