Chaim Noll

Chaim Noll wurde 1954 unter dem Namen Hans Noll in Ostberlin geboren. Sein Vater war der Schrift­steller Dieter Noll. Er studierte Kunst und Kunstgeschichte in Ostberlin, bevor er Anfang der 1980er Jahre den Wehrdienst in der DDR verweigerte und 1983 nach Westberlin ausreiste, wo er vor allem als Journalist arbeitete. 1991 verließ er mit seiner Familie Deutschland und lebte in Rom. Seit 1995 lebt er in Israel, in der Wüste Negev. 1998 erhielt er die israeli­sche Staatsbür­gerschaft. Chaim Noll unterrichtet neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit an der Universität Be’er Sheva und reist regelmäßig zu Lesungen und Vorträgen nach Deutschland.

Weiterführende Links:
http://www.chaimnoll.com/
https://de.wikipedia.org/wiki/Chaim_Noll

Archiv:
Chaim Noll, Gastautor / 12.09.2018 / 12:30 / 26

Was ich von meiner Chemnitzer Großmutter gelernt habe

Lange hat mich die Frage beschäftigt, warum ich außerstande bin, mich politisch korrekt zu verhalten. Ich denke, es ist ein glückliches Erbteil meiner Großmutter. Sie hat überlebt, weil sie politisch unkorrekt war. Allerdings: So viel wie bei ihr stand bei mir nie auf dem Spiel./ mehr

Chaim Noll, Gastautor / 01.09.2018 / 06:25 / 59

taz-Freiheit

Warum es mir nicht gelang, in einer deutschen Tageszeitung das neue Buch von Thilo Sarrazin zu besprechen. Meine Korrespondenz mit der taz, in deren Feuilleton ich gelegentlich veröffentlichen durfte, dient als hübsches Beispiel für das Verständnis von Meinungsfreiheit in Deutschland./ mehr

Chaim Noll, Gastautor / 13.08.2018 / 11:30 / 4

Besuch an der Gaza-Grenze

Seid ihr oft unter Beschuss? frage ich die Frauen. Wie viel Zeit haben sie , um in den miklat, den Schutzraum zu laufen? Fünfzehn Sekunden, sagt die eine. Kommt auf die Rakete an, die andere. Sie haben verschiedene Sorten. Und fügt hinzu: 2014 haben sie versucht, über den Strand einzudringen. Vom Meer aus. Da hatte ich das erste Mal Angst. Die andere nickt. Es ist so sinnlos...,/ mehr

Chaim Noll, Gastautor / 12.08.2018 / 11:00 / 19

Bundesregierung nimmt besondere Verpflichtung wahr

UNRWA, die Millionen Hilfsgelder verschlingende Flüchtlingsagentur der Vereinten Nationen, finanziert unter anderem Feuerdrachen an der Grenze zu Israel, Sprengkörper an aufgeblasenen Kondomen oder aus dem Iran eingeschmuggelte Grad-Raketen.„Die Bundesregierung“, melden deutsche Medien, gibt dafür 2018 zusätzliche 8,4 Millionen Euro aus. / mehr

Chaim Noll, Gastautor / 30.07.2018 / 16:00 / 28

„Rassismus“ – Ein Wort wird verbraucht und verbrannt

Das Wort „Rassismus“ hat durch übermäßigen Gebrauch mehr und mehr seinen Sinn eingebüßt. Es wird in Fällen angewandt, wo es offensichtlich das Thema verfehlt. Auch der neue Sultan Erdogan, der demnächst zum Staatsbesuch nach Deutschland anreist, wird die Gelegenheit nicht verstreichen lassen, seine treuen Untertanen zu weiterem Kampf gegen „Rassismus“ aufzurufen./ mehr

Chaim Noll, Gastautor / 15.07.2018 / 06:26 / 44

Am Stuhl kleben – das neue Lustgefühl

Durch soziale Medien mag der öffentliche Druck auf unfähige Politiker, Konzern-Chefs oder Fußballtrainer zugenommen haben, doch zugenommen hat auch die Dicke ihrer Haut, ihre Resistenz gegen altmodische Regungen wie Scham und Gewissen. Niemandem gilt so viel Aufmerksamkeit wie dem oder der, die einfach den Posten nicht räumt. Ganz gleich ob sie oder er dort noch etwas Sinnvolles tut. / mehr

Chaim Noll, Gastautor / 11.07.2018 / 16:30 / 6

Neue Stadt – alte Lügen

Dem palästinensischen Prestige-Projekt, der modernen Reißbrett-Stadt Rawabi, droht das Scheitern. Die bisher fast anderthalb Milliarden Dollar teure Traumstadt in der judäischen Wüste scheitert an stammesstrukturen die dem urbanistischen Projekt zuwiderlaufen, aber auch daran, dass die Verantwortlichen eigentlich gar keinen Erfolg wollen, sondern eine politisch wirksam leidende Bevölkerung./ mehr

Chaim Noll, Gastautor / 28.06.2018 / 16:00 / 19

Koran lesen fördert das Denkvermögen

Viele Menschen, die wir Muslime nennen, scheinen den Koran gar nicht zu kennen, sondern nur das, was ihnen Imame und andere Korankundige darüber mitteilten. Die Lektüre des Heiligen Textes durch "Unbefugte" gilt gar als Frevel, erst recht das Äußern unberufener Meinungen. Aber das ist nicht nur das Recht, sondern geradezu die Pflicht für denkende Bürger eines demokratischen Staates./ mehr

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