Rainer Bonhorst

Rainer Bonhorst, geboren 1942 in Nürnberg, arbeitete als Korrespondent der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) in London und Washington. Von 1994 bis 2009 war er Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen-Zeitung.

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Archiv:
Rainer Bonhorst / 16.04.2018 / 10:30 / 11

Merkels Nahost-Biedermeier

Man mag von den Raketen-Demonstrationen in Syrien und – wie im Irak – von solchen Kriegen halten, was man will. Auch wenn wir es uns noch so sehr einbilden: Wir stehen moralisch nicht höher als die willigen Krieger, wenn wir in biedermeierischer Beschaulichkeit vor Großverbrechern wie Saddam oder Assad nichts zu bieten haben als einfach nur den Schwanz einzuziehen. Und das meine ich völlig genderneutral./ mehr

Rainer Bonhorst / 14.04.2018 / 14:20 / 8

Ein Gespenst namens Heimat 

Ein Gespenst geht um in Deutschland. Es heißt Heimat. Die Bayern haben damit angefangen. Und jetzt hat Horst Seehofer das Heimatministerium nach Berlin verschleppt und die Heimat auf Gesamtdeutschland ausgedehnt. Zum Entsetzen all der klugen Köpfe, ob sie nun hinter einer Zeitung oder hinter einem ideologischen Brett stecken, sollen wir nun alle eine Heimat haben. Sie ist plötzlich vom Gespenst zum politischen Gegenstand geworden./ mehr

Rainer Bonhorst / 06.04.2018 / 10:29 / 8

Mein Leben als grüner Diesel-Rebell

Sollen die anderen aus Schiss in der Buxe keine Diesel mehr fahren. Sollen die Dieselhalden ins Unermessliche wachsen. Halden sind immer Zeichen einer verrückt gewordenen Politik. Ich erinnere mich noch an den Butterberg. Und an den Milchsee. Lauter Produkte einer Politik, die in ihrem Schrank vergeblich nach allen Tassen suchen würde. / mehr

Rainer Bonhorst / 19.03.2018 / 13:16 / 17

Wie wollen wir leben?

Die Debatte darüber, ob der Islam zu Deutschland gehört, ist wieder da. Dass es hier bunter, leckerer und südlicher geworden ist, finde ich gut. Aber der politische, kulturelle und kriminologische Mist, der aus Erdoganistan und dem kriegsverseuchten Gebieten des Nahen Ostens und Afrikas eben auch zu uns gekommen ist, ist keine Bereicherung, sondern ein Ärgernis, ja sogar eine Gefahr./ mehr

Rainer Bonhorst / 14.03.2018 / 06:25 / 44

Was man privat meinen darf

Mit ihrer Kritik am Schriftsteller Uwe Tellkamp hat die sächsische Kultusministerin Eva-Maria Stange unfreiwillig, aber treffend das Problem angesprochen, das unsere Gesellschaft tatsächlich vergiftet. Es ist die Unterscheidung zwischen stumm zu bleibender Privatmeinung und gestatteter Meinungsäußerung./ mehr

Rainer Bonhorst / 09.03.2018 / 16:47 / 4

Wucht und Höhe

Bei der CDU ist eine eher kleine, wenn auch nicht unkräftige Frau seit Ewigkeiten die Chefin. Als Nachfolgerin hat sich Angela Merkel eine auch nicht gerade hoch aufgeschossene Saarländerin ausgesucht. Und die Dritte im Bunde ist der zarteste Verteidigungsminister, den dieses Land und seine Truppe je gesehen haben. Der Vormarsch der Frauen scheint sich bei der CDU also unabhängig von der körperlichen Ausdehnung nach oben zu vollziehen, während die SPD-Symbolik etwas anderes suggeriert. Aber was?/ mehr

Rainer Bonhorst / 07.03.2018 / 16:30 / 9

Ein Tatort namens Diesel

Der Clou des Plots: Zwar müssen die Trickser in Amerika saftige Strafen bezahlen, holen die Verluste im gaunersicheren Automilieu Deutschland aber wieder herein. Wie das? Durch drohende Fahrverbote, die Gerichte und Politik hilfreich in Aussicht stellen. Diese Drohung löst bei Dieselbesitzern eine Verkaufs-Panik aus. Die Panik führt zu einem phantastischen Boom an neuen Autokäufen. Wer profitiert? Die Manipulateure. Und schon haben wir die perfekte Gaunerei./ mehr

Rainer Bonhorst / 01.03.2018 / 11:30 / 24

An der Essener Tafel die Zunge verbrannt

Ist das vielleicht die avisierte Obergrenze der Kanzlerin? Eine Hundert-Prozent-Migranten-Tafel? Das wäre zweifellos ein kühnes Konzept. Und es hätte organisatorisch den Vorteil, dass man sich ganz auf Halal-Kost konzentrieren könnte. Kein lästiges Hin und Her mehr zwischen Speck-Kartoffeln und Falafel. Ich persönlich hoffe, dass sich diese Süppchen-Politiker dabei ordentlich die Zunge verbrennen. Und übrigens: das Bundesverdienstkreuz für den Chef der Essener Tafel ist fällig./ mehr

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