Trump rechnet mit vier Wochen Krieg
In einem Interview mit der „Daily Mail“ hat US-Präsident Donald Trump einen möglichen Zeitrahmen für den Krieg mit dem Iran genannt, meldet Bild: Vier Wochen solle die Operation „Epische Wut“ demnach dauern. „Es war immer als ein vierwöchiger Prozess geplant. Wir gingen davon aus, dass es etwa vier Wochen dauern wird.“, habe Trump erklärt.
Trump zum Iran-Krieg: Neun iranische Schiffe versenkt und 48 Führungsfunktionäre getötet
Bei den Angriffen auf den Iran hat das US-Militär nach Angaben von Präsident Donald Trump neun Marineschiffe versenkt, meldet n-tv. Darunter wären "einige relativ große und wichtige" gewesen, habe er auf seiner Plattform Truth Social mitgeteilt. Trump hätte weiter angekündigt, dass bald weitere iranische Kriegsschiffe versenkt würden. Bei einem weiteren Angriff wäre zudem das Marinehauptquartier "weitgehend zerstört" worden. Bisher stehe eine Bestätigung von iranischer Seite noch aus. Außerdem hätten die USA und Israel bereits 48 iranische Führungsfunktionäre getötet.
Ölpreis steigt auf 80 Dollar je Barrel
Nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran ist der Ölpreis deutlich gestiegen, meldet die Zeit. Der Preis der Nordseesorte Brent sei im außerbörslichen Handel um zehn Prozent auf rund 80 Dollar je Barrel gestiegen, wie Ölhändler berichtet hätten. Analysten würden mit einem weiteren Preisanstieg rechnen. Um die Lage zu entspannen, habe das Ölbündnis OPEC+ beschlossen, die Fördermenge ab April um 206.000 Barrel pro Tag zu erhöhen, weniger als 0,2 Prozent der weltweiten Nachfrage. Experten würden jedoch bezweifeln, dass dieser Schritt ausreiche.
Öltanker stauen sich vor der Straße von Hormus
Die Lage im Iran hat auch Auswirkungen auf den weltweiten Ölhandel sowie auf deutsche Reedereien, berichtet der Deutschlandfunk. In vielen Unternehmen liefen Krisensitzungen, habe der Verband Deutscher Reeder mitgeteilt. Schiffe würden – wo immer möglich – aus Gefahrenzonen herausgeführt, umgeleitet oder würden außerhalb der Risikogebiete auf neue Anweisungen warten. Laut Daten der Plattform „MarineTraffic“ hätten derzeit mehr als 150 Öl- und Frachtschiffe in den Gewässern vor der Straße von Hormus Anker geworfen. In Funkmeldungen der iranischen Revolutionsgarden sei mitgeteilt worden, dass kein Schiff die Meerenge passieren dürfe. Es gebe Berichte über zwei von unbekannten Geschossen getroffene Schiffe; die Umstände seien unklar. Die zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman liegende Straße von Hormus ist bekanntlich eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölhandel.
Iran-Krieg: Bundeswehr-Einheiten in Jordanien und Irak unter Beschuss
Bundeswehr-Einheiten in Jordanien und im Irak sind nach dem US-israelischen Angriff auf den Iran zum Ziel iranischer Vergeltungsschläge geworden, meldeten Bild und Tagesspiegel übereinstimmend. Demnach hätten iranische Kräfte seit Samstagmorgen mehrere Raketen und Drohnen auf Militärstützpunkte abgefeuert, auf denen auch deutsche Soldaten stationiert seien. Nach Informationen des Spiegel wären eine multinationale Basis in der Nähe des Flughafens in Erbil im kurdischen Nordirak sowie das Bundeswehr-Feldlager al-Azraq im Osten von Jordanien betroffen gewesen. Alle Geschosse und Drohnen seien durch die Flugabwehr neutralisiert worden, hieß es. Ein US-Soldat soll durch herabstürzende Trümmer leicht verletzt worden sein. Unter den deutschen Soldaten hätte es laut Bild-Informationen keine Verletzten gegeben. Auf Videos aus Erbil sollen innerhalb des Stützpunktes ein Feuer und Explosionen zu sehen gewesen sein. Die pro-iranische irakische Miliz Saraya Awliya al-Dam hätte demnach am Sonntagabend die Verantwortung für den Angriff auf „amerikanische Stützpunkte in Erbil mit einem Schwarm von Drohnen“ übernommen.
Kreuzfahrtschiffe sitzen, von Irans Raketen bedroht, in der Gefahrenzone fest
In Dubai und Doha sitzen zwei Kreuzfahrtschiffe des Reiseunternehmens Tui Cruises mit mehreren Tausend Gästen an Bord fest, heißt es in Medienberichten. Auch Ozeankreuzer anderer Reedereien seien betroffen. Die „MSC Euribia“ müsse in Dubai bleiben, gleiches gelte offensichtlich für die „Celestyal Discovery“ und die „Aroya“. Die Gäste an Bord der Schiffe befänden sich damit in der Gefahrenzone. Die Crews der Schiffe hätten deshalb angeordnet, im Innern zu bleiben und Außendecks zu meiden. Wie es für die Passagiere weitergehen werde, sei nicht bekannt. Ablegen dürften die Schiffe vorerst nicht. Am Sonntag hatten das die Behörden laut einem Sprecher von Tui untersagt. Sobald die Flughäfen wieder offen seien, dürften Airlines und Reiseveranstalter eine umfangreiche Rückholaktion starten.
