Iran feuert Raketen auf Israel
Der Iran hat erneut Raketen auf Israel gefeuert, heißt es in Medienberichten. Am späten Sonntagabend hätten iranische Staatsmedien von mehreren Raketensalven berichtet. Laut israelischem Militär seien alle Raketen der ersten Wellen abgefangen worden. Gleichzeitig habe man weitere Raketenangriffe identifiziert. Die Luftabwehr sei weiter im Einsatz. Nach Angaben des israelischen TV-Senders N12 hätten Raketentrümmer im Norden Israels eingeschlagen, unter anderem nahe der Stadt Tiberias. Für heute wurde der Unterricht in allen Schulen Israels laut dem Zivilschutz abgesagt. Der internationale Flughafen bei Tel Aviv bleibe aber zunächst geöffnet.
Trump warnt Netanjahu vor Vergeltungsschlag
US-Präsident Donald Trump hat, nachdem der Iran am Sonntagabend mehrere ballistische Raketen auf Israel gefeuert hatte, den israelischen Premier Benjamin „Bibi“ Netanjahu vor einem Vergeltungsschlag gewarnt, meldet u.a. Bild. In einem Telefonat mit „Axios“-Reporter Barak Ravid habe Trump gesagt: „Ich werde Bibi sofort anrufen und ihm sagen, dass er nicht zurückschlagen soll. Beide Seiten haben ihren Spaß gehabt. Israel hat seinen Angriff durchgeführt und der Iran seinen. Wir brauchen keinen weiteren.“ Die iranischen Angriffe am Abend hätten niemanden verletzt, so Trump weiter. „Wenn Bibi zurückschlägt, wird es einfach so weitergehen wie in den letzten 47 Jahren oder den letzten 3000 Jahren.“
Toter und Verletzte bei Anschlag in Israel
Bei einer Serie von Schusswaffenangriffen in Israel sind am Sonntag Sanitätern zufolge mindestens ein Mensch getötet und fünf weitere verletzt worden, meldet NÖN.at. Wie die Armee mitgeteilt habe, hätte es sich bei dem Toten um einen 55-jährigen Reservesoldaten gehandelt. Die Polizei habe berichtet, es würde sich um einen Terroranschlag handeln. Der mutmaßliche Täter sei erschossen und sein Fahrzeug sichergestellt worden. Laut "ynet" handele es sich um einen arabischen Staatsbürger Israels. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom seien zuerst an einer Tankstelle bei Kokhav Ya'ir nordöstlich von Tel Aviv Schüsse gefallen. Dabei seien zwei Menschen verletzt worden. Anschließend wären aus zwei nahegelegenen Orten weitere Schussverletzte gemeldet worden. Polizeichef Danny Levi habe nach Medienberichten gesagt, dass es nur einen Attentäter gegeben hätte.
Iran droht mit Angriffen auf US-Ziele
Das iranische Regime drohte mit neuen Angriffen auf US-Ziele, meldet der Deutschlandfunk. Der iranische Chefunterhändler Ghalibaf habe den USA und Israel vorgeworfen, sich weder an Waffenruhen zu halten noch auf Dialog zu setzen. Er hätte betont, die US-Seeblockade gegen den Iran und die Unterstützung Israels machten daher amerikanische Stützpunkte sowie israelische Einrichtungen zu legitimen Zielen.
USA sehen große Bedrohung durch israelische Spionage
Das US-Verteidigungsministerium hat Medienberichten zufolge seine Einschätzung der Bedrohungslage durch israelische Spionage auf die höchste Gefahrenstufe angehoben, meldet der ORF. Israels Fähigkeiten zur Spionage und Datenerfassung seien auf einem „kritischen Niveau“, habe der Sender NBC News gestern unter Berufung auf den US-Militärgeheimdienst (DIA) berichtet. Laut NBC sei die Hochstufung aufgrund von Bedenken über israelische Versuche, hochrangige US-Vertreter auszuspionieren, erfolgt. Dabei wäre es um Informationen über „interne Beratungen und die Entscheidungsfindung der Trump-Regierung“ zu den Konflikten im Nahen Osten und in der Golfregion gegangen. Israel hätte unter anderem versucht, den Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, und den Politikchef des US-Verteidigungsministeriums Elbridge Colby abzuhören, habe die „New York Times“ berichtet.
Libanesisches Fernsehen zeigt erstmals ein Interview mit einem Israeli
Zum ersten Mal hat ein jüdischer Israeli ein Interview im libanesischen Fernsehen gegeben, meldet der Spiegel. Der Kontakt gilt der libanesischen Justiz zufolge normalerweise als Kollaboration mit einem Feindstaat, da sich beide Staaten völkerrechtlich im Kriegszustand befänden. Der Journalist und Nahostexperte Barak Ravid habe nun mit Moderator Toni Mrad über die Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah sowie über Bemühungen um eine dauerhafte Waffenruhe gesprochen. Auf die Frage nach aktuellen Verhandlungen habe Ravid gesagt, die Gespräche wären noch im Gange. Die Ablehnung des jüngsten Waffenruhevorschlags durch die Hisbollah bewertete er demnach als taktischen Schachzug, um die eigene Verhandlungsposition in den von den USA vermittelten Gesprächen zu stärken. Der 46 Jahre alte Ravid gelte als außerordentlich gut vernetzt. Er arbeite als Korrespondent für das US-Nachrichtenportal Axios, als politischer Kommentator für CNN sowie das israelische Nachrichtenportal Walla und den Fernsehsender Channel 12 News.
Landratswahl im Saalekreis: Stichwahl zwischen AfD und CDU nötig
Um den Landratsposten im Saalekreis gibt es Ende Juni eine Stichwahl zwischen den Kandidaten von AfD und CDU. Wie das Landratsamt mitgeteilt habe, hätte AfD-Politiker Uwe Arendt am Sonntagabend mit 43,26 Prozent die meisten Stimmen erhalten, gefolgt von CDU-Kandidat Sven Czekalla mit 36,63 Prozent. Die Linken-Politikerin Kerstin Eisenreich habe 13,17 Prozent bekommen und der parteilose Kandidat Lars Zaruba 6,94 Prozent.
CDU-Kandidat gewinnt OB-Wahl in Aue gegen „Freie Sachsen“
Der CDU-Kandidat Marcus Hoffmann hat die Oberbürgermeisterwahl in Aue-Bad Schlema im Erzgebirge gewonnen. Hoffmann bekam im zweiten Wahlgang nach dem vorläufigen Ergebnis 5.007 Stimmen, sein Gegenkandidat Stefan Hartung 4.499 Stimmen. Bis zur Auszählung der Briefwähler hatte Hartung am Sonntagabend noch vorn gelegen.
Iranisches Gericht bestätigt Haftstrafe für Regisseur Panahi
Die iranische Justiz hat die einjährige Haftstrafe für den preisgekrönten iranischen Filmemacher Dschafar Panahi bestätigt, meldet der ORF. Ein Revolutionsgericht in Teheran unter dem Vorsitz des Richters Iman Afshari habe die Berufung des Regisseurs abgewiesen, wie Panahis Anwalt Mostafa Nilli mitgeteilt habe. Panahi war bekanntlich im Dezember in Abwesenheit wegen „Propaganda gegen den Staat“ zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. Zudem sei er mit einem zweijährigen Reiseverbot belegt worden. Trotz drohender Haft kehrte er am 30. März in den Iran zurück.