Trump kommt nach Davos
US-Präsident Donald Trump will sich am Mittwochnachmittag an die rund 3.000 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft wenden. Wichtiger als Trumps Rede auf der Bühne des Kongresszentrums dürften die Gespräche dahinter werden. Dass er auch noch eine ranghohe Delegation mitbringt, zu der Außenminister Marco Rubio, Finanzminister Scott Bessent und Handelsminister Howard Lutnick ebenso gehören wie die Sondergesandten und Top-Verhandler Steve Witkoff und Trump-Schwiegersohn Jared Kushner, verschafft seinem Auftritt noch mehr Gewicht. Möglich sei, dass es am Rande der Tagung zu einem Ukraine-Gipfel mit Trump, dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und den Europäern komme.
EU organisiert Sondergipfel wegen Trumps Grönland-Zöllen
EU-Ratspräsident António Costa hat nach den Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump einen Sondergipfel der EU-Staats- und Regierungschefs für die "kommenden Tage" angekündigt. Dabei solle die Antwort der EU auf Trumps Drohungen mit Sonderzöllen wegen des Streits um Grönland koordiniert werden, habe Costa gestern Abend auf X mitgeteilt. Aus EU-Kreisen hätte es geheißen, dass der Gipfel am Donnerstag in Brüssel stattfinden solle. Insidern zufolge könnten dabei Gegen-Strafzölle in Höhe von 93 Milliarden Euro beschlossen werden.
Bundeswehrsoldaten aus Grönland nach Deutschland zurückgekehrt
Das Erkundungsteam der Bundeswehr hat sich gestern auf den Rückweg von Grönland nach Deutschland begeben. Nach Angaben eines Sprechers des Operativen Führungskommandos sollten die 15 Soldaten über Reykjavik und Kopenhagen nach Deutschland zurückfliegen.
Syriens islamistischer Machthaber Ahmed al-Scharaa sagt Deutschlandbesuch ab
Der syrische Machthaber Ahmed al-Scharaa hat seinen für Montag und Dienstag geplanten Deutschlandbesuch auf unbestimmte Zeit verschoben. Das bestätigte ein Sprecher der Bundesregierung. Grund sei die innenpolitische Situation in Syrien.
Syrische Staatsmedien melden Waffenruhe mit Kurden
Die syrische Regierung und die mehrheitlich kurdischen Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) haben sich auf eine sofortige Waffenruhe an allen Fronten geeinigt, berichteten syrische Staatsmedien gestern. Der US-Sondergesandte Tom Barrack habe auf X von einem „entscheidenden Wendepunkt“ gesprochen. Davor war es tagelang zu Kämpfen gekommen, bei denen die syrische Armee zuletzt weite Gebiete erobert haben, in denen die Kurden bisher de facto Autonomie genossen. In Rakka habe die Armee Behördenangaben zufolge gestern die Kontrolle über die Stadt Tabka inklusive des größten Staudamms des Landes übernommen.
Orban nimmt Einladung zu Trumps Gaza-Friedensrat an
US-Präsident Donald Trump hat Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Orban eingeladen, dem geplanten Friedensrat für Gaza beizutreten. Das habe Ungarns Außenminister Peter Szijjarto am Sonntag mitgeteilt. Das Gremium solle den Wiederaufbau des Küstenstreifens überwachen. „Er fühlt sich durch die Einladung geehrt und wird sich selbstverständlich an der Arbeit des Gremiums beteiligen“, habe Szijjarto im staatlichen Radiosender Kossuth Radio erklärt.
Iranische Ärzte berichten von 16.500 toten Demonstranten
Laut eines Berichts iranischer Ärzte sollen bei den jüngsten Protesten gegen das Mullah-Regime mindestens 16.500 Menschen ums Leben gekommen sein, habe die britische Sunday Times berichtet. Grundlage des Berichts seien gesammelte Informationen eines iranischen Ärztenetzwerks. Weitere 330.000 Menschen sollen verletzt worden sein. Zur Übermittlung der Zahlen hätten die Ärzte das Satelliten-Internetsystem Starlink genutzt, weil das Regime den iranischen Zugang zum Internet bekanntlich seit dem 8. Januar blockiert.
EU nimmt Freizeitangler ins Visier
Jeder, der in Nord- oder Ostsee angelt, muss sich künftig erst mit einer App auf dem Smartphone registrieren – und seine Fänge elektronisch melden. Das gilt zwar nicht für alle Arten, aber für praktisch alle, die etwas seltener geworden sind: Aal zum Beispiel, Dorsch und Wildlachs. Die entsprechende „Kontrollverordnung“ der EU gilt seit dem 10. Januar 2026. Ab 2030 wird die Meldepflicht dann auch auf andere Meeresfische ausgeweitet und gilt auch für Arten, deren Bestände nicht stark zurückgegangen sind – zum Beispiel für Schollen.