Iran-Krieg: Selenskyj sorgt sich um Nachschub für die Ukraine
Angesichts der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran befürchtet der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Probleme für sein eigenes Land im Krieg gegen Russland, meldet das Handelsblatt. „Es könnte schwierig werden, Raketen und Waffen für die Verteidigung unseres Luftraums zu beschaffen“, habe Selenskyj der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“ gesagt. „Die Amerikaner und ihre Verbündeten im Nahen Osten könnten diese zur Verteidigung benötigen, zum Beispiel Anti-Patriot-Raketen.“ Auch während der Angriffe der USA und Israels auf den Iran im Juni vergangenen Jahres hätte sich die Lieferung von Raketen an sein Land verzögert. „Heute ist das noch nicht geschehen, aber ich befürchte, dass es sich wiederholen könnte.“
Kämpfe zwischen Afghanistan und Pakistan dauern an
Der vergangene Woche erneut entflammte Konflikt zwischen Afghanistan und Pakistan geht nach Angaben aus Kabul weiter. "Die Kämpfe dauern immer noch an", habe das afghanische Verteidigungsministerium am Dienstag erklärt. Laut Medienberichten seien in Kabul mehrere Explosionen sowie zu Flugabwehrfeuer und Gewehrsalven zu hören gewesen. Ein AFP-Reporter im afghanischen Jalalabad, das zwischen Kabul und der Grenze zu Pakistan liegt, hätte ebenfalls von Explosionen und Schüssen berichtet. Auch an dem nahe gelegenen Grenzübergang Torkham seien die Kämpfe weiter gegangen. Die UNO habe von bisher mindestens 42 getöteten Zivilisten seit der jüngsten Eskalation in der Vorwoche berichtet. Beide Seiten hätten für sich reklamiert, seit Beginn des Konflikts zahlreiche Soldaten des Gegners getötet zu haben.
Mann in Berliner Park niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt
Ein 50-jähriger Mann ist im Volkspark Friedrichshain angeschossen und lebensgefährlich verletzt worden, meldet der Tagesspiegel. Er hatte demnach mehrere Schussverletzungen und sei mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus gekommen. Der bislang unbekannte Täter sei geflüchtet. Die Ermittlungen habe die Mordkommission übernommen. In Berlin sei es in den vergangenen Monaten wiederholt zu Schüssen mit Schwerverletzten gekommen. Hintergrund wäre der Meldung zufolge in vielen Fällen ein Bandenkrieg, den die organisierte Kriminalität aus der Türkei nach Deutschland getragen hätte. Ob der Fall von heute auch in diesem Zusammenhang stehe, sei aber noch völlig unklar.
Trump und Iran kündigen Ausweitung gegenseitiger Angriffe an
Drei Tage nach Beginn der massiven israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran hat US-Präsident Donald Trump eine weitere Verstärkung der Attacken angekündigt, meldet unter anderem das Handelsblatt. „Wir haben noch nicht einmal angefangen, hart zuzuschlagen“, habe er dem Sender CNN gesagt. „Die große Welle kommt bald.“ Er gehe von etwa vier bis fünf Wochen Krieg aus, hätte Trump hinzugefügt. Notfalls könnte es aber auch länger dauern. Trump habe bekräftigt, dass die Operation mit „unerbittlicher Entschlossenheit“ fortgesetzt werde. Der Iran wäre nach seinen Worten schon bald in der Lage gewesen, mit seinen Raketen auch US-Territorium zu treffen. Die iranischen Revolutionsgarden wollen nach eigenen Angaben seit Kriegsbeginn Hunderte ballistische Raketen und mehr als 700 Drohnen auf Ziele in Israel sowie auf US-Militärstützpunkte in der Golfregion abgefeuert haben. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben zunächst nicht. Der Sprecher habe angekündigt, die Angriffe weiter auszuweiten. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sei derweil Befürchtungen entgegen getreten, es könne ein langer Krieg wie im Irak werden. „Dies ist kein endloser Krieg“, habe Hegseth gesagt. Die USA gingen ihm zufolge mit einem klaren Fokus in den Krieg: „Die Raketenbedrohung zerstören, die Marine zerstören, keine Atomwaffen.“ Ob für die Zerstörung der Atomanlagen auch Bodentruppen eingesetzt werden sollten, sei unklar geblieben. Ausdrücklich ausschließen wollte Trump das der Meldung zufolge nicht.
