Gerd Held

Dr. rer. pol. Gerd Held wurde 1951 in Osnabrück geboren. Nach Facharbeiterlehre und Berufstätigkeit ab 1984 Studium der Sozialwisschenschaften (Abschluss Diplom) und der Sozialphilosophie (Abschluss Maitrise) in Hannover und Paris. Wissenschaftliche und publizistische Tätigkeiten in Paris und Valencia (Spanien), Von 1993 bis 2003 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät Raumplanung der Universität Dortmund – dort Promotion und Habilitation, danach dort Privatdozent. 2006 und 2007 wissenschaftlicher Mitarbeiter am IRS Erkner/Berlin. Von 2008 bis 2015 Leitartikler und Essayist bei der Tageszeitung “Die Welt”. Zugleich Privatdozent am Institut für Stadt- und Regionalplanung der TU Berlin. Seit 2016 als freiberuflicher Publizist tätig (u.a. für “Die Achse des Guten” und “Tichys Einblick”). Wohnt in Berlin.

Monatlicher Blog:
http://www.gerdheld.de/

Archiv:
Gerd Held / 03.03.2020 / 12:00 / 94

Ein orientierungsloses Land   

Deutschland treibt in der Mitte Europas dahin wie ein Tanker mit Ruderschaden. Auf der Brücke herrscht Ratlosigkeit. Das spürbare Ende der Ära Merkel wird zu einer Übergangszeit führen, in der sich Gelegenheiten ergeben, um eine andere Politik zu beginnen. Der herrschende Komplex, zu dem auch die Massenmedien gehören, wird allerdings mit allen Mitteln versuchen, seine Macht zu behaupten. / mehr

Gerd Held / 01.03.2020 / 14:00 / 19

Deutschlands dringende Entscheidungen 

Deutschland braucht eine politische Mehrheit, die sich was traut. Angesichts der Anpassungszwänge, vor denen dies Land steht, ist es falsch, jegliche Ausübung von Mehrheitsmacht zu tabuisieren. Es gibt Zeiten, in denen Entscheidungspflichten wichtiger sind als die Konsenspflichten. / mehr

Gerd Held / 29.02.2020 / 12:30 / 30

Die Anmaßung der „Mitte“

Die Fiktion einer "Mitte" unterstellt einen Ort, der die Stabilität und Gerechtigkeit im Lande verkörpert. Wenn man sich an diesem Ort orientiert, ist alles auf einem guten Weg. Das ist eine prätentiöse Anmaßung wie jene Volkswagen-Werbung, die vorgab „das Auto“ schlechthin zu produzieren. Oder wie die deutsche Fußball-Nationalmannschaft, die unter dem Titel „die Mannschaft“ inszeniert wurde (und verlor). / mehr

Gerd Held / 28.02.2020 / 06:15 / 134

Du bist verfemt!

Das Feindbild „Faschist“ erfährt eine wahre Inflation. Die Verfemung wird wieder zum Mittel der Politik gemacht hat. Man ist damit sehr nah an den mittelalterlichen Feme-Gerichten und sehr fern von rechtsstaatlichen Institutionen. Die Anrufung der ordentlichen Gerichte meidet man seitens der Ankläger sogar auffällig – ohne Beweispflicht, ohne Recht auf Verteidigung, ohne sichtbare Richter geht Aburteilen viel leichter./ mehr

Gerd Held / 16.02.2020 / 06:09 / 45

Bauern subventionieren? Böse! Städter subventionieren? Gut!

Das Wort von der „Bauernlobby“ ist auf das Vorurteil zugeschnitten, dass bei den Subventionen für die Landwirtschaft besonders mächtige Interessengruppen und Besitzständler am Werk sind. Doch auch die Existenz des Großstädters ist eine hochsubventionierte Existenz. Nur redet darüber keiner. Ein neutraler Blick auf die verschiedenen Subventionen – und ihre Auswirkungen auf das Gemeinwesen. / mehr

Gerd Held / 13.02.2020 / 06:13 / 58

Die Fata Morgana der urbanen Besserwisser

Der Flächenanteil der Ökolandbaues liegt bei neun Prozent, der Marktanteil veganer Produkte bei 1 Prozent, mediale Aufmerksamkeit und politische Fürsorge hingegen bei 100 Prozent. Konventionelle Bauern und Biobauern wissen um die Zwänge der Produktion. Die Landwirtschafts-Politik wird aber von urbanen Besserwissern diktiert, die so viel Ahnung haben, wie die Kuh vom Sonntag./ mehr

Gerd Held / 12.02.2020 / 06:15 / 94

Die Machtergreifung der falschen Bauernfreunde

Heimlich still und leise wird der nächste Großangriff auf die moderne Landwirtschaft vorbereitet: Die EU-Fördermittel für die Landwirtschaft sollen nicht an die Flächen eines Bauern, sondern an ideologische Vorgaben wie "bio" gekoppelt werden. Es zeichnet sich ein Zusammenspiel ab zwischen einer deutschen ideologisierten Politik und den Machtinteressen der EU-Institutionen gegenüber den Mitgliedstaaten. / mehr

Gerd Held / 10.02.2020 / 06:25 / 51

Zerstörung als Zukunftsentwurf?

In Deutschland ist man mal wieder dabei, den Feldzug des vermeintlich „Neuen“ gegen das „Alte“ an die Stelle sachlich-sorgfältiger Entwicklung zu setzen. Vorne weg Angela Merkel, die eine „Transformation von gigantischem historischen Ausmaß“ ankündigte. Doch es gibt gar kein Angebot, welches „Neue“ das Alte ersetzen könnte. Die heutige Gigantomanie ist gigantisch nur im Negativen./ mehr

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