US-Militär reagiert mit „massiven“ Angriffen auf den Iran
Nach den Attacken auf drei Tanker in der Straße von Hormus hat das US-Militär rund 80 Ziele im Iran angegriffen, meldet u.a. die Welt. Die Aktion sei mittlerweile beendet. Die Streitkräfte hätten unter anderem Luftabwehrsysteme, Schiffsabwehrraketen sowie mehr als 60 Boote der Revolutionsgarden in oder nahe der Straße von Hormus getroffen, habe das zuständige US-Kommando Centcom mitgeteilt. Damit wäre die Fähigkeit des Irans beeinträchtigt worden, den Schiffsverkehr in der Meerenge zu stören. „Die Aggression des Irans war ungerechtfertigt, gefährlich und ein klarer Verstoß gegen die Waffenruhe“, hieß es aus den USA. US-Präsident Trump hätte den Plan für einen Schlag gegen den Iran während seiner Teilnahme am laufenden Nato-Gipfel in der Türkei genehmigt, habe der gut vernetzte Journalist Barak Ravid auf X unter Berufung auf einen US-Regierungsbeamten berichtet. Nach den neuen US-Angriffen haben die Revolutionsgarden nach eigenen Angaben US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain attackiert. Die iranischen Streitkräfte hätten mit Raketen und Drohnen „85 wichtige US-Armeeanlagen“ in den beiden Ländern angegriffen, habe es in einer am Mittwoch vom iranischen Staatsfernsehen verbreiteten Erklärung der Revolutionsgarden geheißen. In der Folge zogen die Ölpreise wieder an.
USA widerrufen Genehmigung für iranische Ölexporte
Die USA haben die vor Kurzem erteilte Genehmigung für iranische Ölexporte widerrufen, meldet der Deutschlandfunk. Die Regierung in Washington reagiere damit auf Angriffe, die drei Tankschiffe in der Meerenge von Hormus getroffen hätten. Ein US-Regierungsvertreter habe die iranischen Streitkräfte dafür verantwortlich gemacht und von einem „völlig inakzeptablen Vorgehen“ gesprochen. Das Außenministerium von Saudi-Arabien habe ebenfalls den Iran beschuldigt, die drei Schiffe angegriffen zu haben. Kurz nach Bekanntgabe des Widerrufs durch das US-Finanzministerium seien die Ölpreise gestiegen.
Ukraine greift erneut Ölraffinerie im russischen Saratow an
Ukrainische Drohnen treffen in der Nacht zum Mittwoch offenbar eine Ölraffinerie in der russischen Stadt Saratow, meldet n-tv. "Kyiv Independent" habe unter Berufung auf den Telegram-Nachrichtenkanal "Exilenova Plus" berichtet, dass infolge des Angriffs ein Brand in der Anlage ausgebrochen sei. Saratow liegt etwa 460 Kilometer östlich der ukrainisch-russischen Grenze. Bereits Ende Mai hatte die ukrainische Armee diese Ölraffinerie angegriffen.
Neuer Gewalt-Rekord bei der Bahn droht
In den ersten fünf Monaten des Jahres sind 1630 Mitarbeiter der Deutschen Bahn und 4672 Bundespolizisten Opfer von Straftaten geworden, meldet die Berliner Morgenpost. Das gehe aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Dietmar Bartsch hervor. Halte dieser Trend an, steuere Deutschland in diesem Jahr auf einen neuen Negativrekord bei Gewalt gegen diese Berufsgruppen zu, kommentierte Bartsch diese Zahlen. Mit Blick auf Bahn-Beschäftigte weise die polizeiliche Eingangsstatistik für die Zeit von Januar bis Ende Mai 662 Fälle von Körperverletzung aus, 175 Mal gefährliche Körperverletzung und 661 Bedrohungen. Bartsch habe zu Jahresbeginn schon einmal ähnliche Zahlen für die ersten zehn Monate 2025 erfragt, heißt es weiter. Der Vergleich zeige eine steigende Tendenz. 2025 seien es im Durchschnitt jeden Tag fünf Angriffe gewesen. In diesem wären es nach den vorliegenden Zahlen acht.
