Stromausfall in Reutlingen: Linksextremer Anschlag?
Ein Stromausfall hat Reutlingen (119.000 Einwohner) ins Chaos gestürzt, berichtet u.a. Bild. Auslöser sei ein Brand in einem Umspannwerk gewesen, der Zehntausende Haushalte abrupt vom Netz trennte. Die Polizei ermittle auf Hochtouren. Nach BILD-Informationen würden auch mögliche Verbindungen zu dem linksextremen Brandanschlag in Berlin Anfang des Jahres geprüft. Bereits wenige Stunden nach dem Brand im Umspannwerk habe der Netzbetreiber Netze BW von erste Hinweisen auf Brandstiftung berichtet: Demnach seien drei separate Brandherde entdeckt worden, zudem wurde ein Zaun auf dem Gelände beschädigt. Wie BILD aus Sicherheitskreisen erfahren habe, weise das Brandbild im Umspannwerk Reutlingen-West Parallelen zu dem Feuer an einer zentralen Kabelbrücke in Berlin auf. Auch dort hätten die Flammen zeitgleich mehrere Hoch- und Mittelspannungskabel erfasst. Der Sabotageakt in Berlin-Lichterfelde Anfang des Jahres löste den schwersten Stromausfall seit dem Zweiten Weltkrieg aus – rund 45.000 Haushalte waren betroffen. Zu diesem Brandanschlag hatte sich seinerzeit die linksextremistische, anonyme „Vulkangruppe“ bekannt.
Türkische Kampfjets sollen EU-Ministerflugzeuge bedrängt haben
Wie der Direktor des Pressebüros des zyprischen Präsidenten, Victor Papadopoulos, am Montag laut der griechischen Zeitung Ekathimerini mitteilte, hätten die Verteidigungsminister Griechenlands, Frankreichs und der Niederlande Nikosia über Funkstörungen vom Flughafen Tymbou im türkisch besetzten Norden der Insel informiert, berichtet die Berliner Zeitung. Im Fall des griechischen Verteidigungsministers Nikos Dendias wären zudem türkische Kampfjets in der Nähe beobachtet worden, die parallel zu dessen Flug operiert hätten. Auch nach Informationen des Portals Politico seien zwei türkische F-16-Kampfflugzeuge gesichtet worden, die mindestens eines der Ministerflugzeuge bei Annäherung an Zypern in Distanz begleitet hätten. Betroffen gewesen seien auch die Maschinen der französischen Verteidigungsministerin Catherine Vautrin sowie ein Flugzeug der niederländischen Delegation. Alle Maschinen wären sicher gelandet. Papadopoulos kündigte aber an, dass Zypern den Vorfall vor internationalen Gremien zur Sprache bringen werde. Das türkische Präsidialamt habe die Vorwürfe in einer Erklärung als „völlig falsch“ zurückgewiesen. Vier der sechs aus Griechenland kommenden Flugzeuge hätten den Luftraum des türkisch besetzten Nordzyperns „verletzt“. Daraufhin wären zwei F-16-Jets „vorsorglich“ gestartet.
Deutsch-französisches Kampfjet-Projekt FCAS endgültig gescheitert
Das milliardenschwere Rüstungsvorhaben eines gemeinsamen Kampfflugzeugs von Deutschland und Frankreich steht nach jahrelangen Vorbereitungen vor dem Scheitern, heißt es in Medienberichten. Bundeskanzler Friedrich Merz und der französische Präsident Emmanuel Macron sind nach Informationen mehrerer Nachrichtenagenturen aus deutschen Regierungskreisen zu der Einschätzung gelangt, dass die beteiligten Konzerne Dassault und Airbus beim Bau eines gemeinsamen Jets nicht zusammenfinden werden.
Chinas Autobauer senken Prognose für 2026 drastisch
Die chinesischen Autobauer streichen nach einem erneuten Absatzrückgang ihre Jahresprognose deutlich zusammen, meldet der Spiegel. Der Branchenverband China Passenger Car Association (PCA) rechne für 2026 jetzt mit einem Rückgang der Verkaufszahlen um elf Prozent. Zuvor hätte die PCA nur einen Rückgang um ein Prozent vorausgesagt. Im Mai seien die Verkäufe im Jahresvergleich um 22,1 Prozent auf 1,5 Millionen Fahrzeuge abgesackt, wie ein Sprecher des Verbands in Peking mitgeteilt habe. In den ersten fünf Monaten des Jahres gingen die Verkäufe um 19,5 Prozent zurück.