Frankreich verlegt Flugzeugträger ins Mittelmeer
Der französische Fernsehsender „BFMTV“ berichtet, dass der französische Flugzeugträger Charles de Gaulle und seine Marinegruppe ihren Einsatz in der Ostsee unterbrechen sollen, um ins östliche Mittelmeer zu fahren. Die Fahrtzeit dürfte demnach mindestens eine Woche betragen.
Israel parkt Regierungsflugzeug am Berliner Flughafen
Israels Staatsflugzeug ist nach Beginn des Kriegs gegen den Iran zum Berliner Flughafen BER gebracht worden – und damit außerhalb des Kampfgebiets, meldet der Spiegel. Fotos würden die für diplomatische Einsätze speziell ausgestattete Boeing 767 auf dem Rollfeld zeigen. Nach Informationen der dpa sei das Flugzeug nach vorheriger Anmeldung auf Wunsch Israels in Berlin gelandet. Bereits bei früheren Konflikten sei die Maschine nach israelischen Medienberichten zum Schutz vor Raketenangriffen außer Landes gebracht worden.
Mehrheit der US-Bürger gegen Angriffe auf Iran
Nur etwa jeder vierte US-Bürger befürwortet das Vorgehen von Präsident Donald Trump im Nahen Osten, heißt es in Medienberichten. 27 Prozent der Befragten würden demnach in einer Umfrage von Reuters/Ipsos die Angriffe der USA auf den Iran befürworten. 43 Prozent hätten hingegen erklärt, den Iran-Einsatz abzulehnen. 29 Prozent zeigten sich unentschieden. Zudem seien 56 Prozent der US-Amerikaner der Ansicht, dass Präsident Donald Trump militärische Gewalt zu bereitwillig anwendet.
Bund verlängert Treuhandverwaltung für Rosneft Deutschland
Wie das Handelsblatt meldet, bleibt Rosneft Deutschland unter der Treuhandverwaltung des Bundes. Auf einer neuen Rechtsgrundlage habe die Bundesregierung die Bundesnetzagentur als Treuhänderin für die deutschen Tochtergesellschaften des russischen Energiekonzerns eingesetzt, wie das Wirtschaftsministerium am Wochenende in Berlin mitgeteilt hätte. Die Treuhandverwaltung gelte für die Firmen Rosneft Deutschland GmbH und RN Refining & Marketing GmbH. Die Netzagentur erhalte damit auch die Kontrolle über den jeweiligen Anteil an den drei Raffinerien PCK Schwedt in Brandenburg, MiRo in Karlsruhe und Bayernoil in Vohburg an der Donau (Bayern). Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums vereine Rosneft Deutschland rund 13 Prozent der deutschen Erdölverarbeitungskapazität auf sich. Diese Anordnung soll vor allem die Versorgung der Bundesländer Berlin und Brandenburg mit Mineralölprodukten und den Standort Schwedt sichern, hieß es. Die EU-Kommission hatte bekanntlich erst vor einer Woche entschieden, dass der Bund dauerhaft die Kontrolle über Rosneft Deutschland übernehmen dürfe.
Belgien entert Öltanker der russischen Schattenflotte in Nordsee
Aus Brüssel wird gemeldet, dass Belgien nach eigenen Angaben in der Nacht zu Sonntag einen Öltanker der russischen Schattenflotte gekapert hat. Die belgischen Streitkräfte hätten das Schiff mit Unterstützung Frankreichs festgesetzt, habe Belgiens Verteidigungsminister Theo Francken auf der Plattform X geschrieben. Der Tanker mit dem Namen „Ethera“ sei zum Hafen von Zeebrügge eskortiert worden, um ihn dort zu beschlagnahmen.
Friedensnobelpreisträgerin Machado kündigt Rückkehr nach Venezuela an
Die venezolanische Oppositionspolitikerin María Corina Machado hat auf Facebook angekündigt, in den nächsten Wochen nach Venezuela zurückkehren zu wollen, meldet u. a. der Spiegel. Die 58-jährige Friedensnobelpreisträgerin war im Dezember aus ihrem Heimatland geflüchtet und hält sich aktuell in den USA auf. In Venezuela laufen Ermittlungen gegen die Politikerin. Interimspräsidentin Delcy Rodríguez habe erklärt, Machado müsse sich wegen ihrer angeblichen Unterstützung der US-Militäraktion, bei der auch Präsident Nicolás Maduro festgenommen wurde, vor Gericht verantworten. Machado gelte als einende Kraft der Opposition in Venezuela. Sie hatte sich 2023 um die Präsidentschaftskandidatur in ihrem Land bemüht, war jedoch wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten von der Wahl ausgeschlossen worden.