Le Pen kündigt Kandidatur für die Präsidentschaftswahl an
Marine Le Pen will trotz des Berufungsurteils gegen sie bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr antreten, heißt es in Medienberichten. Das habe die 57-Jährige am Dienstagabend angekündigt. Sie wolle gegen ihre Verurteilung Revision einlegen. Im Berufungsverfahren war Le Pen zuvor erneut wegen Veruntreuung von EU-Geldern verurteilt worden. Das Pariser Gericht habe damit das Urteil aus dem vergangenen Jahr in Teilen bestätigt. Allerdings verkürzte es die Sperre für die Ausübung öffentlicher Ämter, weshalb Le Pen zur Präsidentschaftswahl im Mai 2027 als Spitzenkandidatin ihrer Partei antreten darf. Allerdings müsse sie das verbleibende Jahr mit einer elektronischen Fußfessel verbringen. Le Pen hatte zuvor ausgeschlossen, Wahlkampf mit einer Fußfessel zu machen. Durch ihre Revision werde die Fußfessel-Strafe allerdings vorerst suspendiert.
Nato-Gipfel: Donald Trump erhebt erneut Anspruch auf Grönland
US-Präsident Donald Trump hat auf dem Nato-Gipfel in der türkischen Hauptstadt Ankara erneut gefordert, dass Grönland Teil der Vereinigten Staaten werden solle, meldet u.a. die Zeit. Die weltgrößte Insel sollte von den Vereinigten Staaten und nicht von Dänemark kontrolliert werden, habe Trump bei einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan gesagt. Konkrete Handlungen drohte er nicht an. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen habe wenige Stunden nach den Äußerungen Trumps mitgeteilt, sie erwarte von den Verbündeten, dass sie die Souveränität Dänemarks respektierten und akzeptierten, dass Grönland nicht zum Verkauf stehe. Sie hatte ebenfalls auf dem Nato-Gipfel in Ankara gesprochen.
Trotz Mitgliederschwund sind Kirchensteuer-Einnahmen so hoch wie nie
In Deutschland waren so wenige Menschen wie noch nie zahlende Mitglieder der beiden großen Kirchen. Sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche hätten nach Zahlen der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) im letzten Jahr rund 550.000 Mitglieder verloren, dennoch melden beide Kirchen Rekordeinnahmen bei den Steuern, berichtet Bild. Insgesamt hätten die katholische und die evangelische Kirche im letzten Jahr rund 13 Milliarden Euro an Steuern eingenommen. Das seien knapp 2 Prozent mehr als 2024. Der Grund sei, dass steigende Löhne zu höheren Kirchensteuer-Abgaben geführt hätten. Inflationsbereinigt gingen die Einnahmen für die Kirchen zurück.
Verdächtige von Anschlag auf Oligarchen in Monaco wurde tot bei Kiew gefunden
Im Fall des Sprengstoffanschlags auf einen aus der Ukraine stammenden Oligarchen in Monaco ist die Hauptverdächtige laut Polizeiangaben erschossen aufgefunden worden, meldet n-tv. Die Leiche der 39-jährigen Ukrainerin sei demnach am späten Montagabend in der Nähe von Kiew entdeckt worden, habe die Zeitung "Ukrajinska Prawda" unter Berufung auf Insider berichtet. Zwei weitere Verdächtige wären festgenommen worden. Bei einem handele es sich um einen Mitarbeiter des Militärgeheimdienstes HUR, bei dem anderen um einen ehemaligen Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörden. Eine Stellungnahme von offizieller Seite liege bislang nicht vor. Am Montagabend gegen 21 Uhr hatte es am Eingang eines Wohngebäudes eine heftige Explosion gegeben, bei dem der in der Ukraine geborene Wadym Jermolajew, seine Lebenspartnerin und sein Sohn verletzt wurden. Jermolajew ist nach Medienangaben ein wohlhabender Geschäftsmann, der 2019 die zyprische Staatsbürgerschaft annahm. Die Regierung in Kiew habe 2023 Sanktionen gegen ihn verhängt, weil er Medienberichten zufolge Geschäfte auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim gemacht hatte.
