Rainer Grell

Rainer Grell, geb. 1941, Leitender Ministerialrat a.D., arbeitete 35 Jahre im Innenministerium Baden-Württemberg, zuletzt als Leiter des Referats Staatsangehörigkeitsrecht. Er erarbeitete dort einen „Gesprächsleitfaden für die Einbürgerungsbehörden“, der als „Muslim-Test“ bundesweit Kritik auslöste.

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Rainer Grell / 15.04.2018 / 11:30 / 7

Die Strategien der Bundesregierung

Es gibt bestimmt ebenso viele Strategien der Bundesregierung, wie es „Beauftragte“ gibt. Und während uns das Attribut „national“ sonst nur noch in „Nationalmannschaft“, „Nationalspieler“ und „Nationalhymne“ begegnet, stolpern wir im Strategie-Dschungel auf Schritt und Tritt darüber. Das mag all diejenigen beruhigen, die meinen, die Benutzung dieses Begriffs stemple einen geradezu zum Outlaw. / mehr

Rainer Grell / 25.03.2018 / 16:20 / 6

Her mit der Kinderquote!

Ich frage mich deshalb, warum die Zahl der Kinder, die eine Bewerberin oder ein Bewerber hat, nicht zum Auswahlkriterium genommen wird. Kinderquote statt Frauenquote. Jedenfalls kann ich nicht erkennen, warum die 40jährige kinderlose Betriebswirtin bei der Besetzung des Aufsichtsrats den Vorzug vor dem Ingenieur mit vier Kindern bekommen soll./ mehr

Rainer Grell / 20.03.2018 / 18:08 / 6

„Geben Sie Gedankenfreiheit“

Die Auseinandersetzung um die Meinungs- und Gedankenfreiheit hat Weltliteratur und zahlreiche Aphorismen hervorgebracht, die nichts an Aktualität eingebüsst haben. Besonders hübsch ist eine Sentenz von Karl Kraus: „Die Gedankenfreiheit haben wir. Jetzt brauchen wir nur noch die Gedanken.“/ mehr

Rainer Grell / 16.03.2018 / 17:37 / 6

Zur Wiedervorlage für die GroKo: Der Berg ruft

Der Bundespräsident empfahl der neuen Bundesregierung mit einem neuem Ethos loszuregieren. Viele der zahlreichen bisherigen Versäumnisse und Fehler sind noch verdeckt, wir werden die Folgen aber in ein paar Jahren schmerzlich spüren. Hier eine umfangreiche Sammlung zur Wiedervorlage./ mehr

Rainer Grell / 18.02.2018 / 12:57 / 3

„Zivilisierte Verachtung” – kann es das geben?

„Zivilisierte Verachtung ist die Fähigkeit, zu verachten, ohne zu hassen oder zu dehumanisieren. Dies ist das Prinzip der Menschlichkeit.“ Nach der mehrfachen Lektüre des Satzes habe ich mich gefragt, warum der Autor des gleichnamigen Buches derart auf dem Begriff der „Verachtung“ beharrt und sich nicht einfach mit „Ablehnung“ begnügt. Wenn es das unschätzbare Verdienst der Aufklärung ist „Die Mentalität der Unterwerfung ... durch den Geist der Kritik abgelöst“ zu haben, sollte man sich nicht auf das verminte Terrain der Verachtung begeben./ mehr

Rainer Grell / 12.01.2018 / 15:00 / 10

Ist Vergewaltigung so schlimm wie Mord?

Was ist die angemessene Strafe für besonders schwere Fälle von Vergewaltigung, die das Gefühlsleben der Opfer zerstören und an deren Folgen sie bis ans Ende ihrer Tage leiden? Welche Strafe kann eine solche Tat sühnen, außer einer lebenslangen Freiheitsstrafe? Für mich ist der Gedanke einfach unerträglich, dass die für den Rest ihres Lebens geschädigte Frau ihrem Peiniger eventuell an der Supermarktkasse als freiem Mann begegnet, und dieser sie dort frech angrinst./ mehr

Rainer Grell / 01.01.2018 / 16:34 / 0

Deutsche Staatsräson – brüchig wie altes Papier

Von Rainer Grell. Vielleicht hat man übersehen, dass die regierungsoffizielle Formel der „besonderen Verantwortung gegenüber Israel“ durchaus mehrdeutig ist. Es muss ja nichts Gutes verheißen, wenn man einen Staat anders behandeln will als die anderen. Das zeigte jüngst auch die Weigerung der Bundesregierung, Israel im Fall der berühmten Qumran-Schriftrollen eine rechtsverbindliche Rückgabezusage für die Ausleihe nach Deutschland zu geben./ mehr

Rainer Grell / 27.12.2017 / 13:00 / 9

Auf Tauchgang im Innenministerium

Von Rainer Grell. Das Organigramm des Bundesministeriums des Innern soll jetzt um einen Antisemitismus-Beauftragten erweitert werden. Dabei gleicht ein Ausflug in die unergründlichen Tiefen von dessen Bürokratie ohnehin schon einem Ausflug mit Jules Verne 20000 Meilen unter das Meer. Man kann da unten so ziemlich alles verstecken, vor allem Untätigkeit und Unwillen. Es gibt aber schon einen idealen Kandidaten für den neuen Job./ mehr

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