Putin droht Trump am Telefon mit „verheerenden Folgen“
Der Kreml hat am Mittwoch vor „verheerenden Folgen“ gewarnt, sollte der Kampf gegen den Iran während einer Waffenruhe wieder aufgenommen werden, meldet der Merkur. Zuvor hätte der russische Präsident Wladimir Putin das Thema in einem Telefongespräch mit Präsident Donald Trump angesprochen. Der außenpolitische Berater des Kreml, Juri Uschakow, habe gesagt, Putin hätte Trump erklärt, dass erneute Kampfhandlungen „gefährlich und inakzeptabel“ wären, insbesondere jede Bodenoffensive auf iranischem Territorium. Putin soll nach Angaben des Kreml betont haben, dass ein solcher Schritt nicht nur für den Iran ernste Risiken berge, sondern für die breitere internationale Gemeinschaft.
Südkorea erwägt Beteiligung an Militäreinsatz in Straße von Hormus
Südkorea erwägt laut einem Bericht der Korea Times eine Beteiligung an internationalen Militärmissionen zur Sicherung der Straße von Hormus, meldet die Berliner Zeitung. Demnach prüfe die Regierung in Seoul derzeit sowohl eine neue Initiative der Vereinigten Staaten als auch ein separates Vorhaben unter Führung Großbritanniens und Frankreichs. Rund 70 Prozent der importierten Rohölmengen Südkoreas passieren normalerweise die Meerenge zwischen dem Iran und Oman. Ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums habe der Korea Times geagt, die Regierung werde ihre Position zur von den USA vorgeschlagenen „Maritime Freedom Construct“ sorgfältig prüfen. Dabei würden unter anderem internationales Recht, die Sicherheit der Handelsrouten, das Bündnis mit den USA, die Lage auf der koreanischen Halbinsel sowie innenpolitische Rechtsfragen berücksichtigt.
Erneuter Angriff auf Schiff in Straße von Hormus
In der Straße von Hormus ist einem gestrigen Bericht zufolge erneut ein Schiff angegriffen worden, meldet der ORF. Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) habe auf der Plattform X mitgeteilt, der Kapitän eines nordwärts fahrenden Massengutfrachters hätte einen Angriff mehrerer kleiner Boote gemeldet. Zu dem Vorfall sei es elf Seemeilen westlich der iranischen Stadt Sirik gekommen.
Merz sieht keine Krise im Verhältnis zu den USA
Anders als fast alle Beobachter des politischen Geschehens sieht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) das deutsch-amerikanische Verhältnis nicht in der Krise, meldet u.a. der Stern. Der von US-Präsident Donald Trump angekündigte Abzug von 5000 US-Soldaten aus Deutschland sei im Kern nicht neu, habe Merz am Sonntag in der ARD-Sendung "Caren Miosga" gesagt. „Es wird vielleicht ein bisschen zugespitzt, aber neu ist es nicht“, habe er hinzugefügt. Der Bundeskanzler habe in der Sendung außerdem bestätigt, dass die vom damaligen US-Präsidenten Joe Biden zugesagte Stationierung von Tomahawk-Marschflugkörper zunächst nicht erfolgen werde. „Die Amerikaner haben zurzeit selbst nicht genug“, hieß es von Merz dazu.
1,6 Millionen Syrer zurückgekehrt, aber nicht aus Deutschland
Seit dem Sturz des Machthabers Baschar al-Assad kehrten laut UN-Angaben etwa 1,6 Millionen syrische Flüchtlinge in ihre Heimat zurück, meldet der Merkur. Bis zum 30. April 2026 seien laut UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) 634.000 Syrer aus der Türkei, etwa 621.000 aus dem Libanon und rund 284.000 aus Jordanien wieder in ihrem Heimatland angekommen. Aus Deutschland gebe es allerdings nur 4000 Rückkehrer, wie Welt am Sonntag unter Bezugnahme auf UNHCR-Angaben berichtet habe. Stattdessen hätten 300.000 der ursprünglich rund eine Million syrischen Asylbewerber inzwischen einen deutschen Pass bekommen.
Schweden beschlagnahmt angeblich syrischen Tanker in der Ostsee
Die schwedische Küstenwache hat in der Ostsee einen Tanker beschlagnahmt, der mutmaßlich zur russischen „Schattenflotte“ gehört, meldet der ORF. Das unter syrischer Flagge fahrende Schiff „Jin Hui“ sei in schwedischen Hoheitsgewässern südlich von Trelleborg geentert worden, habe die Behörde gestern mitgeteilt. Polizei und Küstenwache hätten Vorermittlungen wegen mangelnder Seetüchtigkeit eingeleitet. Der schwedische Zivilschutzminister Carl-Oskar Bohlin habe erklärt, dass das Schiff mutmaßlich zu einer von Russland zur Umgehung von Sanktionen genutzten „Schattenflotte“ gehöre. Von der Küstenwache hab es geheißen, es gebe eine Reihe von Unregelmäßigkeiten beim Flaggenstatus. Es werde vermutet, dass der Tanker unter falscher Flagge fahre und gegen internationale Bestimmungen verstoße.
Lockte Russland Peruaner mit Fake-Jobs in den Krieg?
In Peru hat die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, nachdem Hunderte Peruaner offenbar mit falschen Versprechungen nach Russland gelockt und dort zum Kriegsdienst gezwungen wurden, meldet n-tv. Die Ermittlungen habe eine auf Menschenhandel spezialisierte Einheit übernommen. Seit Oktober 2025 seien Berichten peruanischer Medien zufolge rund 600 Peruaner nach Russland gereist. Anwalt Percy Salinas, der mehrere Betroffene vertrete, habe im Sender Canal N von mindestens 13 Todesopfern gesprochen. Sein Anwaltskollege Marcelo Tataje spreche von 135 Vermisstenanzeigen und weiteren 250 möglichen Vermisstenfällen.
Dobrindt will an Grenzkontrollen festhalten
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will weiter Grenzkontrollen durchführen lassen, habe er in der Sendung Bericht aus Berlin gesagt. Zudem fänden nach wie vor Zurückweisungen an den Grenzen statt. „Wir haben 8.000 Haftbefehle an der Grenze durchführen können.“ Mittelfristig setze die Bundesregierung darauf, dass das Migrationssystem in Europa so funktionsfähig gestaltet werde, „dass wir uns aus Grenzkontrollen wieder rausentwickeln können“.