US-Supreme Court weitet Macht des US-Präsidenten enorm aus
Das Oberste Gericht der USA hat in der letzten Woche eine epochale Grundsatzentscheidung gefällt, meldet n-tv. Der Präsident dürfe nun auch Personal in bislang unabhängigen Behörden entlassen. Schutzklauseln gegen die Hand des Weißen Hauses seien demnach illegal. Damit verliehen die Richter Trump und nachfolgenden Präsidenten enorme zusätzliche Macht. Der Staatsapparat werde abhängiger von den Launen der Regierung. Zu den betroffenen Behörden gehörten unter anderem die Securities and Exchange Commission SEC, welche die Finanz- und Börsengeschäfte beaufsichtige, so wie auch das National Labor Relations Board NRLB, die Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsrechte schütze sowie gegen illegale Praktiken von Unternehmen ermittelt. Die Bundeswahlkommission FEC, die bislang unabhängig die Wahlkampffinanzierung beaufsichtige, sei ebenfalls betroffen.
Trump trifft Selenskyj am Mittwoch
Im zähen Ringen um ein Ende des russischen Angriffskriegs trifft sich US-Präsident Donald Trump am Rande des Nato-Gipfels mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, meldet das Handelsblatt. Die Begegnung werde am Mittwochnachmittag stattfinden, hätte eine Regierungssprecherin mitgeteilt. Keine der beiden Kriegsparteien mache nennenswerte militärische Fortschritte, habe ein hochrangiger US-Beamter vor Journalisten betont. Gleichzeitig entstünden enorme Kosten, und es gebe Angriffe beider Seiten weit ins jeweils andere Land.
Stahlen russische Hacker Log-ins britischer Beamter?
Russische Hacker sollen einem Medienbericht zufolge die Anmeldedaten britischer Regierungsbeamter gestohlen und sich Zugang zu deren E-Mail-Konten verschafft haben, meldet das Handelsblatt. Laut dem britischen „Telegraph“ hätten die Angreifer dabei eine Schwachstelle im Sicherheitssystem ausgesetzt und zuvor gestohlene Daten eingesetzt, um Barrieren zum Schutz kritischer Infrastruktur zu umgehen. Der am Sonntagabend noch andauernde Angriff sei demnach als „FortiBleed“ bekannt. Eine staatliche russische Beteiligung an dem Angriff sei nach Einschätzung von Sicherheitsforschern bislang nicht nachgewiesen. Laut einer Liste der kompromittierten Konten, die dem „Telegraph“ vorlägen, seien Zugangsdaten von Mitarbeitern des Außenministeriums im Ausland sowie von Kommunalbeamten in ganz Großbritannien abgegriffen worden. Dazu gehörten etwa Konten von IT-Mitarbeitern britischer Botschaften in Thailand und auf Mauritius sowie von Mitarbeitern der zentralenglischen Grafschaft Derbyshire und des Londoner Stadtbezirks Waltham Forest.
Weltgrößtes Militärhauptquartier in Ägypten eingeweiht
Mit einer aufwendigen Zeremonie hat Ägypten gestern das neue Hauptquartier für die Streitkräfte des Landes eingeweiht, meldet der ORF. Laut Fachleuten sei es das größte seiner Art weltweit. Mit einer Fläche von rund 90 Quadratkilometern entspreche seine Größe jener der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. Der Präsident und Ex-General Abdel Fattah al-Sisi, der sich erstmals seit mehr als zehn Jahren öffentlich in Militäruniform zeigte, habe den Komplex bei der Eröffnung als „Beweis für den Willen einer Nation, die das Unmögliche nicht kennt“ bezeichnet. Der Komplex liege in der neuen Verwaltungshauptstadt in der Wüste östlich von Kairo, mit geschätzten Kosten von umgerechnet rund 50 Milliarden Euro eines der teuersten Projekte seit der Machtübernahme Sisis.
EasyJet stimmt Übernahmeangebot von US-Investor zu
Easyjet stimmte dem fünften Übernahmeangebot des US-Investors Castlelake „im Grundsatz“ zu, wie die Unternehmen am Sonntag in London mitgeteilt hätten, meldet das manager magazin. Dabei biete Castlelake nun 6,90 britische Pfund je Aktie, womit Easyjet mit 5,2 Milliarden Pfund (knapp 6,1 Mrd. Euro) bewertet werde. Die Billigfluglinie habe die vorigen Offerten alle abgelehnt, heißt es, Castlelake aber eine Hintertür für eine Nachbesserung offen gelassen. Da Castlelake ein US-Unternehmen sei, könne es keine Mehrheitskontrolle über eine europäische Fluggesellschaft übernehmen und benötige deshalb Partner. Deswegen werde Castlelake den Angaben zufolge mit den Luftfahrtmanagern Peter Bellew und Mark Breen zusammenarbeiten. Bellew sei früher bei Easyjet gewesen, bevor er das Unternehmen 2022 abrupt verlassen habe. Zu den attraktivsten Vermögenswerten von Easyjet zählten eine Flotte moderner Flugzeuge des Typs Airbus A320 sowie Landerechte in London, Mailand und Genf.
Porsche will 4.000 weitere Stellen streichen
Dem angekündigten weiteren Stellenabbau bei Porsche könnten nach Informationen des Handelsblatts von gestern bis zu 4.000 weitere Jobs zum Opfer fallen. Besonders seien dem Bericht zufolge Beschäftigte in den Bereichen Management und Verwaltung betroffen. Am Entwicklungsstandort Weissach sollen demnach rund 30 Prozent der Kapazitäten auf den Prüfstand. Der Konzern habe die kolportierten Zahlen zunächst nicht bestätigt. Ein Sprecher habe aber auf ein in Arbeit befindliches „Zukunftspaket“ zur Verschlankung des Unternehmens verwiesen. Vorgestellt werden solle es Ende Juli. Derzeit werde über ein neues Sparpaket verhandelt. Porsche-Chef Michael Leiters hatte demnach bereits im März einen umfassenden weiteren Stellenabbau angekündigt, zusätzlich zu einem ersten Paket. Bis 2029 sollten in der Region Stuttgart bereits rund 1.900 Stellen sozialverträglich wegfallen. Auch die Verträge von etwa 2.000 befristeten Angestellten seien ausgelaufen. Zudem würden drei Tochterfirmen geschlossen.
Weiterer deutscher Matratzenhersteller meldet Insolvenz an
Steigende Energie- und Rohstoffkosten setzen der deutschen Industrie weiter zu: Jetzt sei der nächste Matratzenhersteller, der auf „Made in Germany“ setzte, in finanzielle Schieflage geraten!Diesmal habe es Bönning + Sommer getroffen, einen ostwestfälischen Produzenten von Matratzen, Toppern, Bettdecken und Schaumstoffen. Das Familienunternehmen habe Insolvenz beim Amtsgericht Bielefeld angemeldet.
Jobcenter zahlte fast eine Million für „Kreativraum“
Eine Wohlfühloase in sanften Grüntönen, schicken Tischchen und einer schwungvollen Sofagarnitur sorgt für in Bremen für Aufsehen, meldet Bild. Im dortigen Jobcenter-Hauptsitz sei ein sogenannter „Kreativraum“ mit allerlei Pflanzen und kuschligem Teppichboden entstanden – für satte 921.335 Euro. Und das für eine Fläche von rund 300 Quadratmetern.