Israel greift erneut in Teheran an
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine weitere Angriffswelle auf Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran gestartet, meldet unter anderem das Handelsblatt. Augenzeugen hätten berichtet von heftigen Explosionen. Der Staatssender PressTV meldete, das Gelände der staatlichen Rundfunkanstalt wäre attackiert worden. Zuvor hätte ein Sprecher der israelischen Armee auf Persisch im Internet alle Bewohner des Stadtteils Evin aufgerufen, sich angesichts unmittelbar bevorstehender Bombardierungen in Sicherheit zu bringen.
Frankreich erhöht die Zahl seiner Atomsprengköpfe
„Ich habe beschlossen, die Zahl der Sprengköpfe unseres Arsenals zu erhöhen“, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf einem Militärstützpunkt in Île Longue im Nordwesten Frankreichs, wo die ballistischen Raketen-U-Boote des Landes stationiert sind, heißt es in Medienberichten. Zudem hätte Macron gemeinsame Atom-Militärübungen mit Deutschland angekündigt. "Deutschland ist ein Schlüsselpartner", habe Macron gesagt. "Die ersten Schritte der Zusammenarbeit werden noch in diesem Jahr beginnen", hieß es weiter.
EU kündigt Energie-Krisenstab an
Die EU-Kommission hat jetzt angekündigt, einen Energie-Krisenstab einzuberufen, meldet der Deutschlandfunk. Damit wolle man sich für mögliche Notlagen wappnen. Die EU-Kommission habe die Einsetzung des Krisenstabs nach einer Sondersitzung in Brüssel mitgeteilt. Er solle unter anderem Reaktionen auf die rasant steigenden Energiepreise planen.
Trump erleidet Schlappe im Streit um Zoll-Rückzahlungen
US-Präsident Donald Trump hat im Streit um seine Zollpolitik erneut eine juristische Niederlage erlitten, meldet n-tv. Ein Bundesberufungsgericht in Washington habe den Antrag der Regierung zurückgewiesen, Verfahren um die Rückzahlung unrechtmäßig gezahlter Zölle zu verzögern.
Keine Beschwerde gegen AfD-Entscheidung im Eilverfahren
Die Entscheidung des Kölner Verwaltungsgerichts zur Einstufung der AfD wird im Eilverfahren nicht vor dem Oberverwaltungsgericht landen, meldet die FAZ. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums habe der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage mitgeteilt: „Eine Beschwerde gegen den Beschluss des VG Köln im Eilverfahren ist nicht vorgesehen." Das Verwaltungsgericht Köln hatte bekanntlich in einem Eilverfahren am Donnerstag entschieden, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz die AfD vorerst nicht als gesichert rechtsextremistische Bestrebung einstufen und entsprechend beobachten darf. Eine Entscheidung in der Hauptsache stehe noch aus.
Afghanischer Messerangreifer vom Würzburger Hauptbahnhof tot in Zelle gefunden
Der mutmaßliche Messerangreifer, der vergangene Woche drei Zeugen Jehovas am Würzburger Hauptbahnhof verletzt haben soll, ist tot in der Untersuchungshaft entdeckt worden, meldet der Spiegel. Der Polizei zufolge deute "alles auf Suizid hin". Die Umstände seien bislang unklar. Wie es zu der vermuteten Selbsttötung kommen konnte, habe ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Würzburg zunächst nicht sagen können. Der 35 Jahre alte Afghane hatte bekanntlich am 23. Februar morgens drei Zeugen Jehovas an einem Stand unvermittelt angegriffen.
Hannover schaltet ersten Block seines Kohlekraftwerks ab
Hannover nimmt den ersten Block seines Kohlekraftwerks Stöcken vom Netz, meldet n-tv. Am Wochenende sei der 75 Meter hohe Block I des Kohlekraftwerks demnach endgültig außer Betrieb genommen worden, habe der kommunale Versorger Enercity als Betreiber der Anlage mitgeteilt. Damit wäre die Hälfte des Kohleausstiegs in Hannover geschafft. Der noch verbleibende Block II werde spätestens nach der Heizperiode 2027/28 folgen, heißt es. Enercity hatte 2017 beschlossen, aus der Kohlenutzung auszusteigen. Für den Ersatz von Block I des Kraftwerks Stöcken hätte das Unternehmen eigenen Angaben zufolge bisher knapp 400 Millionen Euro investiert. Allein 195 Millionen Euro seien in ein neues Biomasse-Heizkraftwerk in Stöcken geflossen, das im Oktober in Betrieb gegangen war. Weitere 1,1 Milliarden Euro wolle der kommunale Versorger bis 2040 in weitere Projekte der Energie- und Wärmewende investieren. Und woher kommt das Geld eines "kommunalen Versorgers"?