Trump rechnet trotz neuer Gefechte mit Iran-Deal
US-Präsident Donald Trump hat einen Tag nach den schwersten Gefechten seit Beginn der Feuerpause mit dem Iran an der Darstellung festgehalten, die Islamische Republik sei kaum noch kampffähig, heißt es in Medienberichten. Ihre militärischen Fähigkeiten wären nur noch unbedeutend, sie sollten “die weiße Fahne der Kapitulation schwenken”, so Trump am Dienstag im Oval Office. Außenminister Marco Rubio habe angekündigt, dass die USA die Hormuz-Blockade brechen würden, um die Freiheit der Schifffahrt wiederherzustellen. Das US-Militär werde weiter Drohnen und Boote angreifen, die eine Bedrohung darstellten, habe er in Washington erklärt. Es würden Einheiten in die Region verlegt, um einen Schutzschirm für Handelsschiffe aufzubauen.
Mutmaßlicher Mörder von 14-Jährigem war abgelehnter Asylbewerber
Der 37-jährige mutmaßliche Mörder des 14-jährigen Jermaine B. in Memmingen war ein abgelehnter Asylbewerber, der aber aufgrund ungeklärter Identität geduldet war, meldet Bild. Der Verdächtige sei laut Staatsanwaltschaft in Abu Qash im Westjordanland geboren worden.
Rumänische Regierung stürzt nach nur elf Monaten
In Rumänien wurde am Dienstag die Koalitionsregierung unter dem konservativen Premier Ilie Bolojan (PNL) durch einen Misstrauensantrag der Sozialdemokraten (PSD) und der als rechtspopulistisch beschriebenen AUR abgesetzt, meldet der Standard. Von 431 anwesenden Senatoren und Abgeordneten stimmten 281 für die Entlassung der Regierung.
Friedrich Merz schließt Minderheitsregierung und Neuwahl noch aus
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat eine Minderheitsregierung und vorgezogene Neuwahlen des Bundestages erneut ausgeschlossen, meldet die Zeit. "Ich sage hier sehr klar und deutlich: Eine Minderheitsregierung ist für mich keine Option. Und ich werde sie nicht eingehen. Und ich werde sie nicht auslösen", habe Merz auf einer Veranstaltung des Wirtschaftsrats der CDU in Berlin gesagt. Eine Minderheitsregierung wäre von radikalen Kräften im Bundestag abhängig, brächte Stillstand und drohe im Bundesrat blockiert zu werden, wird Merz weiter zitiert. "Und bitte träume auch niemand von Neuwahlen. Was soll denn danach dabei herauskommen?", fragte er am Vorabend des ersten Jahrestags der schwarz-roten Regierung. Zumindest keine alleinige schwarz-rote Regierung mehr, denn die wäre von einer Mehrheit weit entfernt.
Umfrage: Sinkflug für die Merz-CDU geht weiter
Union und SPD kommen im RTL/ntv-Trendbarometer nicht aus ihren Tiefs heraus und für Kanzler Merz kommt es knüppeldick. Nur noch 13 Prozent der Menschen seien laut den von Forsa erhobenen repräsentativen Zahlen zufrieden mit der Arbeit des Regierungschefs. 85 Prozent äußerten sich dagegen unzufrieden. Selbst Anhänger der Union äußerten sich mehrheitlich (53 Prozent) unzufrieden. In der Sonntagsfrage kämen CDU und CSU wie in der Vorwoche auf 22 Prozent der Stimmen. Das sei der niedrigste Wert seit Bestehen der schwarz-roten Regierung. Wie vor einer Woche liege die AfD mit 27 Prozent deutlich vor der Union. Ebenfalls im Tief stecke die SPD fest. Ihr Wert liege schon seit mehreren Wochen unverändert bei 12 Prozent. Einen Punkt auf 11 Prozent habe die Linke abgeben müssen. Bemerkenswert sei allerdings der Höhenflug der Grünen. Sie würden einen Punkt auf 16 Prozent zulegen. Die FDP liege unverändert bei 4 Prozent, das BSW unter 3 Prozent.
Creditreform: Auch gesunde Firmen sind jetzt von der Pleite bedroht
Deutschlands Wirtschaft steht so sehr unter Dauerstress, dass jetzt auch die renommierte Wirtschaftsauskunftei Creditreform warnt: „Es wird 2026 wieder mehr Insolvenzen und vor allem Schließungen geben“. Chefökonom Patrik-Ludwig Hantzsch könne zwar noch nicht sagen, wie schlimm es genau werde. „Dazu ist das Jahr eine viel zu große Blackbox“, habe er gesagt. Dennoch sei er sicher: Es werde längst nicht nur schwache Unternehmen treffen. „Besonders besorgniserregend ist derzeit, dass viele Unternehmen und Betriebe aus dem verarbeitenden Gewerbe trotz eigentlich gesunder Unternehmensstruktur aus dem Markt austreten müssen“, wird Hantzsch von Bild weiter zitiert. Laut Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) habe es allein im April dieses Jahres 1776 Insolvenzen gegeben – so viele wie seit 20 Jahren nicht mehr.
Biontech schließt Standorte: Bis zu 1860 Jobs bedroht
Der Impfstoffhersteller Biontech plant die Schließung mehrerer Produktionsstandorte, meldet u.a. Bild. Insgesamt bis zu 1860 Stellen könnten von den Einschnitten betroffen sein, habe das Management des Biopharma-Unternehmens in Mainz angekündigt. Betroffen seien die Standorte in Idar-Oberstein, Marburg und Tübingen sowie ein Werk in Singapur. Auch Einrichtungen des übernommenen Konkurrenten Curevac stünden auf der Kippe. Rund 820 frühere Curevac-Beschäftigte am Standort Tübingen seien von den Plänen betroffen. In Marburg gehe es um etwa 540 Jobs, in Idar-Oberstein um rund 440. Zusätzlich stellt Biontech die Produktion von Corona-Impfstoffen in Deutschland komplett ein. Die Herstellung soll künftig vollständig vom US-Partner Pfizer übernommen werden. „Im Laufe des Jahres werden wir die letzten Chargen hier in Deutschland herstellen“, teilte das Unternehmen mit. In Deutschland bleiben neben dem Hauptsitz in Mainz nur noch Berlin und München als reine Bürostandorte. Zudem wolle Biontech einzelne Standorte teilweise oder vollständig verkaufen. Als Gründe habe das Unternehmen Überkapazitäten, eine zu geringe Auslastung und steigenden Kostendruck genannt.
Französischer Entsorger übernimmt Scholz Gruppe
Der Essinger Schrotthändler Scholz Recycling geht nach einem mehrmonatigen Verkaufsprozess in französische Hände über, meldet der Stern. Wie das Unternehmen aus dem Ostalbkreis mitgeteilt habe, übernehme das Recycling- und Entsorgungsunternehmen Derichebourg Environnement SAS die Scholz-Gruppe. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Der Vollzug der Transaktion werde im Verlauf des zweiten Halbjahres 2026 erwartet. Hintergrund des Verkaufs sei die Schieflage beim Scholz-Mutterkonzern, der Chiho Environmental Group aus Hongkong. Die Scholz Gruppe gehört nach eigenen Angaben in Deutschland und in Europa zu den Schlüsselunternehmen im Bereich Rohstoffrecycling.