Chaim Noll

Chaim Noll wurde 1954 unter dem Namen Hans Noll in Ostberlin geboren. Sein Vater war der Schrift­steller Dieter Noll. Er studierte Kunst und Kunstgeschichte in Ostberlin, bevor er Anfang der 1980er Jahre den Wehrdienst in der DDR verweigerte und 1983 nach Westberlin ausreiste, wo er vor allem als Journalist arbeitete. 1991 verließ er mit seiner Familie Deutschland und lebte in Rom. Seit 1995 lebt er in Israel, in der Wüste Negev. 1998 erhielt er die israeli­sche Staatsbür­gerschaft. Chaim Noll unterrichtet neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit an der Universität Be’er Sheva und reist regelmäßig zu Lesungen und Vorträgen nach Deutschland.

Weiterführende Links:
http://www.chaimnoll.com/
https://de.wikipedia.org/wiki/Chaim_Noll

Archiv:
Chaim Noll / 03.08.2019 / 06:11 / 142

Amadeu Antonio und der tote Junge vom Frankfurter Hauptbahnhof

Amadeu Antonio, ein Gastarbeiter aus Angola, wurde 1990 von einer Gruppe junger Deutscher totgeschlagen. Sein Name hält die Erinnerung daran wach. Der Name des „achtjährigen Jungen“, den ein anderer Afrikaner vor einen einfahrenden Zug gestoßen, also vorsätzlich ermordet hat, wird nicht bekannt gegeben. Die Anonymisierung des Opfers ist die Garantie dafür, dass es vergessen wird. / mehr

Chaim Noll / 31.07.2019 / 06:25 / 83

Palästinenser-Hilfswerk korrupt, Deutschland voll dabei

Die Regierung der Schweiz hat ihre Zahlungen an das sogenannte Palästinenser-Flüchtlingshilfswerk UNRWA beendet. Grund: „unpassende sexuelle Handlungen, Vetternwirtschaft, Repressalien, Diskriminierung und andere Übergriffe, unternommen zur persönlichen Bereicherung und zur Unterdrückung abweichender Meinungen.“ Deutschland hat seine Zahlungen erhöht. / mehr

Chaim Noll / 15.07.2019 / 06:25 / 79

Die Paläste der Palästinenser

Für viele Deutsche gäbe es ein böses Erwachen, wenn sie sehen würden, dass hunderttausende Palästinenser in eigenen Häusern wohnen, die sie, die unfreiwilligen deutschen Spender, sich nicht leisten könnten. Wie kann man Menschen begreiflich machen, dass sie aufs übelste betrogen werden?/ mehr

Chaim Noll / 28.06.2019 / 06:08 / 114

Was ist eigentlich „rechts“? Der Islam ist rechts

Der „Kampf gegen rechts“ in Deutschland wird scheitern. Man kann nicht die eine „Rechte“ bekämpfen und die andere lieben. Man kann nicht erfolgreich gegen Neonazis vorgehen und zugleich muslimische Extremisten und Kriminelle dulden. Die verbreitet aufgeführten Charakteristika der „klassischen Rechten“ treffen haargenau auf die Grundlagen-Texte des Islam zu. / mehr

Chaim Noll / 21.06.2019 / 06:25 / 89

Bye, bye, Berlin

Berlin wird benutzt wie ein Nomadenlager, ein Amüsierlokal. Und als Regierungssitz einer weitgehend unbeliebten Regierung. Ich bin in Berlin aufgewachsen, einst war diese Stadt mein Zuhause – vielleicht nehme ich es deshalb schwer, dass sie verschwunden ist und nur ein Auffanglager zurücklässt, das sich nach ihr nennt./ mehr

Chaim Noll / 07.06.2019 / 06:06 / 103

Das Dickicht der Denunzianten

Das Denunzieren hat im heutigen Deutschland erneut Konjunktur. Als erinnere man sich nicht mehr, welches Unheil es in zwei deutschen Diktaturen angerichtet hat. Denunziationen unterscheiden sich von Meinungsäußerungen darin, dass sie heimlich in Umlauf gesetzt werden, völlig unbegründet sein dürfen und auf die gesellschaftliche Beschädigung des Denunzierten zielen. Ein Erfahrungsbericht./ mehr

Chaim Noll / 16.05.2019 / 06:25 / 67

Anetta, es kann jeden treffen

Einer meiner facebook-Freunde, Musiker in Berlin, jüdisch, wird plötzlich „rassistischer“ Äußerungen bezichtigt. Er gehört zum Freundeskreis der Anklägerin Anetta, begleitet deren singende Tochter auf der Gitarre, ist, wie man so sagt, „ein alter Freund“. Nun trifft es auch ihn. Denn niemand, wirklich niemand, ist davor sicher. Das gehört zum Prinzip von „Säuberungen“. / mehr

Chaim Noll / 28.04.2019 / 11:12 / 95

Warum ich von der Friedrich-Ebert-Stiftung ausgeladen wurde

Als ich in der Friedrich-Ebert-Stiftung anrief und Fragen nach dem Grund dieser Maßnahme stellte, wurden sie nicht beantwortet. Der Leiter des „Landesbüros Sachsen“, Matthias Eisel, verfiel auf ein Mittel, das ich von DDR-Funktionären kenne: Er hörte auf zu sprechen. Als wollte er zu verstehen geben: Sie werden wohl selbst am besten wissen, womit Sie sich diese Bestrafung zugezogen haben./ mehr

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