Reiche kürzt Fördermittel für den Heizungswechsel
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will bei den Fördermitteln für die Heizungsumrüstung sparen. Ein ntv vorliegender Richtlinien-Entwurf sehe Kürzungen über 2,1 Milliarden Euro vor. Das Ministerium habe dies mit einem objektiven Sparzwang begründet: Die Nachfrage nach Fördermitteln hätte die bisherige Etatplanung überschritten: Es fehlten demnach sogar 2,2 Milliarden Euro. Die geplanten Änderungen brächten in Summe Einsparungen über 4,3 Milliarden Euro, beziehungsweise 2,1 Milliarden Euro weniger Ausgaben als bislang vorgesehen.
Urteil: Tschechien darf Neonazi Liebich ausliefern
Tschechien darf Marla Svenja Liebich an Deutschland ausliefern, meldet n-tv. Das Oberlandesgericht in Prag habe Liebichs Beschwerden gegen die Auslieferung abgelehnt, hieß es unter Berufung auf eine Gerichtssprecherin. Das Gericht hätte damit die Entscheidung der Vorinstanz bestätigt. Das Landgericht in Pilsen (Plzen) hatte bekanntlich bereits Anfang Juni entschieden, dass Liebich zur Vollstreckung einer Haftstrafe an die deutschen Behörden übergeben werden solle.
IOC hebt Sanktionen gegen Russland vorerst auf
Mehr als vier Jahre nach Beginn des Ukraine-Kriegs hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) einen Teil der Beschränkungen gegen russische Sportler aufgehoben, heißt es in Medienberichten. Russische Athleten sollten sich demnach auch in Mannschaftssportarten für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles qualifizieren können, habe das IOC am Dienstag nach einer Vorstandssitzung in Lausanne mitgeteilt. „Wir wollten allen Athleten die Möglichkeit garantieren, an den Olympischen Spielen teilzunehmen und nicht für die Handlungen ihrer Regierung verantwortlich gemacht zu werden“, habe IOC-Präsidentin Kirsty Coventry diese Entscheidung begründet. Allerdings dürften die Russen bei Olympia vorerst weiterhin nicht unter russischer Flagge antreten und auch die russische Nationalhymne solle bis auf Weiteres bei den Wettbewerben nicht gespielt werden. Über die Nutzung russischer Symbole bei den Spielen wolle das IOC „zu gegebener Zeit“ entscheiden.
Deutsch-Rapper 18 Karat darf abgeschoben werden
Der Rapper 18 Karat sitzt weiterhin im Gefängnis. Nun erleidet der Musiker auch vor Gericht eine weitere Niederlage. Wie das Gericht in einer aktuellen Pressemitteilung mitteilt, darf die Stadt Dortmund dem portugiesischen Staatsangehörigen das unionsrechtliche Freizügigkeitsrecht entziehen und seine Abschiebung vorbereiten. Der Beschluss des Oberverwaltungsgerichts ist unanfechtbar.Hintergrund des Verfahrens ist eine rechtskräftige Verurteilung des Rappers durch das Landgericht Dortmund. 18 Karat wurde wegen mehrerer Betäubungsmittelstraftaten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren und drei Monaten verurteilt. Nach Angaben des Gerichts befindet er sich derzeit noch in Strafhaft.Bereits im vergangenen Jahr wurde bekannt, dass die Dortmunder Ausländerbehörde seine Abschiebung nach Verbüßung der Haftstrafe anstrebt.