Chaim Noll

Chaim Noll wurde 1954 unter dem Namen Hans Noll in Ostberlin geboren. Sein Vater war der Schrift­steller Dieter Noll. Er studierte Kunst und Kunstgeschichte in Ostberlin, bevor er Anfang der 1980er Jahre den Wehrdienst in der DDR verweigerte und 1983 nach Westberlin ausreiste, wo er vor allem als Journalist arbeitete. 1991 verließ er mit seiner Familie Deutschland und lebte in Rom. Seit 1995 lebt er in Israel, in der Wüste Negev. 1998 erhielt er die israeli­sche Staatsbür­gerschaft. Chaim Noll unterrichtet neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit an der Universität Be’er Sheva und reist regelmäßig zu Lesungen und Vorträgen nach Deutschland.

Weiterführende Links:
http://www.chaimnoll.com/
https://de.wikipedia.org/wiki/Chaim_Noll

Archiv:
Chaim Noll / 02.04.2020 / 06:26 / 86

„Sie werden uns ihre Freiheit zu Füßen legen“

Platon gibt als einen der Gründe für die Preisgabe der Freiheit an: Furcht. Genauer: „Todesfurcht“. Wo diese einsetzt, verliert der Wert Freiheit für die meisten Menschen seine Bedeutung, die Sehnsucht nach einem „starken Staat“ nimmt überhand, die Bereitschaft, die subtilen Strukturen der Demokratie zu zerstören und sich einer Stärke verheißenden Tyrannis zu unterwerfen./ mehr

Chaim Noll / 22.03.2020 / 14:00 / 27

Die verrückteste Reise meines Lebens

Die Stimmung im Flugzeug ist ausgelassen, obwohl viele der Studenten Masken tragen. Als wir in Tel Aviv landen, bin ich mit mir eins, dass die Reise nach Deutschland kein Fehler, sondern ein einzigartiges Erlebnis war./ mehr

Chaim Noll / 08.03.2020 / 06:28 / 49

Was erwartet mich, wenn ich nach Deutschland fliege?

Bisher hat die ElAl meinen Flug Tel Aviv-Berlin nicht abgesagt. Und als Israeli darf ich auch wieder in Israel einreisen, wenn ich von der Reise zurückkomme. Der Corona-Virus hat Greta aus den deutschen Medien verdrängt – das soll ihm, auch wenn er sonst viel Verwirrung anrichtet, als Verdienst angerechnet werden. Massenhysterische Wellen tilgen, wie Brecher am Strand, die Fußspuren der vergangenen Inszenierung./ mehr

Chaim Noll / 23.02.2020 / 06:28 / 102

Variationen des Wahnsinns

Heute gibt es zwei Arten von Wahnsinn: den anerkannten, der dazu dient, eine Untat zu entschuldigen, und den, der ignoriert wird, damit der Psychopath als Gesinnungstäter dargestellt und die Hetzjagd auf Hintermänner, Verroher des Diskurses und alle „Rechten“ eröffnet werden kann. / mehr

Chaim Noll / 08.02.2020 / 06:05 / 234

„Sie schlägt den Takt mit dem Hammer“

Auf das, was in Erfurt geschehen ist, hat Angela Merkel auf die denkbar dümmste Weise reagiert: Sie hat der Welt gezeigt, dass Deutschland unter ihrer Herrschaft keine Demokratie mehr ist. Es geht zu wie in Mandelstams Gedicht auf Stalin./ mehr

Chaim Noll / 26.01.2020 / 06:12 / 124

Tagesschau-Kommentar: Gebühren für Großmanns-Allüren

Auf tagesschau.de wurde von oben herab, aus deutscher Kultur-Attitüde, Juden und Russen zu verstehen gegeben, wie sie sich besser zu benehmen hätten. Und diese Attitüde war verbunden mit einem Fast-Analphabetismus seitens der Schreiberin – eine bekannte Kombination. Ich weiß nicht, welche Möglichkeiten es gibt, zu protestieren. Aber eins ist sicher: Es wäre falsch, dazu zu schweigen./ mehr

Chaim Noll / 14.01.2020 / 06:25 / 172

Klarheit im Kopf

Achgut.com erreichte eine Laudatio aus Israel, denn es hat sich in den letzten 15 Jahren zu einem Fels in der medialen Brandung entwickelt (im Bild Mitglieder des Gründungsteams auf Island). Deutschland, ein zu geistiger Sklerose neigender Standort, braucht die offene Debatte und eine Oase erfrischender Klarheit. "Gegen die Achse sind so ziemlich alle Verleumdungen und Etikettierungen ins Feld geführt worden, zu denen politisch korrektes Spießertum fähig ist", schreibt Chaim Noll. Unser Einfluss nimmt dennoch zu. / mehr

Chaim Noll / 08.01.2020 / 06:15 / 102

Iran: Deutschlands Großstrategen allein zu Haus

Es mag nicht sehr taktvoll klingen, muss aber einmal ausgesprochen werden: Das heutige Deutschland ist in der internationalen Politik ohne amerikanische Rückendeckung eine Stimme aus dem Nichts. Für Großmacht-Strategen in den deutschen Medien wäre es Zeit, den Ton zu mäßigen, statt zum „Bruch“ mit der Schutzmacht USA aufzurufen./ mehr

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