Chaim Noll

Chaim Noll wurde 1954 unter dem Namen Hans Noll in Ostberlin geboren. Sein Vater war der Schrift­steller Dieter Noll. Er studierte Kunst und Kunstgeschichte in Ostberlin, bevor er Anfang der 1980er Jahre den Wehrdienst in der DDR verweigerte und 1983 nach Westberlin ausreiste, wo er vor allem als Journalist arbeitete. 1991 verließ er mit seiner Familie Deutschland und lebte in Rom. Seit 1995 lebt er in Israel, in der Wüste Negev. 1998 erhielt er die israeli­sche Staatsbür­gerschaft. Chaim Noll unterrichtet neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit an der Universität Be’er Sheva und reist regelmäßig zu Lesungen und Vorträgen nach Deutschland.

Weiterführende Links:
http://www.chaimnoll.com/
https://de.wikipedia.org/wiki/Chaim_Noll

Archiv:
Chaim Noll / 07.07.2020 / 05:55 / 52

Das Schweigen und Reden des Gregor Gysi

Man könnte sagen: Gregor Gysi lebt vom Verschwundenen. Sich auf weitergehende Aussagen einzulassen, ist gefährlich, denn er prozessiert gern. In aller Unschuld. Dabei gehörte Genosse Gysi zu den einflussreichsten Männern im deutschen Politik-Betrieb. Wer hatte einen besseren Überblick über die undurchsichtigen Vermögenswerte der reichsten politischen Partei Deutschlands?/ mehr

Chaim Noll / 25.06.2020 / 06:25 / 164

Stuttgart im Sturzflug

Hier treffen kampfbereite junge Nomaden aus Milieus, in denen blutige Gewalt alltäglich ist, auf im Wohlstand erschlaffte Edelmenschen, deren ganze Sorge ihrer Bio-Kost und Krötenschutzzonen galt. Ich kenne beide Mentalitäten, die der lange im „Ländle“ Ansässigen und die der dort neuerdings Einwandernden, aus persönlicher Nähe und fürchte, dass sie – zumindest fürs Erste – unvereinbar sind./ mehr

Chaim Noll / 14.06.2020 / 08:53 / 83

Massenhysterie: „Don’t go with the flow“

Wir leben in einer Zeit massenhysterischer Aufwallungen. Wie verhält man sich in solchen Tagen? Es ist lebensgefährlich, sich einer Stampede frontal entgegenzustellen. Also lieber Mitmachen, und sei es zum Schein? Auch das ist gefährlich. „Inmitten von etwas“ zu sein, von Gleichgerichteten umringt, womöglich „von allen vier Seiten“, ist eher ein Zeichen, dass man sofort nach einem Fluchtweg Ausschau halten sollte./ mehr

Chaim Noll / 08.06.2020 / 08:21 / 100

Die Maske, der Maulkorb

Der vermeintliche Sinn der Masken – wie vieler andere Maßnahmen wurde durch die Massendemonstrationen der letzten Tage de facto aufgehoben. Behörden, die alle diese Auflagen noch immer gegen Einzelne, gegen Geschäfte und öffentliche Einrichtungen erzwingen, nachdem man sie auf den Massendemonstrationen geduldet hat, bekennen sich damit offen zur Schikane gegen ihre Mitbürger. Der Corona-Bann ist gebrochen. / mehr

Chaim Noll / 03.06.2020 / 06:29 / 82

Vom „Sturmgeschütz“ zum „Stürmer“

„Der Spiegel“, nach einer langen Vorgeschichte tendenziöser, zum Teil unwahrer, aggressiv antiisraelischer, latent antisemitischer Berichterstattung, schlägt nun neue Töne an und entlehnt sie der Sprache des „Stürmers“. Weil er ungeniert Vokabeln der Nazi-Presse wie "Bluthund" gegen deutsche Juden einsetzt, können wir ihn von nun an getrost ein antisemitisches Blatt nennen./ mehr

Chaim Noll / 24.05.2020 / 06:15 / 132

Faschisten können bunte Jacken tragen

Als Nicht-Jurist möchte ich eine Diskussion über das Urteil in der Causa Henryk M. Broder gegen Claudia Roth vermeiden. Stattdessen die betreffende Passage aus einem Interview von Claudia Roth hermeneutisch untersuchen. Wort für Wort. Sie möchte den Eindruck von Spontaneität erwecken, doch in Wahrheit ist jedes Wort kalkuliert. Dabei tut sich ein Abgrund an Einsamkeit und echt wirkender Existenzangst auf. Und, wenn man es nüchterner sieht, an Misanthropie, Judäophobie und wahnhafter Herrschsucht. / mehr

Chaim Noll / 13.05.2020 / 06:24 / 48

Epitaph für Johanna

Was die damals 15-jährige Johanna getan hat, war keine Heldentat – so sah sie es selbst. Sie hätte sich verhalten, sagte sie zu mir am Telefon, „wie sich jeder vernünftige Mensch in ihrer Lage verhalten hätte“. Gerade heute tut es wohl, sich an Menschen wie Johanna G. zu erinnern. An Einzelne, die dem Wahnsinn der Mehrheit widerstanden./ mehr

Chaim Noll / 07.05.2020 / 10:00 / 43

Wie sich Natanel erfolgreich in Deutschland assimilierte

Wenn man sich in Israel assimilieren will, muss man Netanyahu kritisieren, das ist hier allgemein üblich und gilt als Voraussetzung, um zu den Intellektuellen gezählt zu werden. Will man sich dagegen in Deutschland integrieren, muss man Angela Merkel schmeicheln. Denn das ist im heutigen Deutschland die Bedingung, um es zu irgendetwas zu bringen./ mehr

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