Eurozonen-Wachstum ist noch schwächer als gedacht
Die Wirtschaft in der Euro-Zone ist noch weniger gewachsen als erwartet, meldet das Handelsblatt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Währungsraum hätte demnach von Oktober bis Dezember 2025 zum Vorquartal nur um 0,2 Prozent zugelegt, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Freitag mitgeteilt habe. In einer früheren Schätzung sei noch von 0,3 Prozent ausgegangen worden. Im Gesamtjahr 2025 habe es laut Eurostat im Euroraum beim BIP ein Plus von 1,4 Prozent gegeben. Damit sei die frühere Schätzung von 1,5 Prozent nach unten revidiert worden.
Trump will bei Auswahl von Irans neuer Führung mitreden
Die USA müssen nach Darstellung von Präsident Donald Trump an der Auswahl des nächsten iranischen Staatsoberhaupts beteiligt werden, heißt es in Medienberichten. In einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur Reuters habe Trump dies am Donnerstag mit dem Vorgehen der USA in Venezuela verglichen und gesagt: „Wir werden diese Person gemeinsam mit dem Iran auswählen müssen." Dass Chameneis Sohn Modschtaba das Amt des Obersten religiösen und politischen Führers übernehme, habe der Präsident als sehr unwahrscheinlich bezeichnet.
NATO erhöht Einsatzbereitschaft der Raketenabwehr
Die Nato erhöht wegen des iranischen Raketenbeschusses auf die Türkei die Alarm- und Einsatzbereitschaft ihrer ballistischen Abwehrsysteme, heißt es in Medienberichten. Das habe ein Sprecher des militärischen Hauptquartiers im belgischen Mons mitgeteilt. Sie würde auf diesem „erhöhten Niveau“ bleiben, bis die Bedrohung durch die „wahllosen Angriffe des Iran in der gesamten Region“ nachlasse. Einzelheiten zu den vorgenommenen Änderungen könne er aber aus operativen Gründen nicht nennen.
Selenskyj droht Orban mit ukrainischen Soldaten
Im Streit über einen von Ungarn blockierten EU-Kredit droht der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban, berichten verschiedene Medien. „Wir hoffen, dass eine Person in der Europäischen Union die 90 Milliarden Euro nicht blockieren wird und die ukrainischen Kämpfer Waffen bekommen, andernfalls geben wir die Adresse dieser Person unseren Jungs weiter, auf dass sie ihn anrufen und mit ihm in ihrer Sprache reden“, habe Selenskyj nach einer erweiterten Regierungssitzung in Kiew gesagt und betont, dass sein Land zum EU-Kredit keine Alternative hätte. In Ungarn sei umgehend auf die Äußerung reagiert worden. „Diese Drohungen und Erpressungen von Selenskyj gehen weit über jedes akzeptable Limit hinaus“, habe Orbans Pressesprecher Zoltan Kovacs auf der Plattform X geschrieben. Persönliche Emotionen hätten nichts in Angelegenheiten wie dieser zu suchen. Ungarn werde sich nicht einschüchtern und erpressen lassen.
Selenskyj kündigt weitere Gefangenenaustausche an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die baldige Rückholung weiterer Soldaten aus russischer Kriegsgefangenschaft angekündigt, heißt es in Medienberichten. In seiner abendlichen Videobotschaft habe er den gestern vollzogenen Austausch von 200 Kriegsgefangenen gelobt. „Wir rechnen damit, dass es in den nächsten Tagen eine Fortsetzung der Austausche geben wird“, hätte er anschließend gesagt. Wie es mit den Verhandlungen über ein Ende des russischen Kriegs in der Ukraine weitergehen werde, sei nach seinen Worten hingegen ungewiss.
Polen schränkt Sozialleistungen für Ukraine-Flüchtlinge deutlich ein
In Polen erhalten ukrainische Flüchtlinge fortan weniger Sozialleistungen, meldet die Welt. Ein entsprechendes Gesetz sei gestern in Kraft getreten. Unter anderem würden besondere Gesundheitsleistungen nur noch einem begrenzten Personenkreis gewährt, darunter Minderjährige, Erwerbstätige und Opfer von Folter oder Vergewaltigung. Gemäß dem neuen Gesetz sollen Zuschüsse für Essen und Wohnen nur noch an Flüchtlinge ausgezahlt werden, die als besonders schutzbedürftig gelten. Mindestens bis zum kommenden März sollen ukrainische Flüchtlinge in Polen aber weiterhin einen Schutzstatus genießen.
Trump beruft Heimatschutzministerin Kristi Noem ab
US-Präsident Donald Trump trennt sich von seiner Heimatschutzministerin Kristi Noem, meldet n-tv. Diese werde das Amt zum 31. März abgeben, habe Trump auf Truth Social erklärt. „Die derzeitige Ministerin Kristi Noem, die uns gute Dienste geleistet und zahlreiche spektakuläre Ergebnisse erzielt hat (insbesondere an der Grenze!), wird Sonderbeauftragte für 'The Shield of the Americas' werden, unsere neue Sicherheitsinitiative für die westliche Hemisphäre, die wir am Samstag in Doral, Florida, vorstellen werden.“ Neuer Heimatschutzminister solle der Senator Markwayne Mullin aus Oklahoma werden. Dieser wäre ein wahrer "MAGA-Krieger", so Trump.
EuGH urteilt gegen Deutschland in Asylstreit
Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) kann Deutschland nach Ablauf einer Frist für Asylverfahren zuständig werden, wenn der eigentlich verantwortliche Staat die Aufnahme von Asylbewerbern verweigert, meldet die Süddeutsche Zeitung. Geklagt hatte ein Syrer, der in Deutschland Asyl beantragt hatte. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hätte seinen Antrag abgelehnt, da Italien zuständig gewesen wäre. Doch da der Asylbewerber nicht innerhalb von sechs Monaten nach Italien rücküberstellt wurde, sei nun nach Meinung des Gerichts Deutschland zuständig.
Cum-Ex-Skandal: Gericht lässt Anklage gegen weitere Warburg-Banker zu
Am 24. März 2026 beginnt der nächste Prozess im Cum-Ex-Steuerskandal, meldet das Handelsblatt. „Mit Beschluss vom 27. Februar 2026 hat das Gericht die Anklage gegen drei männliche Angeklagte zur Hauptverhandlung zugelassen“, habe ein Sprecher des Landgerichts Bonn mitgeteilt. Laut Gericht handele es sich um ehemalige Führungskräfte einer Hamburger Privatbank. Die Kammer hätte für den Prozess 53 Hauptverhandlungstage angesetzt. Nach Handelsblatt-Informationen geht es einmal mehr um Banker der Hamburger Privatbank M.M. Warburg.
Eskalation bei Chamenei-Trauerfeier in Wien
In Wien ist es bei einer Gedenkveranstaltung für den getöteten iranischen Führer Ali Chamenei zu einer Massenschlägerei gekommen, meldet die Welt. Wie die Polizei am Donnerstag mitgeteilt habe, seien rund 70 Personen am Abend zuvor vor einem islamischen Zentrum mit Holzlatten und Stöcken aufeinander losgegangen.