Trotz drohender Knappheit exportiert Deutschland Diesel
Obwohl das Angebot an Diesel auf dem Weltmarkt eingebrochen ist und eine Knappheit droht, exportiert Deutschland derzeit sogenannte Mitteldestillate wie Diesel und Heizöl in Dieselqualität, meldet n-tv. Das gehe aus Daten von Argus Media hervor, einem Unternehmen, das weltweit den Handel mit Rohstoffen und deren Preis beobachtet. In den vergangenen Wochen warnte nicht nur die Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche vor einer möglichen Knappheit bei Kraftstoffen in Deutschland im Verlauf des April oder Mai. Deshalb ist es ungewöhnlich, dass die Bundesrepublik seit etwa zwei Wochen Diesel in die niederländische Region Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen exportiert. Zudem sei Deutschland gewöhnlich Nettoimporteur von Diesel.
Zwei Millionen Dollar Maut für eine Hormus-Durchfahrt?
Eine Kommission im iranischen Parlament hat diese Woche bekanntlich eine Einführung von Mautgebühren in der Straße von Hormus gebilligt. Die Gebühr solle bis zu zwei Millionen Dollar betragen, berichtet Bloomberg laut einer Meldung des Merkur. Laut der Wirtschaftswoche sollen bisher zwei Schiffe für die Durchfahrt eine unbekannte Summe in chinesischen Yuan gezahlt haben. Carsten Duif vom Verband deutscher Reeder (VDR) habe erklärt, seine Mitgliedsunternehmen würden weder die Zahlung einer Maut „noch eine Passage unter diesen Bedingungen“ in Betracht ziehen. Die Versorgungslage der festsitzenden Seeleute habe VOR-Hauptgeschäftsführer Martin Kröger als derzeit gut bezeichnet. Die Schiffe hätten Proviant für rund vier Wochen an Bord und es gebe auch die Möglichkeit zur Nachversorgung. Aber: „Das Risiko, beschossen zu werden, ist real.“
Russland will Gebiet Luhansk komplett eingenommen haben
Russlands Militär hat nach Angaben aus Moskau das ukrainische Gebiet Luhansk jetzt komplett eingenommen, meldet n-tv. "Einheiten der Armeegruppe ‚West‘ haben die Befreiung der Volksrepublik Luhansk abgeschlossen", habe das Verteidigungsministerium der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge mitgeteilt. Die russischen Besatzungsbehörden hatten allerdings bereits im vergangenen Sommer behauptet, dass die ostukrainische Region vollständig erobert worden wäre. Von ukrainischer Seite sei das zunächst nicht kommentiert worden. Nach Karten ukrainischer Militärbeobachter hätte ein kleiner Teil des Luhansker Gebiets um das Dorf Nowojehoriwka noch unter ukrainischer Kontrolle gestanden.
Von Storch kritisiert Chrupallas Forderung nach US-Truppenabzug aus Deutschland
Die Außenpolitikerin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD, Beatrix von Storch, übt Kritik an der Forderung ihres Parteichefs Tino Chrupalla, US-Truppen aus Deutschland abzuziehen, meldet die Welt. Zwar hätte das Grundsatzprogramm der AfD „den Abzug aller ausländischen Truppen aus Deutschland zum Ziel, bindet dies aber an die Voraussetzung, dass Deutschland dann vollumfänglich in der Lage ist, sich selbst zu verteidigen und seine Bündnispflichten innerhalb der Nato zu erfüllen. Daher gehört auch die Wiedereinsetzung der allgemeinen Wehrpflicht zum Grundsatzprogramm der AfD“, habe sie dem „Inside AfD“-Podcast von „Politico“ gesagt.
Berliner AfD startet „Messer-App“
Die Berliner AfD macht die steigende Messerkriminalität in der Hauptstadt zum Wahlkampfthema, meldet die Welt. Die Fraktionsvorsitzende Kristin Brinker werfe der Koalition von CDU und SPD mangelnde Transparenz im Umgang mit Gewaltstraftaten vor. „Das Unsicherheitsgefühl in der Stadt hat erheblich zugenommen“, habe Brinker erklärt. Mit einer Übersicht der von der Polizei gemeldeten Vorfälle mit Messern wolle die AfD-Fraktion nach eigenen Worten für mehr Transparenz sorgen. Der schwarz-rote Senat solle so dazu gedrängt werden, mehr Daten zu veröffentlichen, beispielsweise zur Nationalität der Verdächtigen. Berlin gehöre zu den wenigen Ländern, wo dies weiterhin nicht passiere, habe der innenpolitische Sprecher der Partei, Thorsten Weiß, kritisiert. Nach seinen Angaben gebe es Überlegungen, die Darstellung um den Schusswaffengebrauch und Sexualstraftaten auszuweiten.
Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Sachsen-Anhalt um 24 Prozent gestiegen
Im vergangenen Jahr ist die Anzahl der Insolvenzanträge durch sachsen-anhaltische Unternehmen um rund 24 Prozent gestiegen, meldet die Ostdeutsche Allgemeine. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Halle hätten 436 Firmen im Land Insolvenzanträge bei den zuständigen Amtsgerichten eingereicht. Die meisten Firmenpleiten im vergangenen Jahr habe es den Zahlen zufolge im Baugewerbe gegeben. Dahinter folgten das Gastgewerbe, der Handel und Autowerkstätten. Durch die aktuelle Wirtschaftskrise werde die Region allerdings besonders hart getroffen, habe Sascha Gläßer, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau, der Deutschen Presse-Agentur gesagt.
Israel: Hochrangiger Hisbollah-Kommandant getötet
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben einen hochrangigen Kommandanten der proiranischen Schiitenmiliz Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut getötet, meldet der ORF. Es solle sich dabei um den Kommandanten der „südlichen Front“, Jusuf Ismail Haschem, gehandelt haben. Er habe eine zentrale Rolle in der Hisbollah gespielt.
Falschmeldung im Fall Fernandes: Tagesschau schneidet alte Sendung nachträglich um
Die ARD-Tagesschau hat in ihrer 20-Uhr-Ausgabe eine Falschmeldung zum Fall Fernandes verbreitet. Das räumt die Redaktion in einem Korrekturhinweis selbst ein und hat die Passage nachträglich herausgeschnitten, meldet Apollo-News. Es gehe demnach um die Tagesschau vom 29. März. In einem Korrekturhinweis erkläre die ARD, warum sie diese Aussage herausgeschnitten habe: „Diese Sendung wurde nachträglich bearbeitet. In einer früheren Version der Meldung zur Demonstration in München konnte der Eindruck entstehen, dass Frau Fernandes ihrem Ex-Mann vorwirft, manipulierte Videos im Internet zu verbreiten. Der Vorwurf von Fernandes lautet richtig: Ulmen soll jahrelang im Internet Fakeprofile erstellt und darüber hinaus pornografische Darstellungen verbreitet haben.“ Brisant ist dies, da der Fall für eine Medienkampagne genutzt wurde, um eine Gesetzesverschärfung durchzusetzen. SPD-Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hatte bereits einen entsprechenden Gesetzentwurf vorbereiten lassen.