Chemieindustrie: Chinesisches Unternehmen kauft insolvente Perlon-Gruppe
Ein chinesischer Käufer übernimmt ein insolventes deutsches Chemie-Traditionsunternehmen: Die Perlon-Gruppe mit sieben Gesellschaften in Deutschland, Polen und China geht an die Wuxi Xingda Nylon Company, meldet der Stern unter Berufung auf eine Mitteilung der mit der Sanierung beauftragten Ulmer Anwaltskanzlei SGP Schneider Geiwitz. Der Kaufpreis sei nicht genannt worden. Rund 450 der insgesamt rund 510 Arbeitsplätze in den drei deutschen Standorten der Gruppe in Bobingen bei Augsburg, dem baden-württembergischen Munderkingen und im hessischen Wald-Michelbach sollen erhalten bleiben. Die Gruppe stellt Kunststofffasern unter anderem für Papiermaschinen, Bürsten und Medizintechnik her.
Deutsche Industrieaufträge brechen doppelt so stark ein wie erwartet
Die Auftragslage der deutschen Industrie hat sich im April stärker verschlechtert als angenommen, meldete die Junge Freiheit. Eigentlich seien von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen bislang von einem Rückgang um zwei Prozent ausgegangen. Tatsächlich seien die Industrieaufträge laut aktueller Auswertung des Statistischen Bundesamts um 3,8 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken. „Der breit gefasste Einkaufsmanager-Index für den Euroraum ist den dritten Monat in Folge eingebrochen und liegt nun tief im Rezessionsbereich“, habe der Chef-Ökonom der Commerzbank, Jörg Krämer, auf X erklärt. Die Auslandsaufträge seien im April um 4,2 Prozent zurückgegangen. Dabei brachen die Bestellungen aus der Euro-Zone um 11,1 Prozent ein, während jene aus dem übrigen Ausland um 0,8 Prozent zunahmen. Die Inlandsaufträge sanken demnach um 2,9 Prozent.
EU-Rat billigt schärfere Zollregeln für Stahlimporte
Die Europäische Union hat schärfere Regeln für Stahlimporte beschlossen. Damit wollen die EU-Staaten den europäischen Markt vor globaler Überproduktion und billiger Konkurrenz insbesondere aus China, Indien und der Türkei schützen. Nach den neuen Vorgaben wird die zollfreie Einfuhrmenge auf 18,3 Millionen Tonnen pro Jahr begrenzt. Das sind etwa 47 Prozent weniger als bisher. Mengen, die diese Grenze überschreiten, sollen mit einem Strafzoll von 50 Prozent belegt werden, doppelt so viel wie bisher.
Regierungsexperten wollen Witwenrente abschaffen
Die Rentenkommission der schwarz-roten Bundesregierung erwägt offenbar, die Abschaffung der Hinterbliebenenrente in ihrer aktuellen Form vorzuschlagen, heißt es in Medienberichten. Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf interne Informationen der Expertenkommission berichtet habe, solle die Witwenrente durch ein sogenanntes Rentensplitting ersetzt werden.
Zuversicht der Deutschen sinkt auf Rekordtief
Eine deutliche Mehrheit der Deutschen ist der Meinung, dass sich ihr Land in die falsche Richtung entwickelt, berichtete die Junge Freiheit. Mit 14 Prozent erreiche „der Anteil der Zuversichtlichen den niedrigsten Stand seit Beginn der Zeitreihe vor 15 Jahren“, habe das Markt- und Sozialforschungsunternehmen „Ipsos“ am Montag mitgeteilt. Damit liege die Zustimmung „deutlich unter dem bisherigen Tiefstwert nach dem Bruch der Ampelkoalition im Februar 2025“. Damals hätten noch 17 Prozent gesagt, Deutschland wäre auf dem richtigen Weg. Gleichzeitig sähen laut den Meinungsforschern 86 Prozent der Deutschen das Land auf dem falschen Kurs. „Das sind 4 Prozentpunkte mehr als im Vormonat und 13 mehr als vor einem Jahr.“
Urteil in Rostock: AfD gewinnt gegen Linke
Das Oberlandesgericht Rostock (OLG) hat im Rechtsstreit zwischen AfD-Landtagsabgeordneten und Kreisverbänden der Linken entschieden, dass zwei vorinstanzliche Urteile zugunsten der AfD abgeändert werden müssen, meldet die Welt. Zum einen dürften die beiden betroffenen Kreisverbände nicht mehr verbreiten oder äußern, dass AfD-Abgeordnete in einer Landtagssitzung im April 2025 das Zittern des an Parkinson erkrankten Linken-Abgeordneten Dirk Bruhn imitiert hätten. Das entschied das Gericht am Montag in einem Berufungsverfahren. Auch Äußerungen, AfD-Abgeordnete wären „politische und menschliche Arschlöcher“, dürften nicht wiederholt werden, da sie eine Beleidigung darstellten. Das OLG habe den AfD-Abgeordneten als Klägern einen Unterlassungsanspruch zugestanden.